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Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen? (Gelesen 44183 mal)

Lebendiger Boden, natürliche Düngemittel und fruchtbare Mulchwirtschaft
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thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

thuja thujon » Antwort #135 am:

Frage doch mal die Solawi, wie viel Fläche Kleegras sie braucht, um 10m² Salat anzubauen.
Oder machen sie keinen Transfermulch und pflanzen den Salat nach dem Umbruch vom Kleegras?

Anschließend stelle ihnen die Frage, wer die Nährstoffe, die der Salat hatte, den du gegessen hast, wieder zurück in den Boden bringt?
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Chrischi
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

Chrischi » Antwort #136 am:

Moin du ich will hier nichts los treten …es war nur ein Ansinn ob’s auch ohne geht davon mal hab wird Salat nicht gemulcht unterschieden werden ja doch noch immer schwach mittel und starkzehrer …ansonsten arbeiten sie nur mit gründüngung Fruchtwechsel und achten immer darauf das keine Fläche kahl bleibt 🤷🏼‍♂️
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thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

thuja thujon » Antwort #137 am:

Mit Fruchtwechsel arbeitet jeder, nur die 3-Felderwirtschaft ist historisch.
Ich finde es jedenfalls gut, dass es Kunstdünger gibt. So hat man endlich die Möglichkeit, gezielt zu düngen. Wenn man es richtig macht, kommt es der Umwelt und der Gesundheit zugute.
Und nur weil es Kunstdünger gibt, heißt das nicht, dass man auf Gründünger verzichten sollte.
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Hyla
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

Hyla » Antwort #138 am:

Das ist die traditionelle Vierfelder-Wirtschaft, die die Dreifelder-Wirtschaft irgendwann Ende des 18.Jahrhunderts abgelöst hat. Wikipedia schweigt sich dazu ziemlich aus und schwafelt hauptsächlich was über Halmfrüchte, kann man aber genauso für Gemüse anwenden.
Das funktioniert ganz gut, u.U. muß man aber noch Dünger ergänzen, z.B. Mist. Das kommt immer drauf an, was man anbaut.
Liebe Grüße!


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thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

thuja thujon » Antwort #139 am:

Man kann nicht mehr Milch melken, wie die Kuh Wasser säuft.
Die Regeln vom Energieerhaltungsgesetz gelten auch für die Nährstoffe.
Das wussten oder ahnten schon die Leute, die Plaggenwirtschaft betrieben haben.
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Hyla
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

Hyla » Antwort #140 am:

Das ist schon klar, daß man genausoviel zuführen muß, wie man dem Boden entzieht + was durch Auswaschung wegfällt.
Für Hobbygärtner kann die Vierfelder-Wirtschaft aber ein sehr simples und wirksames Mittel zur Beetbewirtschaftung darstellen.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

thuja thujon » Antwort #141 am:

Wenn sie sich dann auch dran halten, nur alle 4 Jahre Kompost oder andere Dünger auf die Fläche zu geben. Auch Gründünger (wie Kleegras, irgendwo muss der Stickstoff ja herkommen) im vierten Jahr, ich kenne keinen, der das so macht. Und ich kenne über 200 Gemüsegärten. Das merkt man auch hier im Gründüngerstrang, der schläft munter vor sich hin, weil schon kaum einer über Winter Begrünung drin hat. Man möchte ja noch die letzten Paprika kurz vor dem Frost ernten, da bleibt keine Zeit mehr für die Aussaat.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

Hyla » Antwort #142 am:

Nur weil das kaum einer macht, ist es nicht automatisch schlecht.
Natürlich ist es einfacher Kunstdünger draufzuschmeißen, als sich mal nen Kopf zu machen und vor allem Jahre im Voraus zu denken.
Ich nehme mich da auch gar nicht raus. Für mich ist einfacher, 25 kg Kunstdünger zu kaufen, liefern zu lassen und zu verteilen, als einen Anhänger Pferdemist zu organisieren, in die Einfahrt kippen zu lassen und mit der Schubkarre zu verteilen.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

