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Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein (Gelesen 2042 mal)

Pflanzenstärkung, Krankheiten und physiologische Störungen

Moderator: Nina

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Drainagefan
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #45 am:

thuja thujon hat geschrieben: 30. Apr 2026, 02:35 Gefühlsmäßig am Vorabend wenig gießen ist das falscheste, was man machen kann.
Na ja, wenn es kurz mal ein wenig regnen würde ist das auch nichts anderes. Es sind übrigens jetzt 27° vorhergesagt und doch wieder ab Dienstag Regen und dann in den kommenden Tagen 49mm Regen, schauen wir mal, ob sich das wieder ändert.
thuja thujon hat geschrieben: 30. Apr 2026, 02:35 in deiner Wasserverwöhnten Gegend die Pflanzen an dauerhafte Feuchte
Ich glaube du siehst da was falsch. Durchscnittswerte sagen nämlich gar nichts.

Voriges Jahr war es etwa so, dass es bis Juli fast gar nicht geregnet hat. Ich meine mal, dass es einen ganzen Tag durchgeregnet hat. Der ganze Juli war dann stark verregnet. Gleich verteilt würde der Durchschnitt schon passen. Real bedeutet das aber, zuerst vertrocknen die Pflanzen und dann verfaulen sie.

Es geht mir primär um Pflanzen in den ersten Monaten, wie diese Clematis und um keine etlabierten. Bei den etablierten meine ich, wenn die ohne Gießen eingehen, dann passen sie nicht zur mir.

Ich habe mich entschieden die vielen wochenlangen Regenfälle so abzufangen, dass ich Tonnen an Kies im Garten vergraben habe. Jede Pflanze bekam ihren eigenen speziellen Kiesanteil. Damit ist die Wahrscheinlichkeit des Faulens mal minimiert. Mein Nick Drainagefan kommt nicht von ungefähr. Das hat aber umgekehrt den Nachteil, wenn es nicht regnet, dann ist das Wasser schneller dahin als normal. Gießen ist aber die leichtere Variante, also eine Sumpfwiese trocken zu legen. Un ja so Sumpf- / Matschflächen habe ich nach Starkregen, das ist dann Hortensiengebiet.

Hinzu kommt, dass bei mir der Regen immer vorbeizieht, ein paar km südlich und nördlich regnet es und meine Regentonne bleibt leer.
thuja thujon hat geschrieben: 30. Apr 2026, 02:35 Bei dir ist nichts trocken. Ich glaube, du weißt nicht, was Trockenheit ist.
Oh doch. Zu meiner Überraschung lassen sich die Schneckenkragen in mm-Abstand ganz leicht herausziehen, wie aus Sand. Was ist das anderes als trocken?

Es wäre nur falsch zu denken, dass es die Clematis darunter auch so trocken haben. Wie schon geschrieben, für jede Pflanze eine andere Erdmischung und die Clematis haben so gut wie keine Drainage bekommen.

Hier siehst du mal ein Beispiel für vertrocknet. Ich hätte die Agave im Winter gießen sollen.

AGAVE MONTANA.jpg
AGAVE MONTANA


Ich hätte damit gerechnet, dass die Agave im Garten verfault, aber nie damit, dass sie vertrocknet. Das ist schon die 2. vertrocknete. Ok, Exmperiment misslungen bzgl. Agave im Garten. Große Agaven im Topf gieße ich nie, weder im Sommer, noch im Winter. Die Agaven sind alle ca. 10 Jahre alt.
thuja thujon hat geschrieben: 30. Apr 2026, 02:35 Ich wäre froh, ich hätte so viel Wasser wie du aktuell. Du solltest das zu schätzen lernen.
Ich kann dir nichts abgeben, es regnet hier nicht und seit Monaten nur ganz wenig. Ich gieße nur die vertrockneten Palmen, damit sie überleben.
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hobab
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

hobab » Antwort #46 am:

Warum denkst du das die nicht verfault ist? Du hast doch Lehm oder? Da braucht es - je nach Höhe des Tonanteils - mitunter wochenlang bis es trocken wird in für Pflanzenwurzeln relevanter Tiefe.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #47 am:

Starking007 hat geschrieben: 30. Apr 2026, 06:22 Wir haben sehr viel im Topf.
Ich reduziere die großen Töpfe immer mehr. Deswegen sind jetzt alle Palmen im Garten und die 1 Agave (Montana) ist tot und die 2. (Parryi) fast. Einige Agaven habe ich noch im Topf. Interessant ist, dass es der Agave chiapensis nach vielen Jahren noch immer gut geht.
Starking007 hat geschrieben: 30. Apr 2026, 06:22 Was überlebt, passt zu uns.
Ich sehe das genau so. Ich habe vieles probiert, das unmöglich schien. Von 5 Palmen habe 3 den Winter problemlos überlebt, bei 1 Hanfpalme hoffe ich, dass sie es irgendwie schafft und 1 Nadelpalme sieht extrem schlecht aus. Bei der Nadelpalme hätte ich nie angenommen, dass die Probleme bekommt, die soll auch -20° aushalten. Der Fehler war die Palmen im Winter nicht zu gießen, klingt pervers, aber ist so. Gefrorener Boden und Temperaturen am Tag von über 15° im Schatten.
Starking007 hat geschrieben: 30. Apr 2026, 06:22 lematis wurden dieses Jahr noch nicht gegossen (im Topf schon)
Ich differenziere nach Standort und wenn die Regenvorhersage bleibt, dann hat sich das Nachdenken erübrigt. Wenn es noch 2 Wochen keinen Regen gibt, aber es weit über 20° hat, dann denke ich bei den paar Monate alten Pflanzen schon nach. Ich habe keine Ahnung wie es in der Tiefe bei den Clematis-Wurzeln aussieht, ich denke die fangen so bei 30cm Tiefe an.

Es wäre nur schade, wenn die Kombination Clematis / Potentilla eingeht. Ich vermute, die muss man gleichzeitig setzen um die Beschattung zu erreichen.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #48 am:

hobab hat geschrieben: 30. Apr 2026, 17:38 Warum denkst du das die nicht verfault ist? Du hast doch Lehm oder? Da braucht es - je nach Höhe des Tonanteils - mitunter wochenlang bis es trocken wird in für Pflanzenwurzeln relevanter Tiefe.
Nein, da ist kein! Lehm, da ist über 90% Kies und Hang. Das ging Jahre gut, nur heuer war der Boden so lange gefroren und über der Agave war ein Feuchtigkeitsschutz. Gleiche Technik wie die Jahre davor.

Ich glaube es wird immer bei mir übersehen, dass jede Pflanze ihren eigenen Erdmix erhält inkl. einigen cm bis 15cm Drainage-Kies in 25-30cm Tiefe. Ich kämpfe mit Extremen, entweder Wochen extremer Regen oder Monate lang fast kein Regen.

Hier ist die Agave, die ich letztes aus dem Garten gerettet habe, Foto von heute, aber die wartet auf entsorgen. Die steht seit Februar im Freien, kurzfristig ganz wenig unter 0°, meist deutlich darüber. Ein paar Minusgrade halten alle meine Agaven im Topf kurzfristig in der Nacht aus.

AGAVE PARRYI SUBSP NEOMEXICANA.jpg
AGAVE PARRYI SUBSP NEOMEXICANA


Von den anderen Agaven, die immer im Topf waren, habe ich heuer noch kein Foto, aber die sehen sehr schön aus und stehen im Winter im gleichen kühlen Raum.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #49 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 30. Apr 2026, 07:58 Die meisten Pflanzen werden schlichtweg totgegossen.
Ist bekannt, aber nicht bei jemandem mit meinem Nick. Ich mach die Tonnen Drainagekies nicht aus Langeweile.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #50 am:

adiclair hat geschrieben: 30. Apr 2026, 08:14 @Drainagefan, vllt. hilft dir bei deinem Gießverhalten ja dieser Bodenfeuchtigkeitssensor
Hatte ich mir schon überlegt und dann die Rezensionen dazu gelesen. Würfeln kann ich selber. Ich wäre bereit um die 100€ dafür auszugeben, wenn es dann passt. Ich wurde aber nicht überzeugt. So leicht ist das auch nicht, jede Pflanze hat eine andere Erd-/Kiesmischung. Ich schätze in 2 Jahren hat sich das erledigt, Man braucht bei jungen Pflanzen auch Glück. Letztes Jahr hatte ich einiges verloren und das macht mich vorsichtig.

So zarte Clematis-Triebe wie diese habe ich noch nie gesehen. Am schattigeren Standort sind die anderen VIticella viel dicker. Da kommt bei mir der Verdacht auf, dass es was mit der Feuchtigkeit zu tun haben kann.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #51 am:

oile hat geschrieben: 30. Apr 2026, 08:39 Es kommt schon auf die Bodenverhältnisse an. In meinem Sandboden kann ich Pflanzen nur schwer ertränken. Wovon ich in keinem Fall etwas halte: abends mit Schlauch durch den Garten gehen und mal hier, mal da Wasser verspritzen. Dann schon lieber durchdringend und lange beregnen (lassen), am bestens morgens.
Also theoretisch ist hier schon Lehm, aber nicht dort wo ich pflanze. Ich tausche immer großzügig die Erde wo ich pflanze und mache eine Drainageschicht. Das rinnt dann nicht weg wie bei Sand, aber fast so.

Mit dem Schlauch gieße ich nie, obwohl ich das vielleicht tun sollte, wo Pflanzen Kalk wollen, aber denn nur wegen dem Kalk. Meine Pflanzen, die Kalk wollen, sind extrem trockenheitsresistent, zB Scabiosa

Also gegossen wird mit Regenwasser und ab Sonnenuntergang.

Im Normalfall stellt sich nicht die Frage, wieviel ich gieße, da ich gar nicht gieße und das was vom Himmel kommt ist eben so. Die Ausnahme sind dann ganz junge Pflanzen, die irgendwelche Probleme zu haben scheinen. Eingerollte Blätter mögen zwar nicht schlimm sein, aber finde ich nicht normal, vor allem, wenn das die anderen Clematis nicht haben.

Die Viticella Avantgarde ist voriges Jahr bei einer Hitzewelle eingegangen. Ich hatte die also aufgegeben und nicht mehr während einiger Hitzewellen gegossen. Gegen Ende des Sommers fiel mir plötzlich ein neuer Trieb auf.

Es hilft mir auch nicht, dass die etablierte VIticella davor, dort ohne Gießen problemlos war. Jetzt geht es um eine frisch gesetzte Pflanze und so wie es aussieht, lässt der Klimawandel grüßen. Ein Wetter-Moderator sagte mal, die neuen Wetterlagen sind oft sehr lange statisch, entweder lange Trockenheit oder ganz lang Regen.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

hobab » Antwort #52 am:

Ein paar Beiträge weiter ist dein Boden dann doch wieder Lehm. Diese homöpatischen Dosen Splitt machen aus einem Lehmboden doch keinen Kiesboden. Und 20-30cm Spiltt nur am Pflanzloch ist homöopathisch - die Pflanzen stecken nach einiger Zeit trotzdem im Lehm, der Kiesbereich ist dann wie ein Trichter der den Lehm tränkt: Staunnässe. Und wenn es trocken ist zieht der Lehm dann das Wasser aus dem Kiesbereich: Pflanze vertrocknet.
Ich halte davon nichts, entweder den ganzen Boden mit Sattelschlepperladungen verbessern, oder halt den Boden akzeptieren wie er ist.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #53 am:

hobab hat geschrieben: 30. Apr 2026, 19:50 Ein paar Beiträge weiter ist dein Boden dann doch wieder Lehm
Du hast aber schon gelesen, dass ich je nach Pflanze die Erde mit unterschiedlichem Kiesanteil tausche und das weitläufig und nicht nur in Topfgröße. Die auch im Sommer blühenden Mittagsblumen haben so 60% Kies und 25cm Tiefe, darunter dann dicke Drainageschicht. Es kommt also immer auf die Pflanze an. Die Clematis haben ganz wenig Kies dazu gemischt, das kannst du dann homöpathisch bezeichnen.
hobab hat geschrieben: 30. Apr 2026, 19:50 Und 20-30cm Spiltt nur am Pflanzloch ist homöopathisch
Wie kommst du darauf, dass es nur so wenig ist? Für die 2 Agaven wurde mindestens 1 Tonne Split verbuddelt. So Split ist schwer, aber Blähton ist mir auf Dauer zu teuer. Da wurden auch an die 20 große Säcke verbuddelt.

Es wurde bei den Agaven so 60-70cm tief gegraben und das auf grob ca. 1m x 2m. Darunter war die Erde dann sehr steinig, also kein kompakter Lehm und das Tauschen wäre sehr mühsam gewesen. So wie ich es vermute, friert da tiefer nichts mehr ein, da ja auch die Hauswärme hinzukommt. Ich glaube aber die Agaven-Wurzeln haben es nicht außerhalb des Kiesbereichs geschafft. Wir werden sehen.

Ich bin schlauer, wenn ich die Wurzeln sehe.

Bei den Hesperaloen habe ich eine Kiesmischung von 80% Kies, die sind heuer nach 10 Jahren auch das 1. Mal teilweise vertrocknet, aber die leben noch. Bei weniger Kies sind die leicht verfault, das war ein auf und ab die richtige Mischung rauszufinden.
hobab hat geschrieben: 30. Apr 2026, 19:50 die Pflanzen stecken nach einiger Zeit trotzdem im Lehm, der Kiesbereich ist dann wie ein Trichter der den Lehm tränkt: Staunnässe.
Das glaube ich nicht, weil der Boden ist dort extrem steinig, da sind immer wieder auch faustgroße Steine und viele kleinere vorhanden, den ganzen Hang.

Überraschung wird einfach die Länge der Wurzeln sein..

Ich habe aus Spaß Schmetterlingsagaven in Hydrokultur. Die saufen wie verrückt, sobald sie Wasser bekommen, verfault ist mir aber noch nichts. Allerdings richte ich mich nicht nach dem Wasserstandanzeiger. Wenn der in ein paar Tagen nach Optimum unten ist, dann müssen die doch 1 Monat oder länger warten bis sie wieder Wasser bekommen. Normalerweise bekommen Sukkulenten nicht Optimum, sondern nur die Hälfte bis Opt.

Übrigens noch ein Indiz für Trockenheit am Hang:

Delosperma nubigenum sind jetzt im 3. Jahr noch immer nicht etabliert und winzigst, gerade nicht eingegangen. Sobald ich die gieße, geht es ihnen besser. Nur, ich habe keine Lust, in diesem Gartenbereich zu gießen. Eine Delosperma cooperi fühlt sich dort als Testpflanzung wesentlich besser, aber die nubigenum kommen mit Halbschatten besser zurecht, die cooperi ist im Übergang zum sonnigen Bereich. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich die nubigenum durch Storchschnabel ersetze, geht ja nur um Bodendecker um das Unkraut zurück zu halten.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #54 am:

Drainagefan hat geschrieben: 30. Apr 2026, 18:14 Ein Wetter-Moderator sagte mal, die neuen Wetterlagen sind oft sehr lange statisch, entweder lange Trockenheit oder ganz lang Regen.
Genau das wird auch aktuell bestätigt:
https://vorarlberg.orf.at/stories/3352349/

Tendenziell nehmen die Niederschläge im März und April seit etwa 20 Jahren immer weiter ab. Durch den Klimawandel dauern Hochdruckgebiete länger an, so die GeoSphere.

