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Kletterrose gesucht (Gelesen 5921 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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IrisLost
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Re: Kletterrose gesucht

IrisLost » Antwort #60 am:

Lady Gagas Vorschläge finde ich auch passend. Phyllis Bide steht bei Nachbarn in voller Sonne und hat ca. 10 Jahre gebraucht um den ihr zugedachten Rosenbogen zu erklimmen, wäre also evtl. nicht starkwüchsig genug.

Lavender Lassie steht bei uns an einem trockenen und überwiegend schattigen Platz unter der Kiefer. Letztes Jahr hatte ich sie via Leiter nach der ersten Blüte auf ca. 2 m zurückgeschnitten und sehr mühsam oben wieder neu befestigt. Jetzt hängt sie schon wieder mindestens 2 1/2 m in verschiedene Richtungen über und ich muß da demnächst nochmal hoch :P Den Duft empfinde ich nicht als sonderlich stark, komme aber auch kaum zum Schnuppern ran. Ansonsten auf jeden Fall eine tolle Rose, zumindest hier auch in kälteren Wintern ohne Frostschäden. Hunsrück ist m. E. aber eine andere Nummer als südliches SH, von daher keine Garantie.

Zéphirine Drouhin und ihre Sports Martha und Kathleen Harrop hatte ich im früheren Garten, allerdings ohne echte Klettermöglichkeit. M. E. könnten alle drei die gewünschten Maße bald schaffen und m. E. n. hatten sie tatsächlich keine Stacheln. Für meine Nase hatte Martha die hübschesten (allerdings gefüllten) Blüten und den stärksten Duft. Ihr trauere ich immer noch nach.

Wenn ich das Foto richtig interpretiere befindet sich an den geplanten Rosenplätzen ein Betonboden? - Der müßte, grade bei südlicher Ausrichtung, m. E. vor der Pflanzung allerdings komplett weg (viel Arbeit mit dem Bohrhammer) und der wahrscheinlich nicht sehr gehaltvolle Boden ausgetauscht werden. Die Idee mit dem Hochbeet dazwischen ist zwar aus praktischen Erwägungen nachvollziehbar, den Luftaustausch würde es aber zusätzlich beeinträchtigen und damit die Mehltaugefahr erhöhen.
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Walt Scencer
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Re: Kletterrose gesucht

Walt Scencer » Antwort #61 am:

Vielen Dank, IrisLost, für die weiterführenden Gedankenanstöße und Erfahrungen zu den genannten Rosen.
Das Bodenthema ist sicher richtig, es war allerdings unter dem aktuell gepflasterten Bereich vor 15 Jahren einmal Gemüsebeet und daher hoffe ich darauf, dass das Erdreich trotz der Verdichtung über die vergangenen 1,5 Jahrzehnte noch etwas Nährgehalt hat. Erde austauschen bzw ergänzen und umgestalten werden wir dort ohnehin müssen.
Hier ist es grundsätzlich zugig genug, das Grundstück liegt an einer Westflur auf der Ebene, wodurch der etwas geschütztere Standort an der Mauer vielleicht gar nicht schlecht ist. Sicher, die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten ist durch möglicherweise geringe Zugluft zwischen Beet und Schuppen rechts erhöht, aber da soll nun mal eben eine Rose hin, was soll ich machen :D
Unabhängig davon sind bisher fast alle strauchigen Rosen (10 Stück, bis auf 'Freisinger Morgenröte' kann ich hierzu allerdings keine Namen nennen, da unbekannt) hier ohne Probleme gewachsen (leichten SRT-Befallsdruck gibt es hier immer, der stört aber erst im ausgehenden Herbst wirklich) und hatten kaum einen Winter nennenswerte Frostschäden davontragen müssen, von Spätfrösten mit kurzfristigen Kahlschlag einmal abgesehen, die es hier dann doch recht regelmäßig zu verzeichnen gibt.
Si tacuisses, philosophus mansisses.

- Anicius Boëthius
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Kletterrose gesucht

Blush » Antwort #62 am:

Walt, ich würde noch einmal überdenken, ob es zwei Rosen sein müssen. Bei den genannten Maßen kann ich mir gut vorstellen, auch aus eigener Erfahrung, dass eine wüchsige Kletterrose reicht, die in die Mitte der Strecke gesetzt wird. Dann könntest Du gut die Triebe waagerecht leiten, was die Blütenfülle erheblich steigert. Buschige, kleinere Rambler, z.B. auch 'Lavender Siluetta' bleiben buschig, stören dann aber evtl auch. Klassische Kletterrosen verkahlen und schießen in die Höhe, so man sie lässt. Mir erscheint es geradezu eine ideale Breite für eine Rose! ;) Noch dazu wollt Ihr die Tür links vermutlich noch nutzen.
Eine Frage hatte ich noch, als ich Deinen Beitrag gestern las: was meinst Du mit Rosengitter? Die oft zu kaufenden trichterförmigen Holzkonstruktionen sind meist viel zu klein für eine kletternde Rose. Auch ist es ratsam, zwecks besserer Belüftung etwas mehr Abstand zur Wand einzuhalten, als diese es bieten.

