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Verschnittene Bäume wieder aufräumen (Gelesen 4202 mal)
Moderator: cydorian
- DerTigga
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Balkongärtner
Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Jetzt noch ein paar Hanfseile, fertig ist die Öko-Wäschespinne..

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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Der Aufbau war ja mal gut. Ist Reißig zum Ofen anfeuern jetzt schon teurer wie das Obst?
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ringelnatz
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
das ist kein Hausmeisterschnitt mehr, das ist ein Autobahnmeisterei-Schnittcydorian hat geschrieben: ↑25. Feb 2025, 15:35Ob man das muss, hängt von der speziellen Situation im Baum ab, vom Kontext. Zunächst mal sollte man die Ursache-Wirkungsbeziehungen kennen. Was passiert, wenn ich was mache? Auf dieser Basis entscheidet man dann.
Oder man macht besser gar nichts. Jetzt wieder gesehen, da wäre das besser gewesen:baum.jpg
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Amur
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Na so ähnlich hat der Baum von Stadlagesüdwest vor 4-5 Jahren auch ausgesehen.cydorian hat geschrieben: ↑25. Feb 2025, 15:35Ob man das muss, hängt von der speziellen Situation im Baum ab, vom Kontext. Zunächst mal sollte man die Ursache-Wirkungsbeziehungen kennen. Was passiert, wenn ich was mache? Auf dieser Basis entscheidet man dann.
Oder man macht besser gar nichts. Jetzt wieder gesehen, da wäre das besser gewesen:baum.jpg
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Kann leider beiden Sichtweisen was abgewinnen. Was mich bewegt radikaler zu schneiden ist einfach der Zeitdruck, oft weiß ich nicht, ob ich drei Jahre mit dem Baum habe. Trotzdem hab ich bei dem heftigerem Schnitt immer Angst das Wunden nicht heilen. Bloß: wenn ich die Dampfablasstriebe, wie thuja sie passend nennt, nächstes Jahr rausnehme, sind nicht nur die Wunden größer, sondern der Baum verliert ein Jahr Wachstum, dass ja hauptsächlich in diese Triebe gegangen wäre. Schneide ich alle starken mehrjährigen Wassertriebe ab, erhalte ich beim Folgeschnitt wenigstens einen Teil dieser reingesteckten Energie in Form passend gewachsener Schosse - so meine Hoffnung, Im Grunde ist thujas Argument eines, das dafür plädiert den Aufbau über einen längeren Zeitraum zu strecken, oder versteh ich das falsch?
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Heute hab ich den Kandidaten geschnittenm 6 Stunden "Arbeit" (bei solchem Wetter und Mittagessen im Freien das reinste Vergnügen, besser als jeder Urlaub!).Monti hat geschrieben: ↑23. Feb 2025, 18:11 Genau die Frage ist mir am Samstag auch durch den Kopf gegangen.
Ich hab letztes Jahr eine Wiese gekauft. Die Bäume wurden schon immer wieder geschnitten, leider verkehrt...
Die Lebenszeit ist leider viel kürzer als potenziell möglich. Durch den falschen Schnitt (Zapfen, Starkastschnitt) sind fast alle Bäume von Weißfäule bildenden Porlingen befallen. Astbruch ist die Folge.
Der hier ist noch einer der vitaleren (Brettacher):
![]()
Diese Quirle aufzulösen, davor graut mir schon...
Vorher:
Nachher:
Wäre noch mehr gegangen aber ich bin da zurückhaltend. Rein vom Kronenbild sieht es viel aus, tatsächlich ist es denke ich ca. 30 % Blattmasse. Jetzt scheuert erst mal nix mehr, Quirle sind aufgelöst. Eine echte Astrangordnung fehlt immernoch aber wie will man die ohne Radikalschnitt da rein bringen? Wüchsig war der Baum vorher auch noch, dieses Jahr dann wieder stärker. Ich hoffe auf reichlich Fruchtansatz. Die Starkastwunden sind fast ausschließlich nachgeschnittene Zapfen, offene Stellen die schwer überwallt werden, z.B.:
An dieser Stelle hab ich mal Astringe gezählt, bin auf ca. 50 gekommen (in 5 m Höhe), der Baum wird also ca. 60 bis 70 Jahre auf dem Buckel haben. Hier hatte ich 50 bis 60 Jahre geschätzt (Nr. 1). Gar nicht mal so schlecht.
Dennoch bin ich sehr erstaunt, wie der Brettacher bestrebt ist, Wunden abzuschotten. Auch Stellen, an denen kein Zugast mehr dran, die eigentlich im Versorgungsnirvana sind will er zuwachsen:
Da sind richtige Beulen, überwallt, kein krebs am Baum.
Hier sind zwei Äste zusammengewachsen zu einem "O", welcher Ansatz ursprünglich der "richtige" war ist nicht mehr herauszufinden...
Solche Stellen wollten auch behandelt werden:
Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Hey Monti,
sieht nicht so schlecht aus, von der Schnittmenge ist das gut so. Ist eh eine Sache über mehrere Jahre.
Hast du die zukünftigen Leitäste schon im Blick? Die hätte man jetzt schon etwas klarer herausarbeiten/freistellen können.
Wird schon, weiter so.
Schobbe,
sieht nicht so schlecht aus, von der Schnittmenge ist das gut so. Ist eh eine Sache über mehrere Jahre.
Hast du die zukünftigen Leitäste schon im Blick? Die hätte man jetzt schon etwas klarer herausarbeiten/freistellen können.
Wird schon, weiter so.
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- thuja thujon
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Ich habe mir auch schon die Frage gestellt, ob man da überhaupt Leitäste rausarbeiten muss, also Gerüstholz, das unproduktiv ist.
