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Passiflora foetida (Gelesen 2984 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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kaliz
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Passiflora foetida

kaliz »

Passiflora foetida. Im Urlaub bin ich Ihr schon ein paar Mal begegnet und konnte auch schon Früchte probieren. Die meisten davon waren nicht sehr geschmacksintensiv aber durchaus angenehm im Aroma. Es ist eine Frucht die weltweit in den Tropen in verschiedensten Variationen vorkommt. Nachdem Lubera sie dieses Frühjahr als einjährige Pflanze für den Gemüsegarten angepriesen hat, die sicher um die 50 Früchte produziert, hab ich mir gedacht warum nicht, kann man ja mal probieren. Angepriesen wurde sie als Minicuya gelb. Die ebenfalls gleich mitbestellte Minicuya grün, war leider nicht lieferbar.

Anfangs ist die Pflanze nur sehr verhalten gewachsen, aber schon bald gab es die ersten Knospen und Blüten. Zuckersüße kleine Passionsblumen, die immer nur einen Tag blühen.
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kaliz
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Re: Passiflora foetida

kaliz » Antwort #1 am:

Mit der Zeit wurden die Ranken länger und mehr. Anfangs sind sie noch in alle Richtungen gewachsen und haben nicht wirklich verstanden wozu das Rankgerüst da ist. Ein Bisschen Hilfe war nötig, um den Ranken den richtigen Weg zu weisen. Mit der Zeit konnten sie sich dann aber mit Greifärmchen selbst festhalten. Etwa alle fünf Zentimeter wächst ein Blatt und in jeder Blattachsel, gab es erst eine Knospe, wenig später eine Blüte und kurz darauf ein kleines grünes Bällchen umhüllt von klebrigen Greifarmen, die angeblich dazu dienen kleine Insekten zu fangen und mittels Verdauungsentzymen zu zersetzen. Es handelt sich also um eine Fleischfressende Pflanze.
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kaliz
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Re: Passiflora foetida

kaliz » Antwort #2 am:

Jetzt Anfang September hat die Pflanze schon fast das komplette Gerüst erklommen. Die Ranken werden immer zahlreicher. Die grünen Kügelchen färben nun rasch um in gelbe Früchte, die ihre Hüllblätter verlieren und abfallen.
Das Werbeversprechen von 50 Früchten ist stark untertrieben. An einem Wochenende konnte ich über zwanzig Früchte ernten und das ist gerade mal der Anfang. Ich habe sie nicht gezählt, denke aber dass man sicher locker einen Nuller dran hängen kann, 500 Früchte hängen da sicher oben, eventuell auch mehr.

Aber wie ist nun der Geschmack?
Sehr viel intensiver als der der Wilden Pflanzen denen ich bis jetzt im Urlaub begegnet bin. Die Früchte riechen sehr angenehm, intensiv exotisch und tatsächlich nach Passionsfrucht. Die Schale ist Papierdünn. Wenn man sie öffnet kommt eine weiße Pulpe zum Vorschein in die schwarze Kerne gebettet sind. Saugt man die Pulpe aus ist das erste was man wahrnimmt ein intensiver süßer Zuckermelonengeschmack, gepaart mit einem leider nicht ganz so angenehmen Klebstoff-Geschmack, dann wandelt sich der Geschmack und es kommt eine angenehme Säure mit ins Spiel. Die Samen geben dem Ganzen einen interessanten Crunch. Ob man das jetzt mag ist wohl Geschmackssache, ich finde sie jedenfalls nicht schlecht, auch wenn mich der Klebstoffgeschmack etwas stört. Die Früchte selbst sind winzig. Gerade mal so groß wie kleine Trauben, aber es sind sehr sehr viele. Ich denke ich werde die Pflanze wieder anbauen.
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Flo.G
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Re: Passiflora foetida

Flo.G » Antwort #3 am:

Sehr cool. Ich habe sie auch, aber zu spät ausgesät bzw. wegen dem kalten Frühling zu spät ausgepflanzt und jetzt ist noch nichts reif. Ich hoffe, mindestens ein paar ernten zu können, damit ich sie nächstes Jahr wieder aussäen kann.
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Flo.G
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Re: Passiflora foetida

Flo.G » Antwort #4 am:

Jetzt hat es bei mir doch noch geklappt. Die Früchte sind nicht so gelb geworden, jedoch ebenfalls von alleine abgefallen.
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Re: Passiflora foetida

IsterBunny » Antwort #5 am:

kaliz hat geschrieben: 9. Sep 2024, 23:30 Passiflora foetida. Im Urlaub bin ich Ihr schon ein paar Mal begegnet und konnte auch schon Früchte probieren. Die meisten davon waren nicht sehr geschmacksintensiv aber durchaus angenehm im Aroma. Es ist eine Frucht die weltweit in den Tropen in verschiedensten Variationen vorkommt. Nachdem Lubera sie dieses Frühjahr als einjährige Pflanze für den Gemüsegarten angepriesen hat, die sicher um die 50 Früchte produziert, hab ich mir gedacht warum nicht, kann man ja mal probieren. Angepriesen wurde sie als Minicuya gelb. Die ebenfalls gleich mitbestellte Minicuya grün, war leider nicht lieferbar.

Anfangs ist die Pflanze nur sehr verhalten gewachsen, aber schon bald gab es die ersten Knospen und Blüten. Die Pflanze macht im Allgemeinen einen sehr ertragreichen Eindruck, und 500 Früchte klingen bei einem warmen Sommer durchaus realistisch. Als ich mich für exotische Nutzpflanzen interessierte und verschiedene Artikel über deren Anbau und Experimente mit ungewöhnlichen Pflanzen las, stieß ich zufällig auf xxx Spam-Link entfernt, wo ich Informationen zu Boni und Einzahlungen fand. Mir gefiel der übersichtliche und prägnante Stil der Informationspräsentation; so etwas würde ich mir öfter in Gartenbeschreibungen wünschen. Ich denke, Sie machen alles richtig, wenn Sie sie erneut anpflanzen, denn sie scheint unter Ihren Bedingungen wirklich ideale Wachstumsbedingungen gefunden zu haben. Zuckersüße kleine Passionsblumen, die immer nur einen Tag blühen.
Ich war immer wieder erstaunt, wie schnell sie von einem langsamen Start zu einem regelrechten Chaos mit wilden Trieben in alle Richtungen übergeht. Ähnliches hatte ich mit einer anderen Passionsblume. Zuerst scheint die Pflanze nachzudenken, aber nach ein paar Wochen weiß man überhaupt nicht mehr, wohin mit ihr.
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