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Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden (Gelesen 159 mal)
Moderator: cydorian
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kittekat
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Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Hallo,
Da ich unter Pflanzengesundheit keine Antwort bekommen habe, frage ich hier, vielleicht kann mir jemand Rat geben: Unseren großen Marillenbaum hat dieses Jahr wieder die Blütenmonilia erwischt. Der Baum ist halt zu groß zum Spritzen. Wir haben schon einiges weggeschnitten das sich nicht erholt hat. Aber da ist noch ein großer Ast (siehe 2. Bild) mit nur sehr mikrigem Austrieb - soll man den besser früher wegschneiden? Muss man ihn wegschneiden? und die kleinen toten Äste - muss man die schneiden?
Danke.
Da ich unter Pflanzengesundheit keine Antwort bekommen habe, frage ich hier, vielleicht kann mir jemand Rat geben: Unseren großen Marillenbaum hat dieses Jahr wieder die Blütenmonilia erwischt. Der Baum ist halt zu groß zum Spritzen. Wir haben schon einiges weggeschnitten das sich nicht erholt hat. Aber da ist noch ein großer Ast (siehe 2. Bild) mit nur sehr mikrigem Austrieb - soll man den besser früher wegschneiden? Muss man ihn wegschneiden? und die kleinen toten Äste - muss man die schneiden?
Danke.
- Staudo
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Was tot ist, treibt nicht mehr.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
- Staudo
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Ich weiß nicht, inwieweit Monilia sich innerhalb des Baumes ausbreitet.
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck
Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Ich hätte da wenig Hoffnung auf Besserung an dem Ast. So ein Starkast hinterlässt immer eine eigentlich zu vermeidende sehr große Wunde. Da der Ast, meiner Meinung nach, so oder so abgeschrieben werden kann, ist die entstehende Wunde nebensächlich. In dem Fall könnte man vom Starkast noch etwas stehen lassen, so 50 cm bis 1 m, dann dauert es etwas länger, bis Fäulepilze im Stamm ankommen. Alternativ, ich habe keine Erfahrung, wie gut Aprikosen aus dem alten Holz austreiben, den Ast hinter den zwei schon weggeschnittenen weg nehmen. So dass nur eine anstatt zwei Wunden da sind.
Man sollte gesundes und befallenes Gewebe unter ser Rinde auch unterscheiden können. Könntest dich also auch zur Astbasis hinarbeiten.
Übrigens Glückwunsch zu dem Prachtexemplar. Kennst du die Sorte? Die Veredelungsstelle sieht man ja deutlich und es ist scheinbar Arteigene, stärker wachsende Unterlage.
Man sollte gesundes und befallenes Gewebe unter ser Rinde auch unterscheiden können. Könntest dich also auch zur Astbasis hinarbeiten.
Übrigens Glückwunsch zu dem Prachtexemplar. Kennst du die Sorte? Die Veredelungsstelle sieht man ja deutlich und es ist scheinbar Arteigene, stärker wachsende Unterlage.
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kittekat
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Mir geht es darum, dass der Baum nicht abstirbt. Diese Fäulnispilze die sich zum Stamm hinbewegen könnten den Baum umbringen?Monti hat geschrieben: ↑13. Jun 2026, 08:45 In dem Fall könnte man vom Starkast noch etwas stehen lassen, so 50 cm bis 1 m, dann dauert es etwas länger, bis Fäulepilze im Stamm ankommen. Alternativ, ich habe keine Erfahrung, wie gut Aprikosen aus dem alten Holz austreiben, den Ast hinter den zwei schon weggeschnittenen weg nehmen. So dass nur eine anstatt zwei Wunden da sind.
Man sollte gesundes und befallenes Gewebe unter der Rinde auch unterscheiden können. Könntest dich also auch zur Astbasis hinarbeiten.
Übrigens Glückwunsch zu dem Prachtexemplar. Kennst du die Sorte? Die Veredelungsstelle sieht man ja deutlich und es ist scheinbar Arteigene, stärker wachsende Unterlage.
