Das mag eine Rolle spielen, aber OB das wirklich entscheidender ist als die Sorten-Frage...?
Meine waren wie gesagt BEIDE nach -max. 8 durch: Der ausgewachsene grüne (aber abgedeckte) war im Kern noch gut, aber äußere Blätter durchgefroren und der noch offene (aber in der kältesten Nacht noch nicht abgedeckte) rote schien zunächst okay, war aber 2 Wochen später doch (weitgehend zumindest) Matsche; Kern aber auch noch gut.
Echt schade, dass Du keinen Sortennamen hast, denn diese Frostfestigkeit ist für Chinakohl wirklich TOTAL ungewöhnlich: Auch den wohlwollensten Angaben nach kann er "normalerweise" nicht mehr (weniger) als 8 Grad Minus aushalten...
Meine sahen nach den genannten Temperaturen (Wetterstation in der Nähe = -7,4) jedenfalls so aus:
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Winteranbau in Freiland und Kalthaus (Gelesen 60614 mal)
- Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
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- thuja thujon
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
Wenn du eine Hausnummer brauchst, ich würde der Kulturführung 80% zusprechen, der Sorte 20. Vielleicht auch nur 10. Auf jeden Fall nicht entscheidend, wenn vorher die Hausaufgaben nicht gemacht wurden. Daher in dem Stadium des Erkenntnisgewinns unrelevant.Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑7. Feb 2026, 13:13Das mag eine Rolle spielen, aber OB das wirklich entscheidender ist als die Sorten-Frage...?
Auch die Literaturangaben, man schreibt da schnell mal -8°C hin, experimentell ermittelt in aufwändigen Versuchsreihen hats damals keiner. Entweder der Wert kommt von Verkäuferprosa oder weil es mal ein Einzelereignis gab, das zufällig dokumentiert wurde. Da solche Daten ohne Zusammenhang nicht interpretierbar sind, sollte man sie im Zweifelsfall schlicht ignorieren, weil sie ohne Zusammenhang der Datenerhebung nichts wert sind bzw zu Fehlschlüssen verleiten.
Wenn es dich interessiert, wir bauen auf Arbeit gerade ein neues Gebäude mit 8 Klimakammern. CO2-Gehalt, Frühjahr, Sommer, Herbst, 2050, Wetterszenario mit viel Regen und mit weniger, alles auf Knopfdruck einstellbar, maximal künstliche Umwelt, frei programmierbar, je nach Phantasie. Kostet uns ein paar dutzend Millionen.
Wenn du eine zuverlässige Gradzahl haben möchtest für die Winterhärte von diversen Gemüsearten, dann können wir da ein paar Pflanzen anziehen und für dich reinstellen. Mit 500k€ wirst du dafür eine halbwegs belastbare Antwort bekommen. Die Frage die du dir dann allerdings stellen musst, wie kannst du bei dir im Garten die Bedienungen herstellen, dass du von diesem Zahlenwert einen Mehrwert hast.
Wenn du pro Jahr 5 Mahlzeiten erntest, müsstest du vielleicht 2 Millionen Jahre alt werden, in denen sich das Klima nicht verändert, damit sich der Aufwand rentiert.
Daher kurz die Frage: wäre es dir das wert?
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
Nochmal zurück zum Winterhärte im Freiland testen, da muss ich leider passen. Recht kalter Winter mit ungünstigen Temperatursprüngen, keine 2 Tage Schnee bis jetzt, ohne Schutz halten sich die Schäden bei den Asiasalaten in Grenzen.
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
Hier noch ein paar Fotos vom Palmkohl, die meisten sehen ok aus, der Gammel ist eher die Ausnahme abgesehen von den außeren Blättern. Sind aber alle zu klein geblieben, um sie richtig zu beernten, finde ich. Winterportulak sieht gut aus, aber auch zu klein bisher. Mal abwarten, wie die Pflanzen im Hochbeet aussehen, die schon seit vielen Tagen unter dem Schnee sind, der ist heute noch nicht ausreichend weggetaut, um zu schauen.
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
Eine Hausnummer kann neben der Straßen- & Ortsangabe unheimlich hilfreich sein, um zum Ziel zu kommen...thuja thujon hat geschrieben: ↑7. Feb 2026, 19:32 Wenn du eine Hausnummer brauchst, ich würde der Kulturführung 80% zusprechen, der Sorte 20. Vielleicht auch nur 10. Auf jeden Fall nicht entscheidend, wenn vorher die Hausaufgaben nicht gemacht wurden. Daher in dem Stadium des Erkenntnisgewinns unrelevant.
Aber wenn es denn so sehr ZU einfach gedacht ist mit den "Hausnummern", die keinen Wert haben: Bislang funktioniert die Denke von vielen Gärtnern halt so, dass man sich an diesem Unsinn zu orientieren versucht...
Aber dann jetzt bitte Butter bei die Fische: Wie wird das SO viel wichtigere Kriterium "Kulturführung" für diesen Zweck (also Optimierung der Winterhärte) nutzbar.
1.)
2.)
3.)
Warum Du so ne Energie darein pumpst, mich als Sponsor für Euer HightTech-Klima-Simulationslabor zu gewinnen (sorry, habe die 500 K (Kilo?) Euronen gerade nicht auf Tasche, um als Mit-Finanzierer aufzutreten... *gg*), erschließt mir leider auch nicht.
Aber wenn die Installation Platz für sinnvolle Inhalte hat, kannste die Idee ja mal in dem Gremium, dass darüber befindet, was die Anlage herausfinden soll, vorschlagen.
