News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung (Gelesen 266844 mal)
Moderator: cydorian
- Lupin III
- Newbie
- Beiträge: 11
- Registriert: 8. Aug 2025, 18:35
- Region: Salzburg, AT
- Höhe über NHN: 440
- Bodenart: lehmig
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Falschen Mehltau auf Weinrebe erfolgreich bekämpfen?
Wir haben jetzt das vierte Jahr in Folge einen falschen Mehltau auf unseren 2 Weinreben (Uhudler, der ja eigentlich recht robust sein sollte), sodass wir so gut wie keinen bzw. gar keinen Ertrag gehabt haben. Dass es falscher Mehltau ist, ist ziemlich sicher, da wir einerseits mit den befallenen Blättern zum Gartencenter gegangen sind, aber auch die sonst so zu findenden Bilder genau passen.
Im ersten Jahr wussten wir noch gar nicht, was es eigentlich ist. Es war noch was zu ernten, da der Befall recht spät aufgetreten ist und schon fast nach normalem Herbst ausgesehen hat.
Im nächsten Jahr war der falsche Mehltau dann wieder da, diesmal früher, und wir haben mit COMPO Ortiva behandelt. Aber da war der Befall schon zu groß und es schon zu spät. Das Ergebnis: lauter "Leder"-Beeren.
Letztes Jahr dann wieder. Eine Behandlung mit COMPO Ortiva, die Reben außerdem regelmäßig ausgedünnt, damit sie schnell abtrocknen können, Laub möglichst gut eingesammelt und mit reinem Kaliumdünger gedüngt (also darauf geachtet, dass kein Stickstoffdünger dazu kommt; die Reben schießen so schon schnell genug). Ernte null.
Aber auch dieses Jahr war er wieder da. Diesmal haben wir relativ früh mit COMPO behandelt inklusive besprühen der Knospen, worauf für ca. eineinhalb Monate alles gut ausgesehen hat. Außerdem mehrmals wöchentlich jedes Blatt entfernt, dass nicht perfekt ausgesehen hat (egal ob Mehltau verdächtig oder nicht). So ab Juli sind die Blätter aber nicht mehr richtig dunkelgrün geworden und auch wenn nie ein großer Befall sichtbar war, sind alle Trauben verkümmert. Wir haben jetzt auch alles grüne abgeschnitten noch bevor die Blätter überhaupt angefangen haben abzufallen, damit ja nichts im Boden landet.
Um nicht erst nächstes Jahr im Herbst darauf zu kommen, dass auch das nicht gereicht hat, hat jemand Tipps um wieder einmal eine Ernte zu bekommen? (über 10kg Trauben waren früher schon drin)
Muss man den Boden irgendwie behandeln, weil dort die Sporen überwintern? (herabgefallenes Laub gibt es dieses Jahr wie gesagt keins)
Wie sieht es mit dem Stamm und den Zweigen der Rebe selbst aus? Sitzen die Sporen auch in deren Rinde?
Wann sollte man die erste Behandlung mit einem Pilzmittel machen?
Gibt es irgendwelche anderen Wirte, die dem falschen Mehltau beim überwintern oder verbreiten helfen? Soviel ich weiß ist der falsche Mehltau ja eine ganze Gruppe von verschiedenen (nichtmal wirklich) Pilzen, die recht wirtsspezifisch sind. Aber vielleicht gibt es da ja was.
Im ersten Jahr wussten wir noch gar nicht, was es eigentlich ist. Es war noch was zu ernten, da der Befall recht spät aufgetreten ist und schon fast nach normalem Herbst ausgesehen hat.
Im nächsten Jahr war der falsche Mehltau dann wieder da, diesmal früher, und wir haben mit COMPO Ortiva behandelt. Aber da war der Befall schon zu groß und es schon zu spät. Das Ergebnis: lauter "Leder"-Beeren.
Letztes Jahr dann wieder. Eine Behandlung mit COMPO Ortiva, die Reben außerdem regelmäßig ausgedünnt, damit sie schnell abtrocknen können, Laub möglichst gut eingesammelt und mit reinem Kaliumdünger gedüngt (also darauf geachtet, dass kein Stickstoffdünger dazu kommt; die Reben schießen so schon schnell genug). Ernte null.
Aber auch dieses Jahr war er wieder da. Diesmal haben wir relativ früh mit COMPO behandelt inklusive besprühen der Knospen, worauf für ca. eineinhalb Monate alles gut ausgesehen hat. Außerdem mehrmals wöchentlich jedes Blatt entfernt, dass nicht perfekt ausgesehen hat (egal ob Mehltau verdächtig oder nicht). So ab Juli sind die Blätter aber nicht mehr richtig dunkelgrün geworden und auch wenn nie ein großer Befall sichtbar war, sind alle Trauben verkümmert. Wir haben jetzt auch alles grüne abgeschnitten noch bevor die Blätter überhaupt angefangen haben abzufallen, damit ja nichts im Boden landet.
