News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Tomaten 2026 (Gelesen 65125 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
Antworten
Ivoch
Beiträge: 294
Registriert: 14. Mär 2023, 09:19

Re: Tomaten 2026

Ivoch » Antwort #945 am:

Wenn ich den "Rasen" (eher Wiese) mähe, kann ich das Gras dann direkt unter den Tomaten verteilen (bei mir wird es auch eine relativ dicke Schicht, vielleicht mit 3-5cm) oder muss es erst mal für ein paar Tage antrocknen, oder gar für mehrere Wochen fast komplett austrocknen? Die letzten Jahre habe ich es immer für mindestens 1-2 Wochen liegen gelassen, aber die GG ist nicht amüsiert, wenn die halbe Einfahrt mit trocknendem Gras bedeckt ist :-[

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 23. Apr 2026, 13:34Nun gut, jetzt also noch einen drauf: Auspflanzen im Freiland "nur" mit Mini-Folientunnel (also diese kleinen, ca. 50 cm hohen Plastiküberzüge?) und Heizkabel als Frostwächter (und offenbar einem guten "professionellen" (digitalen) Temperatur-Monitoring [Nebenaspekt: Haste dafür nen Tipp, mit welchem System Du gute Erfahrungen gemacht hast?]).

Mal abgesehen davon, dass das mit entsprechendem Aufwand ja ein Aussäen ab Jahresanfang oder spätestens Mitte Januar nach sich zieht: Ist das mit dem Auspflanzen für Dich ein erstmaliges Experiment oder was veranlasst Dich zu solcher Unkonventionalität?
Was sind die Vorteile dieses Extra-Aufwands im weiteren Jahresverlauf? Tomaten nach der "harten Schule" so gesund, dass sie nix mehr umhauen kann, sprich ein Geheimtipp gegen Braunfäule? Wann bringst Du die erste Ernte ein? Und wann die letzte? Sind die dann irgendwann doch "durch" - oder gehts pumperlgsund bis zum Frost weiter mit der Traum-Ernte...?
Ist mein erster Versuch - ich möchte etwas früher Tomaten ernten als gegen Ende Juli, da wir im August immer im Urlaub sind und ich somit immer die besten Früchte verpasse. Ich habe am 5. Februar ausgesät und gegen 5.-10. März dann ausgepflanzt (weiß nicht mehr wann genau). Dieses Jahr hatte ich aber Probleme mit den Jungpflanzen - austrocknende untere Blätter, vereinzelt komischer Wuchs. Und ich habe sie nur einen Tag nachdem ich den Tunnel aufgestellt habe ausgepflanzt. Nächstes Jahr werde ich vielleicht gegen 10. oder 15. Februar aussähen und den Tunnel mindestens 1 Woche vor dem Auspflanzen aufstellen, sogar mehr, wenn das Wetter es zulässt, damit sich die Erde ein wenig aufwärmt.

Das Heizkabel habe ich verlegt, weil ich unsicher war wie viel der Tunnel wirklich bringt und es wurden -4 bis -5 Nachttemperatur vorhergesagt. Und um zu sehen wie viel es bringt und ob nicht auch ein paar Kerzen notwendig sind.

Der Tunnel ist 1m hoch und unten 1,15m breit, damit ich 2 Reihen Tomaten pflanzen kann und dazwischen noch gut krabbeln kann, zum Jäten, Gießen, Tropfbewässerung verlegen und Anbinden. Aktuell mache ich ihn jeden Abend zu und es ist drin mindestens 2-3 Grad wärmer als draußen. Am Wochenende lasse ich ihn offen, weil wir 3 Tage nicht da sind und irgendwann nächste Woche baue ich ihn dann komplett ab.
adiclair
Beiträge: 1057
Registriert: 7. Sep 2020, 10:35
Region: Uckermark

Re: Tomaten 2026

adiclair » Antwort #946 am:

Ivoch hat geschrieben: 27. Apr 2026, 21:58 Wenn ich den "Rasen" (eher Wiese) mähe, kann ich das Gras dann direkt unter den Tomaten verteilen (bei mir wird es auch eine relativ dicke Schicht, vielleicht mit 3-5cm) oder muss es erst mal für ein paar Tage antrocknen, oder gar für mehrere Wochen fast komplett austrocknen? Die letzten Jahre habe ich es immer für mindestens 1-2 Wochen liegen gelassen, aber die GG ist nicht amüsiert, wenn die halbe Einfahrt mit trocknendem Gras bedeckt ist :-[
Antrocknen lassen genügt.
Wer kontrolliert die Kontrolleure?
Benutzeravatar
Mediterraneus
Beiträge: 29519
Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
Region: Südspessart
Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
Bodenart: Roter Buntsandstein
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Tomaten 2026

Mediterraneus » Antwort #947 am:

Geht auch ganz frisch. Es sollte dann aber nicht dauernass mit ständigem Regen sein. Und nur 3 cm. Schön locker verstreuen, das geht mit frischem Mähgut besonders gut.