'Parade' ist eine kräftig pink blühende klassische Kletterrose, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe. (Ich habe sie damals aus Unkenntnis aber so gesetzt, dass ich nicht gut waagerecht leiten konnte.) Ihre Blüten sind halbgefüllt.

'Giardina' blüht rosa und gefüllt, duftet gut, ist ausgesprochen gesund, blüht sehr gut nach.

'Blush Noisette' war im alten Garten eine meiner Allerliebsten. Der kräftige, würzige Duft , ihre Blütenfülle, Gesundheit. Toll! Sie blüht sehr gut nach, je besser, desto eher Verblütes geschnitten wird. Treibt aber auch ohne Schnitt schon gut nach. Wenn's sehr heiß wurde, verbrannten ihre Blüten manchmal, sie stand am Westgiebel mit Sonne ab dem Mittag.
"Der andere könnte recht haben."
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martina 2
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Re: Kletterrose gesucht

martina 2 » Antwort #63 am:

Blush hat geschrieben: 9. Jun 2026, 08:44 ...
Eine Frage hatte ich noch, als ich Deinen Beitrag gestern las: was meinst Du mit Rosengitter? Die oft zu kaufenden trichterförmigen Holzkonstruktionen sind meist viel zu klein für eine kletternde Rose. Auch ist es ratsam, zwecks besserer Belüftung etwas mehr Abstand zur Wand einzuhalten, als diese es bieten.
...
Das stimmt natürlich. Besser sind waagerecht gezogene Metalldrähte, an die man die Triebe beliebig anbinden kann. Bei mir hat sich dieser Aufwand absolut gelohnt; man kann zuerst kleiner anfangen und später aufstocken. Aus den genannten Gründen nur ein Link:Kletterrosen. Rechts oben sieht man ein Stückchen Draht.
Schöne Grüße aus Wien!
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Kletterrose gesucht

Blush » Antwort #64 am:

Genau. Oder, was wir zum Schluss benutzt haben: Baustahlmatten. Wir haben sie sowohl an Wände geschraubt, als auch zwischen Holzpfosten gesetzt. Leider habe ich überhaupt gar keine Ordnung in meinen Bildern, so dass ich gerade nur die zweite Variante (zudem ziemlich unscharf) zeigen kann.
IMG_20250614_131420.jpg
Für die bereits genannte 'Giardina' hatte ich zunächst einen geschmiedeten Halbobelisken gekauft. Ich bin oft wieder auf diese hübschen Gartenaccessoires hereingefallen ;D . Aus dem Obelisken heraus musste ich dann Drähte spannen, um die Rose unterbringen zu können.

Genau so wie oft die Rosen selbst kleiner angegeben werden, sind die Obelisken, Gitter, Stützen usw meist viel zu klein.
"Der andere könnte recht haben."
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Mathilda11
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Re: Kletterrose gesucht

Mathilda11 » Antwort #65 am:

von Stanwell perpetual würd ich intensiv abraten. Er ist ein Stachelschwein allererster Güte. Er hat so extreme (feine) Stacheln, daß an ein Anfassen ohne lederhandschuhe nicht zu denken ist. ich würd die Rose nur pflanzen, wenn sie viel Platz rundherum hat , sie nicht aufbinden muß und man nicht direkt dran vorbei muß
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Lady Gaga
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Re: Kletterrose gesucht

Lady Gaga » Antwort #66 am:

Wie hoch ist sie bei dir?
Bei mir hat Stanwell zwar vom Absterben der Nevada neben ihr profitiert und wurde ein hübscherer runder Strauch, ist aber kaum über 1m hoch.
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
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Re: Kletterrose gesucht

Kürbisprinzessin » Antwort #67 am:

Hier auch noch mal die tolle Gardina 8) Ich mag sie auch sehr, wirklich unkompliziert, bei mir im Halbschatten.

