Vor einigen Jahren gab es punktuell stärkeren Befall mit diesem Falter bzw. dessen Raupen. Jetzt ist er hier in Südbrandenburg quasi überall. Es gibt Bereiche, wo die Eichen nahezu kahl gefressen sind. An anderen Ecken fällt der Befall vor allem dadurch auf, dass man nach Aufenthalt unter Eichen gerötete, juckende Stellen an den Innenseiten der Arme oder im Nacken hat. Regional greifen Journalisten das Thema zum Füllen des Sommerlochs dankend auf und warnen, dass manche Leute anfangen aufgeregt zu werden. Also: Wer gesund ist und keine Allergien auf Insektenstiche hat, kann ruhig unter Bäumen spazieren gehen. Evtl. juckt es hinterher etwas, was lästig, aber nicht bedrohlich ist. Kahl gefressene Bäume würde ich weiträumig meiden. Richtig eklig wird es, wenn man eine Raupe in den Nacken bekommt, was mir als Jugendlichem mal mit einer Goldafterraupe passiert ist.
In den späten 70ern gab es hier eine Goldafterplage, die einige Jahre angehalten hat. Obstbäume und Parks waren teilweise komplett kahl gefressen. Als Reaktion wurde staatlicherseits mit Agrarflugzeugen Insektizid versprüht. Zusammengebrochen ist die Population, als es zur Schlupfzeit der Falter dauerhaft regnete. Damals saßen tausende Goldafterfalter im Schein der Straßenlampen regengeschützt unter Dachvorsprüngen. Ich gehe davon aus, dass auch die Eichenprozessionsspinnerplage ein natürliches Ende finden wird.
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Eichenprozessionsspinner (Gelesen 66 mal)
- Staudo
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Eichenprozessionsspinner
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Re: Eichenprozessionsspinner
Mag sein, hier ist die Stadt aber schon seit vielen vielen Jahren geplagt davon. Dieses Jahr ganz besonders extrem, die Bezirksämter können die Kosten nicht mehr tragen und haben den Senat um Hilfe angerufen.
Im Wendland habe ich ganze Alleen mit mehrere hunderten Jahren alten Eichen gesehen, die komplett abgestorben waren durch den Prozessionspinner. Die Schäden sind wirklich heftig.
Im Wendland habe ich ganze Alleen mit mehrere hunderten Jahren alten Eichen gesehen, die komplett abgestorben waren durch den Prozessionspinner. Die Schäden sind wirklich heftig.
Berlin, 7b, Sand
- Turjan
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Re: Eichenprozessionsspinner
Bei uns ist der Friedhof betroffen. Na ja, passt zu den abgestorbenen Buchsumrandungen.
Re: Eichenprozessionsspinner
Ich wähnte ihn hier noch ganz im Norden des Landkreises. Im Sommer habe ich hier noch nichts gesehen. Letzten Winter hatte ich eine kleine Eiche mit etwa 20 cm DM an meinem Stadel gefällt, weil sie den Stadel weggeschoben hätte und über die Apfelbäume der Nachbarn gewachsen wäre. Wochen später habe ich das bereits in Scheitlänge gesägte Holz gespalten und von einem der letzten Scheiter fiel etwas ab. Ich hielt es erst für ein Wespennest, bei genauerem Anschauen, natürlich mit bloßen Händen, sah ich, dass das Schmetterlingspuppen in einem Gespinst waren. Dann erst fiel mir auf, dass das weniger ein Gespinst als eher ein haariger Filz war und langsam dämmerte mir, was ich da in den Händen hielt. Die KI hielt es erst für ein Reh, dann für einen unbekannten Nachtfalter und schließlich war sie auch der Meinung, dass das der Eichenprozessionsspinner ist. Ist einigermaßen glimpflich abgegangen, hatte nur den ganzen Hals voller Pusteln, an den Händen war komischerweise fast nichts. Aber man sollte ihn auch im Winter auf dem Schirm haben und auch von alten verwitterten Nestern Abstand halten...