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100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt (Gelesen 71980 mal)

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Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR

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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #510 am:

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Camellia 'Kumagai'. Habe sie so lange gesucht nur um nach einer erfolgreichend Jagd festzustellen, dass ich sie bereits seit Jahren im Vorgarten ausgepflanzt habe.
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Unscheinbar, macht mich aber sehr sehr glücklich. Auspflanzversuch der Mandevilla laxa ist geglückt! Sie treibt sogar aus dem Altholz aus. Hatte sie bisher nur einmal im Topf bis zur Blüte bekommen - sie ist unglaublich schön, großblütig und duftet absolut genial. Wieder ein kleiner Meilenstein im Exotengärtnern.
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Clerodendrum bungei war meine Obsession 2025. Alle Exemplare haben nicht nur Unmengen an Ausläufern gebildet, sondern trieben nach dem Winter aus dem Altholz aus. Das bedeutet eine der spektakulärsten Blüten vom Sommer bis zum Frost!
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #511 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 28. Apr 2026, 20:31 Vor 2 Wochen hab ich mal die Musa basjoo entkleidet - spannend, wie sie nächste Woche aussieht 8)

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Beeindruckende Kolonie. Bei dem Wetter könntest Du nächste Woche durchaus schon in ihrem Schatten sitzen 😎
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AndreasR
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

AndreasR » Antwort #512 am:

semicolon hat geschrieben: 28. Apr 2026, 21:22 Topfchaos auf der Terrassentreppe. Warum werden es eigentlich immer mehr, obwohl ich immer mehr reduziere? 🤔
Wahrscheinlich so wie bei mir:

"Hmm, sieht so aus, als hätte diese Pflanze den Winter doch nicht überlebt, die muss ich wohl entsorgen..." *ein paar Tage später im Gartencenter/in der Gärtnerei* "Wow, die wollte ich doch schon immer mal haben, und ich habe sogar zufälligerweise noch einen leeren Topf zu Hause." *auf dem Weg zur Kasse kommt man noch am Tisch mit den reduzierten Sachen vorbei* "Boah, nur 3,99 €, normalerweise kostet die mindestens 10,- €, und die sieht doch noch gut aus... Ob ich vielleicht gleich zwei... Nee, doch mal lieber nur eine..."

Tja, und schon ist der leere Topf befüllt, und einen zweiten hat man dann auch noch irgendwo aufgetrieben. ;D
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #513 am:

AndreasR hat geschrieben: 28. Apr 2026, 21:45
semicolon hat geschrieben: 28. Apr 2026, 21:22 Topfchaos auf der Terrassentreppe. Warum werden es eigentlich immer mehr, obwohl ich immer mehr reduziere? 🤔
Wahrscheinlich so wie bei mir:

"Hmm, sieht so aus, als hätte diese Pflanze den Winter doch nicht überlebt, die muss ich wohl entsorgen..." *ein paar Tage später im Gartencenter/in der Gärtnerei* "Wow, die wollte ich doch schon immer mal haben, und ich habe sogar zufälligerweise noch einen leeren Topf zu Hause." *auf dem Weg zur Kasse kommt man noch am Tisch mit den reduzierten Sachen vorbei* "Boah, nur 3,99 €, normalerweise kostet die mindestens 10,- €, und die sieht doch noch gut aus... Ob ich vielleicht gleich zwei... Nee, doch mal lieber nur eine..."

Tja, und schon ist der leere Topf befüllt, und einen zweiten hat man dann auch noch irgendwo aufgetrieben. ;D
Und weil die Totgeglaubte im Wurzelballen doch noch überlebt hat, holt man sich noch einen neuen Topf dazu :-)
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Nox
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

Nox » Antwort #514 am:

semicolon hat geschrieben: 8. Apr 2026, 22:40
Sehr spannend! Ich werde aus Oleander noch nicht schlau. Hatte am Anfang meiner Gartenreise eine Discounterpflanze waghalsig in den Lehmboden gesetzt. Sie ist mir gleich im ersten Winter zurückgefroren und ich hatte den Wurzelstock trotz Neuaustrieb entfernt. Andererseits habe ich seit Jahren eine Erdbeerguave in der kältesten Ecke ausgepflanzt. Sie hatte bisher noch nicht mal Blattschaden und ist inzwischen trotz Rückschnitt gute 2m hoch. Ordne die beiden Arten in puncto Winterhärte ähnlich ein, würdest Du das bestätigen?
Ich will mich mal an der Frage versuchen. Meine Klimazone ist 9a, Südbretagne. Letzten Winter hatten wir kaum mal -3°C, dafür aber Rekordmengen an Regen. Mein Oleander (unbekannte einfache rosane Sorte) sieht traurig aus, abgestorbene Triebspitzen, braune Blätter, kein kräftiger Neutrieb.
Die leiden unter Nässe. Die Blätter werden von Pilzen befallen, werden schwarzbraun und fallen ab. Möglicherweise gedeihen sie, wie Du schreibst, in Ungarn und Bulgarien einfach besser, weil dort die Winter trockener sind.