An einem selbstgebauten Rankgitter mit Hokzpfosten, unten Einschlagbodenhülsen.
Dateianhänge
PXL_20250603_082513416~2.jpg
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Walt Scencer
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Re: Kletterrose gesucht

Walt Scencer » Antwort #68 am:

martina 2 hat geschrieben: 9. Jun 2026, 10:20
Blush hat geschrieben: 9. Jun 2026, 08:44 ...
Eine Frage hatte ich noch, als ich Deinen Beitrag gestern las: was meinst Du mit Rosengitter? Die oft zu kaufenden trichterförmigen Holzkonstruktionen sind meist viel zu klein für eine kletternde Rose. Auch ist es ratsam, zwecks besserer Belüftung etwas mehr Abstand zur Wand einzuhalten, als diese es bieten.
...
Das stimmt natürlich. Besser sind waagerecht gezogene Metalldrähte, an die man die Triebe beliebig anbinden kann. Bei mir hat sich dieser Aufwand absolut gelohnt; man kann zuerst kleiner anfangen und später aufstocken. Aus den genannten Gründen nur ein Link:Kletterrosen. Rechts oben sieht man ein Stückchen Draht.
Jaja, ich baue das schön selbst, einen gewissen Anspruch hat man ja dann doch :) Hier liegen noch ein paar alte Eisenstangen rum, die werden entsprechend der Wandfarbe gestrichen und dort verschweißt mit 20 bzw. 40cm Wandabstand angebracht (im Prinzip war die Idee, einen "an die Wand angelehnten" Rosenbogen zu basteln). Das ist zwar recht sportlich für die Breite einer Rose seitlich (oben kommt noch eine dritte Strebe auf 60cm hin), aber gute Schnitt- und Triebführung werden es schon richten, so hoffe ich es zumindest. Aber euch beiden vielen Dank für den erneuten Hinweis!
Zuletzt geändert von Walt Scencer am 9. Jun 2026, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kletterrose gesucht

Walt Scencer » Antwort #69 am:

Kürbisprinzessin hat geschrieben: 9. Jun 2026, 20:17 Hier auch noch mal die tolle Gardina 8) Ich mag sie auch sehr, wirklich unkompliziert, bei mir im Halbschatten.

An einem selbstgebauten Rankgitter mit Hokzpfosten, unten Einschlagbodenhülsen.
Auch eine hübsche Zeitgenossin, diese 'Giardina' - sie sollte ich vielleicht einmal näher kennenlernen :)
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Re: Kletterrose gesucht

Walt Scencer » Antwort #70 am:

Mathilda11 hat geschrieben: 9. Jun 2026, 19:00 von Stanwell perpetual würd ich intensiv abraten. Er ist ein Stachelschwein allererster Güte. Er hat so extreme (feine) Stacheln, daß an ein Anfassen ohne lederhandschuhe nicht zu denken ist. ich würd die Rose nur pflanzen, wenn sie viel Platz rundherum hat , sie nicht aufbinden muß und man nicht direkt dran vorbei muß
Das hatte ich mir fast schon gedacht. Eine gute Bekannte meinte heute ebenfalls, dass sie Stan für den genannten Standort eher nicht empfehlen würde, aus gegebenen Gründen. Danke für den Tipp!
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Walt Scencer
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Re: Kletterrose gesucht

Walt Scencer » Antwort #71 am:

Blush hat geschrieben: 9. Jun 2026, 13:44 Genau. Oder, was wir zum Schluss benutzt haben: Baustahlmatten. Wir haben sie sowohl an Wände geschraubt, als auch zwischen Holzpfosten gesetzt. Leider habe ich überhaupt gar keine Ordnung in meinen Bildern, so dass ich gerade nur die zweite Variante (zudem ziemlich unscharf) zeigen kann.

IMG_20250614_131420.jpg

Für die bereits genannte 'Giardina' hatte ich zunächst einen geschmiedeten Halbobelisken gekauft. Ich bin oft wieder auf diese hübschen Gartenaccessoires hereingefallen ;D . Aus dem Obelisken heraus musste ich dann Drähte spannen, um die Rose unterbringen zu können.

Genau so wie oft die Rosen selbst kleiner angegeben werden, sind die Obelisken, Gitter, Stützen usw meist viel zu klein.
Das ärgert mich oft sehr, da ich persönlich vor allem für freistehende/alleinstehende historische Rosen und Arten, z.B. x damascena-Sorten, albas und z.B. R. pendulina einen Unterbau aus Schmiedeeisen (wenn auch sehr kostspielig) sehr schätze und gern mehr davon besäße. Allerdings möchte ich sie nicht bestellen (aufgrund der Größe), unser Schmied des Vertrauens in der Nähe starb vor kurzem und bleibt bis heute ohne Nachfolger, und die Billigware aus den Märkten rundum hört bei 1,80m (1,50m ab Bodenniveau) auf. Das ist mir dann doch etwas zu klein für eine Einzelstellung.

Um ebenfalls auf die Idee mit einer Rose einzugehen - da könntest Du, Blush, nicht ganz im Unrecht sein. Ich hatte die Überlegung mit zweien nur aufgrund der möglichen Farbkombinationen angestellt, wäre aber mittlerweile auch wieder bei einer Rose. Viele der Vorschläge blühen auch in mehreren Nuancen während der Blütezeit, das würde uns bereits Genüge tun.
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- Anicius Boëthius
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