Oder ob man da nicht einfach hergeht und sagt das sind jetzt 3 Jährige Ständer mit Frucht und dann gibts sowas wie Fruchtholzerneuerung.
Ähnlich wie bei einem Johannisbeerstrauch.
Für das Ausgangsmaterial ist mir jedenfalls meine Elektroschere ans Herz gewachsen, 3 jährige Tribe ohne Sehnenscheidenentzündung im Akkord durchpetzen, auch nach dem 200ten Schnitt noch ohne Ermüdung in der Hand. Kronenaufbau für in 10 oder 20 Jahren, wer würde es wertschätzen?
Hier in der Kleingartenanlage sägen es die Leute leider um.
Oder ob man da nicht einfach hergeht und sagt das sind jetzt 3 Jährige Ständer mit Frucht und dann gibts sowas wie Fruchtholzerneuerung.
Ähnlich wie bei einem Johannisbeerstrauch.
Für das Ausgangsmaterial ist mir jedenfalls meine Elektroschere ans Herz gewachsen, 3 jährige Tribe ohne Sehnenscheidenentzündung im Akkord durchpetzen, auch nach dem 200ten Schnitt noch ohne Ermüdung in der Hand. Kronenaufbau für in 10 oder 20 Jahren, wer würde es wertschätzen?
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Auch meiner Meinung nach sind die Reparaturversuche gut gelungen. Lieber so ein Apfelbaum als keiner.
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Ich hätte die ganzen Batzen radikal weggeschnitten und alles neu aufgebaut.
Entweder - Oder.
Entweder - Oder.
Gruß Arthur
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Meinst du, wenn du gleich die ganze Krone abschneidest, hast nur 1 Wunde? 
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
- Staudo
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Sicher könnte man die ganzen Quirle entfernen. Dann geht das Theater im kommenden Jahr von vorn los, allerdings mit einer großen Wunde statt mit vielen. Was alte Obstbäume ökologisch wertvoll macht, sind auch die Höhlen im Stamm. 
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- thuja thujon
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Man sieht auch, dass da jemand Spaß dran gehabt hat. Eben nicht einmal den Batzen weggesägt, sondern 20 Schnitte in unbequemer Position. 6 Stunden, und das dauert 6 Stunden, nicht wie manche Bäume 10 Minuten, das ist unbezahlbar.
Wie cydorian geschrieben hat:
Mittlerweile gibts die Akku Gehölzschneider für teilweise unter 20 Euro. Die haben für mich den Reiz, einen Stechschnitt durchführen zu können. Damit ist das Platzproblem an vielen Stellen entschärfbar.
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Re: Verschnittene Bäume wieder aufräumen
Richtige Frage! Und die Antwort ist eigentlich "nein". Man muss eine Krone nicht zwanghaft umstellen. Das ist im Endeffekt nur eine Idealvorstellung aus Sicht des Baumpflegers. Ziel für mich ist primär der Erhalt vom Baum und Ernte von Mostobst (und etwas zum Backen usw. also Einlagerung, das gibt es allemal). Also gilt es Stabilität reinzubringen, Pilze raus zu halten. Der Baum hat noch keine Pilze, durchweg stabiles Holz ohne Fäule und damit das Potenzial mich bis in den Ruhestand mit reichlicher Ernte zu beglücken. 100 % optimal ausgefärbtes Qualitätsobst brauch ich da gar nicht.thuja thujon hat geschrieben: ↑5. Mär 2026, 00:25 Ich habe mir auch schon die Frage gestellt, ob man da überhaupt Leitäste rausarbeiten muss, also Gerüstholz, das unproduktiv ist.
Vielleicht in 10, 15 Jahren. Für den Job hab ich zwei Japaner names Gomtaro und Hayauchi.Für das Ausgangsmaterial ist mir jedenfalls meine Elektroschere ans Herz gewachsen, 3 jährige Tribe ohne Sehnenscheidenentzündung im Akkord durchpetzen, auch nach dem 200ten Schnitt noch ohne Ermüdung in der Hand. Kronenaufbau für in 10 oder 20 Jahren, wer würde es wertschätzen?
Hier in der Kleingartenanlage sägen es die Leute leider um.
Meine Meinung: alte, morsche, bruttaugliche Bäume sind hier absolut in der Mehrzahl. Allerdings vom aussterben bedroht, da wie fast überall akuter Nachwuchsmangel besteht.
Staudo hat die richtige Antwort gegeben. Wenn man 20-30-40 Bäume im Ertragsalter hat, kann man das machen. Ich erzeuge jedes Jahr 500, 600 L Most, Saft usw. da kann und will ich nicht auf so einen Baum verzichten. Hier stehen viel, viel mehr Bäume in deutlich lumpigerem Zustand. Und wie lange dauert es, bis ein Baum nachgewachsen ist? Wenn ich meine 15 Jährigen anschaue und mit überlege wie alt ich in weiteren 15 bin... Der Baum ist Top!Starking007 hat geschrieben: ↑5. Mär 2026, 06:40 Ich hätte die ganzen Batzen radikal weggeschnitten und alles neu aufgebaut.
Entweder - Oder.
Ja, das hat seine Daseinsberechtigung. Einen Schnitt hab ich mit der 2T Kettensäge auf der Leiter gemacht, einen Fuß in der Krone. Unverantwortlich.thuja thujon hat geschrieben: ↑5. Mär 2026, 08:48 Mittlerweile gibts die Akku Gehölzschneider für teilweise unter 20 Euro. Die haben für mich den Reiz, einen Stechschnitt durchführen zu können. Damit ist das Platzproblem an vielen Stellen entschärfbar.