DerTigga » Antwort #143 am:

Zwischen nicht machen und (nur) nicht hier (im Board) hinschreiben (wollen) könnte es Distanzen geben .. 8) ;)
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Hyla
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

Hyla » Antwort #144 am:

Hab ich vermutet. ;)
Trotzdem sollte man drüber informieren, daß es andere Möglichkeiten gibt. Man mag ja die Düngung mit organischen Düngern ablehnen, aber es vermittelt zusätzlich die Einteilung in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

Chrischi » Antwort #145 am:

Es hat ja einen Grund warum Klee genommen wird weil er den Stickstoff sammelt …knöllchenbakterien und so aber gut ich will mich da auch nicht streiten für mich bleibt der beste Dünger was im Garten entnommen und wieder zurück geführt wird 👍
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

thuja thujon » Antwort #146 am:

Das ist Nährstoffrecycling und sollte jeder machen. Gärten ohne Komposthaufen sieht man leider zu viele. Mulchen machen auch nur manche. Die Autokolonnen am Wertstoffhof sind dagegen lang.

Die Überdüngung mit Phosphat in den Gärten bekommt man mit Nährstoffrecycling aber nur durch reichlich Verzehr von Gartengemüse reduziert. Der Phosphor davon landet in der Kläranlage oder in den Flüssen und im Meer.

Pferdemist usw ist hier recht einfach zu besorgen, für mich hat er aber nicht die Zusammensetzung, die ich düngen möchte. In meinem Garten fehlt vor allem Stickstoff und Schwefel, da hilft mir Phosphat und Kali nicht weiter. Pferdemist: 4kg Stickstoff pro 100 Liter, davon nur 30g verfügbar, dazu kommen aber 3,3kg P2O5, einfach zu viel des Guten, das schließt die Verwendung bei mir im Garten aus. In den meisten Gärten mit Gemüsehistorie auch. Er hat einfach kaum Wirkung aber belastet im Garten die Umwelt übers Maß hinaus.

Was Klee angeht, ich ersetze Klee durch Bohnen, wenn ich die Fruchtfolge einhalten möchte, könnte ich erst 4 Jahre nach Kleegras wieder Bohnen machen, und da würde schon wieder Kleegras anstehen.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

pflanzenfreund33 » Antwort #147 am:

Ich kümmere mich um einen die letzten Jahrzente vernachlässigten Garten. Gedüngt wurde bis vor wenigen Jahren nie. Die meisten Pflanzen sind nah aufeinander oder in Nähe sonstiger Pflanzen, sind ca 35 jährig (Mirabellen, Aprikose, Zwetschge, Birnen, Kiwis und viele Heidelbeeren, Trauben, Quitten, Johannis und Stachelbeeren). Die letzten 15-20 Jahre haben bis auf die Quitte viele Bäume den Ertrag reduziert, alterniert und tragen nur noch eine Handvoll Früchte wenn überhaupt. Die Blätter der Birnen waren sehr klein, frischer Austrieb nicht mehr vorhanden trotz Schnitt, zt verkahlt, die Heidelbeeren klein, verastet und mit rötlichen Blätter und Chlorose. Ich habe vor einigen Jahren angefangen regelmässig zu düngen, kurz vor Austrieb und im Verlauf, mit zt Blaudünger, Hühnermist und Geistlich Volldünger (NPK mit Ammonium und Urea) und die Heidelbeeren angesäuert mit Sulfat. Stachelbeeren und Johannisbeeren haben viele Früchte produziert, die Kiwis haben nun zum ersten Mal seit Pflanzung vor 35 Jahren geblüht und tragen regelmässig Früchte. Die Birnen haben einzelne junge Triebe die wieder wachsen, noch wenige aber einzelne Früchte. Die Heidelbeeren wurden deutlich geschnitten und treiben gut aus, die Früchte sind deutlich grösser, eine Chlorose bleibt aber zt trotz Ansäuerung. Die Aprikose hat extrem an Grösse zugelegt mit Rekordernte letztes Jahr. Wenn ich die Aprikose vergesse zu düngen sind die Neuaustriebe klein mit weisslich abhebender Haut nebst den Adern an der Blattunterseite (wie kann ich Bilder einstellen?)
Mit einem 5kg Volldüngersack Geistlich komme ich nicht ganz durch für eine Session, und das geht ins Geld. Der 20kg Sulfatsack reicht aber für alle Ewigkeiten. Zudem möchte ich gezielter Düngen (etwas mehr Eisen bei den Heidelbeeren, etwas mehr Phosphat bei den Kiwi und Heidelbeeren, mehr Kaliumbetont im Sommer um das Wachstum nicht zuviel anzuregen. Mehr ansäurend bei den Heidelbeeren und Kiwis, weniger ansäuerend bei den anderen Pflanzen. Ich hätte mir einen 20kg Sack Patentkali und SSA gekauft ev noch ASS für weniger Ansäuerung und mich von ChatGPT bez. Dosierung leiten lassen. Ab und zu würd ich weiterhin Hühnermistpellets düngen (kann Grossmengen beziehen). Schnitt und Formen erfolgt. Würdet ihr einfach separat Eisen (Heidelbeeren mit zt Chlorose trotz Ansäuerung) düngen oder alle Spurenelemente zusammen? Gibts da ein gescheites Präparat für diese Grossmengen? Kalzium ist da auch nicht drin. Was meint ihr?
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thuja thujon
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

