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Tomaten 2026 (Gelesen 39739 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
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Mottischa
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Re: Tomaten 2026

Mottischa » Antwort #345 am:

uliginosa hat geschrieben: 11. Mär 2026, 07:43
@ Mottischa, Pummelfee, lustiger Name, wie ist die denn?
Himbeerrose ist meiner Erfahrung nach dieselbe Sorte wie Gartenperle, kennst du die auch?
Zu der Sorte kann ich gar nichts sagen, ich bekam sie letztes Jahr von Apfelbauerin und bei mir keimte sie nicht, daher ein zweiter Versuch. Ja und Gartenperle kenne ich, ich hatte auch schon gelesen, dass es die gleiche Sorte ist. Mein Saatgut bekam ich von Bastelkönig.

Ich habe noch ein paar Wunschsorten bestellt, mal sehen was ich damit anfange.
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
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Hyla
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Re: Tomaten 2026

Hyla » Antwort #346 am:

uliginosa hat geschrieben: 11. Mär 2026, 10:52 Ja, kaltstellen hatte ich hier schon mal gelesen. Dann kommen sie vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer, auch Südseite. zumindest nachts kühl, tagsüber wird's am Fenster sicher auch schon warm.
Nachts kann's ruhig auf 10 Grad runtergehen, vertragen tun sie ja bis runter auf fast null Grad, die wachsen trotzdem gut.
Die schönsten selbstgezogenen Tomaten habe ich mal bei jemand gesehen, der sie in einem Südfenster im Gartenhaus hatte. Eher kühl mit viel Licht. Von daher ist euer Schlafzimmer vielleicht sogar besser geeignet als das Wohnzimmer und du kannst dort im Warmen die Warmduscher ranziehen - Auberginen, Paprika, Gurken und Melonen z.B. :)
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
ThomatoGarden
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Re: Tomaten 2026

ThomatoGarden » Antwort #347 am:

Rou Fu Rong hat geschrieben: 11. Mär 2026, 08:09 Interessant. Dachte Brandywine Sudduth ist eine Sorte, ursprünglich pink Brandywine.
Überall wird die pinke Beandywine als kartoffelblättrig beschrieben. Nur die rote Selektion wäre angeblich normalblättrig.
Brandywine Sudduth Strain ist eine Sorte. Durch den langen separaten Anbau bei einer Familie wurde sie auch dementsprechend
ausgelesen.
Die Orginal Brandywine Sorte von 18xx war verloren gegangen und so wurde nach erhaltenen Vorkommen gesucht.
Dabei wurden verschiedene erhaltene Herkünfte gefunden. Brandywine red, Brandywine pink, Brandywine Sudduth Strain ....
Brandywine Sudduth Strain wurde davon, auf Grund ihres Geschmackes, eine der bekanntesten, und hat auch zum großen
Teil zum Boom der Heirloom Tomaten in den USA beigetragen. Es ist sogar eine der bekanntesten alten Sorten überhaupt.
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uliginosa
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Re: Tomaten 2026

uliginosa » Antwort #348 am:

Hallo Hyla,

die Anzucht der genannten "Warmduscher" :D unter den Gemüsen verschiebe ich, bis ich endlich mal mehr Zeit habe ... Und verlasse mich da auf den Handel, oder vielleicht hat ja ein Kollege oder nette Menschen hier im Forum mal wieder etwas übrig.

Zählen Zinnien auch zu den Warmduschern? Die würde ich dann ins Wohnzimmer stellen.

Und Basilikum? Das war in den letzten Jahren immer lange vor den Tomaten erntereif - da warte ich lieber noch ab.
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
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uliginosa
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Re: Tomaten 2026

uliginosa » Antwort #349 am:

thuja thujon hat geschrieben: 11. Mär 2026, 11:08 Feldsalat braucht kaum Stickstoff. Ich gehe davon aus, dass du durch zu hohe Gaben an Kompost den Humusgehalt so weit erhöht hast, dass kaum noch Stickstoff für die Pflanzen verfügbar ist. Tomaten brauchen doch schon mittlere bis hohe Mengen.
Ansonsten ist Fruchtwechsel oder Fruchtfolge auch für Tomaten wichtig, nur alle 3 Jahre auf die gleiche Fläche ist die Regel.
hoher Humusgehalt und trotzdem zu wenig N? also mehr Hornspäne oder anderer N-Dünger? ???

Leider kann ich das Tomatenhaus nicht umsetzen. Vielleicht eher Feldsalat aufessen und dann Bodenaustausch an den Pflanzstellen.

