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Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps? (Gelesen 1260 mal)

Verschenken und tauschen, suchen und bieten (nicht kommerziell)

Moderator: Nina

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Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.

Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Blush » Antwort #15 am:

Makler handeln im Interesse dessen, der sie beauftragt. Bzw verkaufen sie gerne teuer, damit die Provision höher ausfällt. Ich fand es mit dem Festpreis-Makler super, denn der will verkaufen ( je öfter er zur Besichtigung fährt, desto geringer später sein Gewinn) und nicht Luftschlösser bauen. Hatten einen da, der hat unser Haus auf dem platten Land in MV viel zu hoch eingeschätzt. Vollkommen unrealistisch. Wir konnten gut verkaufen, weil der Makler ein sehr gutes Exposé erstellt hat und die richtigen Interessenten hatte. ( Die Käufer passen da sehr gut hin und sind sehr glücklich.)
"Der andere könnte recht haben."
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Quendula
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Quendula » Antwort #16 am:

Ich fand den Weg gut, den Henriette (Purler) genommen hat. Sie haben sich Zeit gelassen und über Monate (zwei Jahre ??? ?) Interessenten kennengelernt und sich dann nicht unbedingt für den entschieden, der das meiste bot sondern den Garten zu schätzen wusste und ihnen das Entwicklungskonzept/idee vorlegte, die Henriette und GG am ehesten zusagte. (wenn ich das alles richtig in Erinnerung habe :-[ )
Vlt schriebt sie hier in diesem Faden noch darüber und kann sagen, was sie anders oder genau so wieder machen würde :) .

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Nerven und gute Ideen und glückliche Zufälle, grünohr :-* .
Sich zu entschuldigen bedeutet nicht, dass man einsieht, dass der Andere Recht hat. Sich zu entschuldigen bedeutet, dass einem der andere Mensch wichtiger ist als der Streit.
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Apfelbaeuerin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Apfelbaeuerin » Antwort #17 am:

Quendula hat geschrieben: 10. Aug 2026, 17:03 Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Nerven und gute Ideen und glückliche Zufälle, grünohr :-* .
Dasselbe wünsch ich dir auch von ganzem Herzen, grünohr❣️ Ich hab ja noch die leise Hoffnung, dass es sich nur um einen "Durchhänger" handelt (was bei einem solchen Mammutprojekt ganz normal und mehr als verständlich wäre!) und sowohl Beziehung als auch Traum-Anwesen doch noch gerettet werden können *daunendrück*
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
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mavi
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

mavi » Antwort #18 am:

Grünohr, auch ich wünsche dir/euch alles Gute für das, was vor euch liegt. Es gab schon viele hilfreiche Ratschläge, sucht euch die passenden aus!

Hier hat in ländlicher Umgebung eine Bekannte vor zwei Jahren ein größeren ehemaligen landwirtschaftlichen Hof erfolgreich verkauft. Es gab mehrere jüngere Paare, die das Anwesen gerne gekauft hätten (-> das wird auch in eurer Gegend so sein). Es gab klaren Renovierungsbedarf und auch viel Arbeit in den Außenbereichen. Sie hat dann aber am Ende einen akzeptablen Preis bekommen. Mit Makler, weil sie sich alleine mit dem Verkauf überfordert fühlte. Es hat jedoch gedauert, bis die richtigen Leute gefunden wurden. Sie ist froh, dass sie es so gemacht hat.
Andere Bekannte wollten vor vielen Jahren ihr Haus in Stadtrandlage verkaufen, weil sie selbst einen alten Hof auf einem Dorf erworben hatten. Niemand hätte gedacht, dass sie es für den von ihnen veranschlagten Preis loswerden würden, er kam auch mir viel zu hoch vor für hiesige Verhältnisse. Aber sie blieben dabei und irgendwann, nach ca. 6 oder 8 Monaten kam jemand aus Frankfurt, dem der Preis mehr als günstig erschien. Alles eine Frage der Perspektive, scheint mir.
Womit ich sagen will: wenn man nicht in kürzester Zeit alles verkaufen will oder muss, klappt es oft besser, einen passenden Käufer zu finden. Und Makler können hilfreich sein, wie hier ja auch schon beschrieben wurde.
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Nox
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Nox » Antwort #19 am:

Das sind alles so wertvolle Tipps, ich möchte nur noch eine Kleinigkeit hinzufügen und hoffe, sie macht Dir Mut:
Ich war 58, als ich mein Haus mit grossem Garten gekauft habe. Frau und ohne Mann. Hat trotzdem geklappt, dank Hilfe von guten Mitarbeitern und, wo nötig (Elektro, Küche, Bäder), auch Profis.

