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pearl hat geschrieben: ↑4. Apr 2026, 19:00
im September oder Oktober zu pflanzen.
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Das war der Ratschlag aus Laufen, als es dort noch die riesige Sammlung und Zucht gab. Hat bei der halbgeophytischen Lebensweise auch immer bestens geklappt, sie zu pflanzen wenn sie nach dem Sommer das neue Laub anfangen zu treiben. .
Ich hatte vor knapp zehn Jahren auch mal so einen heruntergesetzten Papaver orientale beim Obi gekauft und im April in mein damals frisch angelegtes Staudenbeet gesetzt. Was soll ich sagen, er ist immer noch sehr klein und treibt pro Jahr nur zwei, drei Blüten, aber er kommt jedes Jahr brav wieder. Er steht auch etwas bedrängt, mit mehr Platz drumherum ginge es sicher besser. In meiner Kindheit war der ganze Garten hier voll mit riesigen Türkenmohnen, sowas gibt's wohl heute nicht mehr, aber zumindest sehe ich in dem einen oder anderen Garten immer wieder mal welche, die auch langlebig erscheinen, selbst wenn so eine Pracht wie früher heutzutage wohl nicht mehr drin ist (warum auch immer).
im Wiesengarten haben sie nur darunter gelitten, dass die Rehe sie abgefressen haben.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
AndreasR hat geschrieben: ↑4. Apr 2026, 20:26
Ich hatte vor knapp zehn Jahren auch mal so einen heruntergesetzten Papaver orientale beim Obi gekauft und im April in mein damals frisch angelegtes Staudenbeet gesetzt. Was soll ich sagen, er ist immer noch sehr klein und treibt pro Jahr nur zwei, drei Blüten, aber er kommt jedes Jahr brav wieder. Er steht auch etwas bedrängt, mit mehr Platz drumherum ginge es sicher besser. In meiner Kindheit war der ganze Garten hier voll mit riesigen Türkenmohnen, sowas gibt's wohl heute nicht mehr, aber zumindest sehe ich in dem einen oder anderen Garten immer wieder mal welche, die auch langlebig erscheinen, selbst wenn so eine Pracht wie früher heutzutage wohl nicht mehr drin ist (warum auch immer).
Bei uns sind immer die Gemüsebeete übersät mit Mohn.
Schlafmohn wächst hier auch super, der taucht selbst nach vielen Jahren immer wieder mal auf. Hin und wieder lasse ich welchen stehen, Verbot hin oder her (wo kein Kläger, da kein Richter...).
Um die Jahrtausendwende war ich einige Male in Laufen, um dort die Iris-, Paeonien- und auch die Türkenmohnblüte anzuschauen. `Khedive´, `Big Jim´, `Tutu´ und wie sie noch alle hießen. Von einem dieser Besuche habe ich vier oder fünf Töpfe mitgebracht. Die stellte ich im Garten auf den Boden, um sie im Herbst anderswo zu pflanzen. Aus den rausgewachsenen Wurzeln hat sich zuerst ein gemischter Pulk entwickelt, später setzte sich darin der `Türkenlouis´ durch und wurde zum Riesenbusch. Kraftstrotzend, reichblühend, megaauffällig. Ungefähr zur selben Zeit wurden auf Arbeit ca. zwei Dutzend Sorten vermehrt, jedes Wurzelfitzelchen trieb wieder aus, in den Töpfen vitale Pflanzen, welche schnell fast zu groß wurden. .
Zuerst hat man es nur gehört und schließlich fing es an mit dem Nichtmehrwachsen, den verdrehten Laubstielen, der ungesunden Farbe und dem schließlich meist Eingehen. Manchmal lässt sich dies durch PS (nein, keine Ahnung wie) noch abwenden oder verzögern. Aber eine wirklich erfolgversprechende Kultur mit zuverlässigem Ausgang und ohne übergroßen Aufwand ist Papaver orientale halt einfach nicht mehr. Das besonders die vegetativen Sorten kaum noch angeboten werden liegt nicht an der Unlust der Gärtner. .
"Die Holländer" schafften es noch darüber hinaus gesunde und ergiebige Mutterpflanzen zum Verkauf herzuziehen und tun es sicher immer noch. Danach ist es dann immer eine Frage der Zeit... Sämlinge bleiben manchmal lange gesund, manchmal werden sie früher oder später krank, manchmal vergehen sie auch ohne ein Anzeichen. .
Von meinem `Türkenlouis´, welcher auch schon lange tot ist, habe ich seinerzeit immer wieder mal Wurzelschnittlinge genommen und später getopft. Damals hatte ich nach Feierabend noch mit mehr oder minder Elan "eigene kleine Gärtnerei" gespielt. Eine meiner Kundinnen kommt heute noch, um zur Paeonienzeit ein paar Sträuße zu holen. Jedes Mal erzählt sie davon, wie toll der geschlitzte Mohn von mir doch sei und ihr, sowie den Nachbarn große Freude bereitet. Auch sonst sieht man immer wieder schöne Türkenmohne bzw. sie werden bspw. hier gezeigt. Offenbar gibt es Ecken, die die Maladitäten nicht finden. Das sind aber wohl eher freudige Ausnahmen, den Durchbruch zur breitwürfigen Rückkehr scheinen sie jedenfalls bisher nicht aufzuzeigen.
Zuletzt geändert von Krokosmian am 5. Apr 2026, 13:58, insgesamt 2-mal geändert.
“I love science, and it pains me to think that so many are terrified of the subject or feel that choosing science means you cannot also choose compassion, or the arts, or be awed by nature. Science is not meant to cure us of mystery, but to reinvent and reinvigorate it.”
Die Türkenmohne sind gerade wieder im Aufwind. Norma bietet diese Woche vier Sorten im Tütchen an, 'Effendi', 'Perry's White', 'Brilliant' und 'Purple Pleasure'. Sind alles Wurzelschnittlinge.
Ob die sich halten, wird sich zeigen. Ich mag sie sehr gern, auch wenn sie hier nicht die Monstergröße erreichen.
Liebe Grüße!
Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Staudo hat geschrieben: ↑4. Apr 2026, 22:04
Das kleine ist Klatschmohn. Der ist ein Ackerunkraut und liebt offenen Boden.
Das ist klar, wird auch wieder in Blühmischungen verwendet. Aber ist das andere Schlafmohn? Das war mir nicht bewusst. Der Samen stammt auch von einem Forumsmitglied.
Missratener Chelsea Chop? Ein Großteil der Mohnpflanzen (und auch anderer Stauden wie Hemerocallis und Hylotelephium) sieht aktuell so aus. Mäuse? Ich hatte das früher auch schon, aber noch nicht in einem solchen Ausmaß wie heuer.
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