Absolut meine Meinung!Mediterraneus hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 13:36 Eine gewisse Auswahl an Kulturpflanzen und Besonderheiten möchte ich als Gärtner schon im Garten haben, mein Garten soll sich von Autobahnmittelstreifen und Bauschuttdeponien optisch unterscheiden![]()
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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 4162 mal)
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- Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
"Der andere könnte recht haben."
Frei nach Frank Elster
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- monili
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Für mich stellt sich nicht nur die Frage was wir pflanzen sondern auch wann wir pflanzen.
Im Frühjahr gepflanzte Stauden haben noch keine tiefreichenden Wurzeln.
Dh., man muss sie in derartigen Trocken- und Hitzeperioden öfter gießen.
Was wiederum dazu führt dass die Wurzeln über den Sommer erst recht nicht ausreichend in die Tiefe wachsen.
Also ich habe beschlossen dass das Frühjahr für mich keine Pflanzsaison mehr ist.
Man weiß ja nie ob ein heiß-trockener Sommer folgt.
Ich pflanze in Zukunft nur noch im Herbst.
Wie seht Ihr das?
Im Frühjahr gepflanzte Stauden haben noch keine tiefreichenden Wurzeln.
Dh., man muss sie in derartigen Trocken- und Hitzeperioden öfter gießen.
Was wiederum dazu führt dass die Wurzeln über den Sommer erst recht nicht ausreichend in die Tiefe wachsen.
Also ich habe beschlossen dass das Frühjahr für mich keine Pflanzsaison mehr ist.
Man weiß ja nie ob ein heiß-trockener Sommer folgt.
Ich pflanze in Zukunft nur noch im Herbst.
Wie seht Ihr das?
- martina 2
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich hatte gerade den gleichen Gedanken, obwohl hier lange Zeit die Herbstpflanzungen frostgefährdet waren und ich deshalb hauptsächlich im Frühjahr gepflanzt habe - besonders Rosen.
Die Paeonien hatte ich auch schon hervorgehoben, das kann ich bestätigen. Clematis viticella 'Blue Rain' kann ich noch positiv erwähnen und wollte noch etwas zu den Gehölzen sagen: Alle drei Juniperus communis, Heidewacholder, sind unverändert grün, ebenso Sorbus aucuparia, die Mährische Eberesche, und die veredelte russische 'Burka', sie haben schon orange bzw. rote Früchte. Vogelbeere, Feldahorn und Lärche zeigen null Schäden, von den Apfelbäumen ist es wieder der Grafensteiner, der ein paar gelbe Blätter hat. Sie alle profitieren wohl von einer langen Zeit in meinem Garten mit extremen, wechselnden Wetterbedingungen - das trifft wohl auch auf Strauch- und Kletterrosen zu.Cynara hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 13:37 Ich möchte noch einmal die Paeonien (Strauch- und Stauden-) hervorheben. Trotz des grünen Laubs stehen sie bei mir ohne Probleme und (fast) ohne Gießen. Habe vor vier Jahren verschiedene Sorten gekauft und nicht eine ist eingegangen. Der Gärtner ist ein Schulfreund von mir und sagte, dass zuviel Nässe weitaus gefährlicher als Hitze und Trockenheit sei. Sie passen vielleicht nicht so richtig zu meinen sonstigen mediterranen Pflanzideen, aber ich bin da nicht so strikt. Mit Rosen hab ich leider Pech. Entweder die Rehe fressen alles ab oder sie sind zu empfindlich.
Schöne Grüße aus Wien!
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Isatis blau
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
2003 wollte ich Blumenzwiebeln pflanzen, ich musste lang warten, bis der Boden feucht genug war, damit man graben konnte. 2018 war eine Herbstpflanzung nur nach ganz gründlichem Wässern möglich.
- Mufflon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich habe vor ein paar Jahren aufgehört Stauden im Frühjahr zu pflanzen da es immer mehr als 50% Ausfall nach sich zog.