Mit dem Teil plage ich mich nicht länger ab, Oleander sind hier nicht teuer. Wird nächste Woche ersetzt. Der Kübel ist aus dickwandiger blauglasierter Keramik, den bekomme ich im Winter nicht reingeschleppt.
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hobab
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

hobab » Antwort #515 am:

Also -15° bringt die nicht um, aber die Blätter sind alle tot. An der Nässe lag es nicht, wir hatten einen sehr trockenen Winter…
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #516 am:

Nox hat geschrieben: 29. Apr 2026, 22:45
semicolon hat geschrieben: 8. Apr 2026, 22:40
Sehr spannend! Ich werde aus Oleander noch nicht schlau. Hatte am Anfang meiner Gartenreise eine Discounterpflanze waghalsig in den Lehmboden gesetzt. Sie ist mir gleich im ersten Winter zurückgefroren und ich hatte den Wurzelstock trotz Neuaustrieb entfernt. Andererseits habe ich seit Jahren eine Erdbeerguave in der kältesten Ecke ausgepflanzt. Sie hatte bisher noch nicht mal Blattschaden und ist inzwischen trotz Rückschnitt gute 2m hoch. Ordne die beiden Arten in puncto Winterhärte ähnlich ein, würdest Du das bestätigen?
Ich will mich mal an der Frage versuchen. Meine Klimazone ist 9a, Südbretagne. Letzten Winter hatten wir kaum mal -3°C, dafür aber Rekordmengen an Regen. Mein Oleander (unbekannte einfache rosane Sorte) sieht traurig aus, abgestorbene Triebspitzen, braune Blätter, kein kräftiger Neutrieb.
Die leiden unter Nässe. Die Blätter werden von Pilzen befallen, werden schwarzbraun und fallen ab. Möglicherweise gedeihen sie, wie Du schreibst, in Ungarn und Bulgarien einfach besser, weil dort die Winter trockener sind.

Mit dem Teil plage ich mich nicht länger ab, Oleander sind hier nicht teuer. Wird nächste Woche ersetzt. Der Kübel ist aus dickwandiger blauglasierter Keramik, den bekomme ich im Winter nicht reingeschleppt.
Ich bin bei Dir - eine schnellwüchsige Allerweltspflanze wie Oleander zu überwintern ist wirklich schon beinahe platzverschwenderisch. Allerdings halte ich einen Ausfall bei -3° selbst bei Staunässe und Dauerfrost für äußerst unwahrscheinlich. Denke, hier war eine Infektionskrankheit wie Oleanderkrebs eher der Grund. So gut wie jede Pflanze trägt diese Bakterien in sich, bei ungünstigen Bedingungen und hoher Infektionslast kommt es zum Ausbruch. Die nekrotischen Blattpunkte passen ebenfalls dazu, die fallen mir immer bei Neuankömmlingen vom Züchter bei Frühjahrsbestellungen oder bei alten und kaputtgeschnittenen Pflanzen auf. Ich selbst hatte das bei Freilandüberwinterung noch nie beobachtet. Meine wenigen Pflanzen und viele große Exemplare hier in der Stadt stehen ganzjährig unter freiem Himmel und oft sogar in Untersetzern. Einige ungeschützte ausgepflanzte Exemplare in der Nachbarschaft muss ich mir die Tage einmal ansehen. Statistisch aussagekräftig kann ich mich aber erst im nächsten Jahr äußern, jetzt wo ich 6-7 neue Sorten dazu bekommen gabe. 'Hardy Red' hat einen leicht erhöhten, gut drainierten aber zugigen Gartenplatz unter dem großen Feldahorn bekommen, hier sollte es selbst in nassen Wintern relativ trocken bleiben. 'Nain de Tidili' steht im normalen Lehmboden aber mit großzügig eingebrachtem Lava und Bims. 'Provence' / 'Souvenir de Michel' hat einen riesigen nicht mobilen Terracotta-Kübel im Garten bekommen. Alle anderen bleiben vorerst in Kulturtöpfen verteilt, lediglich der 'Gotsis Kassandra' ist für einen geschützten Platz unter der Überdachung vorgesehen.
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #517 am:

Mein Maskottchen trieb dieses Jahr ungewöhnlich spät erst Ende Juni aus. Dafür ist der Zuwachs enorm und auch die Blattgröße mit fast 20cm im Durchmesser geradezu gigantisch. Wahrscheinlich war der kalte Winter der Grund. Es wird sicher wieder zahlreiche Samen geben und ich habe mir überlegt, sie im Herbst im Garten am Fuße des mickernden Brassaiopsis natürlich keimen zu lassen. Frage mich nur, ob Manihot nicht zufällig zu Wurzelausläufern neigt oder die Knollen reine Speicherorgane wie bei Dahlien sind?
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #518 am:

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Oleander 'Nain de Tidili' geht ebenfalls in Blüte. Es ist der erste Sommer und bisher scheint es, ich hätte die perfekten Bedingungen für Oleander im Garten. Diese Lokalform aus dem Hochgebirge übersteht angeblich problemlos auch zweistelligen Frost und genau das versuchen wir mit dieser kleinen Fotodokumentation heraus zu finden. Rein gestalterisch habe ich leider den miesesten Platz für einen breiten Strauch im Vordergrund ausgesucht aber leider gab es vorerst keine andere Möglichkeit. Wenn das Auspflanzen gelingt, werde ich im kommenden Jahr nochmal umpflanzen oder an Ort und Stelle zu einem malerischen Hochstamm erziehen. Letzteres ist mein eigentliches Ziel.
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #519 am:

Während im Garten selbst die robustesten Arten bei 40° verknuspert sind, blüht es auf der Terrasse:
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Cleronderum bungei, hier als Topfpflanze. Das ist eine dieser Arten, die mich im Kübel wie ausgepflanzt in manische Verzückung versetzt weil sie fast alles verbindet, was ich an Blütenpflanzen mag. Die ausgepflanzen Exemplare ziehen langsam mit der Blüte nach. Die Blüten sind übrigens ein richtiger Magnet für Taubenschwänzchen. Chinesischer Losstrauch für die Welt!
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Oleander 'Dottore Ragionieri', mein ältester Oleander, der sich ausgezeichnet ganzjährig auf der Terrasse schlägt. Für mich hat diese Sorte die schönste Blütenfarbe überhaupt, wobei die ersten Blüten der Saison rosa mit einem lachsfarbenen Unterton aufgehen und nach Wochen bei Sommerhitze immer dunkler und komplexer erscheinen und in ein kräftiges Apricot verlaufen.
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Kletterrose 'Scent from Heaven'. Bislang relativ schwachwüchsig trotz großem Kübel. Genialer und intensiver Duft. Leider ist sie mir schon fast zu grell, aber ich will sie mir nochmal im zweiten Standjahr und mit mehr Blüten ansehen, vielleicht geht es dann etwas mehr in Richtung Orange.
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #520 am:

Alles, wie ich es mag. Inzwischen kommt aif der Terrasse eine beachtliche Höhe zusammen.
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Im Alter lernt man plötzlich absolute Kübelklassiker schätzen. Beim Plumbago verfolge ich die Absicht einer Freilandüberwinterung, die mir realistisch erscheint.
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semicolon
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #521 am:

Kurz vor der großen Hitzewelle...
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

hobab » Antwort #522 am:

Schöne Bilder! Vor allem um die Farfugium beneide ich dich, die würden hier aber kaum überleben. Schön sind sie trotzdem!
Letztes Jahr hatte jemand nettes den Clerodendron angeboten, der sich wohl sehr ausbreitet. Hatte irgendwie nicht geklappt mit verschicken, was ich bei dem Foto sehr bedaure. Schon ein spannender Bereich in dem du dich bewegst - irgendwann werden einige der Pflanzen ja auch in der Praxis ankommen und da ein paar Erfahrungen zu haben ist schon gut.
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

semicolon » Antwort #523 am:

Also Farfugium und Clerodendrum sind bereits angekommen :-)
Clerodendrum sollte auch fast überall winterhart sein.

Das Taubenschwänzchen kommt jeden Abend für ein paar Stunden auf einen Drink vorbei 🥰
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Re: 100qm eklektischer Wildnis in der Innenstadt

hobab » Antwort #524 am:

Clerodendron scheint hart genug, Farfugium wohl eher weniger. Schade, der ist schon sehr besonders, Stauden mit denen man so gut Pflanzungen gliedern kann, gibt es nicht so viele
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