Um nicht erst nächstes Jahr im Herbst darauf zu kommen, dass auch das nicht gereicht hat, hat jemand Tipps um wieder einmal eine Ernte zu bekommen? (über 10kg Trauben waren früher schon drin)
Muss man den Boden irgendwie behandeln, weil dort die Sporen überwintern? (herabgefallenes Laub gibt es dieses Jahr wie gesagt keins)
Wie sieht es mit dem Stamm und den Zweigen der Rebe selbst aus? Sitzen die Sporen auch in deren Rinde?
Wann sollte man die erste Behandlung mit einem Pilzmittel machen?
Gibt es irgendwelche anderen Wirte, die dem falschen Mehltau beim überwintern oder verbreiten helfen? Soviel ich weiß ist der falsche Mehltau ja eine ganze Gruppe von verschiedenen (nichtmal wirklich) Pilzen, die recht wirtsspezifisch sind. Aber vielleicht gibt es da ja was.
- thuja thujon
- Beiträge: 24355
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Der falsche Mehltau der Weinrebe ist ein Eipilz, der nicht auf andere Wirtspflanzen geht bzw nicht von diesen auf die Weinrebe überspringt.
Falllaub bzw befallenes Laub entfernen ist ein guter Anfang, aber wenn es schon mal da war, wird es irgendwo in der Umgebung einen Herd geben, der deine Reben mitverseucht. Und die letzten beiden Jahre waren zumindest hier in der Pfalz kaum echte falsche Mehltau Jahre, man hat ihn selbst in unbehandelten Varianten suchen müssen. Leitkrankheit ist hier seit Jahren der echte Mehltau.
Der falsche war vor Jahren mal etwas stärker vertreten, die letzten Jahre aber aufgrund von Mangel an Feuchtigkeit kaum problematisch. Vielleicht ist bei dir die Lage auch einfach zu wenig offen. Gut durchlüftet, so dass es im Sommer nach Gewittern schnell abtrocknet, ist schon viel wert. Vielleicht mal die größeren Gehölze drumrum roden, abendliche Gießrunden überdenken usw.
Ortiva, hat tendenziell Wirkung auf Eipilze, aber keine zufriedenstellende auf den falschen Mehltau bei Weinrebe, hat deswegen auch keine Zulassung und wird auch nicht im Weinbau verwendet. Wenn ein Compo Produkt gefragt sein soll, Basfoliar Aktiv hat noch das Phosphonat drin aufgrund einer griechischen EU-Zulassung für diesen Blattdünger. Den würde ich mir mal sichern, bevor es zu spät ist. Im Vorblütebereich durchaus ein wichtiges Werkzeug für gesunde Pflanzen.
Ansonsten wird es dann schon leider schwach für den Haus- und Kleingarten. Kupfer wirkt schlecht und ist längst raus, Polyram auch nicht mehr, anderes fehlt auch. Bleibt als Fazit, nicht mehr bekämpfbar, Reben im Hausgarten roden. Mit dem Bundestagabgeordneten für den jeweiligen Wahlkreis sprechen, damit er sich für ein besseres Zulassungssystem für Pflanzenschutzprodukte einsetzt, damit Weinreben im Garten wieder unter guter fachlicher Praxis anbaufähig werden.
Falllaub bzw befallenes Laub entfernen ist ein guter Anfang, aber wenn es schon mal da war, wird es irgendwo in der Umgebung einen Herd geben, der deine Reben mitverseucht. Und die letzten beiden Jahre waren zumindest hier in der Pfalz kaum echte falsche Mehltau Jahre, man hat ihn selbst in unbehandelten Varianten suchen müssen. Leitkrankheit ist hier seit Jahren der echte Mehltau.
Der falsche war vor Jahren mal etwas stärker vertreten, die letzten Jahre aber aufgrund von Mangel an Feuchtigkeit kaum problematisch. Vielleicht ist bei dir die Lage auch einfach zu wenig offen. Gut durchlüftet, so dass es im Sommer nach Gewittern schnell abtrocknet, ist schon viel wert. Vielleicht mal die größeren Gehölze drumrum roden, abendliche Gießrunden überdenken usw.
Ortiva, hat tendenziell Wirkung auf Eipilze, aber keine zufriedenstellende auf den falschen Mehltau bei Weinrebe, hat deswegen auch keine Zulassung und wird auch nicht im Weinbau verwendet. Wenn ein Compo Produkt gefragt sein soll, Basfoliar Aktiv hat noch das Phosphonat drin aufgrund einer griechischen EU-Zulassung für diesen Blattdünger. Den würde ich mir mal sichern, bevor es zu spät ist. Im Vorblütebereich durchaus ein wichtiges Werkzeug für gesunde Pflanzen.
