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Rhododendren (Gelesen 701791 mal)

Bäume und Sträucher, Duftgehölze, Blütengehölze, Blattschmuckgehölze, Wildobst, Koniferen, Moorbeetpflanzen

Moderator: AndreasR

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verwurzelt
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Re: Rhododendren

verwurzelt » Antwort #5190 am:

Tsuga63 hat geschrieben: 24. Feb 2026, 20:15 @ verwurzelt.
- 27 °C, das würden hier in Deutschland sehr viele Rhododendron kaum überstehen oder sogar noch blühen ???

Kennst du diesen Link: https://www.rododendri.lu.lv/en/
Wie schon geschrieben, wir hatten hier auch schon lange keinen so kalten Winter mehr. Es wird schon jeden Winter mindestens einmal um die -20 Grad, manchmal auch kälter, aber dieses Jahr hatten wir nun über einen Zeitraum von fast zwei Monaten öfter richtig niedrige Temperaturen. Die von mir gepflanzten Rhododendren sollten das eigentlich überleben, sonst hätte ich sie nicht gepflanzt. Aber wie es mit der Blüte aussieht, weiß ich nicht. :-\

Der von mir verlinkte Finne hat übrigens Experimente in die Richtung gemacht, also Blüten verschiedener Sorten bei unterschiedlichen Temperaturen eingefroren und das alles dokumentiert. Ich weiß nicht, ob er davon auch auf seiner Homepage berichtet, ich hab diese noch nicht so gründlich durchgesehen, aber im Forum gab es Bilder davon.

Von den Babīte-Rhododendren habe ich schon gehört, aber die Webseite hatte ich mir noch nie angesehen, danke also für den Hinweis. :) In Lettland sind wir sogar öfter, dieses Jahr leider eher nicht zu den angegebenen Öffnungszeiten (bzw nicht in den Monaten, in denen sie Pflanzen vor Ort verkaufen), aber vielleicht in Zukunft mal.
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verwurzelt
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Re: Rhododendren

verwurzelt » Antwort #5191 am:

tomma hat geschrieben: 24. Feb 2026, 20:48 Ein Tipp zum Einwintern von Kamelien, vielleicht auch bei Rhodos nützlich:

Ich wollte vor Jahren einmal eine Kamelie vor plötzlich einsetzendem Frost schützen, schlug ein paar Tonkinstäbe in die Erde und warf dann eine alte Wolldecke über den Strauch. Es wurde tatsächlich kalt, aber zuvor regnete es. Im Ergebnis bildete sich durch das Eis ein Iglu und ergab einen überraschend wirksamen Winterschutz. Wenn also noch ein paar Lumpen irgendwo rumliegen...
Nassmachen und durchfrieren lassen. Auch wenn's optisch nicht so der Hit ist, das funktioniert ganz gut.
Interessanter Gedanke, aber ist das nicht etwas zu extrem, wenn der Strauch so sehr eingepackt ist? Da kommt dann kaum Luft und Licht durch?
Hyla hat geschrieben: 24. Feb 2026, 21:09 Wie sehen denn die Triebe und Blätter aus, die von Schnee umschlossen waren?
Vielleicht macht es Sinn, einfach losen Schnee draufzuhäufen. Bei unseren Kahlfrösten hier sind sie nämlich nicht so erfreut. ::)
Das weiß ich noch nicht, die sind nämlich immer noch von Schnee umschlossen. ;D Hier ist bisher noch nichts weggeschmolzen und so lang es noch friert, lass ich die schützende Schneedecke lieber intakt. Frag mich in zwei Wochen nochmal, dann taut es wahrscheinlich auch bei uns.
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tomma
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Re: Rhododendren

tomma » Antwort #5192 am:

Durch das Geäst der Sträucher und die stützenden Stäbe bleibt genügend Hohlraum übrig. Bei viel Schnee gelangt gewöhnlich sowieso nicht viel Sonne an die Sträucher. In Japan beispielsweise überstehen Kamelien die Winter oft tief eingeschneit in völliger Dunkelheit. Der besondere Effekt besteht in diesem Fall aus dem Vereisen der nassen Decken. Diese sind - je nach Wetterverhältnissen - schnell wieder auf-, bzw. abgehängt.
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verwurzelt
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Re: Rhododendren

verwurzelt » Antwort #5193 am:

Hyla hat geschrieben: 24. Feb 2026, 21:09 Wie sehen denn die Triebe und Blätter aus, die von Schnee umschlossen waren?
Vielleicht macht es Sinn, einfach losen Schnee draufzuhäufen. Bei unseren Kahlfrösten hier sind sie nämlich nicht so erfreut. ::)
Mittlerweile ist der Schnee um die Rhododendren doch schon fast weggeschmolzen, früher als gedacht. Die Schneeschicht war dort auch nicht besonders hoch, da sie ja relativ geschützt stehen. Die vom Schnee umschlossenen Triebe sind tatsächlich noch satt grün, an einzelnen Blättern kann man die vorherige Schneegrenze sogar deutlich erkennen. Die Rhododendren haben den Winter also hoffentlich überstanden, nur sieht vor allem der am Südlichsten stehende auf seiner Südseite sehr braun aus. :-\
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Re: Rhododendren

Hyla » Antwort #5194 am:

Hm, die sehen, ehrlich gesagt, nicht so glücklich aus. :-[
Wenn das alle immergrünen Rhodos betrifft, hast du schon mal über laubabwerfende Sorten nachgedacht? Die wären nur im Sommer grün, blühen aber auch sehr schön und duften wunderbar. Hachmann gibt für viele von denen eine Winterhärte von mehr als -24 Grad an.
Ich verlink's einfach mal, kannst ja selber gucken. :) https://www.hachmann.de/suche/?page=1&cid=7&id=2
Liebe Grüße!