Mal war es Spätfrost (2 Jahre), mal zu nass (3 Jahre) und dann zu früh zu heiß (2 Jahre).
Der Herbst war stabiler.
Mal war es Spätfrost (2 Jahre), mal zu nass (3 Jahre) und dann zu früh zu heiß (2 Jahre).
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„Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur.“ 🍃
Rumi
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- monili
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ok, vielleicht Spätsommer... da wo der Herbst wegen Frost Probleme macht?
- Mufflon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ok, wir sind sehr weit von einander weg, ich habe hier frühesten Ende Dezember Frost.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Wir pflanzen Stauden fast das ganze Jahr, versuchen natürlich Pflanzungen bei über 30° zu vermeiden - aber wenn es halt nicht andes geht, funktioniert auch das. Herbst ist schon besser, einfach durch die winterliche Ruhezeit, in der sich die Wurzeln gut entwickeln können, aber gehen tut jede Zeit, bis auf Frosttage, vorausgesetzt es gibt eine Folgepflege. Und klar, über 35°, da würd ich auch Schluss machen, wenn nicht Regen angesagt ist.
Bei Pfingstrosen haben Pilzinfektionen mehr Schäden angerichtet, als durch Hitze verbrannte Blätter.
Schöner Vergleich mit Autobahnmittelstreifen und Bauschuttdeponien, da muss ich an Jürgen Feder denken, der durchaus sein Auto an der Autobahn stehen ließ, weil er Tolles auf dem Mittelstreifen fand…
Andreas, Ailanthus ist auch als Stadtbaum eine Katastrophe: über hunderte Meter werden alle Gärten mit tausenden Sämlingen verseucht und in der unmittelbaren Umgebung mit weitreichnenden und vielen Ausläufern. Der überwächst einfach alles ringsherum, ein teurer Spaß für die Stadt und frustrierend für alle Leute, die anderes gepflanzt haben, von Alleebäumen bis Sträuchern…
Bei Pfingstrosen haben Pilzinfektionen mehr Schäden angerichtet, als durch Hitze verbrannte Blätter.
Schöner Vergleich mit Autobahnmittelstreifen und Bauschuttdeponien, da muss ich an Jürgen Feder denken, der durchaus sein Auto an der Autobahn stehen ließ, weil er Tolles auf dem Mittelstreifen fand…
Andreas, Ailanthus ist auch als Stadtbaum eine Katastrophe: über hunderte Meter werden alle Gärten mit tausenden Sämlingen verseucht und in der unmittelbaren Umgebung mit weitreichnenden und vielen Ausläufern. Der überwächst einfach alles ringsherum, ein teurer Spaß für die Stadt und frustrierend für alle Leute, die anderes gepflanzt haben, von Alleebäumen bis Sträuchern…
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- Cynara
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Sehr begeistert bin ich übrigens von Allium "Milennium". Hab ich für eine Modeerscheinung gehalten, aber es blüht und wächst und sieht super aus.
- Mediterraneus
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich pflanze auch rund ums Jahr. Ab und zu durchs Jahr gegossen und gut.
Dieses Jahr ging das nicht. Eine Woche nicht dran gedacht, und die gehätschelten Pflanzen waren geröstet.
Insofern tendiere ich wieder zu Herbst. Man muss halt in den Boden kommen, oder halt bei Trockenheit im September setzen, angiessen und auf kühle Nächte hoffen.
Gewerblich ist natürlich was anderes.
Dieses Jahr ging das nicht. Eine Woche nicht dran gedacht, und die gehätschelten Pflanzen waren geröstet.
Insofern tendiere ich wieder zu Herbst. Man muss halt in den Boden kommen, oder halt bei Trockenheit im September setzen, angiessen und auf kühle Nächte hoffen.
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LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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- Mediterraneus
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ja, der ist gut.
Alle aus der A. senescens-Verwandschaft.
Das dürfte der normale senescens sein.
