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"No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen (Gelesen 170774 mal)

Gartengestaltung von Planen, Gelände und Boden über generelle Anlage, Wege, Steine, Zäune, Beete bis hin zu Kunst und Handwerk

Moderatoren: Nina, AndreasR

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solosunny
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

solosunny » Antwort #780 am:

Ich hab die auch, waren halt schon da, ausrotten ist illusorisch, aber die Schnecken halten sie im Zaun, und die die zur Blüte gekommen sind, sind gerade knusprig getrocknet....
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AndreasR
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

AndreasR » Antwort #781 am:

Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, habe ich Houttuynia cordata 'Chameleon' zweimal ausprobiert, aber zweimal ist sie hier verstorben. Feuchten und durchlässigen Boden kann ich ihr halt nicht bieten, hier ist es entweder staunass oder knochentrocken. Campanula rapunculoides hatte ich auch einmal probiert, war einen Sommer lang schön, dann war sie weg. Aber gut, dafür wuchern hier Stauden, die es in anderen Gärten schwer haben...
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hobab
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

hobab » Antwort #782 am:

Probier doch mal Trachystemon und berichte!
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AndreasR
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

AndreasR » Antwort #783 am:

Wenn ich Platz hätte, würde ich das, aber selbst unter meiner Tanne ist es mittlerweile so voll, dass dort so gut wie keine Lücken mehr sind. Lunaria annua erobert sogar den Wurzelraum der Fichte, auch wenn sie da nur einen halben Meter hoch wird anstatt anderthalb...
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Kürbisprinzessin
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

Kürbisprinzessin » Antwort #784 am:

hobab hat geschrieben: 22. Jul 2026, 20:04 Es sei denn du hast gerne Staudenallerlei mit mehr Glockenblume als Monarda, Physostegia, oder Rudbeckia, alles schön vermischt mit oben haarfeinen Ausläufern und unten tief sitzenden Rüben aus denen dann wieder alles austreibt, was du grade ausgerottet geglaubt hast….
"Staudenallerlei" trifft den Zustand in meinen Beeten schon eigentlich sehr gut - allerdings mehr mit harmlosen Zeitgenossen wie Campanula persicifolia, Akeleien, Lupinen, Margeriten, Oregano, Lilien, Rosen... Dort sah ich das hübsche violett irgendwie ganz passend.

Physostegia-Samen liegen hier schon bereit und sollten eigentlich angesiedelt werden.

Vielleicht kann ich die wilde Glockenblume in eine eigene Ecke umsiedeln, wo sie ihr Unwesen treiben kann ohne andere zu überrollen. Ich habe grad größere Bereiche von Maiglöckchen befreit und müsste jetzt nicht schon wieder ein neues Problembeet schaffen.
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AndreasR
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

AndreasR » Antwort #785 am:

Maiglöckchen sind auch so ein Ding, das partout nicht will, ich hab's dreimal versucht, an einer Stelle kommen mit Ach und Krach zwei, drei Stängel hoch, deren Blüte ich dann regelmäßig versäume, weil sie im Staudendickicht verschwinden...
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hobab
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

hobab » Antwort #786 am:

Convallaria loszuwerden dauert Jahre bis Jahrzehnte, ist aber schaffbar. Gut ausgebreitete rapunculoides hab ich meine Zweifel, ohne alles andere auch wegzuschmeissen. Nimm doch trachelium, rapunculus oder persicifolia, die beissen nicht.
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

Mufflon » Antwort #787 am:

Ich habe wohl ähnlichen Lehm wie Andreas, alles, was woanders lästig wird, gedeiht hier Max mäßig.
Maiglöckchen benimmt sich hier manierlich, Houttuynia hatte ich 3 Sorten, davon lebt noch 1, und die vermehrt sich spärlich.
Trachystemon ist hier auch nur knapp am Leben.
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hobab
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

hobab » Antwort #788 am:

Also hat Trachystemon in schweren Lehm und in mehr oder weniger humosen Sand keinerlei Ausbreitungsdrang. Wurzeldruck wird nach meiner Erfahrung ertragen, führt aber zu sehr verlangsamten Wachstum. Relativ gut wächst er hier in geschützten, schattigen Hinterhöfen. Aber Veilchen hat mit 7b ja kein sonderlich begünstigtes Klima. Würd mich schon interessieren warum er bei ihr so wuchert - ich will bei den Kunden ja keine Houttounyia in groß pflanzen und in dunklen Höfen gedeihen sie bisher gut und haben was tropisches. Für mich also etwas was ich ungern aus dem Programm streiche.
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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

