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Mediterraneus hat geschrieben: ↑26. Sep 2025, 09:15
Leipzig ist ja auch noch im Dürre-Loch (mit Zentrum Hannover irgendwie), siehe Karte oben.
Jop und im Trockengebiet nahe Hannover befinden wir uns. Niederschlagsmenge irgendwo im dunkelbraunen Bereich, hier kommt kaum was an, seit Monaten. Das bisschen Regen reichte gerade mal um die Oberfläche zu befeuchten und rauschte dann durch den Sand weg. Prognose? Auch die nächsten zwei Wochen "nur" Sonne und kein Wasser von oben, das ist anstrengend für den Garten, für die Tiere, für mich. Ich mag draußen nicht wirklich etwas machen, denn wenn ich pflanzen möchte muss ich gießen, gießen, gießen um dann zuzusehen wie der dauernde Wind (der kommt ja noch dazu) alles wieder austrocknet. Und ich gieße wirklich nur, wenn es nicht mehr anders geht, ich habe schon meine Töpfe drastisch reduziert. Zusätzlich sinkt der Grundwasserspiegel wieder ab.
Ich weiß allerdings nicht was schlimmer ist, die dauernde Trockenheit, oder Dauerregen + Starkregen wie in anderen Regionen. Gartenplanungen sind inzwischen schwierig umzusetzen. Alles was mehr Wasser bräuchte, kann ich hier vergessen, das wird auf Dauer nichts und zum ständigen Gießen bin ich nicht bereit. Ich mache mir da wirklich Gedanken wie es weitergeht.
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)
Ich bin mal gespannt, wann ich hier wieder buddeln kann, ich schätze, extrem ausgetrocknete, betonharte Erde kann hier vielleicht 30, 40 Liter Wasser pro Quadratmeter vertragen, um wieder gut feucht zu werden, wenn's mehr ist, wird es gleich wieder Matsch. Leider weiß ich auch nicht mehr so recht, was ich pflanzen soll, es wechselt immer zwischen den Extremen, also geht eigentlich nur das, was wechselfeuchte Bedingungen verträgt. Und gegen wochenlange Hitze und Dürre kann man auch mit Gießen kaum etwas ausrichten, das geht vielleicht für einzelne Beete, aber nicht den ganzen Garten.
Mit diesem Bild eines Ackerrandes bei Heilshorn von heute erinnere ich an den von Hausgeist 2018 erstmals eröffneten Dürrejammerfaden - in der Hoffnung, daß er in 2026 nicht allzu häufig im Forum beschickt werden muß.
Im Februar hatten wir 150% des langjährigen Niederschlags. Im März bislang null. Es hört sich von den Prozenten viel an aber von der Menge ist es nicht viel. Bislang ist der Boden vom Februar noch feucht aber Regen ist nicht in Sicht.
Hier wollen die Leute anfangen, Gemüse zu pflanzen. Dazu muss in einigen Gärten noch der Boden bearbeitet werden.
Es kostet einiges an Überzeugungsarbeit, dass die Bearbeitung nicht dieses Wochenende, sondern vielleicht erst nächstes passiert.
Wenn jetzt gelockert wird, ist in 2 Wochen der Boden trocken und die Saaten laufen nicht mehr auf und das vorgezogene Gemüse wurzelt nicht ein.
Wird relativ Zeitnah vor dem pflanzen oder säen gelockert, kann auf das angießen usw verzichtet werden.
Die nahe Wetterstation meldet nach dem Regenband diese Woche 0,0mm für März, im Regenmesser waren knapp 3mm, welche schon wieder verdunstet sind. Pro Tag verlieren wir hier aktuell rund 2mm, das ist noch sehr moderat.