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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 2873 mal)

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Chica
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Chica » Antwort #120 am:

AndreasR hat geschrieben: 7. Aug 2026, 21:54 Ach ja, ein Bild von meiner "Staudenwiese" zeige ich mal, extra für Chica. ;) Die Goldruten muss man sich wegdenken, die haben sich dort ungebeten ausgesamt, und es ist leider unmöglich, sie zu entfernen, weil es im Frühling zu nass und jetzt zu trocken ist.
Danke :-* . So sieht es hier auch aus. Hast Du schon die Wespen an Echinops beguckt, ich habe da auch schon Kegelbienen getroffen. Nur Solidago canadense versuche ich auf wenige kleine Horste zu reduzieren, das ist im Sand aber nicht schwierig.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
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hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #121 am:

Zu Antwort #114 , Martina - du wirst ja hoffentlich gemerkt haben, das die Bemerkung über Rosen nicht ganz ernst gemeint war: aber als Gärtner hab ich auch ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zu der Pflanzengattung. Einmal, weil sie zum Arbeiten nicht gerade angenehm sind, man aber oft an ihnen rumschneiden muss, was selten ohne Blessuren abgeht. Und dann kriege ich meistens die miese Seite der Klasse zu sehen, die verkrüppelten und pilzverseuchten Dinger, die irgendwann Oma Erna im Vorgänger von Aldi gekauft hat, von denen sich die Kundinnen aber nicht trennen wollen. Und nur weil es Rosen sind, sind sie noch lange nicht schön, vor allem die Gruppe der storchenbeinigen Polyantha. Aber es gibt ohne Zweifel schöne Rosen und viele davon. Sie zu finden, ist allerdings mit Arbeit verbunden.

Zu vanille:

Desweiteren bleibe ich beim Thema, welches die/der ThreaderöffnerIn vorgegeben hat.


Mache ich auch: nämlich mit der Empfehlung nicht landesweit oft unpassenden Empfehlungen zu folgen und viel Geld für nix auszugeben, sondern entweder lokal fragen was geht, oder sehr genau die eigene Situation zu beschreiben und zuzuhören was Gartenbesitzer mit ähnlichen Bedingungen empfehlen.
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AndreasR
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

AndreasR » Antwort #122 am:

@Chica: Die Blüten von allen möglichen Pflanzen werden von einer Vielfalt von Insekten beflogen, gefühlt entdecke ich jedes Mal eine neue Art, u. a. zahlreiche Wildbienen und Wespenarten. Leider habe ich da keine detaillierten Kenntnisse, heute war z. B. ein sehr großer Schwärmer am Agapanthus, vielleicht ein Windenschwärmer, vielleicht war's auch ein Ligusterschwärmer (Winden und Liguster gibt's hier überall), ich weiß gar nicht, ob ich schon einmal bewusst einen gesehen habe. Ansonsten düsen hier vor allem Taubenschwänzchen und dieses Jahr auch etliche (vermutlich) Gammaeulen um Spornblumen und Co.
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Chica
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Chica » Antwort #123 am:

Warum machst Du nicht mal ein Foto? Ich habe noch nie so einen Schwärmer gesehen. Oh doch! Einen Kiefernschwärmer 8) . Ich bin vorhin mit der Kamera um den Rainfarn geschlichen, 169 Fotos :-X. Eigentlich wollte ich nur Schweinchenfutter holen und dann war alles voller Schmetterlinge.
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AndreasR
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

AndreasR » Antwort #124 am:

Ja, hätte ich machen sollen, aber meine Töpfe wollten gewässert werden, ich hatte zwei Gießkannen in der Hand, und die Kamera lag oben im Haus. Als ich fertig mit Wässern war, war der Schwärmer natürlich wieder weg... Naja, mal schauen, vielleicht erwische ich ihn morgen. :)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

polluxverde » Antwort #125 am:

Gemeine Waldrebe , Clematis vitalba, " kalkliebend, wärmeliebend, zerstreut " ( Dietmar Aichele ) , die Pflanze für diesen Faden.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Moosgärtner » Antwort #126 am:

Astern trotzen bei mir der Hitze.
Zudem einiges aus der Region: Jakobskraut, Johanniskraut, Flockenblume, Wegwarte.