Nimm Dir die Zeit, einen guten Käufer zu finden, Du kannst nochmal durchstarten !
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Veilchen-im-Moose
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Veilchen-im-Moose » Antwort #20 am:

Grünohr, ich lese aus manchen deiner Sätze, dass du mit den anstehenden Entscheidungen noch nicht wirklich im Reinen bist. Das Ganze hat ja nicht nur finanzielle, sondern auch sehr, sehr viele emotionale Aspekte... also eine echte Lebenskrise. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich mir eine gute Beratung suchen... irgendwas zwischen Beratungsstelle, Mediation, Psychotherapie. Das kann eine Hilfe sein, wenn man den eigenen Weg noch sucht.
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monili
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

monili » Antwort #21 am:

Liebes Grünohr,

das klingt ja wirklich als wärst Du im Moment recht verzweifelt.
Aber auch danach, als ob Du Dir noch nicht im Klarem bist wie Du mit der Situation umgehen sollst.

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Du und möchte Dir daher von meinem Haus-Drama erzählen.

Mein Vater wollte uns das Erbe schon zu Lebzeiten geben.
Das hat für ihn natürlich bedeutet, dass er mitreden darf was wir mit dem Erbe machen.
Für mich war schon immer klar - ein Haus mit Garten muss es sein!
In einem waren mein Vater und ich uns jedoch nicht einig: er meinte, es muss unbedingt in bester Lage sein, da man die Bausubstanz nachbessern kann, die Lage jedoch nicht.
Ich wäre lieber weiter hinaus gezogen da Erbe sowie zusätzlich meine Ersparnisse und ein Kredit für die beste Lage einfach nicht ausreichend waren.

Bei jeder Besichtigung ein bißchen weiter draussen war mein Vater dagegen.
So wurde es nach 5 1/2 Jahren Suche ein Frustkauf. Ein schlechter Kompromiss.
Eine Bruchbude in bester Lage mit dem Vorhaben die Bruchbude zu sanieren.

Das war im Jahr 2013.
Ich habe alles, was ich konnte selbst gemacht.
Das heißt natürlich, die wesentlichen Sanierungen habe ich nicht gemacht, denn dazu fehlen mir die handwerlichen Kenntnisse.
Das Sanieren durch Firmen habe ich immer rausgeschoben; zum einem weil ich davor Angst hatte - wenn man in einem Bauberuf arbeitet weiß man ja wie schnell man von einer Firma über den Tisch gezogen wird.
Zum anderem habe ich auch kein ansprechendes Angebot von den Firmen bekommen.

Über die Jahre waren alle meine Hobbies und fast alle Freunde weg, weil ich nur noch in Haus und Garten gewerkelt habe.

Mir dämmerte immer mehr, dass das Haus eine absolute Fehlentscheidung war. Alles gepfuscht. Ich kam zu dem Schluss, wenn ich denn irgendwann einmal fertig bin mit dem Sanieren kann ich an einem anderen Eck gleich wieder anfangen.

Irgendwann bin ich dann zu der Ansicht gekommen, dass ich besser das Haus verkaufe und mir ein anderes Haus stattdessen kaufe.
Dass ich keine Firma mit der Sanierung beauftragt hatte und viel selbst gemacht habe war mein Riesen-Glück. Zudem habe ich noch sehr sparsam gelebt so dass ich mit den Ersparnissen meinen Kredit schon beinahe zur Gänze auszahlen konnte.