Ich denke auch, dass man so schneiden sollte, dass nur eine statt zwei Wunden.
Die Sorte sollte Ungarische Beste sein, die Unterlage irgendein Kriecherl, soweit kann ich das aus den Wurzeltrieben erkennen.
- thuja thujon
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Eine einzige Wunde reicht zum sterben lassen, 2 kleine Wunden können Vorteile bringen.
Aprikose kommt manchmal aus dem alten Holz, also zuverlässig, aber man muss sie dazu zwingen. Ich würde scheibchenweiße wegnehmen wenns nötig ist und immer auf den grünen/braunen Querschnitt achten. Lieber mehr stehen lassen als zu viel wegnehmen. Man sieht ja beim sägen, wie viel Ast und welche Teile davon noch leben.
Aprikose kommt manchmal aus dem alten Holz, also zuverlässig, aber man muss sie dazu zwingen. Ich würde scheibchenweiße wegnehmen wenns nötig ist und immer auf den grünen/braunen Querschnitt achten. Lieber mehr stehen lassen als zu viel wegnehmen. Man sieht ja beim sägen, wie viel Ast und welche Teile davon noch leben.
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kittekat
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Dh ich sollte soweit schneiden dass ich grünen Querschnitt habe? Damit der Baum die Wunde verheilen lassen kann?
- thuja thujon
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Das wird nur passieren wenn da Triebe rauskommen, die über Jahre gesund und kräftig weiterwachsen, also eher unwahrscheinlich.
Ich würde nicht aufs grüne gehen, sondern, wenn nötig, zB damit die Hühner nicht erschlagen werden, so wenig wie möglich entfernen. Versuche mal das alles mit Wunden nicht größer als ein 2€ Stück zu machen.
Es reicht, wenn das Holzlager in ein paar Jahren voll wird.
Ich würde nicht aufs grüne gehen, sondern, wenn nötig, zB damit die Hühner nicht erschlagen werden, so wenig wie möglich entfernen. Versuche mal das alles mit Wunden nicht größer als ein 2€ Stück zu machen.
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- hobab
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Ich dachte immer Monilia befällt nur junges Holz? Auf dem Foto sind aber offensichtlich stärkere Äste und sogar ein Teilstamm abgesägt - ist Monilia überhaupt sicher bestimmt? Vielleicht irre ich mich, Obst ist nicht grade mein Hauptthema.
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ringelnatz
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Schön großer Baum, ja.
Aber: was mir nicht gefällt, ist, dass er doch sehr stark verkahlt bis hin zu vergreist ist.
Ich habe eine ähnlich große Aprikose und kann sagen, dass sie in dieser Größe durchaus auch stärkere Rückschnitte vertragen. Es würd ja Sinn machen, etwas mehr Neutrieb anzuregen. Austrieb aus dem alten Holz erfolgt bei starkem Rückschnitt sehr zuverlässig.
Mein Vorschlag: Mitte Juni ist es nicht zu spät für einen Rückschnitt, selbst wenn Mitte April wohl besser gewesen wäre.
Konsequent alles Tote und Halbtote raus.
Danach Baumansprache/sich eine Vorstellung davon machen, wie der Baum nach dem Schnitt nächstes Frühjahr aussehen soll. Einen Teil (vielleicht ein Drittel?) jetzt schon schneiden (dürfte noch Neuaustrieb anregen), die Reaktion abwarten und den Rest dann im April 27 schneiden.
Viele haben große Angst vor schnellem Absterben von Aprikosenbäumen. Wenn er so groß geworden ist, dürfte er robuster sein, als die Krüppel, die nach 5-8 Jahren schon die Biege machen.
Aber: was mir nicht gefällt, ist, dass er doch sehr stark verkahlt bis hin zu vergreist ist.
Ich habe eine ähnlich große Aprikose und kann sagen, dass sie in dieser Größe durchaus auch stärkere Rückschnitte vertragen. Es würd ja Sinn machen, etwas mehr Neutrieb anzuregen. Austrieb aus dem alten Holz erfolgt bei starkem Rückschnitt sehr zuverlässig.
