News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!

Chili und Paprika 2026 (Gelesen 12591 mal)

Wurzelgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Stielgemüse, Fruchtgemüse, Kohlgemüse
Antworten
Benutzeravatar
lucullus_52
Beiträge: 823
Registriert: 7. Mär 2015, 18:58
Kontaktdaten:

Mittelfranken, Winterhärtezone 6b

Re: Chili und Paprika 2026

lucullus_52 » Antwort #135 am:

ok, dann kann ich mir den Gedanken an selbst vermehrtes Saatgut bei Paprika abschminken. Bei 30m Abstand zur nächsten Paprikasorte bleibt in meinem Hausgarten maximal Platz für 2 Sorten, falls nicht der nächste Nachbar ebenfalls Paprika stehen hat.
Hauptsache, es blüht
Benutzeravatar
thuja thujon
Beiträge: 24622
Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
Höhe über NHN: 90
Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C

Re: Chili und Paprika 2026

thuja thujon » Antwort #136 am:

Du kannst aber im Haus unter LED anziehen und dort schon bestäuben, danach auspflanzen und eben nur die erste Frucht für Samen nutzen.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Talpini
Beiträge: 279
Registriert: 19. Okt 2015, 20:48
Region: Oberschwaben
Höhe über NHN: 573m
Bodenart: lehmige Pampe liebevoll mit Humus versorgt

Re: Chili und Paprika 2026

Talpini » Antwort #137 am:

Ich gewinne auch Saatgut meiner samenfesten Sorten, aber auch ich hatte schon einen Kuckuck dabei. Ist halt ein Restrisiko, je mehr Sorten auf engem Raum desto wahrscheinlicher. Es soll auch von der Menge Blühpflanzen für Bestäuber abhängen, damit nicht fliegende Insekten die Bestäubung übernehmen, sondern Selbstbestäubung stattfindet.

Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.

Bei sehr frühen Aussaaten ist die Vorgehensweise von TT aber einfacher!
Benutzeravatar
Apfelbaeuerin
Beiträge: 6602
Registriert: 10. Nov 2015, 12:24
Region: Oberpfälzer Jura
Höhe über NHN: ca. 300 m Höhe
Bodenart: Lehmboden
Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C

Nordbayern, Winterhärtezone 7a

Re: Chili und Paprika 2026

Apfelbaeuerin » Antwort #138 am:

Ich versuche immer, die verschiedenen Sorten ( die ich alle in Töpfen ziehe) weit voneinander entfernt aufzustellen.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
Hermann Hesse
Talpini
Beiträge: 279
Registriert: 19. Okt 2015, 20:48
Region: Oberschwaben
Höhe über NHN: 573m
Bodenart: lehmige Pampe liebevoll mit Humus versorgt

Re: Chili und Paprika 2026

Talpini » Antwort #139 am:

Das mit dem weit auseinander ist schwierig, so viele tolle Sorten und so wenig Platz.
Fotos Stand heute nachdem die Kinder geplündert haben.
166330 Corno Rosse
166331 Tap de Corti
166332 Jalapeno, Aubergine und Blended Lemon
166333 King of the North
166334 Roter Augsburger
166335 Paradeisfrüchtig frührot
166336 Hamik
166337 Big Sweet Chocolate und Bavarian Jumbo

Nicht auf dem Foto ist mein versehentlicher Kuckuck. Den wollte ich stabil bekommen über die Jahre, leicht scharf sollte er nur noch sein für das Vesper zum nebenher essen. Ist ja auch eine Kreuzung aus scharfer und Gemüsepaprika. Das war letztes Jahr gut, dieses Jahr schärfer als je zuvor. Ich glaube mir fehlt die Zeit und die Geduld für solche Experimente.
Benutzeravatar
Monti
Beiträge: 1383
Registriert: 21. Apr 2014, 13:20
Kontaktdaten:

530 m ü. NN

Re: Chili und Paprika 2026

Monti » Antwort #140 am:

Sieht vielversprechend aus! :)

Paprika-Karotten-Mischkultur. :)

Wie sind die Roten Augsburger im Geschmack (rot reif)? Sollte ich vielleicht auch mal probieren.
Talpini
Beiträge: 279
Registriert: 19. Okt 2015, 20:48
Region: Oberschwaben
Höhe über NHN: 573m
Bodenart: lehmige Pampe liebevoll mit Humus versorgt

Re: Chili und Paprika 2026

Talpini » Antwort #141 am:

Die sind gutes Mittelfeld, aber halt auch die frühesten. Als Pulver auch angeblich sehr gut, das will ich noch testen. Da dann die Tap de Corti im Vergleich.