Im Rheintal gab es heuer 70-85 Prozent weniger Niederschlag als im Durchschnitt seit Messbeginn im Jahre 1858
Genau das ist auch mein Eindruck hier und die DWD-Vorhersagen schwanken extrem. Waren es bei meinem letzten Post noch an die 50mm Regen (davor Änderung auf 0), die erwartet wurden, sind es jetzt 25mm und ich würde nicht ausschließen, dass das noch weniger wird oder es gar nicht regnet. Das sind die Dinge, die mich bei jungen Pflanzen nervös machen. 25mm reichen durchaus, aber kein Regen über lange Zeit ist nicht gut für junge Pflanzen

Und damit sind auch Erfahrungen aus vor 20 Jahren heute kaum relevant. Ich kann mich an sehr viel Regen im Frühjahr erinnern, der in den letzten Jahren ausfiel.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

hobab » Antwort #55 am:

Wenn deine Schotterflächen viele Quadratmeter abdecken und entsprechende Schichtstärken haben (pflanzenabhängig) funktioniert das. Tödlich sind so Einzelsplittgruben, die laufen bei anhaltenden Regen mit Wasser voll und ersäufen dann, bzw. werden bei Trockenheit vom umliegendem Lehm leergesaugt. Daran ändern auch ein pasr Steine im Boden wenig. Ich würd auch nicht drauf beharren, wenn nicht so viele deiner Probleme mehr nach Staunässe, als nach Trockenheit kliingen würden.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #56 am:

Also als Problem sehe ich bei mir, wenn es 1 Monat durchregnet und das teilweise sintflutartig und alles schwimmt. Früher war das häufig, seit Jahren kommt das nur mehr ausnahmsweise vor und dann soll das Wasser weg von den Wurzeln, denn wenn da was zum Faulen anfängt ist die Pflanze hinüber. Letztes Jahr 3 Wochen Dauerregen im Juli, bis dahin fast kein Regen mit Hitzewellen. Der Regen gleichmäßig über die Monate verteil, wäre super, ist aber nicht so.
hobab hat geschrieben: 1. Mai 2026, 07:38 Tödlich sind so Einzelsplittgruben, die laufen bei anhaltenden Regen mit Wasser voll und ersäufen dann
Bevor man pflanzt, kann man nicht sagen wie der Boden ist, vielleicht raten, man muss nachschauen. Es ist extrem unterschiedlich. Jedenfalls pflanze ich keine mediterranen Pflanze in die humose Wiese. Ich bin mir sicher, dass da nichts darunter voll läuft, speziell bei der Agave am Hang. Im Nachhinein kann ich sagen, das ist so steinig, dass ich mir den Kies sparen hätte können. Am Hang rinnt alles nach unten. Das ist mein Problem bei den Nubigenum am obersten Teil des Hangs. Am unteren Teil ist eine Hortensie auf einer kleinen Terasse, ganz speziell gebaut. Der obere Übergang wirkt wie ein "Wasserfall" und der untere Teil hat eine "Staumauer", sodass sich das Wasser dort sammelt.

Wenn ich für eine Pflanze vorbereite, dann mache ich das großflächig und rechne auch, dass sich die Pflanze ausbreitet. Meist sind das Kanäle von 1-2m Länge.
hobab hat geschrieben: 1. Mai 2026, 07:38 bzw. werden bei Trockenheit vom umliegendem Lehm leergesaugt
Ja, das ist ein Problem. Darüber habe ich auch schon nachgedacht. Aber letztlich muss man es trotzdem so machen, dass das Wasser davon rinnt, weil ab und zu regnet es ja lange und intensiv und dann verfaulen die Pflanzen. Gießen kann man ja notfalls und etablierte Pflanzen halten das aus. Sonst werden sie ersetzt. Die Nubigenum sind so ein Kandat, wenn sie bis Herbst ohne Gießen nicht wachsen.
hobab hat geschrieben: 1. Mai 2026, 07:38 Daran ändern auch ein pasr Steine im Boden wenig.
Es sind sicher keine Steinchen, die im Boden sind. Wie gesagt, das weiß man erst, wenn gräbt. Das ist oft Steingarten-Terrain.

