News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Schrebergarten mit Aussicht (Gelesen 3025 mal)
- solosunny
- Beiträge: 2198
- Registriert: 3. Feb 2016, 22:13
- Wohnort: Erfurt
- Höhe über NHN: 260
- Bodenart: Mergel mit Ton
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Sehr schön beschrieben, ich harre der Fortsetzung
- Frau P
- Beiträge: 321
- Registriert: 31. Mai 2024, 15:56
- Region: Südwesten
- Höhe über NHN: 364m ü NN
- Bodenart: humos
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Es knirschte also in der Tiefe des Beets. Ich holte den Mann dazu und er grub tiefer und wir fanden einbetonierte Pfosten mit Stahlträger. 2 Stück. Abgeflext.
Wir gruben sie aus und stellten sie an den Rand. Hört sich so locker flockig an, dauerte aber einen guten Nachmittag. Alles schon wieder doppelt so lang wie man dachte. Schließlich ist das betreffende Beet kein Riesenbeet, sondern vielleicht 3, maximal 4qm groß.
Die Pfosten waren weg. Also zwei. Der Dritte war direkt in der Beeteinfassung, die ihrerseits betoniert war und der Betonklotz, in dem der Pfosten steckte, reichte bis unter die Gehwegplatten, die sich daran anschlossen. Unter den Gehwegplatten ahnten wir natürlich weiteren Bauschutt. Geschenkt, da der Pfosten fast ebenerdig abgeflext und damit keine Stolperfalle war, gewann die Pfuscherseite.
Nachdem das entschieden war, ging es beim Graben im Beet noch ein klein wenig tiefer. Erneut ein unschönes Geräusch des Spatens... wir gruben und schaufelten die Erde zur Seite und fanden erneut einen Schatz in ca 20 cm Tiefe. Zwei Steinplatten (so wie diese Steinfensterbänke aussehend), jeweils 1qm groß. Schön nah aneinander gelegt. Naja, wir hatten ja auch schon Sehnsucht nach unseren neuen besten Freunden vom Wertstoffhof, wohin wir den Bauschutt immer brachten und die kostenlos abgebbare Menge für dieses Jahr war ja inzwischen auch schon aufgebraucht. Yeah! Was war das mal gewesen? Ein Sandkasten mit Sonnensegeln? Ein kleiner Pavillon? Wir wissen es nicht.
Wir hebelten die Platten also hoch, entdeckten wunderbare Ameisenstraßen, Megawurzeln des Hartriegels (ihr erinnert euch an meinen Ausschlag)- davon gibts später ein Foto. Sieht fast aus wie der Amazonas von oben. Halt in braun. Platten entfernt!
Da ich untendrunter nun eher wenig gutes Bodenleben und gute Erde erwartete, aber ja die Tomatenpflanzen nur das Beste (von allem!) verdienten, musste da nun noch Kompost runtergemischt werden. Ich bat den Mann also, noch etwas tiefer zu graben, um dann die Komposterde unterheben zu können.
Und es gab schon wieder das Geräusch, das wir inzwischen fürchteten. Folgerichtig fanden wir auch hier Bauschutt, Ziegelsteine (aufgehoben!), kleine Steine, größere Brocken, Fliesenreste usw. usf. Es war soviel, dass wir das Beet in "das Steinebeet" umtauften.
Unsere neuen Freunde vom Wertstoffhof schauten uns mitleidig an, kassierten 5€ pro vollem Kofferraum und freuten sich über eine gekaufte TK-Torte, die ich ihnen als Dank vorbeibrachte. Zum Backen hatte ich schon lange keine Zeit mehr.
Der grobe Bauschutt war die eine Sache, aber das ganze zerbröselte Zeug eine ganz andere. Aber wir hatten ein Durchwurfsieb. Der Mann schaufelte wie schon im Pfefferminzbeet die Erde, ich las diesmal die Steine auf.
Statt gemütlicher Spaziergänge zu zweit oder als Familie gab es bei uns gute zwei Wochen ein Erdloch mit Durchwurfsieb und Schaufel.