Mein Vorschlag: Mitte Juni ist es nicht zu spät für einen Rückschnitt, selbst wenn Mitte April wohl besser gewesen wäre.
Konsequent alles Tote und Halbtote raus.
Danach Baumansprache/sich eine Vorstellung davon machen, wie der Baum nach dem Schnitt nächstes Frühjahr aussehen soll. Einen Teil (vielleicht ein Drittel?) jetzt schon schneiden (dürfte noch Neuaustrieb anregen), die Reaktion abwarten und den Rest dann im April 27 schneiden.
Viele haben große Angst vor schnellem Absterben von Aprikosenbäumen. Wenn er so groß geworden ist, dürfte er robuster sein, als die Krüppel, die nach 5-8 Jahren schon die Biege machen.
- thuja thujon
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Monilia geht ins jüngste Holz und irgendwann im alten Holz wird meistens die Infektion vom Baum gestoppt.
Es ist immer noch Steinobst. Da sind die Leitungsbahnen kreativ. Man sieht zB den Wulst am linken Ast zwischen Schlaufe und dort wo amputiert wurde. An so Stellen hilft auch das beste auf Astring schneiden nicht für eine gute Überwallung. Das bleibt eine offene Wunde, bis sie von Weißfäuleerregern zersetzt ist.
Das mit den Leitungsbahnen ist die Herausforderung und es ist schwieriger so Sachen wie überlebensfähigen Zapfen stehen lassen erfolgreich umzusetzen. Hier beim Ahorn zögert es die Fäulnis um ein paar Jahre hinaus.
Es ist immer noch Steinobst. Da sind die Leitungsbahnen kreativ. Man sieht zB den Wulst am linken Ast zwischen Schlaufe und dort wo amputiert wurde. An so Stellen hilft auch das beste auf Astring schneiden nicht für eine gute Überwallung. Das bleibt eine offene Wunde, bis sie von Weißfäuleerregern zersetzt ist.
Das mit den Leitungsbahnen ist die Herausforderung und es ist schwieriger so Sachen wie überlebensfähigen Zapfen stehen lassen erfolgreich umzusetzen. Hier beim Ahorn zögert es die Fäulnis um ein paar Jahre hinaus.
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kittekat
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Hmmm, dann kann ich es auch so lassen wie es ist und zuschauen wie der Ast abstirbt? Muss ich nicht durch Schneiden die Ausbreitung stoppen?thuja thujon hat geschrieben: ↑13. Jun 2026, 09:40 Das wird nur passieren wenn da Triebe rauskommen, die über Jahre gesund und kräftig weiterwachsen, also eher unwahrscheinlich.
Ich würde nicht aufs grüne gehen, sondern, wenn nötig, zB damit die Hühner nicht erschlagen werden, so wenig wie möglich entfernen. Versuche mal das alles mit Wunden nicht größer als ein 2€ Stück zu machen.
Zuletzt geändert von kittekat am 13. Jun 2026, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.
- thuja thujon
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Nein, musst du nicht, das wird der Baum machen, aber wie ringelnatz schon gesagt hat, der Baum ist vergreist, Schnitt würde ihm gut tun für mehr Vitalität. Wer lange was von Bäumen haben möchte, muss früh anfangen zu schneiden, kleine Wunden.
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- hobab
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Re: Aprikose - Schaden durch Monilia Rückschneiden
Ahorn, Kastanie, die meisten Prunus schotten ganz schlecht ab, kompensieren das aber mit starkem Austrieb. Große Schnitte sollten also vermieden werden, wie von thuja beschrieben ggf. Stummel stehen lassen, aber auch da ist die Gefahr das Pilze doch - oft nach langer Zeit - bis zum Stamm durchdringen. Schnitt lässt sich halt nicht immer vermeiden, aber selbst hohl treiben die genannten ja immer wieder aus. Ob Schneiden gegen Vergreisung hilft, finde ich bei Ahon zumindestens fraglich. Mag sein das es aber den Ertrag steigert.
Totholz würd ich aber immer entfernen.
Totholz würd ich aber immer entfernen.
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