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Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans (Gelesen 281461 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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cat1
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cat1 » Antwort #1230 am:

Schneiden tue ich auch, bei der Menge wird es schon zum Automatismus ;) Schneiden hilft sehr wohl - Alles ungutes, krankes, schwaches - nur weg damit. Spritzen: die Knospen eben beobachten, dann bitte rechtszeitig agieren ;)
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kittekat
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

kittekat » Antwort #1231 am:

20260415_064559.jpg

Dann möchte ich mal in die Runde fragen - seht ihr hier beginnende Kräuselkrankheit oder nicht? Hier ein Pfirsich
Zuletzt geändert von kittekat am 15. Apr 2026, 15:36, insgesamt 2-mal geändert.
kittekat
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

kittekat » Antwort #1232 am:

und hier die eh so empfindlichen Nektarinen.

ich hatte alles Anfang Jänner mit PES behandelt. Und im März Kupfer gespritzt (vermutlich zu spät, aber ich hatte es übrig vom Marillenspritzen)
20260415_065658.jpg
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cat1
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cat1 » Antwort #1233 am:

Absolut in Ordnung , meinerseits :)
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

thuja thujon » Antwort #1234 am:

Im mittleren Bild der Nektarine rechts im Büschel könnte was sein, der Rest sieht ok aus.

PS: kann sein dass spätere Blätter wieder befallen werden, der Pilz lebt das ganze Jahr auf dem Baum, nicht immer zeigt er Symptome.

Schnitt im Sinne von Krankheitsvorbeugung hilft nicht wirklich, gehört aber natürlich zur Pflege und ist unerlässlich für vitale Bäume. Die Frage war so aber auch nicht gestellt, sondern starking macht halt nur das nötige auf seinem Premium-Standort unterm Dach.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cat1 » Antwort #1235 am:

Nuja, pingelig beim Gärtnern muss man echt nicht sein 8)
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

DerTigga » Antwort #1236 am:

Es ist aber so, das die Infektion über die Luft erfolgt, und, wie Thuja schon schrieb: dann nurnoch Wasser braucht, um auszubrechen.
Somit eine (Wieder-)Infektion zwangsläufig keine Selektion durchführt / es kein zielgerichtetes Vorgehen geben kann im Punkt: sich bevorzugt schwache, kränkliche Triebe auszusuchen.
Stellt sich also die Frage, ob und wann der Punkt erreicht ist / wird, wo jene rückschneiden statt diszipliniert spritzen Taktik verlustreicher ist, als das neu/nachwachsen kompensiert - zumindest bei unüberdachten Bäumchen.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

DerTigga » Antwort #1237 am:

cat1 hat geschrieben: 15. Apr 2026, 15:49 Nuja, pingelig beim Gärtnern muss man echt nicht sein 8)
Mein Bruder hat vor vielen Jahren die "Infektion" einer Pflanze mit schwarzen Blattläusen mal durch großzügiges zurückschneiden 'bekämpft'. Letzten Endes auch weil zu bequem war, "extra deswegen" was gezielt wirkendes besorgen gehn zu "müssen". Pflanze musste seine Entscheidung eben gefälligst aushalten. Hat sie komischerweise aber nur 2 Jahre lang..
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cat1 » Antwort #1238 am:

cat1 hat geschrieben: 15. Apr 2026, 09:23 ... wird nur nicht unerheblich geschwächt. Früchte kann er krank genauso tragen, wenn er sonst kräftig ist, Qualität und Quantität leiden eben darunter. Weniger funktionstüchtige Blätter bedeuten weniger Assimilationsfläche = weniger und minderwertige Ernte. Und ja, ein junger Baum könnte durchaus daran sterben.
::) ::)
Ich kann deinen Beitrag nicht anders beantworten, Tigga, muss mich selbst zitieren 8)
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

DerTigga » Antwort #1239 am:

???
Mein per Beispiel aufgreifen/fortführen deines eigenen Themas: noch nicht genug oder doch schon zuviel Pingeligkeit (Sensibilität) bei der Pflanzen-Pflege an den Tag zu legen (und Folgen davon), ist einzig so beantwortbar ? ..nagut, dann eben nicht.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Obstliebhaber » Antwort #1240 am:

kittekat hat geschrieben: 15. Apr 2026, 15:34 und hier die eh so empfindlichen Nektarinen.

ich hatte alles Anfang Jänner mit PES behandelt. Und im März Kupfer gespritzt (vermutlich zu spät, aber ich hatte es übrig vom Marillenspritzen)

20260415_064559.jpg20260415_065710.jpg20260415_065658.jpg
Gegen Schrotschuss und Pseudomonas taugt es auch :)

Bei dem mittleren Bild die sich leicht verdrehenden Blätter ... schau mal ob sich da die Pfirsichblattläuse breit machen
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Mediterraneus » Antwort #1241 am:

Ich versuche mich weiterhin in robusten Sorten.
'Pecher de vigne chair jaune' auf "Franc" veredelt wurde noch nie gespritzt. Wenige Kräusel hat er , aber maximal 1/3 des Laubes. Manchmal auch keinen Befall
Dateianhänge
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cydorian » Antwort #1242 am:

cat1 hat geschrieben: 15. Apr 2026, 15:09 Schneiden hilft sehr wohl
So gesehen hast du recht. Die Knospen am geschnittenen Zweig zeigen keine Kräuselkrankheit mehr, weil sie ja geschnitten sind und nicht mehr austreiben :-)
kittekat hat geschrieben: 15. Apr 2026, 15:34 und hier die eh so empfindlichen Nektarinen.
Etwas unscharf, das Gehölz vor der Garage mit Schwimmbecken. Sieht aber so gut aus, dass ein eventueller Restbefall nicht mehr schaden wird.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

Hyla » Antwort #1243 am:

Das krallenbewehrte Kätzchen hat insofern recht, daß ein gut belüfteter Baum weniger Kräusel zeigt. Ein großes Problem ohne Behandlung sind dichte Bäume mit Hausmeisterschnitt, wo die Blätter nicht abtrocknen können.
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
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Re: Kräuselkrankheit bei Pfirsichen, Taphrina deformans

cydorian » Antwort #1244 am:

Hyla hat geschrieben: 15. Apr 2026, 18:55 Ein großes Problem ohne Behandlung sind dichte Bäume mit Hausmeisterschnitt, wo die Blätter nicht abtrocknen können.
Das sehe ich anders und begründe das mit der Biologie des Pilzes. Das Sprossmyzel setzt sich schon im Sommer am Altholz fest, wenn es zerfällt und die Knospen infiziert reicht eine Taunacht dafür. Lichter Kronenaufbau oder irgendein Schnitt verhindert das nicht. Er sorgt nur beim Austrieb dafür, dass es optisch weniger Kräuselblätter gibt, aber eben auch weniger gesunde Blätter. Relevant für den Befallsgrad ist immer der Prozentsatz der befallenenen Gesamtblattfläche.

Das sind aber so oder Fragen der hinteren Verteidigungslinien. Zumnächst mal sollte man behandeln, alles andere kommt dahinter. Und schlechter Schnitt hat andere Nachteile, meine Aussagen bedeuten also nicht "Schnitt ist egal". Sie bedeuten: Schnitt ist wichtig, nur gegen Kräuselkrankheit kein Mittel.
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