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Wildbienen und Wespen 2026 (Gelesen 11901 mal)
Moderator: partisanengärtner
Re: Wildbienen und Wespen 2026
Ist diese Wespe vielleicht auf Brautschau? Sie saß da und schwirrrte mit den Flügeln, dann kam eine zweite angeflogen und verschwand in dem Loch des Deckels.
Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen.
Re: Wildbienen und Wespen 2026
Ja, Chelostoma florisomne, ein Männchen.
Halictus scabiosae
Gestern musste ich an Dich denken Natura, ein Männchen. Sind Deine auch schon da? Ich glaube ich habe die zum ersten Mal erwischt. Bei mir wächst allerdings Bryonia alba, die ist nicht zweihäusig wie Bryonia dioica. Ich denke, da waren schwarze Beeren dran.
Eine meiner Lieblingsbienen war gestern auch schon da
In der gerade aufgeblühten Rosa canina steppte der Bär, einige Arten, auffällig das dicke schwarze Brummsi, das ich spontan für Andrena pilipes halte. Ich habe aber schon andere schwarze Arten erwogen, müsste ich suchen...
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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- Lou-Thea
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Wieder fantastisch gute Fotos, semper. Immer noch Handybilder?
Die Hahnenfuss-Scherenbienen waren/sind hier auch sehr aktiv.
Und die Gegenspieler warten schon an ihren Niströhren...
(Keulenwespe, Sapyga clavicornis) Die letzte Zeit fiel mir eine große, fast schwarze Biene auf, recht hektisch, die fast nur am blühenden Rukola zugange war. Es muss Andrena agilissima sein, die Blauschillernde Sandbiene. Sie ist auf Kreuzblütler spezialisiert; die weißen Härchen sowie die Art, wie sie die Flügel beim Blütenbesuch abspreizt sind recht auffällig.
Leider hab ich kein solch professionelles Handy, ergo nur so mittelscharfe Bilder.
...and it was all yellow
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Tante Anni
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Jedes Jahr kommen sie im Juni massenhaft auf meine Blütenflächen, die Furchenbienen, meist die Gelbbindige Furchenbiene. In Deutschland hat sie sich bis in den Norden ausgebreitet, sie profitiert vom neuen Wetter mit Hitze und trockenen Sommern. Gerade sind Kornblumen besonders beliebt. Von weit her verwechselt man sie manchmal mit Honigbienen:
In der Grossaufnahme sieht man dann bei den Weibchen die "Furche" auf dem Hinterleib, sieht aus wie ein dritter Ring zu schwarz-gelb, daran ist sie leicht zu erkennen. Die Weibchen sind auch häufiger auf Blumen, nur sie sammeln auch Pollen:
Sie mampft an vielen Blütenpflanzen. Ihr Sozialverhalten ist hochinteressant. Sie liegt zwischen Solitärbiene und Staatenbildung. Mehrere Weibchen können gemeinsam ein Nest gründen. Ein dominantes Weibchen übernimmt die Rolle einer Königin, während Schwestern bei Nestbau und Brutpflege helfen. Begattete Weibchen können gemeinsam im Geburtsnest überwintern. Im Frühjahr gründen sie dann zusammen ein neues Nest.
Auch sie braucht sonnigen und trockenen Boden. Wegränder, offene Gartenflächen, Fugen von Kies- oder Schotterwege... da gräbt sie 20–50 cm tief und baut mehrere Gänge mit Brutzellen. Für den Menschen zu sehen ist ein kleiner Erdkranz oder Erdhügel bestehend aus dem ausgeräumten Boden. Geeignete Brutflächen für sie sind wichtiger wie viele Blumen oder vermeintlich viel Nahrungskonkurrenz, wie bei sehr vielen Wildbienen.
In der Grossaufnahme sieht man dann bei den Weibchen die "Furche" auf dem Hinterleib, sieht aus wie ein dritter Ring zu schwarz-gelb, daran ist sie leicht zu erkennen. Die Weibchen sind auch häufiger auf Blumen, nur sie sammeln auch Pollen:
Sie mampft an vielen Blütenpflanzen. Ihr Sozialverhalten ist hochinteressant. Sie liegt zwischen Solitärbiene und Staatenbildung. Mehrere Weibchen können gemeinsam ein Nest gründen. Ein dominantes Weibchen übernimmt die Rolle einer Königin, während Schwestern bei Nestbau und Brutpflege helfen. Begattete Weibchen können gemeinsam im Geburtsnest überwintern. Im Frühjahr gründen sie dann zusammen ein neues Nest.
Auch sie braucht sonnigen und trockenen Boden. Wegränder, offene Gartenflächen, Fugen von Kies- oder Schotterwege... da gräbt sie 20–50 cm tief und baut mehrere Gänge mit Brutzellen. Für den Menschen zu sehen ist ein kleiner Erdkranz oder Erdhügel bestehend aus dem ausgeräumten Boden. Geeignete Brutflächen für sie sind wichtiger wie viele Blumen oder vermeintlich viel Nahrungskonkurrenz, wie bei sehr vielen Wildbienen.
- sempervirens
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Habe mal so ein „eusoziales“ Nest der gelbindingem Furchenbiene gesehen echt interessant !