Letztes hatte ich zwei Pflanzen, Nachzügler, im Freiland in einem langjährig tomatenfreien Beet. Die haben sich prächtig entwickelt, ohne Braunfäule trotz Regen habe ich viel geerntet. :D
Viele Grüße aus dem Trockengebiet, Uli
adiclair
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Re: Tomaten 2026

adiclair » Antwort #350 am:

Hornspäne oder sonstigen organischen Dünger am besten im Herbst ausbringen - dann zeigt der seine Wirkung im darauffolgenden Frühjahr...
Und jetzt im Frühjahr am besten mineralischen Dünger... Der zeigt dann nach kurzer Zeit seine Wirkung.
Wer kontrolliert die Kontrolleure?
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thuja thujon
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Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #351 am:

Ja, eher N-Dünger oder Hornspäne. Wenn die Phosphorwerte für die nächsten 20 Jahre reichen, sieht man keinen besseren Wuchs, wenn man noch mehr Phosphor düngt.
Kompost hat kaum Stickstoff, das ist aber der Nährstoff, den man am Wuchs sehen kann. Ich dünge seit Jahren mit N, nach jetzt über 15 Jahren die letzten Jahre auch mal wieder mit Kali. Da sind die Werte jetzt wieder normal.
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Gersemi
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Re: Tomaten 2026

Gersemi » Antwort #352 am:

Die meisten meiner Tomaten sind inzwischen pikiert, bis auf 1 Sorte, Mr. Stripey, sind alle gekeimt. Dafür habe ich Black Seaman nachgesät.
Bin diesmal etwas früher dran, weil ich Mitte April schon viele Pflanzen abgebe, der Empfänger freut sich schon.
LG
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Re: Tomaten 2026

ThomatoGarden » Antwort #353 am:

frische biologische Masse (Kompost, Mist etc.) enthält zwar viel Stickstoff, bindet während des Verrottungsprozesses aber noch mehr Stickstoff,
daher ist dieser im schlechtestem Fall erst am Ende der Saison verfügbar. Hab diesen Fehler auch selbst gemacht und mich immer gewundert, warum die
Tonnen an Kompost nichts bewirken :-).
- pro Jahr nicht zu viel frischen Kompost etc. düngen
- direkt verfügbare Dünger (Mineraldünger, Jauchen, Flüssigdünger aus Tauben/Hühnermist, Melasse ...) + Langzeitdünger verwenden
- Gewächshausboden rechtzeitig feucht halten um den Boden zu aktivieren, damit Kompost/Humusanteil gut verrotten kann

- Sandboden mit Tonmineralen/Lehm verbessern ? Hat das schon mal jemand gemacht ?

kann hier den Standort des massiven Gewächshauses auch nicht verändern, Tomaten sind aber gut selbstverträglich, das Problem ist eher die
passende Nährstoffversorgung (Bodenuntersuchung !?).
Ivoch
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Re: Tomaten 2026

Ivoch » Antwort #354 am:

thuja thujon hat geschrieben: 10. Mär 2026, 23:46Ja, weil sie biegsam und glatt sind.
Die verlinkte Folie, auf keinen Fall. 500 Loch pro Quadratmeter ist die Folie für Frühanbau
Warum gelochte Folie und nicht die von mir verlinkte? Bzw. was ist der Vorteil von der gelochten?

Meine Eltern und Großeltern haben vor 30-40 Jahren jedes Jahr solche mini-Tunnels, hauptsächlich um Zucchini anzubauen. Mein Opa hat von irgendwo (Bau-?)Stahl aufgetrieben, 5,5mm stark und davon die Bögen gemacht. Deswegen wollte ich auch so was machen, wenn ich z.B. 6mm glatten Baustahl finden kann. Ich muss mal morgen bei Obi und Baywa in der Gegend nachschauen, ob ich solche dünnen Stangen finden kann oder passendes Plastikrohr, um es wie bei dir zu machen.
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Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #355 am:

Ich habe die Baustahlbögen auch, die müssen nicht glatt sein, die Folie oder Vlies geht auch mit den geriffelten nicht kaputt. Die hatte hier mal einer beim Baustoffhändler gekauft in 3m und biegen lassen.

Lochfolie wegen der Durchlüftung und damit es nicht so schwitzt. Erdbeeren im Kleintunnel macht man ohne Löcher, da öffnet man aber die Enden (der 50 oder 100m langen Tunnel) zum lüften. Kommt runter wenn sie anfangen zu blühen.

