Das ist der Punkt, man kann nicht mehr aus den Erfahrungen der Vergangenheit schließen. Standorte mit denen die Pflanze vor 20 Jahren gut zurecht kam, sind jetzt gut zu überlegen.
Bei mir ist es deutlich zu trocken. Mein Nick kommt nicht von ungefähr. Früher war 1 Woche Regen pro Monat Minimum, mehrere Wochen durchgehend Regen war auch keine Seltenheit und eventuell auch noch in mehreren Monaten. Gießen im Garten war die große Ausnahme und jetzt überlege ich manchmal mediterrane Pflanzen doch zu gießen, wo kein Mensch auf die Idee kommt, die normalerweise zu gießen, wie Yuccas oder Palmen.
Das bezieht sich jetzt nicht auf Primeln, aber ich versuche gerade zu verstehen, warum im Frühjahr einiges fast vertrocknet ist.
Der Herbst war sehr regenarm. Wenn im Winter der Boden friert können die Pflanzen aus Eis auch keine Feuchtigkeit beziehen. Ich musste jetzt feststellen, dass die Clematis total vertrocknet sind, Wenn also im Herbst der Boden trocken ist und es im Frühjahr kaum regnet, dann ist auch im Frühjahr der Boden trocken. Ich bin schon neugierig, ob es heute Nacht ein wenig Regen gibt und die Regentonne voll wird. Ich bin skeptisch, dass genug Regen heute Nacht kommt. Das Satellitenbild von Warnwetter / DWD schafft es nicht in den gelben Bereich. Ab gelb ist der Regen für die Pflanzen interessant, ich bin zwischen türkis und hellgrün. Ok, besser als nichts.
Wenn man neue Pflanzen pflanzt, dann fehlt mir total die Erfahrung wieviel ich gießen soll. Nach 3 Jahren nehme ich trockene Perioden lockerer. Ist doch Wahnsinn, wenn bei kühlen Temperaturen Palmen fast vertrocknen. Ich führe das auf den trockenen gefrorenen Boden zurück.
Hier gibt es immer sehr lange gleichartige Perioden, mittlerweile meist trockene. Früher waren die langen Regenzeiten hier typisch. Ohne Drainage ging da gar nichst, wenn es nicht verfaulen sollte. Jetzt regnet es meist kurz ein wenig.AndreasR hat geschrieben: ↑11. Mär 2026, 17:41 Leider ist mittlerweile keine Regelmäßigkeit mehr festzustellen, Trocken- und Regenphasen wechseln sich unregelmäßig miteinander ab, so dass das Pendel oft von einem Extrem ins andere schlägt. Gleiches gilt z. B. mit dem Temperaturverlauf, im Winter stürzen die Temperaturen binnen weniger Tage von deutlichen Plusgraden auf Dauerfrost, darauf kann sich die Natur überhaupt nicht einstellen.
Der Temperaturverlauf war hier im Winter auch innerhalb 24h extrem. In der Nach -15°, am Tag +10°. Wenn ich so an die letzten 15 Jahre zurück denke, dann hatte ich noch nie Probleme im Winter mit meinen exotischen Pflanzen. Irgendwie haben die es immer überstanden. Primeln habe ich sowieso nie geschützt, auch keine Clematis. Ich merke erst schon langsam was alles den Winter nicht gut überstanden hat. So vieles sieht vertrocknet aus und ich führe das mittlerweile auf den gefrorenen Boden zurück. Das hängt jetzt auch damit zusammen wie tief die Wurzeln wachsen. Eigentlich ist es bei mir so ausgelegt, dass die Wärme des Hauses den Boden vor Einfrieren schützt. Entscheidender Punkt ist dann, wie feucht der Boden im Herbst war und da hat ja der Regen gefehlt.
Die Frage stellt sich dann, wie schaffe ich, dass sich die Primeln etablieren. Meine Erfahrung ist, dass Pflanzen 3 Jahre brauchen, bis sie sich etablieren. Meine Hanfpalme (Takil) war es nach 3 Jahren noch nicht.
Die Primeln haben nicht viel gekostet, ich tendiere dazu sie nach dem Setzen eher dursten zu lassen und gieße nur, wenn gar kein Regen kommt.
Ich habe jetzt bei den Primeln nicht gefühlt, aber der Boden der vertrockneten Clematis war deutlich feucht, ohne Gießen.