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Chili und Paprika 2026 (Gelesen 12591 mal)
- lucullus_52
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Re: Chili und Paprika 2026
ok, dann kann ich mir den Gedanken an selbst vermehrtes Saatgut bei Paprika abschminken. Bei 30m Abstand zur nächsten Paprikasorte bleibt in meinem Hausgarten maximal Platz für 2 Sorten, falls nicht der nächste Nachbar ebenfalls Paprika stehen hat.
Hauptsache, es blüht
- thuja thujon
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Re: Chili und Paprika 2026
Du kannst aber im Haus unter LED anziehen und dort schon bestäuben, danach auspflanzen und eben nur die erste Frucht für Samen nutzen.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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Talpini
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Re: Chili und Paprika 2026
Ich gewinne auch Saatgut meiner samenfesten Sorten, aber auch ich hatte schon einen Kuckuck dabei. Ist halt ein Restrisiko, je mehr Sorten auf engem Raum desto wahrscheinlicher. Es soll auch von der Menge Blühpflanzen für Bestäuber abhängen, damit nicht fliegende Insekten die Bestäubung übernehmen, sondern Selbstbestäubung stattfindet.
Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.
Bei sehr frühen Aussaaten ist die Vorgehensweise von TT aber einfacher!
Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.
Bei sehr frühen Aussaaten ist die Vorgehensweise von TT aber einfacher!
- Apfelbaeuerin
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Re: Chili und Paprika 2026
Ich versuche immer, die verschiedenen Sorten ( die ich alle in Töpfen ziehe) weit voneinander entfernt aufzustellen.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin
Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
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Talpini
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Re: Chili und Paprika 2026
Das mit dem weit auseinander ist schwierig, so viele tolle Sorten und so wenig Platz.
Fotos Stand heute nachdem die Kinder geplündert haben.
Corno Rosse
Tap de Corti
Jalapeno, Aubergine und Blended Lemon
King of the North
Roter Augsburger
Paradeisfrüchtig frührot
Hamik
Big Sweet Chocolate und Bavarian Jumbo
Nicht auf dem Foto ist mein versehentlicher Kuckuck. Den wollte ich stabil bekommen über die Jahre, leicht scharf sollte er nur noch sein für das Vesper zum nebenher essen. Ist ja auch eine Kreuzung aus scharfer und Gemüsepaprika. Das war letztes Jahr gut, dieses Jahr schärfer als je zuvor. Ich glaube mir fehlt die Zeit und die Geduld für solche Experimente.
Fotos Stand heute nachdem die Kinder geplündert haben.
Nicht auf dem Foto ist mein versehentlicher Kuckuck. Den wollte ich stabil bekommen über die Jahre, leicht scharf sollte er nur noch sein für das Vesper zum nebenher essen. Ist ja auch eine Kreuzung aus scharfer und Gemüsepaprika. Das war letztes Jahr gut, dieses Jahr schärfer als je zuvor. Ich glaube mir fehlt die Zeit und die Geduld für solche Experimente.
Re: Chili und Paprika 2026
Sieht vielversprechend aus!
Paprika-Karotten-Mischkultur.
Wie sind die Roten Augsburger im Geschmack (rot reif)? Sollte ich vielleicht auch mal probieren.
Paprika-Karotten-Mischkultur.
Wie sind die Roten Augsburger im Geschmack (rot reif)? Sollte ich vielleicht auch mal probieren.
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Talpini
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Re: Chili und Paprika 2026
Die sind gutes Mittelfeld, aber halt auch die frühesten. Als Pulver auch angeblich sehr gut, das will ich noch testen. Da dann die Tap de Corti im Vergleich.
Geschmacklich noch ein wenig besser sind Paradeisfrüchtig frührot. Die sind in den kleinen Kästen kleinfrüchtiger als im Beet und nur eine Woche später dran als die Roten Augsburger bei gleicher Aussaat und Jungpflanzenqualität.
Nur eine Kultur in einem Beet mag ich nicht, Winterlauch oder frühe Karotten füllen die Lücken zwischen den Paprikareihen und beugen Sonnenbrand an den Früchten vor. Die Karotten sind zwar etwas beinig wegen Wurzelkonkurrenz, aber ist eh nur Verarbeitungsware für Gemüsesoße.