Vielleicht kommt ja was raus, was sich von den Erfahrungswerten, die Gärtner sammeln und zusammenzutragen versuchen, so weit abweicht, dass sich die Sache lohnt...
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
Naja, die Erfahrungswerte von Gemüsegärtnern ist meist, lass den Winteranbau bleiben, verlagere die Aktivitäten lieber aufs Frühjahr.
Zumindest sind das die langjährigen Erfahrungen. Deshalb auch zB der Rückgang von im Herbst ausgesäten Kopfsalatsorten wie Maikönig, dafür aber früh im Jahr vorgezogene Jungpflanzen auspflanzen und mit Vlies schützen, mit einem sichereren Ergebnis wie die Aussaat im Herbst. Deshalb gibts kurz vor Weihnachten auch kaum Gemüsejungpflanzen in den Baumärkten zu kaufen, im Frühjahr steht aber alles voll davon.
Jetzt kann man argumentieren, das war mal, ist die letzten 10 Jahre mit dem Klimawandel nicht mehr berechtigt, lass es uns versuchen. Gute Idee. Schauen wir nach England, wie es dort in den milden Wintern manche mit Gewächshaus versuchen. Kann so auch in den wintermilden Gebieten im westen am Rhein funktionieren. In den eher kontinentalen Wintern rund um Berlin, man sieht ja aktuell die Ergebnisse. Da haben die letzten 2 oder wie viel warmen Winter nichts generelles verändert. Es bleibt schwierig, unter Schnee zu ernten und damit die Familie satt zu bekommen.
Zumindest sind das die langjährigen Erfahrungen. Deshalb auch zB der Rückgang von im Herbst ausgesäten Kopfsalatsorten wie Maikönig, dafür aber früh im Jahr vorgezogene Jungpflanzen auspflanzen und mit Vlies schützen, mit einem sichereren Ergebnis wie die Aussaat im Herbst. Deshalb gibts kurz vor Weihnachten auch kaum Gemüsejungpflanzen in den Baumärkten zu kaufen, im Frühjahr steht aber alles voll davon.
Jetzt kann man argumentieren, das war mal, ist die letzten 10 Jahre mit dem Klimawandel nicht mehr berechtigt, lass es uns versuchen. Gute Idee. Schauen wir nach England, wie es dort in den milden Wintern manche mit Gewächshaus versuchen. Kann so auch in den wintermilden Gebieten im westen am Rhein funktionieren. In den eher kontinentalen Wintern rund um Berlin, man sieht ja aktuell die Ergebnisse. Da haben die letzten 2 oder wie viel warmen Winter nichts generelles verändert. Es bleibt schwierig, unter Schnee zu ernten und damit die Familie satt zu bekommen.
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
M.a.W.: Das Geheimnis der richtigeren "Kulturführung" ist:
1.) Mach nix zum Winter
2.) Mach im Frühjahr
3.) Vliese nutzen
Dann ist der ganze Hype, den Wolfgang Palme mit seiner (WIEDER)Entdeckung ausgelöst hat für Dich also nur nen Marketing-Gag gewesen...?
1.) Mach nix zum Winter
2.) Mach im Frühjahr
3.) Vliese nutzen
Dann ist der ganze Hype, den Wolfgang Palme mit seiner (WIEDER)Entdeckung ausgelöst hat für Dich also nur nen Marketing-Gag gewesen...?
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Re: Winteranbau in Freiland und Kalthaus
Diese nicht-Vergammelung des Palmkohls finde ich ebenso erstaunlich wie die plötzliche Frostfestigkeit von Asinellas Wunder-Chinakohl.hqs hat geschrieben: ↑7. Feb 2026, 20:46 Hier noch ein paar Fotos vom Palmkohl, die meisten sehen ok aus, der Gammel ist eher die Ausnahme abgesehen von den außeren Blättern. Sind aber alle zu klein geblieben, um sie richtig zu beernten, finde ich. Winterportulak sieht gut aus, aber auch zu klein bisher. Mal abwarten, wie die Pflanzen im Hochbeet aussehen, die schon seit vielen Tagen unter dem Schnee sind, der ist heute noch nicht ausreichend weggetaut, um zu schauen.
Aber beim Palmkohl war die Zahl, die ich mit mit -7 als Exitusgrenze notiert hatte, wohl wirklich zu konservativ: Da werden auf einmal auch -15° als neue Erkenntnisgrenze geboten...
Um den Winterportulak (meiner ist NOCH kleiner) mach Dir mal keine Sorgen: Der ist bei so "lächerlichen" Frostgraden bei weitem noch nicht an seiner Leidensgrenze angelangt (die Spatzen pfeifen dafür -20° als (irrelevante?) Grenze von den Dächern). Der explodiert geradezu, wenn ihn die Sonne küßt...
Worum ich mir mehr Sorgen mache, ist der Grünkohl: Ist ja auch bei unseren Frösten hierzulande i.d.R. (Kulturführung hin oder her) nicht tod zu kriegen.
Meiner war auch prächtig entwickelt, aber dann haben die Kohlmottenschildläuse ab Anfang September eine Blattlage nach der anderen besiedelt und zum Vergilben gebracht, so dass nur noch kleine, scheinbar gesunde Spitzen übrig geblieben waren: Die hängen jetzt aber auch schlaff, blatt-unterseitig und am Stamm angegraut in den Seilen...
Bleibt wohl nur auf den frischen "Babyleaf"-Austrieb aus den Stämmen selber zu hoffen...
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