Blush » Antwort #789 am:

Prima! Trachystemon orientalis kannte ich nicht. Vielen Dank für den Tipp. :D Scheint mir gut nutzbar auf einigen "Problem-Ecken", die Thuja und Chamaezyparis (gefällt) hinterlassen haben!
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

Gartenlady » Antwort #790 am:

Campanula trachelium ist ein Scahtz. Sät sich aus, das stimmt und das soll sie auch. Sie wird nie lästig, weil jede Pflanze kurzlebig ist, aber hier und da steht plötzlich dieser standfeste Stängel mit den hübschen Blüten. Ich möchte sie nicht missen, lasse aber nicht alle Pflanzen aussäen, das ist einfach, rechtzeitig die Stängel pflücken, man braucht nicht mal eine Schere.

Und dann so was ;D
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Campanula-trachelium-Jul2426_009_01.JPG
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

Rosenfee » Antwort #791 am:

Die perfekte Tarnung ;D
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Heute ist ein guter Tag, um glücklich zu sein :)

Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

Walt Scencer » Antwort #792 am:

Genial! Überlebensstrategien neu gedacht :)

Bei uns kann ich folgende Arten zum Spektrum der No-Gos ergänzen, nachdem ich die letzten Tage ausgiebig in diesem Thread las:
Topinambur - eine wahre Pest bei unseren Verwandten unter dem Rhabarber, kaum zu beherrschen. Einzig die Dürresommer und das jährliche Rupfen bei ca. 40cm Höhe helfen und der Bestand reduziert sich allmählich. Leider auch keine leckere Sorte, sehr herb und bitter.
Giersch - in unserem wechselfeuchten Sumpf/Betonlehm im Frühjahr nicht zu bremsen, im Sommer gut zu bändigen bzw. kaum zu sehen. Bildet oft jährlich Neuzuwachs von 2-3m langen Rhizomen
Verbena bonariensis - beginnt so langsam in den trockeneren Ecken invasiv zu werden, noch leicht beherrschbar durch zeitiges Jäten
Löwenzahn - Auch in feuchten Jahren gern einmal lästig, ist er i.d.R. mit etwas Jätaufwand auf den gepflasterten Flächen gut in Schach zu halten
Dipsacus fullonum - Sät sich sehr gut aus, bisher noch nicht lästig, hat aber gutes Potenzial :) Sollte aber eigentlich einfach zu stechen sein, wenn es Überhand nimmt - was sagen die Erfahrenen?
Erigeron canadensis - kommt allmählich auch bei uns auf den Höhen an und verbreitet sich jährlich stärker, v. a. auf Schutt und in Ritzen der Pflaster und Wege. Aktuell nur im Vorgarten, aber auch dort bereits lästig. Ich hoffe, dass es erst einmal so bleibt und es nicht in den Hauptgarten kommt.
Scharbockskraut - bei uns zum Glück nicht im Garten, bei Freunden bildet es im Frühjahr gelbgrüne Teppiche. An Entfernen ist nicht zu denken, es ist jetzt eben da. Immerhin blüht es nach den Frühblühern, sodass man eine durchgehende Blühzeit gewährleistet.
Si tacuisses, philosophus mansisses.

- Anicius Boëthius
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hobab
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Re: "No Go" im Garten - Nie wieder diese Pflanzen

hobab » Antwort #793 am:

Na ja, mit Fleiß kriegt man Löwenzahn, Erigeron canadensis und annuus etc. schon erst mal weg, anders als Giersch und Scharbockskraut (den kann man nur am Anfang bekämpfen, wenn man die ersten Jahre verpennt, hat man verloren). Aber das sind ja alles Pflanzen, die man sich nicht freiwillig in den Garten holt. Ich dachte, der Thread geht mehr um Pflanzen, die man dummerweise selber eingebracht hat?
Wie beispielsweise Dipsacus der lästig, aber kontrollierbar ist. Kein Vergleich zu Houttuynia oder Convallaria.
Mich nervt Patrinia etwas, die sich überall einsät, ist aber kontrollierbar
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