Neben den Wildbienen nutzen aktuell auch Lehm-Töpferwespen (Symmorphus) meine Nisthilfe. Die machen im Moment aber überproportional viel Dreck! Das liegt vor allem an ihrer Bauweise: Sie schleppen feuchte Erde und Lehm an, wovon beim Einfliegen und Feststopfen in die Röhren natürlich einiges danebenbröckelt. Außerdem lassen sie beim Reinigen alter Gänge überschüssiges Material einfach nach unten fallen. Hinzu kommt ihre Jagdmethode: Sie erbeuten kleine Käfer- und Rüsselkäferlarven, die sie betäubt in die Niströhren quetschen. Dabei geht es ziemlich rabiat zu, sodass ständig Futterreste und Dreck auf dem Boden landen. 10 min nach dem sauber machen sah es dann wieder so aus: Der Großteil der erlegten Tiere sind aktuell Larven des weidenblattkäfer der hat sich hier Massen vermehrt also gut das diese Tiere die Population etwas dämpfen
Neben den Wildbienen nutzen aktuell auch Lehm-Töpferwespen (Symmorphus) meine Nisthilfe. Die machen im Moment aber überproportional viel Dreck! Das liegt vor allem an ihrer Bauweise: Sie schleppen feuchte Erde und Lehm an, wovon beim Einfliegen und Feststopfen in die Röhren natürlich einiges danebenbröckelt. Außerdem lassen sie beim Reinigen alter Gänge überschüssiges Material einfach nach unten fallen. Hinzu kommt ihre Jagdmethode: Sie erbeuten kleine Käfer- und Rüsselkäferlarven, die sie betäubt in die Niströhren quetschen. Dabei geht es ziemlich rabiat zu, sodass ständig Futterreste und Dreck auf dem Boden landen. 10 min nach dem sauber machen sah es dann wieder so aus: Der Großteil der erlegten Tiere sind aktuell Larven des weidenblattkäfer der hat sich hier Massen vermehrt also gut das diese Tiere die Population etwas dämpfen
- sempervirens
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
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Tante Anni
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Das könnte doch eine Schlupfwespe sein? Tummeln sich grad zahlreich beim Brennholz.
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Eher irgendein Bockkäfer. Flügelstruktur und die Keulenbeine, fehlende Wespentaille wirken nicht wie eine Schlupfwespe.
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Bei mir hat sich eine Terrassenplatte gehoben direkt am Ausgang. Hummeln haben ein Nest darunter gebaut. Voriges Jahr gab es ein Nest unter einer anderen Platte. Ich gehe trotzdem rein und raus sie tun mir nichts, belästigen mich auch nicht, aber Hundi Dana, die Angst vor Fliegen hat, macht einen respektvollen Umweg, wenn sie raus oder reingeht. Ein Foto mit Hummel klappt nicht, sie huschen pfeilschnell raus. I
- cydorian
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Die wohnt auch in den Löchern von Insektenhotels: Die Gewöhnliche Löcherbiene, Heriades truncorum. Klein, aber fein. Stopft das Loch für ihre Brut aber nicht Lehm zu, sondern mit Pflanzenharz. So eine Art Propolis. Sieht toll aus, glänzend. Heute an den Färber-Hundskamillen meiner Blütenwiese erwischt. Hing da so auf der Blüte rum und sammelte mit dem Bauch. Auf der Unterseite des Hinterleibs sitzt eine gelb-rötliche Bauchbürste. Sie wippen auch beim Laufen unentwegt mit dem Hinterleib auf und ab, um den Pollen in die Bürste einzukämmen. Sie streift Blüten ab, nicht wie ein Honigbiene. Hat weniger Transportkapazität als Honigbienen, aber sehr effizient pro Blüte.
Kulturfolger. Häufig in Gärten, Parks.
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Symmorphus fangen hier an an Wohnflächen illegal anzubauen.
- sempervirens
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Hier entsrogen sie nur illegaler Weise ihren Müll auf der Terrasse/Fensterbank. Machen die bei auch soviel Dreck? Ich mag die Art jedenfalls, eher ein Nützling.
Diese Wespe vermutlich eien Schlupfwespe konnte ich noch nicht näher bestimmen. Hat es sich auf Rhinantus gemütlich gemacht
- cydorian
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Re: Wildbienen und Wespen 2026
Erstklassiges Bild, auch genau richtig fokussiert. Aus der Schlupfwespen - Pimplinae - Familie gibts 139 Arten in Deutschland, die genau zu bestimmen wird nicht so leicht sein. Mir fällt die grünliche Unterseite auf, die dunkle Punkte zeigt. Sieht auch gedehnt aus, wenn das Weibchen reife Eier in sich trägt, weitet sich dieser Bereich und die helle Unterseite tritt deutlich hervor.sempervirens hat geschrieben: ↑8. Jun 2026, 13:11 Diese Wespe vermutlich eien Schlupfwespe konnte ich noch nicht näher bestimmen. Hat es sich auf Rhinantus gemütlich gemacht
Vielleicht die häufige Schwarze Schlupfwespe. Oder auch aus der Gattung Apechthis die Apechthis compunctor oder Apechthis quadridentata.