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Stachelbeeren (Gelesen 305391 mal)

Obstgehölze, Beerensträucher und Wein (Veredlungen, Unterlagen, Schnitte und Selektionen) sowie Staudenobst (Erdbeeren)

Moderator: cydorian

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cydorian
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Re: Stachelbeeren

cydorian » Antwort #1530 am:

Meine einzige Lubera-Sorte, Crispa Darling, welkt auch am frühesten und hält am wenigsten aus. Lubera züchtet am Alpenrhein, massenhaft Niederschlag und kaum Hitzespitzen. Enttäuschende Ergebnisse.
markoxyz
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Re: Stachelbeeren

markoxyz » Antwort #1531 am:

Naja, pauschal kann man die Sorten nicht abschreiben. Neben der welken Goldling habe ich zwar noch eine "Lady Late" bei der die Früchte kurz vor der Reife so locker sitzen, dass fast alles vor der Vollreife runter fällt ::) ,... dafür ist die dritte Sorte, die Lady Sun, ein Volltreffer. Kräftiger, aufrechter, schneller Wuchs, solides Aroma, Konsistenz und Süße, absoluter Massenträger mit verlässlicher Ernte und dazu noch nahezu stachellos. In Summe zur Zeit meine Lieblingsorte, wenn auch nicht mein Aroma Favorit. Aber für diese Sorte habe ich gerne zwei totale Nieten in Kauf genommen.
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cydorian
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Re: Stachelbeeren

cydorian » Antwort #1532 am:

Die Ausfallquote ist mir zu hoch für weitere Experimente mit dieser Herkunft. Vielleicht dann, wenn ich so viel Platz im Garten hätte, das ich mir sogar Rasen leisten kann :-)
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555Nase
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Re: Stachelbeeren

555Nase » Antwort #1533 am:

markoxyz hat geschrieben: 29. Jun 2026, 21:25
Und das ist eine Veredelung die ich wohl vor zwei Jahren gemacht hatte, Redeva:

Bild
Wie und wann hast du die Stachelbeeren veredelt ?
Seit einigen Jahren habe ich von Januar bis März versucht Hochstämme zu veredeln, hat nie geklappt, sind nach monaten immer wieder vertrocknet.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
markoxyz
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Re: Stachelbeeren

markoxyz » Antwort #1534 am:

555Nase hat geschrieben: 30. Jun 2026, 00:07Wie und wann hast du die Stachelbeeren veredelt ?
Meine ersten Versuche hatte ich mal im August gemacht. Da ist gar nichts von geworden.
Ich habe noch mal nachgeschaut und dieser große, buschige Stamm ist tatsächlich erst zwei Jahre alt, der jüngere Redeva ist von letztem Jahr. Somit waren die ersten beiden Veredelungen irgendwann Ende Februar bis Mitte März 2024. 2/2 waren erfolgreich. Letztes Jahr dann vier verschiedene Sorten, alle vier erfolgreich. Selbe Zeit, nach den Frösten. Dieses Jahr hatte ich eine Veredlung gemacht die auch angewachsen ist.

Die Unterlagen stehen vom Vorjahr an Ort und Stelle bereit, angewurzelt im Beet. Die Edelsorte wird frisch geschnitten mit geschwollenen aber nicht angetriebenen Augen. Schön passende Stärke von Unterlage und Edelreis. Ganz klassisch einfacher Kopulationsschnitt. Eventuell später auch mit Gegenzunge, weiß nicht, aber ich hab wohl beides gemacht, erst ohne und dann wohl auch mal welche mit. Verbunden mit Parafilm, schön fest mehrere Umwicklungen. Dann das komplette Edelreis locker einlagig mit Parafilm gegen Austrocknung umwickelt. Wenn es später treibt bohrt es sich selbst durch, wenn die Knospe dran hängen bleibt hab ich sie von Hand befreit und das Parafilm sehr spät entfernt wenn die Augen gut durchtreiben. Triebe von der Unterlage nach 4-5 Blatt entspitzt und so spät wie möglich ausgebrochen. Man braucht sie lange zur Unterstützung, die Stachelbeere braucht sehr lange und treibt anfangs sehr langsam.

Tja, das wars wohl soweit. Mit Stachelbeere bin ich dann erst mal durch und wenn ich für nächstes Jahr wieder geeignete Unterlagen hinbekommen sollte werde ich dann mal Johannisbeeren versuchen zu veredeln.
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555Nase
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Re: Stachelbeeren

555Nase » Antwort #1535 am:

Danke der Beschreibung, markoxyz. Bis auf das Umwickeln des Edelreises habe ich es nicht anders gemacht, weiß der Teufel ob es nur daran liegt !? Beim nächsten Mal werde ich es dann auch so probieren.
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
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Re: Stachelbeeren

Elro » Antwort #1536 am:

Heute die letzten Stachelbeeren geerntet. Sie waren teilweise unter Vlies, der Rest ist verkocht.
Diese beiden Sämlinge wollte ich zeigen.
Einmal ganz dunkel mit langen Stiel zum leichten pflücken und nur einfach bewehrt.
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Liebe Grüße Elke
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Re: Stachelbeeren

Elro » Antwort #1537 am:

Die andere heller mit kürzeren Fruchtstiel und ein wenig mehr Dornen.
Beide gefunden unter Ribes divaricatum.
Weitere Sämlinge werden gerodet weil Winzbeeren in hellgrün mit Stachelbeermehltau, die waren kein Bild wert.
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Re: Stachelbeeren

Rib-2BW » Antwort #1538 am:

Die "rosane" Stachelbeere hat was ;D
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Re: Stachelbeeren

Walt Scencer » Antwort #1539 am:

Sehr attraktive Neuentdeckungen, Elke! Wenn nun noch der Geschmack stimmt, dann ziehe ich den Hut :) Wie steht es bei den beiden Sämlingen um die Pflanzengesundheit?
Si tacuisses, philosophus mansisses.

- Anicius Boëthius
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Re: Stachelbeeren

Elro » Antwort #1540 am:

Die beiden sind gesund, sehr hoch wachsend, mit Früchten überhängend. Ich habe das Problem, daß ich damals nicht gemerkt hatte, daß es zwei Sämlinge sind und ich sie nicht mehr getrennt bekomme weil der Busch schon fünf Jahre alt ist und alles wild verwachsen.

Wie geschrieben hatte ich noch andere Sämlinge die ganz übel waren, kleine Minifrüchte mit Mehltau. Die haben das erste mal getragen und dürfen gleich wieder gehen.

Apropos ernten, als ich die Früchte geerntet habe waren einige halb getrocknet und runzlig. Erst wollte ich sie wegwerfen, habe es dann aber gewagt zu verkosten. Die Schrumpeldinger waren zuckersüß, fast wie Rosinen und selbst die Kerne hat man nicht/fast nicht gemerkt.
Vielleicht sollte ich Stachelbeeren mal versuchen zu trocknen?
Liebe Grüße Elke
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Re: Stachelbeeren

Rib-2BW » Antwort #1541 am:

Ich habe somanche wilde Pflanze mit 1 cm Beeren. Noch nicht reif. Vielleicht versuche ich das mal. Felsenbirnen eignen sich hervorgehend zum trocknen.
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