Im Juni war es soweit, das Gröbste war erledigt und man muss den Perfektionismus ja in die richtigen Bahnen lenken, sonst wird man verrückt. Also pflanzten wir die inzwischen recht großen Tomatenpflanzen in die mit Kompost angereicherte Erde, dazwischen noch etwas Möhren und Chilipflanzen, zwei geschenkte Chinakohle kamen auch noch dazu. Die Chinakohle wurden quasi über Nacht Opfer der Schnecken, aber die Gerippe sehen auch sehr dekorativ aus.
Jetzt gab es quasi schon 3 mehr oder wenig große Gemüsebeete. 500kg Tomaten, wir warten auf euch!
Wir gruben sie aus und stellten sie an den Rand. Hört sich so locker flockig an, dauerte aber einen guten Nachmittag. Alles schon wieder doppelt so lang wie man dachte. Schließlich ist das betreffende Beet kein Riesenbeet, sondern vielleicht 3, maximal 4qm groß.
Die Pfosten waren weg. Also zwei. Der Dritte war direkt in der Beeteinfassung, die ihrerseits betoniert war und der Betonklotz, in dem der Pfosten steckte, reichte bis unter die Gehwegplatten, die sich daran anschlossen. Unter den Gehwegplatten ahnten wir natürlich weiteren Bauschutt. Geschenkt, da der Pfosten fast ebenerdig abgeflext und damit keine Stolperfalle war, gewann die Pfuscherseite.
Nachdem das entschieden war, ging es beim Graben im Beet noch ein klein wenig tiefer. Erneut ein unschönes Geräusch des Spatens... wir gruben und schaufelten die Erde zur Seite und fanden erneut einen Schatz in ca 20 cm Tiefe. Zwei Steinplatten (so wie diese Steinfensterbänke aussehend), jeweils 1qm groß. Schön nah aneinander gelegt. Naja, wir hatten ja auch schon Sehnsucht nach unseren neuen besten Freunden vom Wertstoffhof, wohin wir den Bauschutt immer brachten und die kostenlos abgebbare Menge für dieses Jahr war ja inzwischen auch schon aufgebraucht. Yeah! Was war das mal gewesen? Ein Sandkasten mit Sonnensegeln? Ein kleiner Pavillon? Wir wissen es nicht.
Wir hebelten die Platten also hoch, entdeckten wunderbare Ameisenstraßen, Megawurzeln des Hartriegels (ihr erinnert euch an meinen Ausschlag)- davon gibts später ein Foto. Sieht fast aus wie der Amazonas von oben. Halt in braun. Platten entfernt!
Da ich untendrunter nun eher wenig gutes Bodenleben und gute Erde erwartete, aber ja die Tomatenpflanzen nur das Beste (von allem!) verdienten, musste da nun noch Kompost runtergemischt werden. Ich bat den Mann also, noch etwas tiefer zu graben, um dann die Komposterde unterheben zu können.
Und es gab schon wieder das Geräusch, das wir inzwischen fürchteten. Folgerichtig fanden wir auch hier Bauschutt, Ziegelsteine (aufgehoben!), kleine Steine, größere Brocken, Fliesenreste usw. usf. Es war soviel, dass wir das Beet in "das Steinebeet" umtauften.
Unsere neuen Freunde vom Wertstoffhof schauten uns mitleidig an, kassierten 5€ pro vollem Kofferraum und freuten sich über eine gekaufte TK-Torte, die ich ihnen als Dank vorbeibrachte. Zum Backen hatte ich schon lange keine Zeit mehr.
Der grobe Bauschutt war die eine Sache, aber das ganze zerbröselte Zeug eine ganz andere. Aber wir hatten ein Durchwurfsieb. Der Mann schaufelte wie schon im Pfefferminzbeet die Erde, ich las diesmal die Steine auf.
Statt gemütlicher Spaziergänge zu zweit oder als Familie gab es bei uns gute zwei Wochen ein Erdloch mit Durchwurfsieb und Schaufel.
