„Was der Bauer nicht (er)kennt, das frisst er nicht.“ Scheint auf gewisse Schmetterlinge ( kenne mich da schlecht aus) zuzutreffen.
Eigentlich egal, welche Teile des nicht-erkannten Strauches es dann sind dünkt mich, aber vielleicht liege ich falsch?
Wem es sehr um die Schmetterlinge geht, der wird besser die Art Pflanzen. ( Ansonsten gibt es noch viele andere Lebewesen, die sich im Umkreis und an Sträuchern bewegen, sicher auch am Asplenifolia.)
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Rhamnus catharticus (Kreuzdorn) - Rhamnus frangula (Faulbaum) (Gelesen 35177 mal)
Moderator: AndreasR
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Re: Rhamnus catharticus (Kreuzdorn) - Rhamnus frangula (Faulbaum)
Lepiforum sagt Blütenknopsen, ich halte die schon für eine seriöse Quelle
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Re: Rhamnus catharticus (Kreuzdorn) - Rhamnus frangula (Faulbaum)
Auf dem Kreuzdorn konnte ich jetzt schon Eier des Zitronenfalters sehen.
Geschützter stand Gleichhzeitig aber offen und sonnig.
Hatte auch schon ein paar Blätter das Stadium scheint also auch eine Rolle zu spielen.
Denn an fast allen Zweigen des Strauchs waren Eier während Pflanzen die 3 m weiter standen und noch garkein austrieb zeigten null Eier hatten
Geschützter stand Gleichhzeitig aber offen und sonnig.
Hatte auch schon ein paar Blätter das Stadium scheint also auch eine Rolle zu spielen.
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Re: Rhamnus catharticus (Kreuzdorn) - Rhamnus frangula (Faulbaum)
Heute konnte ich Eier des Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) an Asplenifolia finden. 15 Eier ingesamt.
Kleines Update: Ich habe meine beiden anderen Faulbäume abgesucht – eine 'Aspleniifolia' und ein gewöhnliches Exemplar. Auf beiden konnte ich keine Eier finden. Beide stehen allerdings etwas kühler und schattiger. Die 'Aspleniifolia' mit Eiern steht zudem geschützt vor einer Wand in mineralischem Substrat und ist durch die wechselnde Feuchtigkeit etwas stressbetonter.
Es scheint also, dass der Standort für die Eiablage entscheidender ist als die Sorte. Ob ein normaler Faulbaum am selben Standort mehr Eier aufweisen würde, lässt sich aktuell schwer sagen. Spannend bleibt die Frage, wie sich die Raupen entwickeln, da die 'Aspleniifolia' ja signifikant weniger Blattmasse hat. Ich werde das weiter beobachten! Hoffetnlich werden die Eier und Mini Raupen nicht vorher schon eliminiert..
Interessant finde ich auch: Bei der 'Aspleniifolia' lagen fast alle Eier direkt auf dem Blattgrün. Beim Kreuzdorn hingegen klebten sie meist an den Knospen – und das, obwohl dieser ebenfalls schon ordentlich ausgetrieben hatte.
Die schmale Blattform scheint den Zitronenfalter absolut nicht abzuschrecken. Wie man auf den Bildern sieht, wurden die Eier direkt auf diesen feinen Blättern abgelegt. Meine Wildform, die in etwas weiter weg steht, hat dagegen gar keine Eier. Der Standort scheint also tatsächlich wichtiger zu sein als die Sorte. Zumindest was die Eiablage angeht. Tatsächlich hat Asplenifolia bisher die meisten Zitronenfalter-Eier, die ich dieses Jahr an einer Pflanze entdeckt habe. Bisher habe ich aber auch erst vier Pflanzen mit Eiern gefunden – davon zwei Kreuzdorne mit Höchstwert sieben Eiern –, aber die 'Asplenifolia' liegt mit 15 Eiern jetzt noch einmal deutlich vorn. Auch wenn das bei der kleinen Stichprobe natürlich noch nicht viel heißen muss,Immer-grün hat geschrieben: ↑21. Mär 2026, 23:02 Beobachtungen aus der Praxis
In naturnahen Gärten beobachtet man oft Folgendes:
Gibt es in der Nähe einen wilden Faulbaum mit normalen Blättern, wird dieser fast immer bevorzugt.
Ist die Sorte 'Asplenifolia' die einzige verfügbare Quelle, legen die Zitronenfalter dort durchaus ihre Eier ab. Die Raupen entwickeln sich dort auch völlig normal und gesund, da die Nährstoffzusammensetzung identisch ist."
An der Chemie des Blattes liegt es laut Gemini also nicht, aber an der schmalblättrigen Form. Klingt für mich plausibel.
Aber es stellt sich natürlich die Frage wie es um die Entwicklung und Überleben der Raupen bestellt ist.
Die KI (Gemini) hat also eine gute Einschätzung abgegeben, aber ich prüfe das Ganze dann doch lieber in der Realität. Es ist eben ein großer Unterschied: Wir existieren in der physischen Welt und können im Zweifelsfall selbst Daten erheben. Wenn diese erst einmal vernünftig dokumentiert sind, kann auch die KI präzisere Antworten liefern. Daten sind wohl nach wie vor das neue Öl.
- Cryptomeria
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Re: Rhamnus catharticus (Kreuzdorn) - Rhamnus frangula (Faulbaum)
Sehr schön, dass du die Beobachtung der Eier an ' Asplenifolia ' gemacht hast. Damit bringt dieser zunächst auch etwas für den Falter. Interessant wird sein, ob die Raupen alle genügend Futter finden, um ihr Endreifestadium zu erreichen oder sie abwandern und ob der Baum vollständig kahl gefressen wird. Das wird dann mit Sicherheit den ein oder anderen Pflanzenliebhaber doch wieder abschrecken.
Auf jeden Fall spannend.
VG Wolfgang
Auf jeden Fall spannend.
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