thuja thujon hat geschrieben: ↑3. Mai 2026, 02:44
Diese Frage ist die relevante. Wenn wir was miteinander vergleichen wollen, dann sollten wir es vergleichbar machen. Also ich kann nicht die Premiumlage mit der Fränkischen Platte vergleichen, wenn 2 unterschiedliche Substrate benutzt werden. TKS2 ist was andres als Tomatenerde.
Entweder wir machen TKS2 und Tomatenerde in der fränkischen Platte und in der Vorderpfalz und jeder beides, oder wir lassens bleiben und lernen nichts dazu.
(...) Wenn man nix lernen will, ist die Welt immer zufriedenstellend. Sind wir halt im Mittelalter.
Das mit dem Lernen ist so'ne Sache: Wenn auch in gänzlich anderem Zusammenhang so sagte ja der gute BB (gebürtig übrigens auf der Fränkischen Platte...

) in seinem Gedicht 'Das Gedächtnis der Menschheit': "Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!"
Aufklärer haben ja des öfteren das Problem, als Rufer in der Wüste dazustehen und verlieren dann bisweilen die Geduld mit dem "Publikum" (was dann bei den - freundlich ausgedrückt - Traditionsbewußteren leicht als "Besserwisserei" gesehen wird... *gg*).
Down to earth: Hier steht also bei oberflächlich betrachtet
ähnlicher Faktenlage (Temperaturen nicht unter Null) die Aussage im Raum, dass MASSIVE Unterschiede in der Wüchsigkeit sich aus der Wahl verschiedener Anzucht-Substrate erklären.
Die wirklich spannende Kern-These (Kälte-, gar [leichte] Frost-Toleranz von Tomaten bis zu -3°C in der Anzuchtphase) wird durch so ein zentrales Anders-Kriterium natürlich aus der unmittelbaren Vergleichbarkeit genommen.
Ich habe leider für dieses Tomatenjahr zu spät von der These Wind bekommen, werde aber in 2027 einen expliziten Versuch in der Richtung unternehmen und das dann (un)gerne auch mit TKS2 als Kultursubstrat, um diesen Teil der Unvergleichbarkeit im Vorfeld auszuräumen.
Toll wäre, wenn noch ein paar Tomatenfreunde auf derselben Basis mitziehen würden und wir ein sozusagen
bürgerwissenschaftliches Experiment 'Tomaten-Kälte-Toleranz' mit einem kleinen Datensatz aus allerlei Richtungen zusammenbringen könnten, um das Mittelalter (zumindest) in der Tomaten-Anzucht zu beenden...

- oder aber dadurch herausfinden, dass die Tomaten-Tüddelei doch ihren SEHR guten Grund hat...

?
Das wäre doch Ergebnis-Offenheit vom feinsten, aber der potentielle Gewinn, den man davon haben kann (die realistische Begrenzung des die Tomatenzucht so massiv beeinflussenden Kälte-Angst-Faktors / der mögliche Zeit- & Entspannungs-Gewinn durch Beendigung des Rein-Raus-Spiels) finde ich dieser kleinen Extra-Mühe wert...
Wer einen Tag lang glücklich sein will, der betrinke sich.
Wer einen Monat lang glücklich sein will, der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer ein Jahr glücklich sein will, der heirate.
Wer ein Leben lang glücklich sein will, der werde Gärtner.