Im Juni war es soweit, das Gröbste war erledigt und man muss den Perfektionismus ja in die richtigen Bahnen lenken, sonst wird man verrückt. Also pflanzten wir die inzwischen recht großen Tomatenpflanzen in die mit Kompost angereicherte Erde, dazwischen noch etwas Möhren und Chilipflanzen, zwei geschenkte Chinakohle kamen auch noch dazu. Die Chinakohle wurden quasi über Nacht Opfer der Schnecken, aber die Gerippe sehen auch sehr dekorativ aus.
Jetzt gab es quasi schon 3 mehr oder wenig große Gemüsebeete. 500kg Tomaten, wir warten auf euch!
Zuletzt geändert von Frau P am 18. Jul 2026, 11:51, insgesamt 2-mal geändert.
- helga7
- Beiträge: 5666
- Registriert: 12. Dez 2003, 19:03
- Wohnort: Klagenfurt am Wörthersee
- Region: Kärntner Seengebiet
- Höhe über NHN: 446m
- Bodenart: lehmig; schottrig
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
du schreibst so lebendig, echt gut zu lesen (wenn auch bestimmt nicht, zu erleben
) 
Ciao
Helga
Helga
- Frau P
- Beiträge: 321
- Registriert: 31. Mai 2024, 15:56
- Region: Südwesten
- Höhe über NHN: 364m ü NN
- Bodenart: humos
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Ich vergaß natürlich zu erwähnen, dass sich das Steinebeet an einem Weg der Anlage befand. Dementsprechend bekamen wir viele mitleidige Blicke und auch humoröse Kommentare a la "Ihr seid ja stein-reich!". 
-
ringelnatz
- Beiträge: 2804
- Registriert: 29. Okt 2019, 12:23
- Kontaktdaten:
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Klassiker im Kleingarten... man kann schon dankbar sein, wenn man keine Asbestwellplatten ausgräbt.
Ich habe auch schon viele spannende Beton-Stein-"Kunstwerke" ausgegraben, die sich in 20cm Tiefe innerhalb der vergangenen Jahrzehnte angesammelt haben.
Scheint irgendwie für viele zur Kleingartenkultur dazuzugehören, seinen Dreck nicht zu entsorgen. Finde ich einfach nur erbärmlich
5€ pro Kofferraum am Wertstoffhif (ich hoffe, ein großer!) geht zumindest noch...! Größere Mengen gehen auch ganz gut bei Baustoffentsorgern zu entsorgen. In Berlin nimmt die BSR maximal einen (!) 10l-Eimer an...
1000 Karmapunkte an euch!
Ich habe auch schon viele spannende Beton-Stein-"Kunstwerke" ausgegraben, die sich in 20cm Tiefe innerhalb der vergangenen Jahrzehnte angesammelt haben.
Scheint irgendwie für viele zur Kleingartenkultur dazuzugehören, seinen Dreck nicht zu entsorgen. Finde ich einfach nur erbärmlich
5€ pro Kofferraum am Wertstoffhif (ich hoffe, ein großer!) geht zumindest noch...! Größere Mengen gehen auch ganz gut bei Baustoffentsorgern zu entsorgen. In Berlin nimmt die BSR maximal einen (!) 10l-Eimer an...
1000 Karmapunkte an euch!
- Lady Gaga
- Beiträge: 5058
- Registriert: 6. Okt 2020, 19:30
- Wohnort: Nähe Eisenstadt
- Region: Nordburgenland
- Höhe über NHN: 130m ü.A.
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Mir macht die Erzählung auch viel Spaß.
Die Schätze im Boden gibts nicht nur im Schrebergarten. Als ich das Nachbargrundstück gekauft habe, gings mir genauso. Anfangs entfernten wir 10 Tonnen div. Ziegel, Steine, Automüll und Asphaltstücke im Garten, kostete bei der Müllstelle auch was, freundlicherweise fuhr der Nachbar mit dem Traktor von GG's Bruder.
