555Nase hat geschrieben: ↑2. Jul 2026, 15:17
So hab ich es gemacht, bis jetzt verheilt es. >>>
War das nicht Baumkrebs, oder erinnere ich mich falsch?
Dennoch ist das natürlich eine tolle Leistung, wenn du den schönen Baum heilen konntest.
Zum eigentlichen Thema, ich kenne eine die sich beharrlich weigert(e) von ihrem für jedermann sichtbar kranken Rindenbrandapfelbaum Notiz zu nehmen, resp. ihn zu entsorgen, wie man das halt so macht. Irgendwann hatte ich spaßeshalber damit begonnen diverse Reste von Fungiziden (Duaxo, u.a. Kupfersulfat als es noch erlaubt war) auf der längs klaffenden (ca 1/3 bis 1/4 Umfang) rußgeschwärzte Schadstelle (min 1,4 m hoch) des Stamms zu entsorgen. Jährlich einmal im Frühjahr, bisher gabs zwei oder drei Anwendungen. Daraufhin begann der Baum allmählich die Schadstelle zu überwallen. Die Sorte weiß ich nicht, Unterlage ist womöglich M106. Der Baum hat mittlerweile mehr Kronenvolumen als in der Zeit bevor der Rindenbrand ihn heimsuchte. Wenn es meiner wäre hätte ich noch befallene Kronenäste rausgenommen, hab jedoch keine Lust mein Schneidwerkzeug zu kontaminieren. Alles hat seine Grenzen. Jedenfalls, ohne diese Erfahrung die Regenerationsfähigkeit eines befallenen Apfelbaumes kennengelernt zu haben würde ich Diplodia weiterhin als Todesurteil betrachten. Ich hätte das nie für möglich gehalten dass sich der vermeintliche Todeskandidat so erholen kann. Hilfreich waren freilich auch das zeitweilige Aussetzen der Dürreereignisse.