Es sollte halt nicht dick zusammenpappen können, da es ohne Luft zusammenmatscht. Wenn man einen Grashaufen macht, merkt man das. Wo kein Sauerstoff hinkommt, gammelt es zu Matsch.
Ist die Schicht dünn, kommt von oben und untern Luft dran und das Gras trocknet, bzw. verrottet langsam.
Bis zum nächsten Wiesemähen solltest du wieder eine Lage von 3 cm auftragen können.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Benutzeravatar
Tempel-Hof-Gärtner
Full Member
Beiträge: 334
Registriert: 14. Aug 2025, 17:21
Region: BB-Streusandbüchse
Höhe über NHN: 30
Bodenart: sandig-humos
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #948 am:

Hallo Ivoch,
offenbar also nicht Dein erstes Tomatenjahr, sondern nur das erste Tomatenjahr mit einem so "gewagten" Experiment...
Schade finde ich, dass Du kaum Fotos zu den jeweiligen Entwicklungsstadien beigefügt hast, denn das es ja bislang anscheinend funktioniert mit Deinem geht-ja-GAR-nicht-Experiment, spricht ja für die Theorie, dass wer wagt, gewinnen kann (und dass, wer nicht wagt, schon verloren hat... *gg*)

Ein bisserl bedauerlich finde ich natürlich, dass Du dann doch noch so viel "Schiss" vor den Verifikation der TT-These von der (-3°) Frost-Toleranzgrenze von (Jung-)Tomaten hast: Gäbe es sie wirklich, wäre sogar Dein Heizkabel (fast) nicht mehr nötig - außer eben in Nächten, die -4 und weniger bieten: 1° über draußen ist ja demnach bislang der Forschungsstand der Tunnel-Wirkung... ;) - und vom noch mutigeren Nachbarn des Buttlers (bei dem es IM Tunnel +0,5 waren) und den überlebenden Tommis des Nachbarn ohne Tunnel, haben wir schonmal eine Bestätigung dafür, dass die These zumindest bis knapp unter die Frostgrenze belastbar ist...

Der Tunnel, in dem Du (übrigens frühestens am 22.03. [denn da hattest Du erst berichtet, den Tunnel gestern aufgebaut zu haben... ;) ]) ausgepflanzt hast, ist aber also keine 50-cm hoher "Spielzeug"-Tunnel, sondern ein 1 Meter hoher mit Basisbreite 1,50 Meter.

Ich würde Rasen-/ Wiesen-Schnitt auch eher einige Tage antrocknen lassen. Habe dafür größere Körbe, die hochgebockt (z.B. auf Schubkarren oder deren Kufen) stehen, so dass von allen Seiten Luft daran kann. Bei trocken-warmem Wetter ist das feuchte Schnittgaras damit 1, max. 2 x im Tagesabstand gewendet dann nach längstens 3 Tagen einsatzbereit...