GG meinte, dass es früher keine Mülldeponie gab, wo man was abliefern konnte, also grub man den Abfahll im Garten ein.
Die Schätze im Boden gibts nicht nur im Schrebergarten. Als ich das Nachbargrundstück gekauft habe, gings mir genauso. Anfangs entfernten wir 10 Tonnen div. Ziegel, Steine, Automüll und Asphaltstücke im Garten, kostete bei der Müllstelle auch was, freundlicherweise fuhr der Nachbar mit dem Traktor von GG's Bruder.
GG meinte, dass es früher keine Mülldeponie gab, wo man was abliefern konnte, also grub man den Abfahll im Garten ein.
Grüße aus dem Burgenland, dem Land der Sonne!
- Frau P
- Beiträge: 321
- Registriert: 31. Mai 2024, 15:56
- Region: Südwesten
- Höhe über NHN: 364m ü NN
- Bodenart: humos
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Oh ja, das stimmt- bei uns war es zum Glück kein Asbest! Wir sind hier ja im tiefsten Schwabenland, vielleicht ist es so gewesen, wie Lady Gaga schrieb, dass es früher keine Rückgabemöglichkeiten gab oder sie waren den Kleingärtnern schlicht zu teuer.ringelnatz hat geschrieben: ↑18. Jul 2026, 11:08 man kann schon dankbar sein, wenn man keine Asbestwellplatten ausgräbt.
...
Scheint irgendwie für viele zur Kleingartenkultur dazuzugehören, seinen Dreck nicht zu entsorgen.
...
In Berlin nimmt die BSR maximal einen (!) 10l-Eimer an...
Bei uns kann man pro Jahr 40 (oder doch 50 oder 30?) Liter Bauschutt kostenlos entsorgen. Danach kostet es. Ich hab aber nicht auf dem Schirm wieviel... aber doch soviel, dass uns 5€ günstig vorkamen.
- Frau P
- Beiträge: 321
- Registriert: 31. Mai 2024, 15:56
- Region: Südwesten
- Höhe über NHN: 364m ü NN
- Bodenart: humos
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Bevor es weitergeht... die Aussicht letzte Woche- ein Traum!
Nicht fehlen darf natürlich die Deutschlandflagge... (Disclaimer: jede Flagge würde mich hier stören!)
- Frau P
- Beiträge: 321
- Registriert: 31. Mai 2024, 15:56
- Region: Südwesten
- Höhe über NHN: 364m ü NN
- Bodenart: humos
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Ansonsten ging im Sommer nicht mehr ganz so viel- der Kirschbaum wurde geschnitten, die Johannisbeeren im restlichen Pfefferminzbeet ebenfalls.
Das, nennen wir es mal -zumindest bis zum18. Juli 2026- "wilde" Beet lassen wir vorerst unangetastet. Dort wachsen orangefarbene Lilien (Hallo Allergie!), eine Sonnenblumenart, die sich netterweise immer wieder neu aussät, Beinwell, Lungenkraut, Giersch, natürlich der Hartriegel, Labkraut und so ein komisches Krakeldings, das was jede:r kennt und von dem keiner den echten Namen zu kennen scheint. Diese kleinen harten, dicken Blätter mit diesen roten Beeren. Keine Dornen. Vielleicht denke ich mal daran, Flora Incognita zu befragen. Überhaupt eine gute Idee bei diesem Beet..........
Aber zurück- wir lassen es unangetastet, das Unkraut in den Rabatten und überall anders verlangt große Aufmerksamkeit und das wilde Beet befindet sich an der frischgezogenen Nachbarsgrenze. Er hat dort 30cm von der Grenze seine Johannisbeeren stehen, die damit deutlich über die Grenze ragen (man muss der Wahrheit halber aber hinzufügen, dass unseren Lilien und Sonnenblumen die Grenze auch herzlich egal ist und auch deren Blätter über die Grenze hängen- eine gespannte Schnur hilft ein wenig), immer noch tragen und da will ich
1. nicht, dass Beeren runterfallen (potentieller Meckergrund) oder
2. Zweige abbrechen (potentieller Meckergrund) und
3. ich mich am Beerensaft schmutzig mache (Fleckenbehandlungen nerven mich tierisch) und
4. erstmal genau wissen, was dort alles ist.
