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Gießstrategie bei Hitzewellen (Gelesen 973 mal)

A rose is a rose is - Erfahrungen, Pflege und Schnitt von Rosen
Historische Rosen, Strauchrosen, Kletterrosen, Wildrosen ...

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Mufflon
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Mufflon » Antwort #15 am:

Wenn ich das richtig lese, machst Du Dir wegen der vertrockneten Blüten Sorgen?
Das wird nicht funktionieren, die über längere Zeit bei dieser Hitze zu erhalten.
Deine Blätter sehen fit aus, und darauf kommt es an.
Mit 3l täglich sorgst Du aber für den falschen Impuls.
Die Pflanze lässt dann Wurzeln an der Oberfläche wachsen und geht nicht weiter in die Tiefe.
Die Blüten vertrocknen gerade, egal wie Du gießt.
Das ist ein Schutzmechanismus der Pflanze.
Mach es, wie Die hier geraten wurde, und die Rosen überleben.
Clematis lässt gerne mal die ganze Pflanze verdorren, und ruht dann in der Erde bis nächstes Jahr.
Du wirst es nicht schaffen, dass Dein Garten jedes Jahr gut aussieht.
Die Blüten sind erst einmal egal.
Es gibt sogar Rosengärtner die im ersten Jahr die Blütenknospen abschneiden, damit sie ihre Kraft in die Entwicklung kräftiger Äste investieren.
„Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur.“ 🍃
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solosunny
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

solosunny » Antwort #16 am:

Hast du eventuell mit Topfballen gepflanzt?
Da bleibt die Pflanze ewig im dem Torfsubstrat und wurzelt nicht in den umliegenden Boden und hängt so am Tropf.
Diese Erfahrung habe ich als Neugärtner auch machen müssen. Jetzt geht es bei mir so, radikal zurückschneiden ( gibt gleich Stecklinge) Wurzeln gründlich auswaschen, dann pflanzen, sieht zwar im ersten Jahr enttäuschend aus, aber dann...
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Turjan
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Turjan » Antwort #17 am:

Staudo hat geschrieben: 24. Jun 2026, 23:26 Daher ist es besser, mehrmals blühende Rosen zu pflanzen, auch wenn denen evtl. der Heiligenschein fehlt. ;)
;D


Ich giesse hier nur, wenn's noetig ist und man das eindeutig sieht. Manchmal gibt's eine "Notgiessung" am Tag, aber ansonsten nur etwas, das an den Trockenstandorten hier steht. Momentan ist hier der Boden ansonsten noch feucht.
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Felcofan
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Felcofan » Antwort #18 am:

Noch eine Stimme für Mulchen, also Abdeckmaterial verteilen, 2-3 cm helfen schon. Rasenschnitt geht, Sommerschnitt von Reben, junger Heckenschnitt, Hanfhäcksel (Kleintier- und Pferdeeinstreu), das hält Feuchtigkeit immBoden

Pflanzschnitt: Clematis kann/ soll man beim Setzen auf ca 30 cm kürzen und insgesamt etwas tiefer setzen, so dass 1-2 Knospenpaare unter der Erde sind.

Rosen: da würde ich jetzt alle Blütenansätze gebündelt abschneiden, sonst investieren die ihre Restenergie in Blüte/ Samen statt wurzeln.

Und ja zum Durchdringend gießen, also 10-20 L alle. 5-7 Tage.

Hast du die Topfrosen so tief gesetzt, dass die Veredelungsstelle unter der Erde ist, ca. 5-10 cm?

Die Potentilla sind eher suboptimal, da sie es eher mager wollen, Edel- und Beet- und moderne (kleine) Strauchrosen würde ich jedes Frühjahr düngen
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Drainagefan
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #19 am:

thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 01:32 Nicht gegossen seit Herbst, du wohnst in einer Wasserreichen Gegend, da kann in so feuchten Frühjahren mal überschwängliche Laubentwicklung auftreten.
Das ist ein Trugschluss aus der Ferne. Ich behaupte bei mir kann es sehr trocken sein, es kann aber auch Dauerregen über Wochen geben. Letztes Jahr bis Juni fast kein Regen, aus meiner Sicht extremer als heuer in meinem Garten. Im Juni gab es dann 3 Wochen durchgehend Regen. Nur was hilft der Regen, wenn die Pflanzen vorher vertrocknen.

Heuer war es ähnlich, der trockenste Frühling seit Wetteraufzeichnungen und der heißeste Juni seit Wetteraufzeichnungen. Es hat aber 1 Woche nach Monate langer Trockenheit viel geregnet und das hat vieles gerettet. Gerade wegen der Wurzelbildung gieße ich selten, solange ich noch ein gutes Gefühl habe, dass es sich bis zum nächsten Regen ohne Gießen ausgehen könnte.

Durchschnittswerte sagen gar nichts. 3 Wochen Dauerregen im letzten Juli drücken den Durchschnitt, aber das hilft den Pflanzen nichts, die davor (fast) vertrocknet sind.

Die Niederschläge im Alpenvorland kann man nicht flächig verallgemeinern, wenn es im TV heißt Gewitter und Regen im Südosten.