Geschmacklich noch ein wenig besser sind Paradeisfrüchtig frührot. Die sind in den kleinen Kästen kleinfrüchtiger als im Beet und nur eine Woche später dran als die Roten Augsburger bei gleicher Aussaat und Jungpflanzenqualität.
Nur eine Kultur in einem Beet mag ich nicht, Winterlauch oder frühe Karotten füllen die Lücken zwischen den Paprikareihen und beugen Sonnenbrand an den Früchten vor. Die Karotten sind zwar etwas beinig wegen Wurzelkonkurrenz, aber ist eh nur Verarbeitungsware für Gemüsesoße.
Re: Chili und Paprika 2026
Habe dieses Jahr die milde Peperoni Lombardo im Anbau, zum Einlegen. Trägt sehr gut.
Eine Ladung habe ich schon eingemacht. Vorher kurz blanchiert, damit sie besser in die Gläser gehen. Dann mit Essig/Wasser/Salz/Zucker eingekocht, 90° C 30 min.
Ergebnis ist leider nicht zufriedenstellend, viel zu weich. Wie macht man das besser (knackiger und haltbar, so wie die komerziellen)?
Eine Ladung habe ich schon eingemacht. Vorher kurz blanchiert, damit sie besser in die Gläser gehen. Dann mit Essig/Wasser/Salz/Zucker eingekocht, 90° C 30 min.
Ergebnis ist leider nicht zufriedenstellend, viel zu weich. Wie macht man das besser (knackiger und haltbar, so wie die komerziellen)?
- Livio
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Re: Chili und Paprika 2026
Ich vermute das die lange Einkochzeit das Problem ist. Ich selber nutze Twist-Off Gläser, da wird der Sud kochend eingefüllt und dann lasse ich Sie nur noch abkühlen. In dem kochenden Sud lasse ich die Peperoni so 2 - 3 Minuten mitköcheln, entnehme sie und packe sie in die Gläser. Den kochenden Sud Sud nochmal kochen lassen, so 4 Minuten, dann ab damit in die Gläser. Je kürzer Du sie mitkochst desto fester bleiben Sie, Du musst Dich da am besten mal Gläserweise ran tasten wie lange für Dich optimal ist.
Viele Grüße von der Weser
Thomas
Thomas
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Talpini
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Re: Chili und Paprika 2026
Ich halte die 30 min auch für sehr lang. Die von Livio beschriebene Methode hat den Charme, dass gegenüber der Kaltbefüllung die Gläsergröße keine Rolle spielt. Das ist vor allem bei kurzen Garzeiten ein Vorteil und macht das Timing reproduzierbar. Das mache ich im Dampfgarer auch so, habe aber meine Zeiten leider nicht aufgeschrieben.
Lombardo ist eine tolle frühe Sorte, die ist geschmacklich echt gut. Ich habe sie aber dieses Jahr durch Roter Augsburger ersetzt, weil sie schneller entkernt ist in der Küche.
Tap de Corti habe ich die erste verkostet, geschmacklich ganz gut aber eine staubtrockene Textur beim Reinbeißen. Die setzt keinen Saft frei dabei, aber für Paprikapulver beim Trocknen eher gut als störend. Aber sicher keine Zweinutzungssorte. Von Pulver lasse ich mich mal überraschen!
Lombardo ist eine tolle frühe Sorte, die ist geschmacklich echt gut. Ich habe sie aber dieses Jahr durch Roter Augsburger ersetzt, weil sie schneller entkernt ist in der Küche.
Tap de Corti habe ich die erste verkostet, geschmacklich ganz gut aber eine staubtrockene Textur beim Reinbeißen. Die setzt keinen Saft frei dabei, aber für Paprikapulver beim Trocknen eher gut als störend. Aber sicher keine Zweinutzungssorte. Von Pulver lasse ich mich mal überraschen!
Re: Chili und Paprika 2026
Ja, die Zeit wird schon einen Einfluss haben. Danke für deine Rezeptur Livio. Werde ich testen. Ich hab auch bewusst erst mal zwei Gläser gemacht, jetzt steht die nächste, größere Ladung an.
Trotzdem frage ich mich, wie es Industriell gemacht wird. Hab schon überlegt, ob das fermentiert ist. Aber da würde der Hinweis auf Rohkost fehlen.
Trotzdem frage ich mich, wie es Industriell gemacht wird. Hab schon überlegt, ob das fermentiert ist. Aber da würde der Hinweis auf Rohkost fehlen.