Also darf es vorerst so bleiben, wie es ist. Außerdem sehen die Lilien (Hatschi!) wirklich hübsch aus und die Sonnenblumen auch.
Dann erwerbe ich nach stundenlanger Internetrecherche, mittlerweile wisst ihr ja, ohne gehts in der Regel nicht bei mir, die besten Himbeersorten ever. Winkler's Sämling und Schönemanns. Über Ausläuferbildung findet man nichts. Also wahrscheinlich eher ausläuferbildend.
Nun wollte ich eher keine Plastik im Boden vergraben, um die Ausläufer im Zaum zu halten... also kam ich auf die Idee, einfach so ein kleines Mäuerchen, teilweise im Boden, teilweise oben, mit den geschenkten Ziegelsteinen der Vorpächter zu bauen. Noch waren es aber nicht genug Steine und die Internetrecherche, wie man so eine Mauer baut, welchen Mörtel man nimmt, der auch unter der Erde hält und andere zu beachtende Besonderheiten, hatte noch nicht stattgefunden.
Also musste ein Provisorium für die nächsten 2-3 Jahre her. Terrakottakübel, die dann eingegraben würden, damit sie im Winter nicht kaputtgehen würden! Sehr gut. Dehner gab 10% auf Mitglieder des Vereins und hatte Abverkauf. Also hingefahren, ausreichend große und tiefe Kübel gekauft. Naja, 40cm sollte die Wurzelsperre tief sein bei Himbeeren. Zur Sicherheit. Wir sind deutsch. Wir lieben Sicherheit. Also reichte der 38cm tiefe Kübel nicht aus: Was, wenn die letzten 2 Zentimeter Sicherheit genau die 2 Zentimeter wären, die dann den Unterschied machten? Hier durfte ich nicht pfuschen!
Ich kaufte Blitzzement oder sowas in der Art. Jedenfalls klang der Name ähnlich kriegerisch. Die Löcher unten waren geschlossen, wunderbar.
Der Mann und der mittlere Sohn hoben tiefe Löchter aus und gruben die Kübel gemäß meiner Vorgaben ein. Wunderbar! Wieder etwas von der To-Do-Liste gestrichen!
Das, nennen wir es mal -zumindest bis zum18. Juli 2026- "wilde" Beet lassen wir vorerst unangetastet. Dort wachsen orangefarbene Lilien (Hallo Allergie!), eine Sonnenblumenart, die sich netterweise immer wieder neu aussät, Beinwell, Lungenkraut, Giersch, natürlich der Hartriegel, Labkraut und so ein komisches Krakeldings, das was jede:r kennt und von dem keiner den echten Namen zu kennen scheint. Diese kleinen harten, dicken Blätter mit diesen roten Beeren. Keine Dornen. Vielleicht denke ich mal daran, Flora Incognita zu befragen. Überhaupt eine gute Idee bei diesem Beet..........
Aber zurück- wir lassen es unangetastet, das Unkraut in den Rabatten und überall anders verlangt große Aufmerksamkeit und das wilde Beet befindet sich an der frischgezogenen Nachbarsgrenze. Er hat dort 30cm von der Grenze seine Johannisbeeren stehen, die damit deutlich über die Grenze ragen (man muss der Wahrheit halber aber hinzufügen, dass unseren Lilien und Sonnenblumen die Grenze auch herzlich egal ist und auch deren Blätter über die Grenze hängen- eine gespannte Schnur hilft ein wenig), immer noch tragen und da will ich
1. nicht, dass Beeren runterfallen (potentieller Meckergrund) oder
2. Zweige abbrechen (potentieller Meckergrund) und
3. ich mich am Beerensaft schmutzig mache (Fleckenbehandlungen nerven mich tierisch) und
4. erstmal genau wissen, was dort alles ist.