Ich habe jetzt die erste verfaulte Yucca in der Wiese entdeckt, aber das ist ganz was spezielles. Ich habe 1 Yucca in die Wiese gesetzt. Wie üblich 50-60cm in die Tiefe und herum. Unten eine Schicht mit Blähton, sowie eine Blähton-Schicht um den Wurzelballen und Erde mit Blähton vermischt. Also der Wurzelhals verfault da sicher nicht. Nun kam die Pflanze auf die Idee Kindel zu bilden und zwar in der unbehandelten humosen Wiese. Es dürften so 7-10 Stück sein. Ich wusste nicht, dass die so stark Horst-bildend ist. Da eine ganz andere Yucca daneben auch bedrängt wurde, habe ich beschlossen, die zu entfernen und da entdeckte ich, dass 1 von der Mutterpflanze weit (ca. 1,5m) entfernte matschig ist. Da es der Mutterpflanze gut geht, denke ich, ist meine Vorgehensweise nicht so falsch. Ich habe noch einen größeren Yucca-Horst, da könnte auch was faul sein. Keine Ahnung, da ist alles so dicht, mindestens 20 Yucca-Triebe oder mehr.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

hobab » Antwort #57 am:

Bei großflächiger Verwendung hab ich kein Problem mit Verwendung von Splitt zum Drainieren. Klingt nach einem
interessanten Gelände, Hänge sind dazu noch recht unberechenbar, da könnte ich mir aber noch eher Kleinpackungen vorstellen, jedenfalls bei der oberen Hälfte. Hier im Sand macht das keinen so großen Unterschied, aber in Schwaben fallen mir Ecken ein wo der obere Hang Trockenbepfanzung hat und unten Bachrandpflanzen wachsen. Bei Yucca würd ich, wenn möglich, etwas weniger als einen Meter den Hang hoch pflanzen, so dass sie grade noch an die feuchten Stellen im ‚Tal‘ wachsen können, aber nie dauernass sind.
Oder - wär mein Weg - dem Boden angepasst pflanzen, also eher Paeonien und Rosen…
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Mediterraneus » Antwort #58 am:

Drainagefan hat geschrieben: 30. Apr 2026, 17:59
Mediterraneus hat geschrieben: 30. Apr 2026, 07:58 Die meisten Pflanzen werden schlichtweg totgegossen.
Ist bekannt, aber nicht bei jemandem mit meinem Nick. Ich mach die Tonnen Drainagekies nicht aus Langeweile.
Trotzdem sind deine Agaven verfault, bzw durch Gewebeschaden wegen zuviel Wasser in den Zellen erfroren. Die Hanfpalmen haben ebenfalls Winterschäden.

Und du hast insofern recht, irgendwann vertrocknet alles, wenns lange genug in der Sonne liegt.
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Re: Was knabbert da an den Clematis-Blättern? Schnecken können es nicht sein

Drainagefan » Antwort #59 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 1. Mai 2026, 15:15 Die Hanfpalmen haben ebenfalls Winterschäden.
Bei Winterschaden bin ich voll bei dir, nicht aber bei Staunässe.


Die Frage stellt sich nur, warum diese kleinere Palme völlig problemlos ist. Die links dahinter blüht gerade und ist auch voll ok.


Hanfpalme.jpg


Natürlich sind die Temperaturen im Winter bei uns grenzwertig. Im Winter ist noch immer alles ok und im Februar, wenn es wärmer wird, beginnen die Probleme. Gefrorener Boden und am Tag Temperaturen, dass die Pflanze in der Sonne treiben möchte. Es gab einen Temperturunterschied von 30° zwischen Tag und Nacht.

Natürlich bin ich froh, dass es den anderen Palmen gut geht, aber nachvollziehen kann ich es nicht warum die andere Hanfpalme bei gleicher Überwinterung so schlimm aussieht.
LG Horst
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