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lucullus_52 hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 14:18
Ich habe den Verdacht, fürs Pikieren zu sehr "Grobmotoriker" zu sein
Eine meiner frühen Kindheitserinnerungen: Gemüsepflanzen pikieren zusammen mit meinem Großvater.
Pikiert wurde, sobald zwischen den voll entwickelten Keimblättern die ersten Laubblättchen zu sehen waren. Sowohl bei Salat- und Gemüsepflanzen als auch bei Tomaten. Dann konnte man sie gut greifen und die Wurzelverluste waren gering. War die Hauptwurzel schon zu lang, wurde deren Spitze abgeknipst. Tomaten wurden erst in Kisten pikiert und später, mit etwa zwei paar Laubblättern, getopft. Diese Zwischenstufen hatten auch Platzgründe, Saatkisten standen warm, Pikierkisten nur noch temperiert. Für die getopften Pflanzen war kein Platz im Gewächshaus, die mussten gleich raus in den kalten Frühbeetkasten, etwa um den 1. April.
Für das Pikieren von Gemüsepflanzen in Pfirsichkisten (102 Pflanzen pro Kiste) bekam ich pro Kiste 10 Pfennig.
Ab 1.4. ins Frühbeet - harte Schule. Ich glaube, das macht heute kaum noch jemand...da sind uns doch die Eisheiligen heilig. Meine Pflanzen kommen direkt aus dem Glashaus ins Freiland. Im Glashaus sollte es wärmer sein, als im Frühbeet...nie unter 7 Grad...
Gänselieschen hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 15:24
Ab 1.4. ins Frühbeet - harte Schule. Ich glaube, das macht heute kaum noch jemand...da sind uns doch die Eisheiligen heilig. Meine Pflanzen kommen direkt aus dem Glashaus ins Freiland. Im Glashaus sollte es wärmer sein, als im Frühbeet...nie unter 7 Grad...
Das mit dem Frühbeet (oder auch einfach ein kleiner Folientunnel) machen ich und die alten Italiener hier im Ort seit Jahrzehnten so. Funktioniert wunderbar. In ganz kalten Nächten kommt halt noch ein Vlies drüber. Meine größten sind heute schon ins Frühbeet gekommen.
Beim auspflanzen, vorher müssen sie mit dem leben was im Topf im Substrat enthalten ist. Die sollen kräftige Wurzeln machen und nicht kräftig in die Höhe schießen.
Apropos pikieren, ich finde pikieren wichtig denn durch das umsetzen in einen einzelnen Topf wird die Pflanze angeregt neue Wurzeln zu bilden. Darum ist es auch sinnvoll die Wurzeln etwas zu kappen, das fördert viele Feinwurzeln.
Ich dünge normalerweise auch nichts nach im Topf. Aber ist meist eine Mischung von gedüngter Erde und Anzuchterde.
Pikieren würde ich frühestens, wenn sich die ersten richtigen Blätter entwickeln, vorher sind noch zu wenig Wurzeln dran und ich habe das Gefühl das Wachstum stockt dann erstmal etwas. Geht aber auch später. Wenn man mit etwas Abstand gesät hat, kann man auch gut etwas Erde an den Wurzeln lassen.
Bei der Garten-/Maulwurfserde bin ich skeptisch, habe ich noch nicht probiert. Aber ich glaube bei unserem Lehm wird das ein undurchdringlicher Brocken im Topf.
Wir haben Sandboden, aber ich habe auch noch paar Hände voll aus einem alten Gemüsebeet genommen. Das hatte wohl diese Samenbank zur Folge. Maulwurfserde soll ja doch ziemlich unkrautfrei sein. Grau ist alle Theorie, ich wollte säen und hatte nichts anderes. Nun muss ich da durch.
Konstantina hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 15:34Wann bekommen die Kleinen erste Düngung bei euch?
Die Kleinen? Die Kleinen im Topf (in Lauerstellung zum Auspflanzen)? Oder die Kleinen dann im Beet (Kübel)? Da gibt es bei mir Unterschiede wie Tag und Nacht was das Düngen betrifft...
Gänselieschen hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 19:37Wir haben Sandboden
Unser Verein hier (Nordbrandenburg) ist ein ehemaliger (zu DDR Zeiten) Spargelacker - also Sand.
Aber der Erbauer unseres Gartens hat ca. 20 cm von diesem Sand abgetragen und mit 'Mutterboden' wieder aufgefüllt. Dieser 'Mutterboden' verdichtet sehr schnell und ist wie eine Rutschbahn wenn der nass ist (also die Wege auf diesem Boden)... Katastrophe!
adiclair hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 20:27
Aber der Erbauer unseres Gartens hat ca. 20 cm von diesem Sand abgetragen und mit 'Mutterboden' wieder aufgefüllt. Dieser 'Mutterboden' verdichtet sehr schnell und ist wie eine Rutschbahn wenn der nass ist (also die Wege auf diesem Boden)... Katastrophe!
Hmm. Und wenn man beides gut durchmischt, was kommt dabei raus? Klingt doch eigentlich nach einer guten Kombination. Sand für Struktur und Drainage, der neue Boden für Wasserspeicherung und Nährstoffe?
adiclair hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 20:15
Die Kleinen? Die Kleinen im Topf (in Lauerstellung zum Auspflanzen)? Oder die Kleinen dann im Beet (Kübel)? Da gibt es bei mir Unterschiede wie Tag und Nacht was das Düngen betrifft...
Meine Pflänzchen habe ich nach der erscheinen des ersten echten Blattes pikiert. Die haben wieder die Anzuchterde bekommen. Deswegen wollte ich wissen, ob die demnächst gedüngt werden müssen.
adiclair hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 20:27
Aber der Erbauer unseres Gartens hat ca. 20 cm von diesem Sand abgetragen und mit 'Mutterboden' wieder aufgefüllt. Dieser 'Mutterboden' verdichtet sehr schnell und ist wie eine Rutschbahn wenn der nass ist (also die Wege auf diesem Boden)... Katastrophe!
Hmm. Und wenn man beides gut durchmischt, was kommt dabei raus? Klingt doch eigentlich nach einer guten Kombination. Sand für Struktur und Drainage, der neue Boden für Wasserspeicherung und Nährstoffe?
Das habe ich vor Jahren alles mal gemacht, doch leider 'arbeitet' der Sand und nach ca. zwei Jahren ist der Sand abgesackt und das Spiel beginnt von vorn.
Das ist so in etwa wie bei Rasen, wenn man dort Stellen hat, wo sich Pfützen bilden und das Wasser daraufhin stehen bleibt, arbeitet man auch Sand in diese Stellen ein - aber dieser Sand rutscht dann tiefer und du hast wieder eine Pfütze.
adiclair hat geschrieben: ↑30. Mär 2026, 20:15
Die Kleinen? Die Kleinen im Topf (in Lauerstellung zum Auspflanzen)? Oder die Kleinen dann im Beet (Kübel)? Da gibt es bei mir Unterschiede wie Tag und Nacht was das Düngen betrifft...
Meine Pflänzchen habe ich nach der erscheinen des ersten echten Blattes pikiert. Die haben wieder die Anzuchterde bekommen. Deswegen wollte ich wissen, ob die demnächst gedüngt werden müssen.
Dann (nach dem Pikieren und erstes echtes Blattpaar vorhanden) hättest du die direkt in Blumenerde pflanzen können und da dann nach vier bis sechs Wochen flüssig nachdüngen (schwache Düngerkonzentration von mineralischem Dünger).