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Re: Rhododendren

verwurzelt » Antwort #5195 am:

Ja, ich weiß, sieht nicht gut aus. :-\ Aber mehr als abwarten, wie sie sich weiter machen, kann ich jetzt ja nicht mehr. Ich habe eigentlich gerade aufgrund des Laubes immergrüne Rhododendren gepflanzt. Wenn es reicht, gegen Winterende Schattiernetze anzubringen, wäre das vom Aufwand her eine verkraftbare Lösung, aber das werde ich erst nächstes Jahr ausprobieren können.

Bei den Schwiegereltern (auch hier in Estland) stehen laubabwerfende und immergrüne Sorten übrigens zusammen an der Nordseite eines Gebäudes, schon seit einigen Jahren. Dort wachsen sie gut, sie bekommen im Winter aber auch gar keine Sonne ab. Im schlimmsten Fall muss ich für meine auch einen anderen Standort finden.
IMG20260218124815.jpg
Ich hatte den finnischen "Rhododendron-Guru" ja schon mal hier verlinkt, aber hier nochmal ein sehr konkretes Beispiel einer seiner Rhododendron, der sich von einem Winterschaden noch im darauf folgenden Sommer und Herbst gut wiederholt hat: https://www.rhodogarden.com/talvisuojau ... iytyy.html
Ich habe also noch Hoffnung. Er schreibt außerdem, dass die Sträucher ab einem Alter von 5-6 Jahren deutlich weniger empfindlich werden.
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Cryptomeria
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Re: Rhododendren

Cryptomeria » Antwort #5196 am:

Bei mir hier oben an der dänischen Grenze gilt ganz allgemein. Alle mit Winterbelaubung möglichst keine Wintersonne, sondern nur Schatten. Tiefere Temperaturen sind weniger ein Problem. Aber die Sonneneinstrahlung. Bei kleinen Pflanzen lässt sich aber leicht beschatten mit Decken, Betttüchern usw.
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Re: Rhododendren

goworo » Antwort #5197 am:

Bis auf die Pflanze im letzten Bild sieht das doch gar nicht so schlecht aus. Solche Schäden sind leicht verkraftbar und werden vom Neuaustrieb rasch wieder verdeckt. Bei der letzten Pflanze solltest du mal abwarten, bis der Boden vollständig aufgetaut ist. Was Winterhärte anbetrifft: es gibt eine Gruppe welche "Ironclad" genannt wird. Das sind also die eisenharten. Zu den laubabwerfenden Rhododendron: nicht alle duften vernehmlich.
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Re: Rhododendren

Hyla » Antwort #5198 am:

Wenn ich mich richtig erinnere, hat Verwurzelt ein sehr großes Grundstück und durchaus Platz für weitere Rhodos. ;)
Der Link also zum Appetit machen und Abgleichen der bereits vorhandenen Pflanzen. :)

Hier braucht man nichts machen. Wir sind vielleicht 250km von der dänischen Grenze entfernt und Rhodos hat fast jeder, sonnig und schattig stehend. Sie kommen gut durch den Winter, wenn sie vorher einwachsen konnten. Einige von mir stehen sogar noch in Töpfen rum wie gekauft. Alle gut in Schuß.
Die Blätter waren in der größten trockenen Kälte natürlich zusammengerollt, aber die sind schon wieder gerade. :)
Liebe Grüße!


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Re: Rhododendren

verwurzelt » Antwort #5199 am:

Danke euch!
Hyla hat geschrieben: 1. Mär 2026, 19:01 Wenn ich mich richtig erinnere, hat Verwurzelt ein sehr großes Grundstück und durchaus Platz für weitere Rhodos. ;)
Der Link also zum Appetit machen und Abgleichen der bereits vorhandenen Pflanzen. :)
Ja, da erinnerst du dich richtig, über Platzmangel können wir wirklich nicht klagen. Wobei wir nicht ganz so ambitioniert sind, dass wir unseren Wald auslichten würden, um mehr Rhodos pflanzen zu können (wie der verlinkte Finne). ;D
Ich hab mich übrigens etwas durch die von dir verlinkte Seite geklickt - sehr gefährlich, ich hatte doch eigentlich gar nicht vor, in naher Zukunft Azaleen zu pflanzen. :D
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Re: Rhododendren

goworo » Antwort #5200 am:

Hyla hat geschrieben: 1. Mär 2026, 19:01 Hier braucht man nichts machen. Wir sind vielleicht 250km von der dänischen Grenze entfernt und Rhodos hat fast jeder, sonnig und schattig stehend. Sie kommen gut durch den Winter, wenn sie vorher einwachsen konnten.
Diese Verallgemeinerung würde ich so nicht unterschreiben. Auch bei dir kommt es auf die Art oder Sorte an. Z.B. R. sinogrande oder 'Lady Alice Fitzwilliam' werden sicher auch bei dir nicht problemlos über den Winter (evtl. auch nicht über den Sommer) kommen. ;D
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Re: Rhododendren

Cryptomeria » Antwort #5201 am:

Von den normalen Rhodos habe ich auch nicht gesprochen. Die sind problemlos. Rollen ein und nach Auftauen wieder normal. Wie Hyla sagt.
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Re: Rhododendren

Hyla » Antwort #5202 am:

Klar, es gibt immer Ausnahmen. Bin ich aber nicht von ausgegangen, daß davon die Rede war, sonst nennt man eigentlich die Problemkinder beim Namen.
Kleinwüchsige Sorten gehen z.B. auch nicht, weil ich dann täglich gießen müßte. Da ist es dann eben nicht die Winterhärte sondern die Trockenheit.
Liebe Grüße!


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