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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 1472 mal)

Hier bist du richtig, wenn du nicht genau weißt, wohin mit deiner Frage oder deinem Thema!

Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR

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vanille_71
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

vanille_71 » Antwort #75 am:

AndreasR schrieb "gerade Sträucher und Bäume werden... durchaus robuster, wenn sie über mehrere Jahre gut einwachsen können".
Das ist hier der Fall. Weigelie, Spierstrauch und auch der Flieder, der Hibiscus, die Eibe stehen gut da (ohne Gießen)
Z7a, lehmiger, kalkhaltiger Boden
Querkopf
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Querkopf » Antwort #76 am:

@Chica: Es geht ums Thema. Um die Sache. Um sonst nix.
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

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Apfelbaeuerin
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Nordbayern, Winterhärtezone 7a

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Apfelbaeuerin » Antwort #77 am:

Hier ist Deutzia magnifica ungegossen komplett verbrutzelt. Sie stand hier, ebenfalls ungegossen, seit 15 Jahren :'( .
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
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Mediterraneus
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Mediterraneus » Antwort #78 am:

Querkopf hat geschrieben: 7. Aug 2026, 15:27
krimskrams hat geschrieben: 7. Aug 2026, 15:00...Das was andere Landstriche dieses Jahr als Trockenheit bezeichnen ist für uns hier nur ein normales Jahr. ...
Da ist was dran. Bei den Meteorologen werden Niederschlagsdefizite nie "absolut" konstatiert, sondern jeweils in Beziehung gesetzt zum langjährigen Mittel. Und das ist je nach Region nun mal unterschiedlich.
.
300l Regen von Januar-Juli können deshalb bei euch in Unterfranken normal sein. In Thüringen sogar recht viel. Im Südwesten hingegen ist das sehr wenig.
.
Diese unterschiedliche Bewertung ist notwendig und sinnvoll, alldieweil sie - indirekt - Unterschiede in der (mehr oder minder) natürlichen Vegetation berücksichtigt, z. B. Buchenwälder versus Kiefern. Und ebenso Unterschiede in der Landnutzung.
Genau.
Und deshalb wächst z.B. Hakonechloa bei halbem Niederschlag in München gut, bei halbem Niedeschlag in Würzburg nicht so. Bei beiden is Trockenheit. Sie würde in Würzburg bei 100 Prozent, also durchschnittlichlichem Regen auch nicht wachsen.

By the way, wir haben momentan etwa 10 mm in den lerzten 30 Tagen und noch gar nix im August bekommen.
Zuletzt geändert von Mediterraneus am 7. Aug 2026, 17:39, insgesamt 1-mal geändert.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Gartenplaner
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Gartenplaner » Antwort #79 am:

Querkopf hat geschrieben: 7. Aug 2026, 16:41
Chica hat geschrieben: 7. Aug 2026, 16:09... Hier auf Sandboden funktionieren Wildstauden am besten und ich bin durchaus der Meinung, dass man einen Großteil davon ganz unkompliziert in konventionelle Staudenbeete integrieren kann. Man muss das nur wollen. ...
...und schwupp, schon sind sämtliche Differenzierungen, die hier im Thread bereits gemacht wurden, wieder in einer (dogmatischen) Verallgemeinerung verschwunden >:( . Schade.
Hä?

Jeder bisher, ganz im Thema, hat geschrieben, was in seinem/ihrem Boden unter den neuen Bedingungen gut funktioniert hat.
Da hat dieser merkwürdige Vorwurf ziemlich viel „dogmatische Verallgemeinerung „.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Querkopf » Antwort #80 am:

AndreasR hat geschrieben: 7. Aug 2026, 15:33... Deshalb brauche ich für meinen Garten Stauden und Gehölze mit weiter Standortamplitude, denen weder Hitze noch Kälte etwas ausmacht, und die sowohl Dauerregen als auch Dürre gut wegstecken können. ...

Hier ähnlich.
Klassische Trocken-Liebhaber mögen den schweren Boden nicht. Sie sind zudem - oft - auch sehr genügsam; und Hungerkünstler im Schlaraffenland (der hiesige Lehm ist nahrhaft), das klappt ganz schlecht. Wenn dann noch ein nasser Sommer kommt, ist's endgültig vorbei.
Gewächse mit weiter Standortamplitude zu finden, ist aber gar nicht einfach. Die üblichen Ratgeber, egal ob kluge Bücher oder Gärtnerei-Hinweise, geben in der Regel Auskunft darüber, was Stauden & Gehölze am liebsten haben; was sie darüber hinaus abkönnen, ist häufig schwierig in Erfahrung zu bringen. Und ob's dann auch noch für die konkreten Bedingungen des eigenen Gartens passt (die ja manchmal schon auf wenigen Quadratmetern verschieden sein können, was oben am Hang geht, funktioniert unten nicht & vice versa...)? M. E. hilft wirklich nur, sich diese Bedingungen ganz genau anzugucken und dann auszuprobieren.
AndreasR hat geschrieben: 7. Aug 2026, 15:33... Gerade Sträucher und Bäume werden zwar durchaus robuster, wenn sie über mehrere Jahre gut einwachsen können, aber seit einigen Jahren sieht man immer deutlicher, dass etliche Baumarten, seien es nun Fichten, Birken oder was auch immer, zunehmend schlechter mit den sommerlichen Dürren zurechtkommen, und das betrifft keineswegs nur junge oder bereits abgängige Exemplare. ...
Ja. Mein Eindruck ist, dass dieses Problem insbesondere Flachwurzler betrifft. Wie sind da eure Erfahrungen?
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Gartenplaner » Antwort #81 am:

Angenehm überrascht bin ich von Osmanthus x burkwoodii (und Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘), die hinter und am Stamm des großen Feldahorn stehen, also da ist von oben ganz sicher 2 Monate kein Regen angekommen.
Und von der Größe her gehe ich nicht davon aus, dass sie tief genug wurzeln für den Grundwasserkapillarsaum:

Bild

Heptacodium schlägt sich ein paar Meter weiter auch noch relativ tapfer, hat aber Verbrennungen:

Bild

Bild

In der vor 2 Wochen gemähten Blumenwiese treibt indessen munter Geranium pratense neue Blätter 🤪

Bild
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Blush
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Blush » Antwort #82 am:

Genau, " was sie darüber hinaus abkönnen abkönnen, ist schwierig in Erfahrung zu bringen" schreibt Querkopf. Deswegen ist der Austausch hier so wichtig.

Einige Eingangsempfehlungen wurden ohne Nennung des Bodens und grober klimatischer Einordnung gegeben. Das ist schade, vielleicht holt ihr das nach?
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hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #83 am:

Es sterben vor allem sehr junge, noch nicht tief eingewurzelte Bäume und sehr alte, bzw große die zwar tief wurzeln können, aber eben auch viel brauchen. Und es sterben vor allem Flachwurzler aus Lebensbereichen die sich von unseren (spreche von Norddeutschland) sehr unterscheiden. Etwa flachgründige Böden mit hohen Niederschlägen. Aber es sterben eben auch einheimische wie Birken, die das aber teilweise durch massenhsfte Aussaat zu kompensieren versuchen. Direkte Sonnenstrahlung bringt Pflanzen selten direkt um, in der Regel treiben sie wieder aus - nach lang anhaltender Trockenheit sind sie aber in der Regel tot.
Und allgemeine Empfehlungen für Stauden die mit Trockenheit klar kommen, machen wenig Sinn - bitte schreibt doch im Profil in welcher Region ihr lebt, mit welchem Boden und in welcher Klimazone. Dann kann man auch einschätzen was passt und die, die einer ähnlichen Zone leben, können qualifiziert helfen.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Gartenplaner » Antwort #84 am:

Als ich sie 2013 pflanzte, hatte ich eher die Befürchtung, dass Castanea sativa in meinem schweren, kalkhaltigen, winternassen Töpferlehm Schwierigkeiten mit zuviel Nässe bekommen könnte.
Nee, sie hat jetzt, 13 Jahre nach Pflanzung, Probleme mit der Trockenheit und wirft welkes Laub von innen heraus ab :-X

Bild

Diospyros Lotus hingegen, obwohl so klein noch, hat keine Probleme:

Bild

Und die Pinien fühlen sich pudelwohl :-\

Bild
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Blush » Antwort #85 am:

Ich habe bis vor kurzem im trockenen MV, in einem Regenloch auf "sandigem Lehm" gegärtnert. Standardgehölze in eingewachsem Zustand ( z.B. Sambucus niger, Syringa, Hasel) haben die Dürre dort ab 2108 klaglos weggesteckt. Die ca 80 Jahre alte Juglans hat mächtig gelitten und die Krone sich gelichtet. Die konkreten Bodenverhältnisse waren auf 2000 Quadratmeter sehr unterschiedlich. An den trockensten, sonnigsten und sandigsten Stellen haben neu gepflanzt Iris barbarta, Rosmarin, Cystus, Helianthemum, Salvia super durchgehalten. Dort gesetzte Rosen auch, sofern sie die ersten Jahre gewässert wurden. Überhaupt haben Rosen sich als zäh erwiesen.

Auf den lehmigeren Stellen, aber mittelmäßig humos, Päonien, Phlox - am besten eigene Sämlinge, Helianthus und weitere klassische Stauden, aber mit Bewässerung, wenn nötig.

Jetzt wohne ich westlicher, nicht mehr auf der Grenze von Zone 7a/b, sondern in 7b. Atlantischer und mit Lehm. Die Erfahrungen, die zum Beispiel Andreas oder Mufflon haben "befürchte" ich ein wenig, da der Boden verdichtet erscheint. Ob Phlomis, Salvia, Cistus hier überleben, weiß ich noch nicht. Ich arbeite mich ein. Vermutlich geht's nicht ohne Lehrgeld zu bezahlen.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Apfelbaeuerin » Antwort #86 am:

Blush hat geschrieben: 7. Aug 2026, 17:51 Einige Eingangsempfehlungen wurden ohne Nennung des Bodens und grober klimatischer Einordnung gegeben. Das ist schade, vielleicht holt ihr das nach?
Genau meine Meinung👍. Davon profitiert niemand, aber wir wollen doch voneinander lernen. Das geht nur mit möglichst exakten Angaben zum eigenen Habitat.
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