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Rindenbrand - diplodia mutila (Gelesen 83574 mal)
Moderator: Nina
Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Naja,
wer schon in den letzten 10 Jahren mal auf der A5/A67 am Darmstädter Kreuz vorbeigefahren ist konnte sehen wie Rindenbrand selbst der Kiefer massiv zugesetzt hat, die Robinie ist hier wohl der Baum, der mit den Hitzeperioden am besten klarkommt. Apfelanbau kannst du hier vergessen, Pfirsich, Aprikose, Kirsche und Walnuss sind die besseren Alternativen.
Bäume auf M9 würde gar nicht mehr pflanzen, außer ich hab ein Bewässerungssystem. M26 dürfte die bessere Alternative sein.
Schobbe,
wer schon in den letzten 10 Jahren mal auf der A5/A67 am Darmstädter Kreuz vorbeigefahren ist konnte sehen wie Rindenbrand selbst der Kiefer massiv zugesetzt hat, die Robinie ist hier wohl der Baum, der mit den Hitzeperioden am besten klarkommt. Apfelanbau kannst du hier vergessen, Pfirsich, Aprikose, Kirsche und Walnuss sind die besseren Alternativen.
Bäume auf M9 würde gar nicht mehr pflanzen, außer ich hab ein Bewässerungssystem. M26 dürfte die bessere Alternative sein.
Schobbe,
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Mathilda11
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
und das ganze auch noch so charmant hingeschmissen, die reine Freude..
- hobab
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
In der Ecke wachsen wohl ganz
ausgezeichnet Prunus serotina, da soll es ja nen Wald geben, in dem nur noch Neophyten überleben - besonders das Mistzeug.
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- cydorian
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Auch die Region (Elros Baum steht allerdings ganz woanders) rund um Darmstadt war ein historisch bedeutendes Anbaugebiet für Äpfel und andere Obstsorten. Der großflächige Anbau, insbesondere als Streuobstwiesen, prägte die Kulturlandschaft der Region schon seit Jahrhunderten. Es ist durchaus überraschend, wenn das innerhalb weniger Jahre ausgeknipst ist.
Als sich endlich am Ende der Nullerjahre die Vermutungen festigten, wieso nach dem ersten Extremjahr 2003 viele Sorten mit Rindenläsionen sterben, war noch lange nicht klar ob und was da der neue Standard wird. Erst in den Jahren nach 2018, als sich alles massiv beschleunigte war gesichert, was die neue Klimarealität in solchen Gegenden anrichtet.
Hinterher ist es leicht, die Realität zu beschreiben und zu behaupten, es wäre ja alles klar und keine Überraschung. Vorher ist es das keineswegs.
Und M9? In Plantagen, bewässert und je nach Boden auch unbewässert, Hagelschutznetz mit Schattierungswirkung, der übliche Pflanzenschutz ist sie nach wie vor funktionierender Standard. Im Hausgarten war davon schon immer abzuraten, ausser man hat guten Boden, ein Spalier, bewässert dauerhaft und findet Wege für Pflanzenschutz. Es ist die Neigung zu Luftwurzeln, die bezüglich Rindenbrand nun einen weiteren Problemfaktor verursacht, aber das gilt für alle schwachen Unterlagen, je schwächer desto stärker. Auch M26 zeigt eine Neigung dazu, allerdings meist schwächer als M9. Schon die sogenannten Wurzelinitialen sind ein Problem. Die schwache M27 ist noch ausgeprägter wie M9.
Sorten mit starker Golden Genetik, aber auch die mit Cox, Glockenapfel, Goldparmäne drin sind heute die Spitzengruppe der Hochrisikosorten. Ich habe aber auch Ausnahmen in diesen Gruppen, allerdings nur persönliche subjektive Erfahrungen, die kann man noch nicht anpreisen.