Ansonsten wird es dann schon leider schwach für den Haus- und Kleingarten. Kupfer wirkt schlecht und ist längst raus, Polyram auch nicht mehr, anderes fehlt auch. Bleibt als Fazit, nicht mehr bekämpfbar, Reben im Hausgarten roden. Mit dem Bundestagabgeordneten für den jeweiligen Wahlkreis sprechen, damit er sich für ein besseres Zulassungssystem für Pflanzenschutzprodukte einsetzt, damit Weinreben im Garten wieder unter guter fachlicher Praxis anbaufähig werden.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Hallo, ich brauche mal Euren Rat. Habe vor einigen Jahren eine Rebe gepflanzt, die auch bald getragen hat (hatte extra einige Trauben entfernt, um die junge Pflanze nicht zu sehr zu belasten). Im letzten Jahr haben sich nur noch wenige Fruchtstände entwickelt und in diesem Jahr noch weniger. Diese sind dann auch eingetrocknet und abgefallen. Was läuft da wohl falsch und was könnte ich tun? Die Pflanze entwickelt sehr viel Blattmasse und ich schneide auch regelmäßig, soll ich noch mehr zurückschneiden?


Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
- thuja thujon
- Beiträge: 24355
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
So wie es auf Bild 1 aussieht, schneidest du dir den Ertrag selbst weg. Einige Sorten wollen an den Basalaugen keine Trauben bilden. Diese Sorten sollte man nicht kurz auf Zapfen schneiden, sondern längere Ruten stehen lassen, also etwa 10-12 Augen und die langen Ruten runterbinden.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Es handelt sich um die Sorte Lakemont. Meinst du also, ich soll beim Frühjahrsschnitt nicht auf die Zapfen einkürzen, sondern die Vorjahrestriebe (Ruten) mit ca. 10 Augen stehen lassen und diese Ruten dann herunterbinden oder die daraus neu wachsenden Triebe? Wie kann ich mir das an der Holzwand vorstellen? Habe es nicht ganz verstanden. Stelle mir gerade unübersichtlich viele Ruten vor...
Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
- thuja thujon
- Beiträge: 24355
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Die Ruten, die jetzt aus den Zapfen kommen, einfach alles inklusive Zapfen wegschneiden bis auf jeden 5ten oder mehr, die übrig bleibenden langen Ruten, etwa einen Meter lang, flach biegen und an das alte Holz binden. Auf dieser Strecke braucht es keine weiteren Zapfen mit Ruten. Die Austriebe aus der langen Rute wie gewohnt wachsen lassen. Eigentlich wäre da eine Unterstützung wie Draht zum festmachen hilfreich, eine Bretterwand ist halt die denkbar schlechteste Rankhilfe, vor allem wenn kein Platz für die Triebe ist.
Von den Trieben macht Lakemont übrigens extrem viel und auch lange Triebe, ein regelrechtes Wuchsmonster mit wenig Ertrag und kleinen Trauben mit noch kleineren Beeren, dazu der Geschmack, den nicht alle mögen. Eigentlich eine furchtbare Sorte.
Von den Trieben macht Lakemont übrigens extrem viel und auch lange Triebe, ein regelrechtes Wuchsmonster mit wenig Ertrag und kleinen Trauben mit noch kleineren Beeren, dazu der Geschmack, den nicht alle mögen. Eigentlich eine furchtbare Sorte.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 12934
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Hatte ich auch an einer jüngeren Tafeltraube. Die Sorte habe ich zweimal, an einem anderen Platz null Problem. Der Ort zeigt den Grund: Es war voll Südsonne. Die Hitze in Kombination mit wenig Wurzelmasse (junge Rebe eben) und einer betonierten Mauer, die den Wurzelraum einschränkte.
Andere Gründe können Stiellähme sein, an Lakemont aber nicht und wenn dann erst später. Oder früher Befall mit falschem Mehltau, aber das Wetter war absolut nicht danach.
- Mediterraneus
- Beiträge: 29897
- Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
- Region: Südspessart
- Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
- Bodenart: Roter Buntsandstein
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Mit den Sorten, die an langen Ruten tragen, hab ich auch so meine Probleme (ich hab Romulus). Ich schneide die im Winter einfach weniger und warte ab. Nachdem sie Früchte angesetzt hat, lichte ich aus.
Zapfenschnitt geht einfacher.
