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Ernährungsformen (Gelesen 579 mal)

Verwenden, haltbar machen, zubereiten und genießen

Moderator: Nina

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Riminix
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Ernährungsformen

Riminix »

Ich habe nebenan die Frage aufgeworfen, warum jemand kein Fleisch, aber Fisch isst. Fische wachsen ja nicht auf Bäumen, insofern bestehen sie auch aus Fleisch.

Als ehemaliger Veganer, mit Schwergewicht auf Ideologie :-\ , interessiert mich das Thema immer noch. Käse z.B. enthält oft Kälberlab, und Kuhmilch bedingt die Separierung und meist Tötung der Kälbchen

Also, falls ihr etwas nicht esst, was ist der Grund? "Weil es mir nicht schmeckt", lassen wir mal aussen vor. Ich esse aktuell wieder alles.
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thuja thujon
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Re: Ernährungsformen

thuja thujon » Antwort #1 am:

Ich esse eigentlich alles wovor ich mich nicht ekel und ich vertrage. Alles andere würde ich als widernatürlich empfinden.
Es gibt aber Unterschiede beim gleichen Produkt. Also das eine Stück Fleisch ist gut und das gleiche Stück von einem anderen Tier nicht. So wie es gute und schlechte Nudeln gibt. Oder Pfirsiche. Wenn ich das schlechte nicht essen will, nehme ich das gute. Oder umgekehrt.

Aus `politischen´ Gründen verzichte ich eigentlich nur auf Bio.
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Hyla
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Re: Ernährungsformen

Hyla » Antwort #2 am:

Fisch empfinde ich genauso wie Hühnerfleisch als leichter verdaulich (Aal mal ausgenommen, der liegt mir schwer im Magen).
Von daher esse ich bei Sommerhitze lieber leichter verdauliche Fleischsorten, wenn überhaupt.
Im Winter kommt dann wieder mehr Schwein auf den Tisch.

Ich muß aber sagen, daß ich weniger Fleisch essen würde, wenn ich allein leben würde. Ich sehe das insgesamt kritisch, weil in der Familie meines Mannes sehr viel Schweine- und Rindfleisch auf den Tisch kam und kommt. Dort gab und gibt es auffallend viele Fälle von Gicht, Rheuma und Krebs, wohingegen das in meiner Familie praktisch nicht vorkommt.
Inwiefern das einen genetischen Hintergrund hat, kann ich natürlich nicht sagen, aber es fällt mir auf und auf diese Krankheiten habe ich absolut keine Lust. :P
Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
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Rieke
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Re: Ernährungsformen

Rieke » Antwort #3 am:

In einem medizinischen Newsletter, den ich abonniert habe, stand vor ein paar Tagen was über eine aktuelle Studie zu Blasenentzündungen bei Frauen. Die treten bei Vegetarierinnen seltener auf als bei Ernährung mit Fleisch, noch seltener bei veganer Ernährung.

Kürzlich habe ich ein gut geschriebenes Buch über gesunde Ernährung gelesen: https://www.chbeck.de/michels-ernaehrun ... t/37979254
Die Autorin ist Epidemiologin, war bis 2024 Direktorin des Instituts für Prävention und Tumorepidemiologie und in dem Buch stellt sie allgemeinverständlich den Stand der Wissenschaft zum Zusammenhang zwischen Gesundheit und Ernährung dar, natürlich mit einem ausführlichen Quellenverzeichnis für alle, die die Studien selbst lesen möchten.

Die Interviews mit ihr und Artikel über das Buch sind meistens hinter einer Bezahlschranke.

https://www.elle.de/liefestyle-health-f ... quick-wins

Sie sieht jedenfalls einen Zusammenhang zwischen Krebsrisiko und Ernährung

https://www.freundin.de/interview-jeder ... -vermeiden
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Mufflon
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Re: Ernährungsformen

Mufflon » Antwort #4 am:

Ich bin im Prinzip Pescetarier, weil diese Ernährung mir gut tut.
Ab und an Rindfleisch, dann aus guter Haltung, zum Glück kann ich da drankommen (Holtumer Landhof).
Ernähre ich mich vollwertig, kohlenhydratarm, Gemüse als Schwerpunkt, brauche ich weniger Medikamente und habe weniger Schmerzen, einzelne Ausreißer gehen, aber schludere ich, bekomme ich bald die Quittung.
Von daher hat sich mein Körper mein Essen gesucht, nicht ich die Ernährung.
Vom Kopf her würde ich gerne vegan leben, praktisch ist es wegen meiner Allergien nicht möglich.
„Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur.“ 🍃
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partisanengärtner
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Re: Ernährungsformen

partisanengärtner » Antwort #5 am:

Seit ich wieder (Bio-)Fleisch esse, gab es gelegentliche Gichtanfälle. Mir ist aber wieder eingefallen, daß Giersch dagegen hilft.
Seitdem snacke ich wenn ich ihm begegne davon. Außerdem kommt er so gut wie immer als Beilage zu allen Gerichten die in der Hinsicht Probleme machen konnen, wie zum Beispiel die von mir geliebten Linsen. Passt hervorragend.
Fleisch kaufe ich in der Regel einmal im Monat beim Erzeuger und dabei nehme ich vorwiegend Teile die wenig gefragt sind oder gar entsorgt werden würden.
Außerdem hat sich für mich ein Fastentag pro Woche als vitalitätsfördernd erwiesen.
In der Regel sind das 36-40 Stunden. Immer der gleiche Wochentag seit Mitte Januar diesen Jahres.
Es scheint die geistige und körperliche Beweglichkeit zu fördern.
Auf die Qualität von Lebensmitteln zu achten macht mir Freude, Fertiggerichte verschwinden aus meinem Leben ohne das ich mich dafür anstrengen muß. Kochen gehört für mich darüber hinaus zu den oft unterschätzten Kunstformen.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

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Re: Ernährungsformen

Kübelgarten » Antwort #6 am:

viele Purine sind in Hülsenfrüchten, Spargel, Forelle (GG hat auch ab und zu Gicht-Probleme), deshalb sparsam essen
LG Heike
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Hyla
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Re: Ernährungsformen

Hyla » Antwort #7 am:

Hier ist eine ganz gute Liste von purinhaltigen Lebensmitteln: https://www.purine-direkt.de/index.php? ... &sort=name
Bei Fleisch sind es ganz grob gesagt Innereien und Hirn, die sehr purinhaltig sind.
Liebe Grüße!


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Re: Ernährungsformen

Gartenlady » Antwort #8 am:

partisanengärtner hat geschrieben: 16. Jun 2026, 15:28
Außerdem hat sich für mich ein Fastentag pro Woche als vitalitätsfördernd erwiesen.
Aha, Hunde sollen ja auch einmal Pro Woche fasten. Ich mute das meinem Hund nicht zu und mir auch nicht, das hat etwas mit dem BMI zu tun, wenn der eh kanpp bemessen ist, darf er nicht noch weiter strapaziert werden.
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Re: Ernährungsformen

Riminix » Antwort #9 am:

Hat jetzt jemand eine Erklärung, warum manche kein Fleisch, aber Fisch essen?
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Re: Ernährungsformen

Mufflon » Antwort #10 am:

Wenn ich nicht genug Eiweiß esse, bin ich dauernd hungrig.
Hülsenfrüchte kann ich nur sehr sparsam essen, das hilft mir nicht.
Nur Milchprodukte ist auch sehr einseitig.
Fisch, vor allem fetter Seefisch, enthält außerdem noch andere gute Sachen um meine Entzündung bewerte unten zu halten.
Die besten Blutwerte habe ich, wenn ich um 80g Eiweiß täglich esse, das muss ich erst einmal hinbekommen.
Mit 2 x wöchentlich Fisch erleichtere ich mir die Sache.
Zuletzt geändert von Mufflon am 16. Jun 2026, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ernährungsformen

Staudo » Antwort #11 am:

Riminix hat geschrieben: 16. Jun 2026, 19:21 Hat jetzt jemand eine Erklärung, warum manche kein Fleisch, aber Fisch essen?
Warum trinken manche Menschen Hafermilch und essen Eis, das Sahne enthält? Ernährungsmoden sind zum guten Teil irrational.
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Re: Ernährungsformen

thomas » Antwort #12 am:

partisanengärtner hat geschrieben: 16. Jun 2026, 15:28 Kochen gehört für mich darüber hinaus zu den oft unterschätzten Kunstformen.
Ein sehr schöner, wahrer Satz!
Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.
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partisanengärtner
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Re: Ernährungsformen

partisanengärtner » Antwort #13 am:

Es gäbe ja auch veganes Eis.
Ersatzprodukte sind mir zu stark manipuliert und dazu auch noch teuer, aber jeder wie er mag.
Das ganze Zuckerzeug (samt anderen gehandelten Süßungsmitteln) nicht mehr zu mögen ist sicher auch kein Schaden.
Wer zuviel jätet raubt sich manche Überraschung.

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Re: Ernährungsformen

Rieke » Antwort #14 am:

Staudo hat geschrieben: 16. Jun 2026, 19:33
Riminix hat geschrieben: 16. Jun 2026, 19:21 Hat jetzt jemand eine Erklärung, warum manche kein Fleisch, aber Fisch essen?
Warum trinken manche Menschen Hafermilch und essen Eis, das Sahne enthält? Ernährungsmoden sind zum guten Teil irrational.
Ich vertrage Lactose nicht mehr so gut. Kleine Mengen machen mir nichts, mal Schlagsahne zum Kuchen geht oder ein Cappuccino. Auf Milch habe ich auch überhaupt keinen Appetit. Müsli esse ich daher mit Sojamilch oder anderen Pflanzendrinks, beim Backen verwende ich auch Soja- oder Mandelmilch. Den Unterschied schmecke ich zumindest nicht.

Lactoseunverträglichkeit ist übrigens recht häufig, nimmt mit dem Alter zu und tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf. Manche Leute reagieren schon auf kleinste Mengen, bei anderen ist es ähnlich wie bei mir.
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