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Grob meine ich beim Duft (empfinde ich so, s. u.) drei Richtungen wahrzuehmen. Einerseits den der Dichternarzissen, andererseits das weite Spektrum der klein-/mehrblütigen Arten/Sorten. Welches manchmal evtl. etwas schwülstig gerät. Und schließlich den der normalen einköpfigen Osterglocken, den ich am ehesten in Richtung Kabapulver beschreiben würde, wenn ich das müsste. Wobei es besonders bei Letzteren auch Sorten ohne oder nur mit schwachem Duft gibt. Ist vielleicht sogar ein Zuchtziel für Schnitt- oder Topfsorten, bei denen Zurückhaltung erwünscht sein könnte.
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Ob man einen Geruch als Duft oder Gestank wahrnimmt, das hängt sicherlich vielfach von der Intensität ab. Aber wohl auch ganz einfach von der Person. Hyazinthen bspw. rieche ich äußerst gerne. Nicht nur, aber vermutlich auch, weil sie zusammen mit gelben Osterglocken noch während meiner Kindheit in Massen in den Weibergen u. a. meiner (Groß)Eltern wuchsen. Als Relikt vergangener Zeiten, wo man dort früh im Jahr Schnittblumen ernten konnte. Meiner Schwester oder einer guten Freundin geht es ähnlich, genauso kenne ich aber auch Leute, die sie, also die Hyazinthen, ganz wortwörtlich nicht riechen können. Oder der winterblühende Schneeball, bei dem immer wieder vom Duft geschwärmt wird. Denke ich an kühlen Tagen und mit reingehaltner Nase auch. Wenns dann wärmer wird und der Geruch anfängt umherzuziehen, dann kippt es für mich aber ziemlich schnell ins "Seuchelige"...
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Mit verblühten Narzissen mache ich gar nichts, eh keine Zeit. Wenn man aber kann, ist das Abknipsen der Köpfe sicherlich kein Fehler. Wobei rein gefühlsmäßig imho die Düngung einen größeren Effekt zur Stärkung hat.