Geschmacklich noch ein wenig besser sind Paradeisfrüchtig frührot. Die sind in den kleinen Kästen kleinfrüchtiger als im Beet und nur eine Woche später dran als die Roten Augsburger bei gleicher Aussaat und Jungpflanzenqualität.

Nur eine Kultur in einem Beet mag ich nicht, Winterlauch oder frühe Karotten füllen die Lücken zwischen den Paprikareihen und beugen Sonnenbrand an den Früchten vor. Die Karotten sind zwar etwas beinig wegen Wurzelkonkurrenz, aber ist eh nur Verarbeitungsware für Gemüsesoße.
Benutzeravatar
Monti
Beiträge: 1383
Registriert: 21. Apr 2014, 13:20
Kontaktdaten:

530 m ü. NN

Re: Chili und Paprika 2026

Monti » Antwort #142 am:

Habe dieses Jahr die milde Peperoni Lombardo im Anbau, zum Einlegen. Trägt sehr gut.
Eine Ladung habe ich schon eingemacht. Vorher kurz blanchiert, damit sie besser in die Gläser gehen. Dann mit Essig/Wasser/Salz/Zucker eingekocht, 90° C 30 min.
Ergebnis ist leider nicht zufriedenstellend, viel zu weich. Wie macht man das besser (knackiger und haltbar, so wie die komerziellen)?
Benutzeravatar
Livio
Beiträge: 15
Registriert: 19. Feb 2024, 19:17
Wohnort: Bremen
Region: Stadtgebiet Bremen
Höhe über NHN: 7
Bodenart: Lehm
Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C

Re: Chili und Paprika 2026

Livio » Antwort #143 am:

Ich vermute das die lange Einkochzeit das Problem ist. Ich selber nutze Twist-Off Gläser, da wird der Sud kochend eingefüllt und dann lasse ich Sie nur noch abkühlen. In dem kochenden Sud lasse ich die Peperoni so 2 - 3 Minuten mitköcheln, entnehme sie und packe sie in die Gläser. Den kochenden Sud Sud nochmal kochen lassen, so 4 Minuten, dann ab damit in die Gläser. Je kürzer Du sie mitkochst desto fester bleiben Sie, Du musst Dich da am besten mal Gläserweise ran tasten wie lange für Dich optimal ist.
Viele Grüße von der Weser
Thomas
Talpini
Beiträge: 279
Registriert: 19. Okt 2015, 20:48
Region: Oberschwaben
Höhe über NHN: 573m
Bodenart: lehmige Pampe liebevoll mit Humus versorgt

Re: Chili und Paprika 2026

Talpini » Antwort #144 am:

Ich halte die 30 min auch für sehr lang. Die von Livio beschriebene Methode hat den Charme, dass gegenüber der Kaltbefüllung die Gläsergröße keine Rolle spielt. Das ist vor allem bei kurzen Garzeiten ein Vorteil und macht das Timing reproduzierbar. Das mache ich im Dampfgarer auch so, habe aber meine Zeiten leider nicht aufgeschrieben.

Lombardo ist eine tolle frühe Sorte, die ist geschmacklich echt gut. Ich habe sie aber dieses Jahr durch Roter Augsburger ersetzt, weil sie schneller entkernt ist in der Küche.

Tap de Corti habe ich die erste verkostet, geschmacklich ganz gut aber eine staubtrockene Textur beim Reinbeißen. Die setzt keinen Saft frei dabei, aber für Paprikapulver beim Trocknen eher gut als störend. Aber sicher keine Zweinutzungssorte. Von Pulver lasse ich mich mal überraschen!
Benutzeravatar
Monti
Beiträge: 1383
Registriert: 21. Apr 2014, 13:20
Kontaktdaten:

530 m ü. NN

Re: Chili und Paprika 2026

Monti » Antwort #145 am:

Ja, die Zeit wird schon einen Einfluss haben. Danke für deine Rezeptur Livio. Werde ich testen. Ich hab auch bewusst erst mal zwei Gläser gemacht, jetzt steht die nächste, größere Ladung an.
Trotzdem frage ich mich, wie es Industriell gemacht wird. Hab schon überlegt, ob das fermentiert ist. Aber da würde der Hinweis auf Rohkost fehlen.
ginasgarten
Jr. Member
Beiträge: 68
Registriert: 24. Okt 2025, 18:13
Region: Bayern

Re: Chili und Paprika 2026

ginasgarten » Antwort #146 am:

lucullus_52 hat geschrieben: 13. Jul 2026, 12:21 ok, dann kann ich mir den Gedanken an selbst vermehrtes Saatgut bei Paprika abschminken. Bei 30m Abstand zur nächsten Paprikasorte bleibt in meinem Hausgarten maximal Platz für 2 Sorten, falls nicht der nächste Nachbar ebenfalls Paprika stehen hat.
Die meisten gängigen Paprikas sind wie Tomaten Selbstbestäuber, allerdings haben sie schöne offene Blüten, das auch zusätzlich Hummeln und co. weitere Pollen mit in die Blüte tragen können.
Desswegen hab ich jahrelang einzelne Blütenknospen mit Organzabeuteln geschützt, hat meistens super funktioniert, außer ausgerechnet diese Blüten vielen mal ab oder die Früchte aus dieser Blüte gefielen nicht so wie andere vom Aussehen her perfekten Früchte an der Pflanze, die Organzabeutel müssen aber irgendwann mal ab und dann sind die Früchte halt auch Schädlingen ausgesetzt, ärgerlich wenn dann genau diese Früchte befallen werden.

