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Stachelbeeren (Gelesen 304704 mal)
Moderator: cydorian
- cydorian
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Re: Stachelbeeren
Meine einzige Lubera-Sorte, Crispa Darling, welkt auch am frühesten und hält am wenigsten aus. Lubera züchtet am Alpenrhein, massenhaft Niederschlag und kaum Hitzespitzen. Enttäuschende Ergebnisse.
Re: Stachelbeeren
Naja, pauschal kann man die Sorten nicht abschreiben. Neben der welken Goldling habe ich zwar noch eine "Lady Late" bei der die Früchte kurz vor der Reife so locker sitzen, dass fast alles vor der Vollreife runter fällt
,... dafür ist die dritte Sorte, die Lady Sun, ein Volltreffer. Kräftiger, aufrechter, schneller Wuchs, solides Aroma, Konsistenz und Süße, absoluter Massenträger mit verlässlicher Ernte und dazu noch nahezu stachellos. In Summe zur Zeit meine Lieblingsorte, wenn auch nicht mein Aroma Favorit. Aber für diese Sorte habe ich gerne zwei totale Nieten in Kauf genommen.
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Re: Stachelbeeren
Die Ausfallquote ist mir zu hoch für weitere Experimente mit dieser Herkunft. Vielleicht dann, wenn ich so viel Platz im Garten hätte, das ich mir sogar Rasen leisten kann :-)
Re: Stachelbeeren
Wie und wann hast du die Stachelbeeren veredelt ?
Seit einigen Jahren habe ich von Januar bis März versucht Hochstämme zu veredeln, hat nie geklappt, sind nach monaten immer wieder vertrocknet.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
Re: Stachelbeeren
Meine ersten Versuche hatte ich mal im August gemacht. Da ist gar nichts von geworden.
Ich habe noch mal nachgeschaut und dieser große, buschige Stamm ist tatsächlich erst zwei Jahre alt, der jüngere Redeva ist von letztem Jahr. Somit waren die ersten beiden Veredelungen irgendwann Ende Februar bis Mitte März 2024. 2/2 waren erfolgreich. Letztes Jahr dann vier verschiedene Sorten, alle vier erfolgreich. Selbe Zeit, nach den Frösten. Dieses Jahr hatte ich eine Veredlung gemacht die auch angewachsen ist.
Die Unterlagen stehen vom Vorjahr an Ort und Stelle bereit, angewurzelt im Beet. Die Edelsorte wird frisch geschnitten mit geschwollenen aber nicht angetriebenen Augen. Schön passende Stärke von Unterlage und Edelreis. Ganz klassisch einfacher Kopulationsschnitt. Eventuell später auch mit Gegenzunge, weiß nicht, aber ich hab wohl beides gemacht, erst ohne und dann wohl auch mal welche mit. Verbunden mit Parafilm, schön fest mehrere Umwicklungen. Dann das komplette Edelreis locker einlagig mit Parafilm gegen Austrocknung umwickelt. Wenn es später treibt bohrt es sich selbst durch, wenn die Knospe dran hängen bleibt hab ich sie von Hand befreit und das Parafilm sehr spät entfernt wenn die Augen gut durchtreiben. Triebe von der Unterlage nach 4-5 Blatt entspitzt und so spät wie möglich ausgebrochen. Man braucht sie lange zur Unterstützung, die Stachelbeere braucht sehr lange und treibt anfangs sehr langsam.
Tja, das wars wohl soweit. Mit Stachelbeere bin ich dann erst mal durch und wenn ich für nächstes Jahr wieder geeignete Unterlagen hinbekommen sollte werde ich dann mal Johannisbeeren versuchen zu veredeln.
Re: Stachelbeeren
Danke der Beschreibung, markoxyz. Bis auf das Umwickeln des Edelreises habe ich es nicht anders gemacht, weiß der Teufel ob es nur daran liegt !? Beim nächsten Mal werde ich es dann auch so probieren.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