Als sich endlich am Ende der Nullerjahre die Vermutungen festigten, wieso nach dem ersten Extremjahr 2003 viele Sorten mit Rindenläsionen sterben, war noch lange nicht klar ob und was da der neue Standard wird. Erst in den Jahren nach 2018, als sich alles massiv beschleunigte war gesichert, was die neue Klimarealität in solchen Gegenden anrichtet.
Hinterher ist es leicht, die Realität zu beschreiben und zu behaupten, es wäre ja alles klar und keine Überraschung. Vorher ist es das keineswegs.
Und M9? In Plantagen, bewässert und je nach Boden auch unbewässert, Hagelschutznetz mit Schattierungswirkung, der übliche Pflanzenschutz ist sie nach wie vor funktionierender Standard. Im Hausgarten war davon schon immer abzuraten, ausser man hat guten Boden, ein Spalier, bewässert dauerhaft und findet Wege für Pflanzenschutz. Es ist die Neigung zu Luftwurzeln, die bezüglich Rindenbrand nun einen weiteren Problemfaktor verursacht, aber das gilt für alle schwachen Unterlagen, je schwächer desto stärker. Auch M26 zeigt eine Neigung dazu, allerdings meist schwächer als M9. Schon die sogenannten Wurzelinitialen sind ein Problem. Die schwache M27 ist noch ausgeprägter wie M9.
Sorten mit starker Golden Genetik, aber auch die mit Cox, Glockenapfel, Goldparmäne drin sind heute die Spitzengruppe der Hochrisikosorten. Ich habe aber auch Ausnahmen in diesen Gruppen, allerdings nur persönliche subjektive Erfahrungen, die kann man noch nicht anpreisen.
- Elro
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Stimmt, da steckt viel Golden drin, man könnte fast meinen die Sorte wäre das Original. Wenn der Baum es nicht schafft werde ich diese Sorte nicht erhalten.
Liebe Grüße Elke
- thuja thujon
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Das Sortenkarusell dreht sich, die meisten alten Sorten sind weg vom Fenster, neues, auch nur jedes 10te Korn ein Treffer.
Was hier klar ist, Apfel im Streuobst ist tot, Erträge gibts noch mit M9. Wer ernten möchte muss weg von verbrauchter Genetik und keine Pflege. Gute neue Genetik ist selten, geschmacklich überzeugend noch seltener, da krankt das System. An M9er Krücken liegts nicht willi, Bewässerungssystem allein reicht nicht, bisschen Pflege wie Weißanstrich, das geht auch mit den alten Sorten, notfalls Schnitttechnik anpassen wenn sie vom Sorteneigenen Wuchs her zu speziell sind. Auch das wurde schon gemacht, ich ernte zuverlässig und stecke nicht tief in der Materie.
Pfirsich, Aprikose, die Krankheitskrüppel schlechthin, Kirsche, erntet niemand die Madenrotze, nicht mal die Vögel, man ist froh wenn die gärende Kacke auf dem Boden bei 40°C ausgedörrt wird, damit nicht alles voller Fliegen und Gestank unterm Baum ist. Walnuss, die geht noch halbwegs. Kann mir nur kein Walnussölschobbe für die Hessen vorstellen. Aber der Schobbe ist auch tot. Mosttrinker schützen schon lange keine Streuobstflächen mehr. Most trinken hilft nicht gegen Diplodia. Kalkanstrich und wässern leider auch nicht zu 95% oder mehr. Ein bisschen aber schon, kann den ein oder anderen Versuch wert sein.
Was hier klar ist, Apfel im Streuobst ist tot, Erträge gibts noch mit M9. Wer ernten möchte muss weg von verbrauchter Genetik und keine Pflege. Gute neue Genetik ist selten, geschmacklich überzeugend noch seltener, da krankt das System. An M9er Krücken liegts nicht willi, Bewässerungssystem allein reicht nicht, bisschen Pflege wie Weißanstrich, das geht auch mit den alten Sorten, notfalls Schnitttechnik anpassen wenn sie vom Sorteneigenen Wuchs her zu speziell sind. Auch das wurde schon gemacht, ich ernte zuverlässig und stecke nicht tief in der Materie.