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen ganze Pflanzen mit Gemüßeschutznetzen komplett einzuhüllen und windgeschützt in den Folientunnel zu stellen, bei den meisten funktioniert das perfekt, die bestäuben sich ohne Insekten und Wind oder mechanischen schütteln selber und man kann sich die schönsten Früchte zur Saatgutvermehrung aussuchen. Nur bei manchen Sorten entstehen so sehr wenig Früchte, da muss mann dann täglich einfach mal die Pflanze bzw. den Kübel schütteln.

Der einzige Nachteil der so auftreten kann durch das Verhüten ist das nach 10-15 solchen Generationen die Warscheinlichkeit sehr hoch ist und sich Inzuchtdeppressionen einstellen.
ginasgarten
Jr. Member
Beiträge: 68
Registriert: 24. Okt 2025, 18:13
Region: Bayern

Re: Chili und Paprika 2026

ginasgarten » Antwort #147 am:

Talpini hat geschrieben: 13. Jul 2026, 17:55
Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.
So einfach is das leider nicht, die meisten Paprikas haben eben schöne offene Blüten und da kann es passieren das parallel zur Selbstbestäubung auch Hummeln z.B. einen Teil der Narbe mit Chilipollen bestäuben.
Dadurch kann der aus ein und der gleichen Frucht genommene Samen verschiedene Pflanzen und Früchte hervorbringen.
Benutzeravatar
cydorian
Garten-pur Team
Beiträge: 12988
Registriert: 19. Nov 2005, 14:29
Höhe über NHN: 190
Bodenart: 30cm toniger Lehm auf Muschelkalk
Kontaktdaten:

Re: Chili und Paprika 2026

cydorian » Antwort #148 am:

ginasgarten hat geschrieben: 2. Aug 2026, 05:41 Der einzige Nachteil der so auftreten kann durch das Verhüten ist das nach 10-15 solchen Generationen die Warscheinlichkeit sehr hoch ist und sich Inzuchtdeppressionen einstellen.
Das ist dann der richtige Zeitpunkt, um aus zwei reinerbigen Linien F1-Hybriden zu produzieren :-)
Talpini
Beiträge: 279
Registriert: 19. Okt 2015, 20:48
Region: Oberschwaben
Höhe über NHN: 573m
Bodenart: lehmige Pampe liebevoll mit Humus versorgt

Re: Chili und Paprika 2026

Talpini » Antwort #149 am:

ginasgarten hat geschrieben: 2. Aug 2026, 07:52
Talpini hat geschrieben: 13. Jul 2026, 17:55
Egal warum, einfach Saatgut der letzten zwei Jahren aufbewahren und nicht komplett aussäen. Dann Früchte der aktuellen Saison verkosten und notfalls das verkreuzte Saatgut, das genommen und ausgesät würde, entsorgen. Dann hat man ja auch noch bestätigt unverkreuztes Saatgut der letzten Jahre als Backup.
So einfach is das leider nicht, die meisten Paprikas haben eben schöne offene Blüten und da kann es passieren das parallel zur Selbstbestäubung auch Hummeln z.B. einen Teil der Narbe mit Chilipollen bestäuben.
Dadurch kann der aus ein und der gleichen Frucht genommene Samen verschiedene Pflanzen und Früchte hervorbringen.
Ich hatte in all den Jahren nur einmal einen Kuckuck, ich halte es zwar nicht für ausgeschlossen aber nicht allzu wahrscheinlich. Aber theoretisch kann das schon sein.

Erhaltungszüchtung ist ganz spannend, aber neue Sorten züchten ist mir zu langatmig. Je älter ich werde desto weniger Geduld habe ich.

Ich habe eher gerade das Problem, immer zu wenig Paprikas zum Einkochen zu haben. Meine Mädels bringen jetzt zur Unterstützung beim Paprikaessen Cousinen und Nachbarinnen mit, die Besucher muss man sogar daran hindern die Chilis zu essen. Zweimal warnen, dann Kamera holen und den Lerneffekt festhalten ;D ;D ;D
Antworten