Wenn ich mal als Zwischen-Resümee zusammenfasse, was sich in Sachen Kältetoleranz von Tomaten hier bislang bilanzieren läßt:
  • Ivoch (8a/7b-Übergangszone): ausgepflanzt gegen Ende März (oder paar Tage früher) in Folientunnel mit Heizkabel als Frostschutz. Außentemperaturen seitdem bis -4. Wachstumsstockungen bis um 10.04., aber bislang keine Schäden.
  • Der Buddler (vom Oberrhein, also vermutlich 8a Warmgärtner): Pflanzung 02.04. unter Gitterfolie. Minimaltemperatur seitdem: 0,5°.
    +: Unbekannter Nachbar: Pflanzung um gleich Zeit, ohne Schutz. Bei beiden: Keine Schäden.
    (Frage; Ist das derselbe Nachbar, der seine 100 Tomaten bereits irgendwann im März im Freiland in ein Luftpolster-geschütztes Erdbeet gestellt hatte...? [viewtopic.php?t=75679&start=603]
  • thuja thujon (8a): Setzlinge ins Freiland immer zu Anfang April (seit + 10 Jahren). Schutz?
    These (#161#): Können "kurzzeitig" Frost bis -3 (an anderer Stelle sogar: -4) OHNE NEGATIVE FOLGEN (sprich wochenlange Wachstumsstockungen) ertragen.
  • Tante Anni (7a !!): Auspflanzung in (Kalt-?) Gewächshaus: Ende 1. Aprilwoche: Langsames, gedrungenes (also ideales) Wachstum.
  • cat1 (7b / Oberösterreich mit anscheinend SEHR geringem Nachtfrost-Risiko schon ab Mitte / Ende März: Hat seit Ende März Tomaten draußen stehen. Paprika bereits 11.04. in Hochbeet ausgepflanzt (!).
    Temperaturen seitdem runter bis +3°, aber nach letztem Stand der Dinge viewtopic.php?t=75679&start=927: Alles in Butter...!
  • mdb82 (7a): Auspflanzung 13.04. ins (seit Wochen frostfreie!) Kalt-GH. Alles im grünen Bereich.
  • Mediterranus trägt von -4° geschädigte (aber keineswegs zerfrorene) Tomatenpflanzen vom Berliner Staudenmarkt in seine Frühchen-Aufpäppel-Station im Südspessart viewtopic.php?t=75679&start=930.
    Weiteres Schicksal: Noch unbekannt...
Langer Rede, kurzer Sinn: Auch wenn der gerichtsfeste Beweis der -3°-Toleranz-These noch aussteht, in der Tendenz ist aber klar: Die alte Weisheit mit dem Tomaten-Auspflanzen NIE vor Mitte Mai und der damit verbundene Ringelpietz mit rein-raus-Stellen in der Haus-Anzucht scheint ein gutes Stück weit übertrieben vorsichtig zu sein...
Zuletzt geändert von Tempel-Hof-Gärtner am 28. Apr 2026, 16:02, insgesamt 2-mal geändert.
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 23692
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #949 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 28. Apr 2026, 13:59
  • thuja thujon (8a): Setzlinge ins Freiland immer zu Anfang April (seit + 10 Jahren). Schutz?
    These (#161#): Können "kurzzeitig" Frost bis -3 (an anderer Stelle sogar: -4) OHNE NEGATIVE FOLGEN (sprich wochenlange Wachstumsstockungen) ertragen.
Auspflanzen ins Freiland mache ich erst wenn die erste Blütenrispe kurz vorm auspflanzen ist und der 9er Vierecktopf durchwurzelt ist.
Es sind auch nur die letzten beiden Jahre, wo die Tomaten Ende März oder Anfang April in den Töpfen in den Garten umgezogen sind. Schutz keiner, außer bei angekündigten knackigen Frostnächten unters Terrassendach (sehr luftig) zu stellen. Das war 2026 nicht nötig.

In den Jahren vorher, bei warmer Anzucht, gabs ab und an das Problem der überständigen Tomaten und natürlich der Platz. Da war eher ein auspflanzen Mitte April notwendig. In manchen Jahren ein paar Tage zu früh, den 18. bis 20.4. sollte man hier noch abwarten, damit es wirklich Frostfrei bleibt. Die Spätfröste sind hier meist recht knackig mit minus 5 oder 7.

Fotos vom 25.4., da wirds jetzt Zeit mit auspflanzen, sonst wachsen sie nicht gescheit ein.
Tomaten 20260425.jpeg
Tomate 20260425.jpeg
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Benutzeravatar
Mediterraneus
Beiträge: 29519
Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
Region: Südspessart
Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
Bodenart: Roter Buntsandstein
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Tomaten 2026

Mediterraneus » Antwort #950 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 28. Apr 2026, 13:59


  • Mediterranus trägt von -4° geschädigte (aber keineswegs zerfrorene) Tomatenpflanzen vom Berliner Staudenmarkt in seine Frühchen-Aufpäppel-Station im Südspessart viewtopic.php?t=75679&start=930.
    Weiteres Schicksal: Noch unbekannt...
Die Tomaten, die nicht abgedeckt waren, sind hinüber. Es waren wohl Plus 1 als Tiefstwert vorhergesagt, die Gärtnerei hat also ihre Pflanzen abgedeckt. Es wurden dann - 4. Ich habe mir aus diesem Ausschuss ein paar noch gute Pflanzen ausgesucht.
Also die Pflanzen, die -4 abgekriegt haben, sind hin. Wären sie auf dem Erdboden gestanden und abgedeckt, hätten sie von der Erdwärme profitiert.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Benutzeravatar
Mediterraneus
Beiträge: 29519
Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
Region: Südspessart
Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
Bodenart: Roter Buntsandstein
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Tomaten 2026

Mediterraneus » Antwort #951 am:

Meine Tomatenpflanzen sind auch schon viel zu groß. Draußen wars zu frostig, also blieben sie im warmen Zimmer. Sind zu schnell gewachsen.
Ich habe mich auch hier im Forum etwas dazu überreden lassen, wieder Mitte März zu säen. Das war ein Fehler, ich säe nächstes Jahr wieder später, letzte Märzwoche. Das ist für mich besser, lieber pflanze ich zu kleine Pflanzen aus als zu große.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 23692
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #952 am:

Die Minus 3 (minus 4 habe ich wissentlich nie behauptet, es zählt auch der Wert an der Pflanze und nicht der in 2m Höhe vom Wetterbericht) werden halt nur vertragen wenn die Pflanzen an das Wetter draußen gewöhnt sind. Ist so ähnlich wie mit der Sonne.
Anfang März passt bei mir mit aussäen, durch den Draußenaufenthalt nach 4 Wochen verlängert sich die Anzuchtzeit um knapp 2 Wochen auf 8.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
mdb82
Beiträge: 117
Registriert: 22. Jun 2022, 16:41
Region: Hintertaunus
Höhe über NHN: 320
Bodenart: Schiefer, lehmig
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Tomaten 2026

mdb82 » Antwort #953 am:

Hab am 13. April ins GH gepflanzt.
Bis jetzt perfekt gelaufen.

20260428_145526.jpg

Drei Nächte noch hier, dann scheint der Drops tatsächlich gelutscht zu sein.
Spiele mit dem Gedanken am Samstag Gurken und Melonen drin zu pflanzen.
Kaum noch unter 8°C nachts draussen, also rund 10-11°C im GH.
Sollte vermutlich passen, aber mal sehen was GFS am Samstag sagt.
Benutzeravatar
Gänselieschen
Beiträge: 21895
Registriert: 9. Jun 2005, 12:18
Region: Ost - Brandenburg
Höhe über NHN: ca. 40 m ü. NHN
Bodenart: Sand Sand Sand Sand
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.

Re: Tomaten 2026

Gänselieschen » Antwort #954 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 28. Apr 2026, 14:31 Meine Tomatenpflanzen sind auch schon viel zu groß. Draußen wars zu frostig, also blieben sie im warmen Zimmer. Sind zu schnell gewachsen.
Ich habe mich auch hier im Forum etwas dazu überreden lassen, wieder Mitte März zu säen. Das war ein Fehler, ich säe nächstes Jahr wieder später, letzte Märzwoche. Das ist für mich besser, lieber pflanze ich zu kleine Pflanzen aus als zu große.
Es ist jedes Jahr das Gleiche; trotzdem wir alle schon massenhaft Erfahrungen mit Tomatenanzucht gesammelt haben, zittern wir immer auf's Neue, ob es klappt. Zu früh, zu spät, zu kalt, zu warm, zu trocken, zu nass - und das natürlich während der Anzucht.

Ich habe optimal gesät und zeitig pikiert. Aber zum ersten Mal habe ich die Minis nach dem Pikieren nicht wieder in das warme Haus geholt, sondern sie den wechselnden Temperaturen im GWH ausgesetzt (tagsüber ca. 20...nachts bis 5 Grad) Alle stehen munter da, nicht ein Pflänzchen ist eingegangen. Aber sie kommen nicht von der Stelle, sind noch genauso klein, wie nach dem Pikieren. Ich bin völlig entnervt. Und eigentlich könnten sie in zwei Wochen nach draußen - das schaffen die nie bis dahin....

Aber ich sträube mich natürlich auch dagegen, sie jetzt noch wieder ins Haus zu holen, wo nicht genug Licht ist für alle.
Benutzeravatar
Tempel-Hof-Gärtner
Full Member
Beiträge: 334
Registriert: 14. Aug 2025, 17:21
Region: BB-Streusandbüchse
Höhe über NHN: 30
Bodenart: sandig-humos
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #955 am:

thuja thujon hat geschrieben: 28. Apr 2026, 14:43 ...minus 4 habe ich wissentlich nie behauptet, (...)
Müsste mir jetzt nochmal die Mühe machen, Beiträge weit in die Vergangenheit zu recherchieren, aber Du hattest die These tatsächlich einmal auf bis -4 erweitert (und in Sachen Kakteen, die lt. Lehrbuch auch keinen Frost abkönnen, sogar bis -12° :o ... (viewtopic.php?p=2642044#p2642044).

