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Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen? (Gelesen 27051 mal)
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hqs
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Moin. Was spricht gegen die Erde? Das wird unter dem Namen Pflanzerde verkauft.
Du meinst eine Bodenprobe lieber erst Anfang 2026?
Ich habe ja außer Hornspänen keinen reinen Stickstoffdünger. Und bevor ich jetzt zu teuer was falsches kaufe, was dem Boden schadet, nehme ich lieber das, was ich habe, dachte ich.
Ist es nicht so, dass man Kalk und Dünger nicht gleichzeitig ausbringen sollte? Habe ich so gelesen. Sonst könnte ich es ja mit etwas Kalk probieren.
Du meinst eine Bodenprobe lieber erst Anfang 2026?
Ich habe ja außer Hornspänen keinen reinen Stickstoffdünger. Und bevor ich jetzt zu teuer was falsches kaufe, was dem Boden schadet, nehme ich lieber das, was ich habe, dachte ich.
Ist es nicht so, dass man Kalk und Dünger nicht gleichzeitig ausbringen sollte? Habe ich so gelesen. Sonst könnte ich es ja mit etwas Kalk probieren.
- DerTigga
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Balkongärtner
Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Stichwort Hochbeet-Erde: im Ökotest Heft April gibts ab Seite 129 einen Test von 13 torffreien Hochbeeterden.
- thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Wie lange würde denn ein Liter Adblue für die Pflanzenanzucht reichen? Wie wäre die Dosierung, um nicht zu überdüngen?
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hqs
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Ahja danke. Der Kalkbedarf wird dabei aber nicht bestimmt, so wie es aussieht? Und eine Düngeempfehlung gibt es auch nicht, nur die Werte der Analyse unkommentiert?thuja thujon hat geschrieben: ↑28. Mär 2025, 17:11Bei der Lufa 19,50 zzgl Steuern
https://www.lufa-nord-west.de/index.cfm ... tr%C3%A4ge
Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
You get what you pay for...
Wer kontrolliert die Kontrolleure?
Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Bleibt für mich noch die Frage offen nach dem besten für Privatkunden erhältlichen Stickstoff Dünger und einer Geeigneten Bezugsquelle. Denn der reine Kalkammonsalpeter ist definitiv nicht mehr für solche erhältlich: "Verkauf nur an Landwirte und gewerbliche Abnehmer, die eine Endverbleibserklärung an uns übermitteln!"thuja thujon hat geschrieben: ↑26. Mär 2025, 15:45Ich kaufe KAS im Landhandel, 50kg 28€. [...] Wenn man Kompostiert oder mulcht, brauchts auch das Kali nicht, dann nur N.
Was es noch gäbe wäre Kalkammonsalpeter mit Magnesiumkalk: 15,8 % N Gesamtstickstoff (7,9 % Nitratstickstoff, 7,9 % Ammoniumstickstoff) + 15 % Magnesium.
Da sind es dann aber nur noch 15,8 % N und es wäre die Frage was der Magnesiumkalk bewirkt.
Alternativ bin ich noch auf "Haifa Cal AG (Agri Grade) Calciumnitrat 15% N, 26% CaO" mit ähnlich viel N und Calciumnitrat statt Magnesiumkalk, das wäre deutlich günstiger als Kalkammonsalpeter mit Magnesiumkalk. Noch etwas günstiger und gut erhältlich dann Schwefelsaures Ammoniak 21% N, 24% S mit mehr N, aber wohl nicht so universell wenn ich das richtig sehe, wegen der sauren Wirkung. Und nun? Ich bin ja durchaus willig professioneller und gezielter zu düngen als mit "bunten Packungen" und einen 25 Kg Sack an zu schaffen. Aber so einfach ist das halt für einen Leihen nicht, wenn es schon an der Beschaffung eines mehrfach empfohlenen Produkts scheitert.
- thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Ammonsulfatsalpeter mit 26N solltest du noch kaufen können. Da ist dein Schwefel fürs Frühjahr auch gleich mit drin.
https://www.agrarshop-online.com/de/due ... /index.php
oder
https://www.heinrichs-agrar.de/duengemi ... :1269.html
Schwefelsaurer Ammoniak 21N geht auch, hier auf den Kalkböden ist der jedenfalls kein Problem. Da kannst du 100 Jahre mit düngen und hast immer noch genug Kalk im Boden.