Hier ist ein typisches Beispiel:

wetter.jpg

Alles was nicht gelb oder rot ist, kann man für Pflanzen vergessen. Es hilft mir nichts, wenn es ein paar km weiter regnet. Bei mir regnet es oft nicht. Interessanterweise gibt es im Regenbereich auch Zonen, wo es fast nicht regnet. Ich sag mal so, bei türkis oder grün, spann ich den Regenschirm nicht auf, auch, wenn ich ihn dabei habe.

Die Potentillas in den Fotos davor, sehen jetzt ganz gut aus. So sahen sie davor aus, als sie nicht gegossen worden und es im Frühling sonnig war. Das Problem dürfte immer sein, dass sie noch zu wenig angewurzelt sind.

POTENTILLA CRANTZII GOLDRAUSCH.jpg
POTENTILLA CRANTZII GOLDRAUSCH


Ich hatte mich da nicht getraut, die Potentilla zu gießen, die eigentlich mit Trockenheit gut zurecht kommen. Der Regen hat mir die Entscheidung abgenommen. Ich führe das darauf zurück, dass die Pflanzen im letzten Herbst gesetzt wurden und noch Wurzeln bilden müssen.

So ähnlich geht es mir auch mit anderen Pflanzen, die im Herbst gesetzt wurden und mit einem trockenen Frühling kämpfen. Ich hätte zB nie gedacht, dass Berg-Steinkraut zu wenig Wasser haben kann und das im 2. Jahr. Foto bei viewtopic.php?p=4469099#p4469099 Steinkraut gegossen und es wurde nach 1 Tag grüner.
thuja thujon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 01:32 Ich sehe aber ehrlich gesagt kein Problem. Gieße mal die nächsten 2 Wochen gar nicht. Ich kann kein trocken auf deinen Bildern erkennen.
Das ist ein Foto vor ein paar Tagen, da sah es noch besser aus. Ein bisschen habe ich ja gewartet, bis ich das diskutiere. Es wird jetzt morgen und übermorgen bis 37°. Da muss ich kurzfristig reagieren.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #20 am:

Starking007 hat geschrieben: 25. Jun 2026, 03:49 Rosen giesse ich nur die Neuen.
Genau um die im Herbst gesetzte Ramblerrose Libertas geht es und nicht um etablierte Pflanzen. Davor war dort eine Kombination aus Kletterrose, Viticella und Lavendel. Die wurden auch bei Hitzewellen nie gegossen. Einziger Nachteil, die Rosen sind ohne Gießen schneller verblüht.
Starking007 hat geschrieben: 25. Jun 2026, 03:49 Es gibt hier viele Hosta, nicht alle wurden das letzte Quartal gegossen.
Ich habe nur mehr 1 Hosta und die gieße ich normalerweise auch nicht. Gestern habe ich sie vorshichtshalber gegossen. Foto gibt es hier: viewtopic.php?p=4467396#p4467396 Aber das ist eine ganze andere Situation bei mir, die Hosta ist nicht in praller Sonne.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #21 am:

hobab hat geschrieben: 25. Jun 2026, 07:33 im Sand braucht man keine irren Mengen an Wasser in den Boden gießen, auch wenn dicht gepackter Sand schon Wasser halten kann: ein großer Teil wird einfach nach unten ins Grundwasser verschwinden.
Damit kann man auch behaupten, dass man nicht so leicht zu viel gießen kann, es ist eben nur Arbeit umsonst. Ich sehe das bei meinen meisten Pflanzen mit Drainage so, aber die Rosen gehören zu den wenigen Pflanzen, die keine Drainage erhalten haben. Die Potentilla daneben haben eine sehr steinige Erd-/Kiesmischung.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Gartenplaner » Antwort #22 am:

Was für Boden hast du denn?
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

thuja thujon » Antwort #23 am:

Wie kann ich mir denn 3 Wochen Dauerregen vorstellen? Gibt es da keine 5 Minuten Pause? Ich meine das sind ja 504 Stunden Blattnässe, bei 3mm pro Stunde sind das 1,5 Kubikmeter pro Quadratmeter. Da wäre doch sicherlich was über ein Hochwasser in den Nachrichten gekommen.

Wenn die Rose schlafft aufgrund der Hitze und stellt sich Nachts bis früh morgens nicht mehr auf, dann könnte es trocken sein oder es sind die Leitungsbahnen überfordert. Trocken kann ich mir nicht vorstellen, du hattest sogar auch schon gegossen. Somit sind die Leitungsbahnen überfordert, zu viele Verbraucher, die Wurzel kommt nicht nach damit, genug Wasser hochzupumpen. Wenn der Zustand anhält, kann Rückschnitt helfen. Macht man zB bei Weinreben, da entfernt man die Trauben als Wasserverschwender, um die Pflanze zu schützen. Das macht man aber nur, wenn es länger als 6 Wochen 0,00mm geregnet hat. Das kommt nur in sehr wenigen Jahren vor. Wenn mal 3 oder 5mm in 2 Wochen vom Himmel fallen, hilft das schon.

