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Hat Rosmarin Winter überlebt? (Gelesen 1009 mal)

Von Anbau, Aufbewahrung und Anwendung bis zur Magie am Wegesrand. Thematisch nicht immer klar von Stauden, Gemüse, Atelier, Gartenküche bzw Gartenmenschen u.ä. zu trennen, ist hier der Treffpunkt für die Kräuterfans.
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Drainagefan
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

Drainagefan » Antwort #45 am:

RosaRot hat geschrieben: 20. Mär 2026, 19:21 Hm. Und die Hortensie wächst gut?
Na ja, ich versuche die seit Jahren los zu werden, die will ohne Gießen in praller Sonne nicht eingehen. Sie ist nicht von mir gesetzt und wurde immer morgens, wenn andere noch schlafen, gegossen. Die ist mindestens 20 Jahre alt, vielleicht auch 30. Sie hat gewonnen, jetzt versuche ich ihr Schatten durch Phlox davor zu spendieren. Es ist ein Versuch. Im 1. Sommer hat nur 1 Phlox von 4 die volle Höhe erreicht, das braucht Geduld.

Vielleicht tragen die Fichtennadeln zum pH-Wert bei, als Mulch vor austrocknen dürfte es sicher helfen. Eigentlich sind das 2 Bauernhortensien. Ich habe insgesamt 3, keine wurde die letzten 10 Jahre gegossen, alle leben. Die andere ist aber in einem leicht schattigen Eck. Bis auf die Farbe denke ich, dass meine Bauernhortensien mit normaler Erde klar kommen.
RosaRot hat geschrieben: 20. Mär 2026, 19:21 Rosmarine trockenen steinigen kalkhaltigen offenen Boden in voller Südlage, (auf einer Mauerkrone perfekt.) - Garrigue eben.
Das ist pralle Sonne Südausrichtung und durch den Kies ist es auch steinig. Ich tausche immer die Erde, wenn ich eine neue Pflanze setze und die bekommt dann das optimale Erd-/Kiesgemisch, Drainage eben, aber da reduziere ich in Zukunft, es gibt viel mehr weniger Regen hier als vor 10 Jahren. Gerade 3 Wochen kein Regen, ein paar Stunden Regen, davor auch wieder 3 Wochen kein Regen. Aber wenigstens habe ich 400l Regenwasser für den Notfall. Hortensien gieße ich noch nicht.


HYDRANGEA MACROPHYLLA1.jpg
HYDRANGEA MACROPHYLLA

Da sieht man den Rosmarin links unten am besten, erinnerte mich nicht an das Bild. Ein Trieb liegt am Boden, das war ein starker Sturm.


HYDRANGEA MACROPHYLLA2.jpg
HYDRANGEA MACROPHYLLA

Nie gegossen, die Blüten verwelken und das war es dann bis zum nächsten Jahr. Die Fichte ist Nordseite, trägt also nichts zum Schatten bei.
LG Horst
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hobab
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

hobab » Antwort #46 am:

Wär da ganz bei Rosarot - wenn Hortensien ohne Gießen im Sommer nicht vertrocknen ist es kein Standort für Trockenpflanzen. Tonkugeln und ähnliches bringt bei schwerem Lehm erst was, wenn mindestens die Hälfte, eher 2/3 der Erde aus Splitt, Sand oder Seramis besteht- das ist kaum machbar. Sterbende Mittagsblumen durch Trockenheit? Kann ich mir kaum vorstellen, bin aber auch kein Experte, ich tippe auf zu nass..
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Drainagefan
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

Drainagefan » Antwort #47 am:

PHLOX PANICULATA GRENADINE DREAM.jpg
PHLOX PANICULATA GRENADINE DREAM


Du musst das Bild genau überlegen, die Wurzeln der Hortensie sind im Schatten der Äste der Fichte, aber die Hortensie wächst zum Licht. Der Rosmarin ist etwas vor der Fichte, also nicht im Schatten. Die Hortensie wurde ohne Drainage einfach in die vorhandene Erde gesetzt. Bei Hortensien, die ich selber setzte, mache ich auch keine Drainage, sondern "Badewannen" darum herum.