Rechts daneben, schlapp aber grün, hält sich Monarda fistulosa var. menthifolia. Die einzige Monarda, die bei mir gedeiht. Will was heißen
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
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Der Buddler
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Wenn die Winter mild sind - am Oberrhein mittlerweile sehr häufig, hier meiner... Kommt mit Trockenheit extrem gut zurecht.
- Nox
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Mottischa, die ganze Liste ist prima, nur sind bei mir Birken und Felsenbirne unter den ersten, die braun werden. Nach 2022 hatten sie sich allerdings wieder erholt.Mottischa hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 21:26 ... Ah stimmt, Centaurea habe ich hier auch einige Sorten, Eryngium, Cephelaria ebenfalls. Stachys geht gut, erstaunlicherweise habe ich viele Sämlinge von Rudbeckia Triloba. Malven, Scabiosa ochroleuca, Skabiosen und Knautien eh, Tinctoria - bulgarische und anthemis. Staudenwicken juckt das Wetter nicht. Wegwarten trumpfen hier auf, Nachtkerzen u Karthäusernelken, Gaura und mein geliebter Fenchel stehen wie eine 1. Bartblumen sind hier übrigens ebenfalls vom Wetter unbeeindruckt, wobei meine Säckelblume fast ertrunken ist, weil ich sie im Kübel gegossen habe.
Wie gesagt, trockener Heidesand, Garten vorwiegend sonnig. Boden nicht sonderlich nährstoffreich, da alles durchrauscht. Und die genannten Pflanzen wachsen ohne Gießen, weil hier nur frisch gepflanztes angegossen wird. Unsere Bäume sehen noch gut aus, Birken, Quitte, Haselnuss und Maulbeere sind grün, Holunder und Felsenbirne neben dem Teich auch. Nur der alte Apfelbaum und die Scheinzypresse machen uns Sorgen.
Trotzdem muss man im eigenen Garten testen was geht, ich wiederhole..
Es ist ja schon sehr viel erwähnt worden, bei den Gehölzen möchte ich noch den Perückenstrauch aufführen (meiner hat wohl etwas Verticillium, steht aber und treibt neu von unten), Koehlreuteria, wo nicht zu invasiv, Gleditschia, Pittosporum aller Arten und Ceanothus (in wintermilden Ecken), Osmanthus und Kaki sind hier auch unbeeindruck, wie schon andere erwähnten.
Interessant wird es im nächsten Frühjahr, zu sehen, was wiederkommt und was wirklich verdorrt ist. Vielleicht sollten wir zulassen, dass vieles bei solchen Extremsommern eine Trockenruhe einlegt, entscheidend ist, dass es wiederkommt.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Da hast Du mein ganzes Mitgefühl! Ich habe erst gestern wieder 10 Meter Zaun und einige Gehölze von ihm befreien müssen, (Du meinst doch wilden, oder?) weil meine gartenunbedarften Nachbarn ihn vor Jahren in großer Stückzahl aus dem Baumarkt an die Grundstücksgrenze pflanzten. Ich gehe da ganz brutal mit dem Laserschwert am Zaun entlang. Es kamen zwei Gartenmüllsäcke zusammen, zum zweiten Mal in diesem Jahr
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
- Mottischa
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- Region: Aller-LeineTal
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- Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Das ist aber auch OT von dir
Nox, ich kann nicht sagen woran es liegt, dass diese Bäume hier keine Probleme haben. Sogar die Felsenbirne auf dem Hof steht ohne Wasser gut da, naja und der Ahorn sowieso. Leider mussten wir vor drei Jahren eine alte Eiche fällen, die durch die ständige Trockenheit extrem geschwächt war.
Hinten im Garten, im trockensten Schatten, neben drei Nadelbäumen, strotzt eine Lonicera (keine Ahnung welche) vor Wachstum. Alles grün und schön, während drumherum das trockene Elend tobt.
Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne dabei glücklich zu sein. (Fjodor Dostojewskij)