Melisse scheint die trockenheit bei mir ebenfalls zu tolerieren im gegensatz zum Giersch den es in jeder Ecke meines Gartens zu fall gebracht hat.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Querkopf » Antwort #127 am:

hobab hat geschrieben: 8. Aug 2026, 20:28... Empfehlung, nicht landesweit oft unpassenden Empfehlungen zu folgen und viel Geld für nix auszugeben, sondern entweder lokal fragen, was geht, oder sehr genau die eigene Situation zu beschreiben und zuzuhören, was Gartenbesitzer mit ähnlichen Bedingungen empfehlen.
Ja. Der beste Weg.
Und selbst dann sind Empfehlungen u.U. nicht von A nach B übertragbar. Nicht mal im eigenen Garten, wenn da die Bedingungen nicht "homogen" sind. (Hatte ich vorher schon mal geschrieben: Was oben am Hang geht, funktioniert evtl. unten am Hang nicht, und vice versa. Oder: Was links geht, mit 50 cm Humus/ humosem Lehm überm tonigen Basislehmboden, kann rechts, mit nur 20 cm Humus/ humosem Lehm obendrauf, kläglich scheitern.) Ohne try & error geht's wohl leider nicht. Und ohne exakten Check, exakte Analyse der Gartenbedingungen, Quadratmeter für Quadratmeter, geht's auch nicht. Mühsam. Aber lohnend.
.
Wg. Rosen:
Ich mag sie - wenngleich die (Sammel-)Leidenschaft meiner ahnungslosen Garten-Anfänge inzwischen abgekühlt ist, will & werde ich nie auf sie verzichten. Zumal sie zu den ganz, ganz Zähen gehören. Andererseits verfluche ich sie immer mal wieder als "Stachelunkraut" und verstehe dich, hobab, von daher gut - die Begegnung mit dem Pieksekram kann höchst unerfreulich sein. Aber:
hobab hat geschrieben: 8. Aug 2026, 13:32... es gibt ohne Zweifel schöne Rosen und viele davon. Sie zu finden, ist allerdings mit Arbeit verbunden. ...
Zu Satz 1: Stimmt. Zu Satz 2: Och, so schwierig ist das gar nicht :D.
.
Wg. Einwachszeit von Rosen:
Blush hat geschrieben: 8. Aug 2026, 16:45...ich denke, dass viele, auch ich, die Einwachsphase leicht unterschätzen. Von zwei bis drei Jahren würde ich ausgehen. Was sagen die Profis dazu?
Ich würd's ähnlich wie Mufflon beantworten. Bin kein Profi, mache aber seit ca. 30 Jahren mit Rosen rum - hier im schweren Lehm dauert's i.d.R. 3-4 Jahre, bis die Dinger vernünftig loslegen. Manchmal geht's schneller, aber man kann sich nicht drauf verlassen.
In anderen Böden kann das natürlich anders sein, doch dazu müssten andere Erfahrungen beisteuern :).
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137

"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

martina 2 » Antwort #128 am:

hobab hat geschrieben: 8. Aug 2026, 20:28 Zu Antwort #114 , Martina - du wirst ja hoffentlich gemerkt haben, das die Bemerkung über Rosen nicht ganz ernst gemeint war: aber als Gärtner hab ich auch ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zu der Pflanzengattung. Einmal, weil sie zum Arbeiten nicht gerade angenehm sind, man aber oft an ihnen rumschneiden muss, was selten ohne Blessuren abgeht. Und dann kriege ich meistens die miese Seite der Klasse zu sehen, die verkrüppelten und pilzverseuchten Dinger, die irgendwann Oma Erna im Vorgänger von Aldi gekauft hat, von denen sich die Kundinnen aber nicht trennen wollen. Und nur weil es Rosen sind, sind sie noch lange nicht schön, vor allem die Gruppe der storchenbeinigen Polyantha. Aber es gibt ohne Zweifel schöne Rosen und viele davon. Sie zu finden, ist allerdings mit Arbeit verbunden.
...
Doch, ja, so wie du hoffentlich mein Smiley nicht übersehen hast, mit dem ich auf diese deine offensichtliche Ambivalenz eingegangen bin - aus der Sicht des erfahrungsgebeutelten Gärtners kann man das durchaus verstehen; in Anbetracht der hiesigen Sittenpolizei verzichte ich drauf, wiederzugeben, was alles ich meine Rosen heiße, wenn sie mit stacheligen Armen nach mir greifen und nicht und nicht loslassen 8)
.
Mir gefallen längst nicht alle Rosen, inzwischen auch andere als zu Anfang ... Aber, wie Querkopf schreibt: So schwer ist es wirklich nicht, die für einen passenden zu finden, wenn man ungefähr weiß, was man möchte. Bzw. wo man fragen kann :)
Schöne Grüße aus Wien!
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