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Re: 30 Jahre Wiesengarten (Gelesen 333346 mal)

Gartengestaltung von Planen, Gelände und Boden über generelle Anlage, Wege, Steine, Zäune, Beete bis hin zu Kunst und Handwerk

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oile
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

oile » Antwort #2850 am:

Da ist schön viel Platz. Wäre das auch etwas für Arum und Arisaema?
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.

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pearl
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

pearl » Antwort #2851 am:

Arum gibt es, Arisaema gab es. Was alles hochkommt, das müssen wir sehen. Mehrere Clematis Cassandra, Eisenhut, Geranium phaeum. Astilben sind alle verschwunden. Zu trocken in den Sommern hier.
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LissArd
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

LissArd » Antwort #2852 am:

Wow, pearl… danke für die Links, jetzt verstehe ich die „Umzugs-Situation“ erst wirklich. Das ist ja absolut erbärmlich, was dieser Vermieter/Eigentümer da abgezogen hat. Ich kann mir vorstellen, was für eine emotionale Belastung das bedeutet haben muss, ganz jenseits der körperlichen und zeitlichen Herausforderungen, da ich vor kurzem eine ähnliche Situation in der Nachbarschaft miterlebt habe. Das heißt, der wunderbare Wiesengarten ist von eurer momentan so unerfreulichen Wohnsituation aber ganz unabhängig und würde euch auch dann erhalten bleiben, wenn ihr euch nach einer anderen Wohnung/Haus umschaut (räumliche Nähe vorausgesetzt)?

Und ganz unabhängig davon, was mir gerade beim Lesen hier im Thread immer wieder ins Auge stach, waren die Bilder von Digitalis parviflora. Ich liebe den auch sehr, überhaupt dieses bräunliche rot (rötliche braun 😁), und speziell die Kombination mit dem Bronzefenchel ist super. Ich mag insgesamt leicht morbid anmutende “gedämpfte” Farben, mit grau-silbrigen oder braun-bronzefarbenen Untertönen. Zu bunt-pastellig gefällt mir meist wenig. Jedenfalls hatte ich mit D. parviflora auch immer sehr viel mehr Glück als z.B. mit D. ferruginea - nur die gezielte Aussaat über zugekauftes Saatgut klappte noch nie - entweder er vermehrt sich selbst, oder gar nicht. Ich habe jetzt mal bei Staudenfan einen trojana mitbestellt, mal schauen, wie der sich so macht.
»Im übrigen bin ich, nicht ungern, der Sklave meines Gartens. Es macht mich sehr müd und ist etwas zuviel, aber in alledem, was die Menschen heut tun, fühlen, denken und schwatzen, ist es das Klügste und Wohltuendste, was man tun kann.« – H. Hesse
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pearl
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

pearl » Antwort #2853 am:

Staudenfan hat vielleicht meinen Digitalis Parviflora 'Galgenberg' bald im Angebot. Eine Hybride, nicht fertil, daher ausdauernd, sehr ausdauernd. Verjüngt sich regelmäßig durch Tochterrosetten. Ich schau mal ob wieder welche zur Vermehrung da sind.
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Die Belastung durch unseren landlord dauert an. Der Wiesengarten ist unser Rückzugsort. Die Wohnungssuche läuft.
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Buddelkönigin
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

Buddelkönigin » Antwort #2854 am:

Alle guten Wünsche sind bereits ausgesprochen...
Ich schließe mich - trotz weniger neuer Worte- von ganzem Herzen an! :D :D :D
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Habt Ihr denn die Möglichkeit, auf Eurem Wiesengrundstück eine Hütte oder wenigstens einen überdachten Sitzplatz aufzustellen? Das würde die Verweildauer im Wiesengarten sicher deutlich verlängern und bei diesem Wetter angenehmer machen.
So blöd die Situation auch gerade sein mag... es kann nach all dem Ärger ja eigentlich nur besser werden, oder ? ;)
Denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...
20250306_150302_1.jpg
Wenn immer der Kluge nachgibt, regieren die Dummen die Welt.🙄
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pearl
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

pearl » Antwort #2855 am:

es wird jeden Tag irgendwas besser und jeden Tag irgendwas schlechter und zwischendurch merkt man die Veränderung, die leise oder stumm passiert. Interessant und immer mal wieder erfrischend. ;D
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pearl
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

pearl » Antwort #2856 am:

überall Schneeglöckchen, kein Grauschimmel. Nirgendwo.
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Erinnert mich an einen Artikel in Garden Illustrated, The best Snowdrops for your garden from John Sales, former chief gardens adviser for the National Trust:
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"John thinks the reason many snowdrops get diseased, is partly because in borders they share a rich diet with other plants, which they hate. He also thinks that old narcissi cultivars, such as the early Backhouse cultivars ‘Empress’ and ‘Emperor’, which are often grown with snowdrops in spring displays, were carriers of viruses.
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Congested clumps are less likely when bulbs are grown naturally – left to their own devices, often in grass, for a natural look. He rarely divides his snowdrops unless they are in very tight clumps. “Putting them in grass stops disease,” he says firmly."

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Das entspricht den Verhältnissen im Wiesengarten. Keine aufgeräumten Beete. Immer viel Gras in den Pflanzungen. Nicht mit Dünger überladen.
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Er empfiehlt ein paar Sorten, die ich auch immer empfehle und weiter gegeben habe. S. Arnott, Dionysus, Mrs Macnamara und natürlich Galanthus nivalis nicht zu vergessen!
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Im Wiesengarten ist alles weiß. Fotografieren lässt sich das schlecht, aber wenn man mitten drin steht ist man von Schneeglöckchen umgeben. Und von Märzbechern. Wunderbar!
Dateianhänge
Hamamelis Strawberries and Cream verkleinert 20260223_153828.jpg
Hamamelis Strawberries and Cream verkleinert 20260223_131329.jpg
Leucojum vernum Oberbayern 20260223_123059.jpg
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

pearl » Antwort #2857 am:

ein paar Kleinigkeiten. Crocus tommasinianus im Moos, Cyclamen coum im Gras, Leberblümchen im Buchenlaub.
Dateianhänge
Hepatica nobilis Maria Theresia 20260223_121451.jpg
Cyclamen coum rosa 20260223_161327.jpg
Crocus tommasinianuns 20260223_131303.jpg
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

Nox » Antwort #2858 am:

Oh, was für ein feines Leberblümchen !

Bisher bin ich glücklicherweise von Botritis bei Galanthus verschont geblieben. Obwohl ich auch mal dünge, bevorzugt mit Gemüsedünger, wobei ich die Körnchen praktisch einzeln verteile. Da viele hier berichten, Grauschimmel träte direkt nach der Schneeschmelze auf, frage ich mich, ob vielleicht Gewebeschäden durch wiederholtes Frieren und Auftauen die Attacke erleichtern. Denn wie soll bei gefrorenem Boden zu viel Dünger zu den Wurzeln kommen ?
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pearl
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Re: 30 Jahre Wiesengarten

pearl » Antwort #2859 am:

das ist nicht die Frage, also keine chemisch physikalische Frage. Es geht eher um das Mikrobiom. Es geht also eher um eine geobotanische Erklärung. In gesundem Boden, und bei Schneeglöckchen geht es um gesunden Waldboden, gibt es ein sehr differenziertes Zusammenleben vieler Mikroorganismen. In gedüngten Gartenböden ist das Mikrobiom besonders dann gestört, wenn immer gehackt wird, Gräser entfernt werden, Erde frei liegt und auch Laub nicht auf der Stelle verrotten kann. Kein Mulm entsteht. Kein Waldboden eben. Gartenböden sind arm an Pilzen, die für Waldböden charakteristisch sind. Es nutzt nix Mykorrhiza Produkte zu kaufen. Wenn nix da ist, womit die Pilze leben können, ist das rausgeschmissenes Geld.
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Ich investiere viel um gute Substrate herzustellen und den Boden zu verbessern. Dazu gehört im waldigen Teil des Garten, dass ich Altholz, Bruchholz von Haselnuss und Eiche, in den Pflanzungen lasse oder einbringe. Der ganze Kreislauf, Holz - Humus - Mineralisierung ist also intakt. Es sind jede Menge Pilze da, die dem Grauschimmel Konkurrenz machen und die Pflanzen gesund erhalten. Es brauch mehr als ein Tütchen oder Fläschchen EM oder was auch immer, um Pflanzen zu kultivieren.
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