thuja thujon » Antwort #148 am:

Bei der Chlorose der Heidelbeeren dürfte es sich um Wurzelschäden handeln, nicht um Eisenmangel.
Neu topfen in geeignetes Substrat kann die Situation verbessern. Für ausgepflanzte Heidelbeeren gibt es nicht genügend passende Standorte, wo der Boden entsprechend sauer ist. Also ausgepflanzt im Beetw erden sie so gut wie immer chlorotisch sein, auch wenn du Fetrilon 13 gibst.

Blaukorn nur die Phosphatreduzierten kaufen, Patentkali im Frühjahr geben, nicht erst im Sommer oder Herbst.

Dosierungsanleitungen über chatGPT beziehen halte ich für sehr riskant, da würde ich mich unter ziemlich allen Umständen nicht daran halten.
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Re: Welchen Dünger könnt ihr mir empfehlen?

pflanzenfreund33 » Antwort #149 am:

Danke für die Antwort. Die Heidelbeeren stehen in angelegtem Moorbeet das aureichend tief ist. Aber ja, die Pflanzen wurden mit kalkreichem Wasser gewässert in Hitzeperioden und Sulfat hat extrem geholfen die Vitalität herzustellen. Ist Eisenmangel nur bei fehlender Ansäuerung ein Problem? An Wurzelschäden habe ich bisher nicht gedacht, auf Basis von welcher Überlegung hast du daran gedacht? Die Pflanzen sehen jedes Jahr vitaler aus (grüner, kräftiger austreibend, grössere Beeren) aber eine leichte Chlorose blieb bisher. Ich hätte einfach mal mit Eisen probiert ob es zu einer Besserung kommt.

Ich bin immer noch erstaunt, wie wenig es brauchte, damit die Pflanzen wieder etwas wuchsen. Meine Eltern haben immer der Klimaerwärmung und dem Boden die Schuld gegeben. Irgendwie muss oder will ich mir das Wissen aneignen, wie ich die Dünger kombiniere und dosiere und ich denke auch dass ich mich an Dosierungen herantasten kann. Nebst dem überwucherten alten Garten kümmere ich mich auch um den eigenen Garten mit diversen Obstarten und möchte mein Wissen ausbauen. Du scheinst dich sehr auszukennen damit (du schreibst dass du KAS, ASS, Patentkali, Kalkstickstoff gezielt verwendest) und in den deinen Beiträgen hast du eine Riesenmenge an Pflanzen zu denen du schaust (der Thread zu den Spindelbäumen ist super). Wie hast du dir das Wissen angeeignet?
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