Also darf es vorerst so bleiben, wie es ist. Außerdem sehen die Lilien (Hatschi!) wirklich hübsch aus und die Sonnenblumen auch.
Dann erwerbe ich nach stundenlanger Internetrecherche, mittlerweile wisst ihr ja, ohne gehts in der Regel nicht bei mir, die besten Himbeersorten ever. Winkler's Sämling und Schönemanns. Über Ausläuferbildung findet man nichts. Also wahrscheinlich eher ausläuferbildend.
Nun wollte ich eher keine Plastik im Boden vergraben, um die Ausläufer im Zaum zu halten... also kam ich auf die Idee, einfach so ein kleines Mäuerchen, teilweise im Boden, teilweise oben, mit den geschenkten Ziegelsteinen der Vorpächter zu bauen. Noch waren es aber nicht genug Steine und die Internetrecherche, wie man so eine Mauer baut, welchen Mörtel man nimmt, der auch unter der Erde hält und andere zu beachtende Besonderheiten, hatte noch nicht stattgefunden.
Also musste ein Provisorium für die nächsten 2-3 Jahre her. Terrakottakübel, die dann eingegraben würden, damit sie im Winter nicht kaputtgehen würden! Sehr gut. Dehner gab 10% auf Mitglieder des Vereins und hatte Abverkauf. Also hingefahren, ausreichend große und tiefe Kübel gekauft. Naja, 40cm sollte die Wurzelsperre tief sein bei Himbeeren. Zur Sicherheit. Wir sind deutsch. Wir lieben Sicherheit. Also reichte der 38cm tiefe Kübel nicht aus: Was, wenn die letzten 2 Zentimeter Sicherheit genau die 2 Zentimeter wären, die dann den Unterschied machten? Hier durfte ich nicht pfuschen!
Ich kaufte Blitzzement oder sowas in der Art. Jedenfalls klang der Name ähnlich kriegerisch. Die Löcher unten waren geschlossen, wunderbar.
Der Mann und der mittlere Sohn hoben tiefe Löchter aus und gruben die Kübel gemäß meiner Vorgaben ein. Wunderbar! Wieder etwas von der To-Do-Liste gestrichen!
- hobab
- Beiträge: 5747
- Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
- Wohnort: Berlin
- Bodenart: Sand
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Schrebergarten mit Aussicht
Durch die tagebuchartigen Beiträge kann man sich alles sehr gut vorstellen.
Als nicht grade Himbeerexperte hab ich eine Frage: soweit ich weiß, müssen Himbeeren immer neu austreiben, wenn sie tragen sollen. Und die Ausläufer lassen sich notfalls leicht entfernen, falls sie zum Nachbar wollen. Ist das eine Wuchssperre nötig, wenn man ohnehin jede Woche da ist? Hilft dir jetzt nix, aber ich wüsste es gerne - falls jemand was dazu sagen kann (ich hab Kunden die nur alle paar Wochen im Garten sind, da würde ich vielleicht auch über eine Wuchssperre aus Plastik nachdenken - mit genug Platz für Ausläufer)
Ansonsten viel Glück mit dem Nachbar und der weiteren Gestaltung!
Als nicht grade Himbeerexperte hab ich eine Frage: soweit ich weiß, müssen Himbeeren immer neu austreiben, wenn sie tragen sollen. Und die Ausläufer lassen sich notfalls leicht entfernen, falls sie zum Nachbar wollen. Ist das eine Wuchssperre nötig, wenn man ohnehin jede Woche da ist? Hilft dir jetzt nix, aber ich wüsste es gerne - falls jemand was dazu sagen kann (ich hab Kunden die nur alle paar Wochen im Garten sind, da würde ich vielleicht auch über eine Wuchssperre aus Plastik nachdenken - mit genug Platz für Ausläufer)
Ansonsten viel Glück mit dem Nachbar und der weiteren Gestaltung!
Berlin, 7b, Sand