Wie steht denn dein Regenmesser im Garten, sind da 2m drumrum und obendrüber frei?
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #24 am:

Marianna hat geschrieben: 25. Jun 2026, 07:44 Zurückschneiden würde ich sie nicht.
Wann würdest du zurückschneiden, Herbst oder Frühling? Ich halte sehr viel davon, wenn eine Pflanze von möglichst klein mit dem vorhandenen Licht bei mirwächst. Ziel ist es ja, sie von der Seite in die Mitte des Rosenbogens zu bekommen. Ich habe seitlich gesetzt um sie etwas von den alten entfernten Rosen wegzubekommen.

Marianna hat geschrieben: 25. Jun 2026, 07:44 Jeden Tag gießen ist zu viel, sie muss ja in die Tiefe wurzeln und wenn sie immer schon oben gleich Wasser findet, tut sie das nicht.
Das ist schon klar, ich will sie ja nicht auf Dauer so behandeln, sondern nur bis Anfang nächster Woche bis die Hitzewelle hoffentlich vorbei ist. Jetzt kommen noch 2 Tage 37° und dann gehen die Temperaturen zurück. Die Überlegung ist, ob täglich besser bei 37° ist, vermutlich überleben sie auch 1 Tag gießen auslassen.

Ich denke, die neue Rose hat jetzt Monate Zeit gehabt etwas in die Tiefe zu wurzeln, da sie nie gegossen wurde Es ging sich gerade immer wieder so aus, dass ich nicht gießen musste, weil Regen kam, wenn auch wenig. Meist zu wenig für "durchdringend"

Am Foto sehen sie noch beser aus. Zur Zeit sind die Blüten abgefallen oder weiß / farblos.

Nochmals, das ist eine im Herbst gesetzte Ramblerrose, die sich erst etablieren muss.

Wenn ich sie jetzt (nur) ein paar Tage zu viel gieße, dann fördert das zwar nicht die Wurzelbildung, aber gefühlsmäßig hat sie bessere Chancen keine Trockenschäden zu bekommen.

Bei 35-37° mache ich lieber keine Experimente. Die Wurzelbildung kann gerne ein paar Tage länger brauchen, wenn ich so auf der sicheren Seite bin.

Ziel ist es die Rosen gar nicht gießen zu müssen, wie früher.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

thuja thujon » Antwort #25 am:

Drainagefan hat geschrieben: 25. Jun 2026, 13:26Hier ist ein typisches Beispiel:
Und hier die Summe der letzten 30 Tage für die Gegend. Da ist von 60 bis 180mm alles dabei.
https://kachelmannwetter.com/de/regensu ... 0550z.html

Auf der gleichen Karte stehen bei mir 50mm, und hier ist es nicht trocken und tägliches gießen absolut unangebracht.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #26 am:

Mufflon hat geschrieben: 25. Jun 2026, 08:11 Wenn ich das richtig lese, machst Du Dir wegen der vertrockneten Blüten Sorgen?
Ich mache mir allgemein bei allen Pflanzen Sorgen, die letzten Herbst gesetzt wurden.

Grundsätzlich sind die Pflanzen im Garten so ausgelegt, dass sie ohne Gießen überleben sollten, wenn sie etabliert sind. Ich merke immer wieder, dass Pflanzen viel besser geht, wenn es geregnet hat. Ich gieße also nur ausnahmsweise, aber bei neuen Pflanzen bin ich eben sehr unsicher, ob ich sie nicht zu viel dursten lassen. Potentilla und Berg-Steinkraut wären fast eingegangen, wenn es nicht geregnet bzw. ich gegossen hätte.

Die Clematis wollte auch nicht so recht, hat es aber mit 1 Trieb geschafft, die anderen Triebe kümmern vor sich hin. Die Clematis war bis auf 10cm Höhe nach dem Winter vertrocknet. Heuer wird im Dezember zurück geschnitten und nicht im Frühjahr. Da sie 10cm unter der Erde gesetzt ist, sehe ich das alles nicht so dramatisch.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

Drainagefan » Antwort #27 am:

solosunny hat geschrieben: 25. Jun 2026, 08:23 Hast du eventuell mit Topfballen gepflanzt?
Ja und auch vergessen die Wurzeln zu lockern. Da muss die Pflanze durch. So üppig wie die blühte, geht es ihr für das 1. Jahr nicht so schlecht. Die Rose davor hat im 1. Jahr gar nicht geblüht. Aber das 1. Jahr ist sowieso immer ganz anders als das 2. Jahr. Da gibt es noch so viel Dünger, etc. aus der Gärtnerei.
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

thuja thujon » Antwort #28 am:

Drainagefan hat geschrieben: 25. Jun 2026, 13:57Wann würdest du zurückschneiden, Herbst oder Frühling?
Würdest du bei deiner Schwiegermutter, wenn sie einen Hitzeschlag hat und ins Koma fällt, bis Herbst warten, um den Notruf zu wählen?
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Re: Gießstrategie bei Hitzewellen

hobab » Antwort #29 am:

Rosen und Mulch? Sind ja Tiefwurzler, also ich würd das lassen. Aber es gibt ja die Rosisten hier…
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