Pfirsich, Aprikose, die Krankheitskrüppel schlechthin, Kirsche, erntet niemand die Madenrotze, nicht mal die Vögel, man ist froh wenn die gärende Kacke auf dem Boden bei 40°C ausgedörrt wird, damit nicht alles voller Fliegen und Gestank unterm Baum ist. Walnuss, die geht noch halbwegs. Kann mir nur kein Walnussölschobbe für die Hessen vorstellen. Aber der Schobbe ist auch tot. Mosttrinker schützen schon lange keine Streuobstflächen mehr. Most trinken hilft nicht gegen Diplodia. Kalkanstrich und wässern leider auch nicht zu 95% oder mehr. Ein bisschen aber schon, kann den ein oder anderen Versuch wert sein.
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Sieht das schon wieder wie Neuinfektion aus ? >>>

Bei den alten Wunden ist es schwierig etwas zu erkennen, wobei der schwarze Fleck rechts bedrohlich aussieht.
Bin schon auf Ersatzsuche. Das Elend werde ich nicht länger dahinvegetieren lassen. >>>


Bei den alten Wunden ist es schwierig etwas zu erkennen, wobei der schwarze Fleck rechts bedrohlich aussieht.
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
- cydorian
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Praktisch alle Neuzüchtungen sind alte Genetik und immer derselbe Brei aus oben erwähnten Gruppen, an erster Stelle natürlich die übliche Golden- Sosse, endlos umgerührt und mit nochmal mit Golden versehen. Es wäre wohl ehrlicher, einfach von vornherein nur noch Golden anzubauen und bloss ein paar andere Genschnipsel mit der Genschere einzufügen, die man dann anpasst wenns wieder "unerwartete" Resistenzdurchbrüche gibt. Aber ich schweife ab.thuja thujon hat geschrieben: ↑5. Jul 2026, 00:47 Gute neue Genetik ist selten, geschmacklich überzeugend noch seltener, da krankt das System
Robuste Sorten gehen quer durchs Spektrum, aber mit einem hier schon oft erwähnte Schwerpunkt, Südosteuropäische Sorten. Wer auf Fuji, Braerburn, Gala & Co steht, wird die tatsächlich nicht überzeugend finden. Zum Glück ists bei mir grad andersrum :-)
- Elro
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Ich werde den Baum heute Abend roden, der Rindenbrand ist fast rundum, das Laub sieht auch heller aus als bei anderen Bäumen, nur fingerbreit ist noch gesund.
Liebe Grüße Elke
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Schade drum. Eine Sicherheitskopie von der Sorte woanders draufveredeln ist für die Katz?
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Könnte ich aber so toll ist die Sorte auch nicht.
Lieber bastle ich mir eine Sicherheitskopie von meiner guten Sauerkirsche weil die nach Garagenbau des Nachbarn im Vollschatten steht und das auch nicht so toll ist.
Lieber bastle ich mir eine Sicherheitskopie von meiner guten Sauerkirsche weil die nach Garagenbau des Nachbarn im Vollschatten steht und das auch nicht so toll ist.
Liebe Grüße Elke
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Gute Idee. Da könntest du sogar mal Steckhölzer probieren.
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Ob das mit so Sorten geht? Genau weiß ich es nicht mehr, entweder es ist Jade oder Saphir, Schild ist weg.
Liebe Grüße Elke
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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
Sortenecht sind Stecklinge oder Steckhölzer auf jeden Fall.
Versuch macht klug, mache doch mal ein Rissling, topfe ihn und mache einen Gefrierbeutel drüber mit Gummi am Topfrand.
Nach 2 Wochen eine Ecke vom Gefrierbeutel abschneiden und so langsam an Luft gewöhnen.
Versuch macht klug, mache doch mal ein Rissling, topfe ihn und mache einen Gefrierbeutel drüber mit Gummi am Topfrand.
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