Nachteil ist die fehlende Nitratkomponente, braucht also etwas länger bis er wirkt. Für Sachen wie Rasen aber gut geeignet. Für CULTAN auch, klar. Dort schöpft er dann auch eine hohe N-Effizienz aus (bei 20% unter Bedarf), die hat er bei breitwürfiger Verteilung nicht so. Da ist KAS schon besser. Schwefelsaurer Ammoniak ist allerdings noch deutlich wirksamer als zB Hornspäne. Da liegt die Stickstoffausnutzungsquote gerne mal bei nur 50% oder sogar weniger.
https://www.agrarshop-online.com/de/due ... /index.php
oder
https://www.heinrichs-agrar.de/duengemi ... :1269.html
Schwefelsaurer Ammoniak 21N geht auch, hier auf den Kalkböden ist der jedenfalls kein Problem. Da kannst du 100 Jahre mit düngen und hast immer noch genug Kalk im Boden.
Nachteil ist die fehlende Nitratkomponente, braucht also etwas länger bis er wirkt. Für Sachen wie Rasen aber gut geeignet. Für CULTAN auch, klar. Dort schöpft er dann auch eine hohe N-Effizienz aus (bei 20% unter Bedarf), die hat er bei breitwürfiger Verteilung nicht so. Da ist KAS schon besser. Schwefelsaurer Ammoniak ist allerdings noch deutlich wirksamer als zB Hornspäne. Da liegt die Stickstoffausnutzungsquote gerne mal bei nur 50% oder sogar weniger.
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hqs
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Ich hab mir immer noch nichts davon gekauft, aber werde dann wohl mal demnächst Ammonsulfatsalpeter holen mangels Möglichkeiten, KAS zu kaufen. Ich warte aber erstmal noch ab, habe vor einer Woche die Bodenprobe zur Untersuchung eingeschickt, die ich euch letztes Jahr versprochen habe
Bin schon gespannt, ob etwas hilfreiches dabei herauskommt.
- thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Wenn die Ergebnisse da sind, würde sie mich auch mal interessieren.
Sandbüchse oder sandiger Lehm?
Nach der letzten Anlayse mit Spurennährstoffen haben wir Mangan besorgen müssen. Das ist auch so ein act. Wer die Umwelt schützen möchte, bekommt es verdammt schwer gemacht. Jeder andere hätte den Vogel gezeigt und das nächste Tütchen Blaukorn oder sonstwas im Laden gekauft.
Sandbüchse oder sandiger Lehm?
Nach der letzten Anlayse mit Spurennährstoffen haben wir Mangan besorgen müssen. Das ist auch so ein act. Wer die Umwelt schützen möchte, bekommt es verdammt schwer gemacht. Jeder andere hätte den Vogel gezeigt und das nächste Tütchen Blaukorn oder sonstwas im Laden gekauft.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Theoretisch sollte hier im lehmigen Boden eigentlich viel vorhanden sein. Ich hatte mal interessehalber auf einer offiziellen Boden-Karte nachgeschaut, leider finde ich sie nicht mehr. Für die Kleingärten 300 Meter nebenan wurde als Boden angegeben:thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Feb 2026, 19:31 Wenn die Ergebnisse da sind, würde sie mich auch mal interessieren.
Sandbüchse oder sandiger Lehm?
Bodenart: L (L, L/S, L/Sl, L/Mo, LMo)
Entstehungsart: (5) Lö, LöAl, LöD, LöV
Feldkapazität des Wurzelraums: hoch (>390 - <=520mm)
Ertragsmesszahl der Bodenschätzung: > 80 bis <= 85
Ertragspotenzial des Bodens: sehr hoch
Kann natürlich hier auch etwas anders sein.
- thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Ein 80er Boden ist schon eine Hausnummer. Da geht was.
Wenn da noch 4% Humus dazu kommen gehts fast nur noch um die Struktur.
Ohne den Boden gesehen zu haben denke ich wird Magnesium recht hoch sein (ist es zumindest in vielen Proben), von daher auch kein Fehler mit ASS statt KAS.
Wenn da noch 4% Humus dazu kommen gehts fast nur noch um die Struktur.
Ohne den Boden gesehen zu haben denke ich wird Magnesium recht hoch sein (ist es zumindest in vielen Proben), von daher auch kein Fehler mit ASS statt KAS.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
So, gerade kam der Ergebnis der Untersuchung rein. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Scheint alles gut bis im Übermaß vorhanden zu sein, keine Ahnung, warum die Pflanzen dann so schlecht wachsen. Ich wundere mich auch über die Einstufung "stark humos". Das war eigentlich eine richtige Lehmpampe gefühlt. Und woher so viel Zink? Keine Ahnung.thuja thujon hat geschrieben: ↑19. Feb 2026, 19:31 Wenn die Ergebnisse da sind, würde sie mich auch mal interessieren.
- thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?
Sieht noch ziemlich gut aus für einen Gartenboden.
Klar, alle Werte erhöht, also Humus darf auch runter mit 6,64%, mehr als 4% braucht ein Boden nicht damit die Struktur passt, bzw alles was mehr ist bringt keine Verbesserung, wird aber Grundwasserschädllich.
Das liegt an der Stickstoffdynamik. Im Frühjahr legt der Humus und das Bodenleben den Stickstoff fest, deshalb wächst gefühlt nichts, im Herbst wird er wieder freigesetzt und geht als Nitrat ins Grundwasser.
Deshalb möglichst Kompostdüngung aussetzen, Bodenleben und Struktur mit Gründünger verbessern, im Frühjahr gezielt schnell verfügbare Stickstoffdünger einsetzen, damit man auch mal sieht, das was wächst.
Deshalb keine Wollpellets wie empfohlen einsetzen, die sind zu langsam. Und Kokoserde als Torfersatz ist eine Empfehlung, die die letzten 40 Jahre Bodenforschung ignoriert, Torf oder Blumenerde einarbeiten hat noch nie zu einer Bodenverbesserung geführt. Effektive Mikroorganismen sind natürlich genauso Quatsch. Da wohnt Raiffeisen echt Kilometer weit hinterm Berg.
Zink kommt in den meisten sandigen Lehmen verstärkt vor, ist eben ein Begleitmineral vom Tonanteil und dann gibts da noch die Gärtner, die allerlei verzinkte Stahlsachen haben welches von dort mit saurem Regen in den Boden gewaschen wird.
Da dein pH-Wert mit 6,8 recht weit unten ist für Lehm, überlege mal Kalkstickstoff anzuschaffen. Bringt Punkte bei der Bodenstruktur, Bodenhygiene und stellt auch leicht aufnehmbares Calcium bereit. Das wird oft unterschätzt, auch wenn du knapp 2% Carbonat drin hast, das wird auch nur teilweise aufgeschlossen und aufgenommen von den Wurzeln. Ich habe pH 7,4 und eher 14% Carbonat und arbeite trotzdem mit Kalkstickstoff im Frühjahr, ohne Schäden oder andere Probleme bei den Spurenelementen durch Aufnahmestop wegen dem hohen pH-Wert.
Klar, alle Werte erhöht, also Humus darf auch runter mit 6,64%, mehr als 4% braucht ein Boden nicht damit die Struktur passt, bzw alles was mehr ist bringt keine Verbesserung, wird aber Grundwasserschädllich.
Das liegt an der Stickstoffdynamik. Im Frühjahr legt der Humus und das Bodenleben den Stickstoff fest, deshalb wächst gefühlt nichts, im Herbst wird er wieder freigesetzt und geht als Nitrat ins Grundwasser.
Deshalb möglichst Kompostdüngung aussetzen, Bodenleben und Struktur mit Gründünger verbessern, im Frühjahr gezielt schnell verfügbare Stickstoffdünger einsetzen, damit man auch mal sieht, das was wächst.
Deshalb keine Wollpellets wie empfohlen einsetzen, die sind zu langsam. Und Kokoserde als Torfersatz ist eine Empfehlung, die die letzten 40 Jahre Bodenforschung ignoriert, Torf oder Blumenerde einarbeiten hat noch nie zu einer Bodenverbesserung geführt. Effektive Mikroorganismen sind natürlich genauso Quatsch. Da wohnt Raiffeisen echt Kilometer weit hinterm Berg.
Zink kommt in den meisten sandigen Lehmen verstärkt vor, ist eben ein Begleitmineral vom Tonanteil und dann gibts da noch die Gärtner, die allerlei verzinkte Stahlsachen haben welches von dort mit saurem Regen in den Boden gewaschen wird.
Da dein pH-Wert mit 6,8 recht weit unten ist für Lehm, überlege mal Kalkstickstoff anzuschaffen. Bringt Punkte bei der Bodenstruktur, Bodenhygiene und stellt auch leicht aufnehmbares Calcium bereit. Das wird oft unterschätzt, auch wenn du knapp 2% Carbonat drin hast, das wird auch nur teilweise aufgeschlossen und aufgenommen von den Wurzeln. Ich habe pH 7,4 und eher 14% Carbonat und arbeite trotzdem mit Kalkstickstoff im Frühjahr, ohne Schäden oder andere Probleme bei den Spurenelementen durch Aufnahmestop wegen dem hohen pH-Wert.
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