Der Phlox soll 1m hoch werden und je nach Standort der Sonne der Hortensie ein wenig Schatten bieten. Wenn nicht, auch ok, genauso wie der Rosmarin. Ich habe den dort gesetzt, weil sonst kein Platz war, gleich in der Nähe gibt es Salbei und andere Kräuter. Der Rosmarin ist für mich keine Wunschpflanze, die ich unbedingt haben will.
LG Horst
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

Drainagefan » Antwort #48 am:

hobab hat geschrieben: 20. Mär 2026, 20:16 Tonkugeln und ähnliches bringt bei schwerem Lehm erst was, wenn mindestens die Hälfte, eher 2/3 der Erde aus Splitt, Sand oder Seramis besteht- das ist kaum machbar
Bei manchen Mittagsblumen gibt es nur 30% Erde, Rest Kies. Bei Hesperaloen sind 80% Split, sonst verfaulen sie.
hobab hat geschrieben: 20. Mär 2026, 20:16 Sterbende Mittagsblumen durch Trockenheit? Kann ich mir kaum vorstellen, bin aber auch kein Experte, ich tippe auf zu nass..
Du musst bei den Mittagsblumen unterscheiden. Die aus Lesotho wie Delosperma nubigenum sind ganz was besonderes. Die wachsen über 3000m im Süden Afrikas und brauchen deutlich mehr Wasser als andere und akzeptieren auch Halbschatten. Die fühlen sich bei mir nicht sehr wohl, wenn es heuer wieder kein ordentliches Wachstum ohne Gießen gibt, dann werden sie durch Geranium ersetzt. Ich habe eine nubigenum durch eine cooperii ersetzt, die wächst gut, allerdings ist es dort ein wenig sonniger.

Ansonsten verweise ich wieder auf das Foto bei viewtopic.php?t=76129. Das ist eine Cooperi. So was extremes habe ich noch nie entdeckt. Im Sommer war die längere Zeit (Tage?) unter Wasser. Dann den ganzen Winter (bis -15°) im Freien, nur im Kübel, nicht eingesetzt und jetzt dann wochenlang im Wasser im Kübel. Die sieht am besten von allen im Garten aus, vermutlich weil sie im Wasser lag. Aber die anderen werden sich sicher entwickeln, sehen ganz gut aus.
Zuletzt geändert von Drainagefan am 20. Mär 2026, 20:52, insgesamt 2-mal geändert.
LG Horst
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

Lady Gaga » Antwort #49 am:

Horst, wieviel Regen habt ihr denn im Jahr? Alpenvorland stelle ich mir nicht grad trocken vor. ::)
Dein Foto sieht nicht gerade gemütlich für Phlox und Rosmarin aus, abgesehen von der großen Fichte sind sie offenbar direkt in Gras gepflanzt?
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Drainagefan
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

Drainagefan » Antwort #50 am:

Lady Gaga hat geschrieben: 20. Mär 2026, 20:49 Horst, wieviel Regen habt ihr denn im Jahr? Alpenvorland stelle ich mir nicht grad trocken vor. ::)
Das glauben viele. Ich kann dir nicht sagen wieviel Regen es im Jahr gibt. Ich habe das schon öfters erklärt, es kommt auf das Mikroklima an. 2km von mir weg, kann es durchaus ausgiebig regnen. Seit den tiefen Minusgraden hat es noch nicht viel geregnet. Einmal schaffte ich eine volle Regentonne, weil ich das ganze Wasser vom Dach zusammenfasse. Letztes Jahr war es ähnlich, ausgiebiger Regen über Wochen im Juli, davor Hitzewellen und fast kein Regen seit dem Winter, kein guter Zeitpunkt zum Pflanzen im Frühling.


warnwetter.jpg
Warnwetter-App vom DWD

Ich erklär dir das Problem an einem aktuellen Beispiel. In den Berchtesgadener Alpen wird es demnächst regnen oder schneien. In Bad Reichenhall gibt es im Beispiel schon keinen Regen mehr, aber das ist nicht weit entfernt, das sind ein paar Minuten mit dem Auto. So richtig regnen tut es erst, wenn die Farbe zu gelb wechselt. Dieses türkis ist vernachlässigbar für die Pflanzen, aber es besteht Hoffnung, dass sich über das ganze Dach ein wenig sammelt.

Die graue Fläche nördlich bedeutet kein Regen. In diesem Beispiel ist das anders, aber oft kommt nach dem grauen Bereich wieder nach einigen km Regen. Wenn du nun meistens im grauen Bereich zwischen dem Regen bist, dann kämpfst du mit Trockenheit. Da ist es vollkommen egal, was du dir unter Alpen oder Alpenvorland vorstellst. Man kann das aber auch nutzen und entsprechende Pflanzen wie Palmen setzen. Der Rosmarin würde eigentlich auch dazu gehören. Interessant ist auch wie die Fläche des Schnees prognostiziert ist. Das ist alles ganz nah nebeneinander, aber realistisch.
Lady Gaga hat geschrieben: 20. Mär 2026, 20:49 Dein Foto sieht nicht gerade gemütlich für Phlox und Rosmarin aus, abgesehen von der großen Fichte sind sie offenbar direkt in Gras gepflanzt?
Ja sie sind direkt ins Gras gepflanzt, mache ich fast immer so, aber ich halte die Umgebung mit dem Trimmer meist etwas frei. Dort ist alles sehr schwierig, die Fichtenwurzeln lassen nicht viel Platz zum Setzen frei, vor allem dort nicht, wo ich wollte, aber ok, ein Versuch.
LG Horst
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Regenschatten Schattenregen Nordöstliches Harzvorland, Podsol, Regosol 7b 123m

Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

RosaRot » Antwort #51 am:

Die gesamtdeutsche jährliche mittlere Niederschlagssumme liegt bei etwa 800 mm, in Bad Reichenhall bei ca. 1500 mm pro Jahr, hier im nordöstlichen Harzvorland als ausgewiesenenem Trockengebiet lag die Regensumme des letzten Jahres bei 398,6 l (das übliche Mittel wären etwa knapp 500 mm).

Ich gehe davon aus, dass selbst ein relativ trockener Mikrostandort bei Euch im Vergleich zu uns noch geradezu feucht ist. ;)

Möglicherweise ist Euer Standort weder für Phlox noch für Rosmarin optimal und es würden dort ganz andere Pflanzen gern wachsen, die vielleicht hier überhaupt keine Chance hätten, weil weder Boden noch Klima passen ?
Viele Grüße von
RosaRot
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Re: Hat Rosmarin Winter überlebt?

Drainagefan » Antwort #52 am:

RosaRot hat geschrieben: 20. Mär 2026, 21:43 Ich gehe davon aus, dass selbst ein relativ trockener Mikrostandort bei Euch im Vergleich zu uns noch geradezu feucht ist. ;)
Das kann ich nicht beurteilen. Es gibt zur Zeit kein Beispiel, das eine Schneise ohne Regen zeigt, aber das ist meine Situation fast immer in einer Schneise zwischen Regengebieten und bei längeren Hitzewellen habe ich ein Problem. Früher war das komplett anders, da hat es ganz viel geregnet und daher haben auch alle Pflanzen eine besondere Drainage bekommen. Ich denke besser so als anders, bei Trockenheit kann man gießen, bei wochenlanger Staunässe wird es schwierig.

Vielleicht erklärt das besser, was ich sagen will. Alpen und Alpenvorland haben keinen gleichmäßigen Regen im Schnitt.


warnwetter.jpg


Hier sieht man nördlich von Kitzbühel einen kleinen Fleck mit Regen direkt an der Grenze. Darum ist kein Regen. Etwa in der Mitte des Bildes bei Saalfelden ist kein Regen, darum herum viel Regen und Schnee. Klar, der Regen wandert, er kann aber auch fast immer vorbei wandern.

Wenn man nun an einem Standort ist, wo es immer wieder mehrere Monate fast nicht regnet, dann hat man ein Problem. Es hilft mir gar nicht, wenn es 2km weiter regnet und der Regen bei mir vorbeizieht. Wenn ich Wasser brauche, schaue ich mir die Gegend um micht ganz genau an und auch den nächsten Flughafen. LOL, deswegen regnet es auch nicht bei mir, aber man kann überlegen, ob man doch gießen muss oder lieber abwartet.
RosaRot hat geschrieben: 20. Mär 2026, 21:43 Möglicherweise ist Euer Standort weder für Phlox noch für Rosmarin optimal und es würden dort ganz andere Pflanzen gern wachsen, die vielleicht hier überhaupt keine Chance hätten, weil weder Boden noch Klima passen ?
An welche Pflanzen denkst du? Ich glaube der Rosmarin und der Phlox passt schon und über den Phlox kann man diskutieren, würde ich nicht mehr setzen. Der Phlox will bei Hitze zu viel Wasser und will gegossen werden, der säuft richtig. Den richtigen Mittelweg wegen Mehltau zu finden ist nicht leicht. Aber ich habe ihn gut durch die Hitzewellen gebracht. Ich verstehe nicht, warum der Phlox gegossen werden soll, damit kein Mehltau kommt, aber ok, das ist die Empfehlung.

Ich will eigentlich nur ausreichend Wasser für neue Pflanzen haben, speziell meine Rispenhortensien. In ein paar Jahren sieht das hoffentlich anders aus, wenn sie gut etabliert sind.

Hier hast du ein Bild einer vertrockneten Hanfpalme, die nicht gegossen wurde. Ich werde sie in Zukunft gießen, bis sie wieder ansehnlich ist. Irgendwie widerstrebt es mir, Palmen zu gießen.


vertrocknete-palme.jpg
LG Horst
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