Wenn es ums verfrühen oder Wärme drin halten geht ist Lochfolie aber nicht die beste Wahl. Die Temperaturen sind unter einem Vlies etwas höher. Hier sieht man deshalb hauptsächlich Vlies, nur ab und an Lochfolie, für ganz frühe Sachen auch Lochfolie und darüber Vlies. Da muss man aber zeitig wieder abdecken, weil es sonst zu warm darunter wird.

Auch im Kleintunnel haben die Temperaturen hier dieses Jahr schon an 40°C gekratzt.
Wenn es dich interessiert, hier kannst du mal die verschiedenen Werte und Varianten angucken:
https://www.wetter.rlp.de/Agrarmeteorol ... turservice

https://www.wetter.rlp.de/Agrarmeteorol ... edeckungen
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Re: Tomaten 2026

uliginosa » Antwort #356 am:

Interessant, Thuja und Tomatogarden,

aber woher kann denn Phosphor-Überschuss kommen? Muss mal auf die Düngerschachteln gucken, die ich öfter verwendet habe.

Und in den letzten zwei Jahren habe ich mit Fledermaus-Guano (regionale Quelle) gedüngt. Der soll N-reich sein. Allerdings findet man Zahlen zwischen 3 und 20% ::) und bei Phosphor zwischen 2 und 19%. ??? ::)

Nur reine Chemie verwenden, damit es quantifizierbar ist???
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Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #357 am:

Phosphor kommt zum einen aus den alten Blaukornpackungen, zum anderen mit der maßlosen Verwendung von Kompost. Bei beidem gab und gibt es viel hilft viel. Wer hält sich schon an die Grenze von 3 Litern Kompost pro Quadratmeter und Jahr? Und da Phosphor nicht ins Grundwasser verlagert wird, die Pflanzen diese Mengen nicht aufnehmen können, deshalb gibts so viel in den Böden.

@ reine Chemie verwenden, auch Hornspäne sind übrigens reine Chemie, heißt dann Keratin, alpha-Helix oder beta-Faltblatt Faserproteine, beim Düngen gibts Ausnutzungsquoten von bis 50%, das heißt die eine Hälfte gedüngter Stickstoff wird aufgenommen, die andere geht verloren. Mineralische Stickstoffdünger sind da meist besser und haben den Vorteil, dass man deren Wirkung besser steuern kann, also die Nährstoffe zu dem Zeitpunkt der Pflanze bereitstellen kann, wenn sie sie braucht. Das ist bei organischen Düngern oft nicht der Fall, was sie uneffektiv und ökologisch eher bedenklich macht.
Quantifizierbar ist übrigens auch der Stickstoff aus Mist, Hornspänen, Guano und Rasenschnitt. Es macht nur kein Hobbygärtner vorher eine Analyse von der jeweiligen Charge, deshalb die Durchschnittswerte, die je nach Herkunft und Zeit extrem abweichen können.
Guano mit den hohen Phosphorgehalten brauchts aber wirklich nicht im Garten, da sollte man die Lagerstätten schonen, die sind auch endlich.
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Re: Tomaten 2026

uliginosa » Antwort #358 am:

Mein Fledermausguano stammt vom Dachboden eines Privathauses mit Fledermausquartier, das mein GG betreut. Er hilft den Hauseigentümerinnen den jährlich säckeweise anfallenden Guano zu beseitigen.

Das Haber-Bosch-Verfahren, notwendig für die Gewinnung mineralischen Stickstoffs, erfordert einen hohen Energieaufwand und ist für 1,4% der weltweiten CO² Emissionen und für ca. 1% des globalen Energieverbrauchs verantwortlich.

In unserem Garten kommt Phosphor nicht aus Blaukornpackungen.
Maßlose Verwendung von Kompost? Auf den Kompost kommen natürlich auch Abfälle von gekauftem Gemüse (und Fledermausguano, gelegentlich auch Pferdeäppel von der Straße) die nicht aus dem Garten stammen - aber das meiste kommt eben aus dem Garten.

Also müsste ich den Fledermausguano mal analysieren lassen? ???
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Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #359 am:

Ich würde eher mit einer Bodenprobe anfangen.
Wenn mehr Gemüse auf den Kompost wandert wie Gemüse aus dieser Menge Kompost wächst, werden sich die Nährstoffe im Boden anreichern.

Der Fledermauskot von den Nachbarn sollte evtl auch einem Hygienisierungsverfahren wie verjauchen unterworfen werden, das kann im Zweifelsfall mal Leben oder Gesundheit retten.

Wenn du Mineraldünger aus grünem Strom kaufen möchtest, kannst du das tun, auch das wird angeboten.
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