Dass das alles nicht funzt am Tag (bzw. der Nacht) nach dem Umzug aus der beheizten Anzuchtstation, sagt einem ja auch der gesunde Menschenverstand. Mir geht es ja echt nur darum, in dieses riesige schummerige Bermuda-Dreieck aus lehrbuch-gerechter Frostangst und GANZ anderen Praxiserfahrungen mal etwas Licht zu bringen... ;)
(durchaus mit dem praktischen Hintergedanken, dadurch mithilfe der ganz anderen Klimazone, die mir das Kalthaus zur Verfügung stellt, die Tomatenanzucht ein bisserl vereinfachen zu können... *gg*)
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
hqs
Beiträge: 912
Registriert: 30. Jan 2024, 20:00
Wohnort: Kassel, Nordhessen
Höhe über NHN: 190
Bodenart: lehmig
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Tomaten 2026

hqs » Antwort #956 am:

Habe die frühen Pflanzen vor ein paar Tagen ins Gewächshaus gestellt und in größere Töpfe umgepflanzt. Seitdem stagnieren sie eher und die unteren Blätter werden gelb, gefällt mir nicht so richtig. Habe schon mit etwas ASS in Wasser aufgelöst nachgedüngt. Kann aber auch an der neuen Erde liegen, die scheint wirklich nicht so toll zu sein, mal staubtrocken und mal schwer wie ein Stein (60% Grünschnittgedöns drin glaube ich). Temperaturminimum war ca. 1 Grad.

Hab jetzt noch weitere (die für Gewächshauspflanzung) ins Gewächshaus gestellt und erstmal nur in leicht größere Töpfe umgetopft, in der Hoffnung, dass bei kleineren Schritten die Durchwurzelung besser klappt und damit solche schweren nassen Brocken an den Tomatenfüßen vermieden werden.

Der Rest steht noch drinnen in den kleinen Töpfen. Von der Durchwurzelung noch nicht übertrieben viel, sollte noch ein paar Tage gehen.
Benutzeravatar
Hyla
Beiträge: 6176
Registriert: 4. Sep 2018, 14:57
Wohnort: Östliches Niedersachsen
Region: Norddeutsche Tiefebene
Höhe über NHN: 43 m
Bodenart: Lehmiger Sand
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Re: Tomaten 2026

Hyla » Antwort #957 am:

Gänselieschen hat geschrieben: 28. Apr 2026, 15:12 Aber sie kommen nicht von der Stelle, sind noch genauso klein, wie nach dem Pikieren. Ich bin völlig entnervt. Und eigentlich könnten sie in zwei Wochen nach draußen - das schaffen die nie bis dahin....
Genau so sieht's bei den großwüchsigen Sorten bei mir aus. Kommen nicht aus dem Ei. :(
Die Kleinen hingegen sind teilweise kurz vor der Blüte.

Irgendwie ist dieses Jahr der Wurm drin. Ich überlege schon, ob ich nochmal welche aussäe. Etwas spät, aber mit etwas gutem Willen von Petrus wird das noch was.
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Benutzeravatar
Tempel-Hof-Gärtner
Full Member
Beiträge: 334
Registriert: 14. Aug 2025, 17:21
Region: BB-Streusandbüchse
Höhe über NHN: 30
Bodenart: sandig-humos
Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C

Re: Tomaten 2026

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #958 am:

Gänselieschen hat geschrieben: 28. Apr 2026, 15:12 Ich habe optimal gesät und zeitig pikiert. Aber zum ersten Mal habe ich die Minis nach dem Pikieren nicht wieder in das warme Haus geholt, sondern sie den wechselnden Temperaturen im GWH ausgesetzt (tagsüber ca. 20...nachts bis 5 Grad) Alle stehen munter da, nicht ein Pflänzchen ist eingegangen. Aber sie kommen nicht von der Stelle, sind noch genauso klein, wie nach dem Pikieren.
Aha, also gibt es NOCH einen zweiten Trick, denn das, was in der Vorderpfalz das eh herrschende (8a-)Klima ist, ist bei uns (7b- oder gar 7a) Frostbeulen eben das Kalt-Gewächshaus (so zumindest ja meine Hoffnung).
Warum die Tommis aber bei TT unter diesen relativ unkomfortablen Wachstumsbedingungen ganz passabel größer werden, bei Dir aber verstockt rumbocken, dagegen gibt's doch bestimmt noch was an Wissen zu erben... 8)
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 23692
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Tomaten 2026

thuja thujon » Antwort #959 am:

Ich nehme ein funktionierendes Substrat und keine Anzuchterde, Bio Tomatenerde oder was da so alles an unbrauchbarem Mist unterwegs ist. Die teuren Substrate sind so schlecht, dass Stickstoffdünger nur einen Nachteil ausgleicht, aber noch viele andere bleiben.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Antworten