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ginasgarten
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Re: Chili und Paprika 2026
Die meisten gängigen Paprikas sind wie Tomaten Selbstbestäuber, allerdings haben sie schöne offene Blüten, das auch zusätzlich Hummeln und co. weitere Pollen mit in die Blüte tragen können.lucullus_52 hat geschrieben: ↑13. Jul 2026, 12:21 ok, dann kann ich mir den Gedanken an selbst vermehrtes Saatgut bei Paprika abschminken. Bei 30m Abstand zur nächsten Paprikasorte bleibt in meinem Hausgarten maximal Platz für 2 Sorten, falls nicht der nächste Nachbar ebenfalls Paprika stehen hat.
Desswegen hab ich jahrelang einzelne Blütenknospen mit Organzabeuteln geschützt, hat meistens super funktioniert, außer ausgerechnet diese Blüten vielen mal ab oder die Früchte aus dieser Blüte gefielen nicht so wie andere vom Aussehen her perfekten Früchte an der Pflanze, die Organzabeutel müssen aber irgendwann mal ab und dann sind die Früchte halt auch Schädlingen ausgesetzt, ärgerlich wenn dann genau diese Früchte befallen werden.
Mittlerweile bin ich dazu übergegangen ganze Pflanzen mit Gemüßeschutznetzen komplett einzuhüllen und windgeschützt in den Folientunnel zu stellen, bei den meisten funktioniert das perfekt, die bestäuben sich ohne Insekten und Wind oder mechanischen schütteln selber und man kann sich die schönsten Früchte zur Saatgutvermehrung aussuchen. Nur bei manchen Sorten entstehen so sehr wenig Früchte, da muss mann dann täglich einfach mal die Pflanze bzw. den Kübel schütteln.
Der einzige Nachteil der so auftreten kann durch das Verhüten ist das nach 10-15 solchen Generationen die Warscheinlichkeit sehr hoch ist und sich Inzuchtdeppressionen einstellen.
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ginasgarten
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Re: Chili und Paprika 2026
So einfach is das leider nicht, die meisten Paprikas haben eben schöne offene Blüten und da kann es passieren das parallel zur Selbstbestäubung auch Hummeln z.B. einen Teil der Narbe mit Chilipollen bestäuben.Talpini hat geschrieben: ↑13. Jul 2026, 17:55
Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.
Dadurch kann der aus ein und der gleichen Frucht genommene Samen verschiedene Pflanzen und Früchte hervorbringen.
- cydorian
- Garten-pur Team
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Re: Chili und Paprika 2026
Das ist dann der richtige Zeitpunkt, um aus zwei reinerbigen Linien F1-Hybriden zu produzieren :-)ginasgarten hat geschrieben: ↑2. Aug 2026, 05:41 Der einzige Nachteil der so auftreten kann durch das Verhüten ist das nach 10-15 solchen Generationen die Warscheinlichkeit sehr hoch ist und sich Inzuchtdeppressionen einstellen.
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Talpini
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Re: Chili und Paprika 2026
Ich hatte in all den Jahren nur einmal einen Kuckuck, ich halte es zwar nicht für ausgeschlossen aber nicht allzu wahrscheinlich. Aber theoretisch kann das schon sein.ginasgarten hat geschrieben: ↑2. Aug 2026, 07:52So einfach is das leider nicht, die meisten Paprikas haben eben schöne offene Blüten und da kann es passieren das parallel zur Selbstbestäubung auch Hummeln z.B. einen Teil der Narbe mit Chilipollen bestäuben.Talpini hat geschrieben: ↑13. Jul 2026, 17:55
Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.
Dadurch kann der aus ein und der gleichen Frucht genommene Samen verschiedene Pflanzen und Früchte hervorbringen.
Erhaltungszüchtung ist ganz spannend, aber neue Sorten züchten ist mir zu langatmig. Je älter ich werde desto weniger Geduld habe ich.
Ich habe eher gerade das Problem, immer zu wenig Paprikas zum Einkochen zu haben. Meine Mädels bringen jetzt zur Unterstützung beim Paprikaessen Cousinen und Nachbarinnen mit, die Besucher muss man sogar daran hindern die Chilis zu essen. Zweimal warnen, dann Kamera holen und den Lerneffekt festhalten