Zapfenschnitt geht einfacher.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
- thuja thujon
- Beiträge: 24355
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Der Unterschied ist, man muss bis 10 zählen können. Bis 2 zählen ist einfacher, aber beides Grundschulstoff erste Klasse. Also wenn man das mal in einer Mutterspracheähnlichen Sprache erklärt bekommt, ist das erlernbar.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Also so wie auf meiner Skizze? a = vorjähriger Trieb, b = neuer Austrieb, an dem dann auch die Trauben wachsen?
Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
- thuja thujon
- Beiträge: 24355
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Korrekt.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
danke
Man soll die Dinge nicht so tragisch nehmen, wie sie sind (Karl Valentin)
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 12934
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
So sieht das aus, wenn man Abends mit zu hoch dosiertem Kaliumhydrogencarbonat behandelt:
Von unten aufgenommen. Exponierte Beeren an heisser Stelle werden unten nekrotisch, dort wo zu viel auf der Traube war so dass sich Tropfen unten bilden. Also Vorsicht. Weit entwickelte Beeren sind sowieso nicht mehr anfällig, aber die Nachzügler und Spätentwickler-Sorten.
Von unten aufgenommen. Exponierte Beeren an heisser Stelle werden unten nekrotisch, dort wo zu viel auf der Traube war so dass sich Tropfen unten bilden. Also Vorsicht. Weit entwickelte Beeren sind sowieso nicht mehr anfällig, aber die Nachzügler und Spätentwickler-Sorten.
- thuja thujon
- Beiträge: 24355
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Naja, anfällig für echten sind sie immer noch. Und jetzt zeigen sich auch die Infektionen, wo man vor 4 Wochen gedacht hat, das geht noch gut. Biologie verzeiht halt nix, 0,01% werden schnell 100%.
Abtropfen oder Tropfen bilden, man muss es wirklich gezeigt bekommen, mit wenig Spritzbrühe zu arbeiten. In der Regel wird gefühlt das doppelte des guten verbraucht. Also doppelt so viel ergibt nun mal Schäden. Das liegt nicht am Mittel, sondern an der Technik. Natürlich ist Kaliumhydrogencarbonat bei so einem Wetter wie aktuell gefährlich. Aber die doppelte Dosis noch mehr.
Jedenfalls danke für die Bilder, so kann man lernen, man kommt weiter. Ich vermute bei der dichten Traube rechts auch Stiellähme, würde ich evtl komplett wegschneiden, quetscht sich später wohl sowieso selbst ab, und den Rest der Traubenzonen mit Bittersalz vorbeugend behandeln. Solo, nicht in Mischung.
Abtropfen oder Tropfen bilden, man muss es wirklich gezeigt bekommen, mit wenig Spritzbrühe zu arbeiten. In der Regel wird gefühlt das doppelte des guten verbraucht. Also doppelt so viel ergibt nun mal Schäden. Das liegt nicht am Mittel, sondern an der Technik. Natürlich ist Kaliumhydrogencarbonat bei so einem Wetter wie aktuell gefährlich. Aber die doppelte Dosis noch mehr.
Jedenfalls danke für die Bilder, so kann man lernen, man kommt weiter. Ich vermute bei der dichten Traube rechts auch Stiellähme, würde ich evtl komplett wegschneiden, quetscht sich später wohl sowieso selbst ab, und den Rest der Traubenzonen mit Bittersalz vorbeugend behandeln. Solo, nicht in Mischung.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- cydorian
- Garten-pur Team
- Beiträge: 12934
- Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
- Höhe über NHN: 190
- Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
- Kontaktdaten:
Re: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
Und Vorsicht vor Schwefel, der wäre noch fataler. Über 28 Grad gibts Verbrennungen. Den habe ich an anfälligen Sorten 3x bis max. Erbsengrösse und passender Temperatur angewendet. Generell siehts zum Glück gut aus, Wetter passte halbwegs, wenn man allerdings doch noch Mehltaubeeren sieht wird man nervös.
Die ausserhalb Hobby nehmen Mefentrifluconazol, Fluxapyroxad, Metrafenon...
Wie jedes Jahr Null Befall bei Null Behandlung an Jupiter, Einset Seedless, Vera, Ontario. Das Feld ist ganz klar getrennt. Keine der Ost-Sorten ist befallsfrei, egal wie glänzend die Resistenzeigenschaften beworben werden.
Die ausserhalb Hobby nehmen Mefentrifluconazol, Fluxapyroxad, Metrafenon...
Wie jedes Jahr Null Befall bei Null Behandlung an Jupiter, Einset Seedless, Vera, Ontario. Das Feld ist ganz klar getrennt. Keine der Ost-Sorten ist befallsfrei, egal wie glänzend die Resistenzeigenschaften beworben werden.