Ich habe mich daher wieder auf die Suche nach einem Haus gemacht. Diesmal hat es nur 1 1/2 Jahre gedauert bis ich fündig war.
Mein Glück war auch, dass mir das Haus suchen riesen-Spass gemacht hatte und mittlerweisle schon alle Maklertricks kannte.

Mein neues Haus ist nun in derselben Straße wie das alte Haus. Beste Lage also, und im Top-Zustand.
Ich habe bevor ich das neue Haus gefunden habe mit der Bank wegen der Möglichkeiten geredet. Sie haben mir eine Lösung mit Kredit plus Zwischenfinanzierung angeboten.

Das heißt, ich habe das neue Haus gekauft und das alte aber noch nicht verkauft gehabt - irgendwo musste ich ja wohnen.
Mit dem Umzug ins neue Haus wurde das alte Haus inseriert. In dem Moment besass ich also 2 Häuser.
Und da ich ja das Geld aus dem Verkauf des alten Hauses zur Finanzierung des neuen Hauses benötigte und das alte Haus noch nicht verkauft war habe ich von der Bank diese Zwischenfinanzierung bekommen.

Die Zwischenfinanzierung lief 2 Jahre. So viel Zeit hatte ich also mein altes Haus zu verkaufen.
Ich hatte mächtig Bammel, da ich ja weder wusste, wie viel Geld ich für das alte Haus bekomen würde noch ob es mir gelingen würde es in 2 Jahren zu verkaufen.
Da ich ja jahrelang auf Haussuche war wusste ich, dass es Häuser gibt, die einfach jahrelang keinen Käufer finden.

Doch ich hatte Glück: nach einem Viertel Jahr schon war mein altes Haus verkauft.
Und da die Immobilienpreise in der Zwischenzeit stark gestiegen waren, habe ich sogar einen Batzen Gewinn gemacht; 130.000 Euro.
Zwischenzeit heißt: das alte Haus habe ich 2013 gekauft und 2019 wieder verkauft.

Die 130.000 sowie den gesamten restlichen Erlös aus dem Verkauf des alten Hauses habe ich natürlich zur Gänze in die Abdeckung meiner Zwischenfinanzierung und tlw meines Kredits gesteckt. Nicht eine winzige Kleinigkeit habe ich mir davon gegönnt.

Ja, jetzt lebe ich seit 2019 in meinem neuem Haus.
Für mich war es die beste Entscheidung mein altes Haus zu verkaufen.
Mehr noch: durch diese Bruchbude und dadurch dass ich kaum Geld in die Bruchbude gesteckt habe, sehr sparsam gelebt habe und dass die Immobilienpreise stark gestiegen waren konnte ich mir mein neues Haus überhaupt erst leisten.
Ohne den Kauf und Verkauf der Bruchbude hätte ich mir das Haus nie leisten können.

Seit 2019 habe ich im neuem Haus nun noch sparsamer, ja fast frugal gelebt weil ich meinen Kredit wieder auf dem allerschnellsten Wege abzahlen wollte. Das ist mir letztes Jahr auch gelungen.
Jetzt allerdings kann ich nicht den Bär steppen lassen sondern muss weiter sparsam leben - denn ich brauche ja auch Rücklagen für mein Haus damit ich mir Reparaturen auch in meiner Pension noch leisten kann.

Manchmal denke ich daran, wie es wäre ein drittes mal ein Haus zu kaufen. Mein neues Haus ist zwar im Top-Zustand, aber der Garten überwiegend Steilhang. Viel anfangen kann man damit nicht, mein Ziergarten rund ums Haus ist winzig klein.
Ich hingegen träume jedoch von einem Riesen-Garten.
Aber nie wieder mit Bruchbude drauf.

Eines würde ich Dir noch empfehlen:
Ich würde nicht schauen, dass Du einen Käufer bekommst, der Deinen Garten in Deinem Sinne weiter pflegt. Sowas kann man nie wissen ob es der neue Käufer letztlich wirklich macht.

Übe Dich im Loslassen! Schau lieber nach vorne! Schau, dass Du Dein jetziges Grundstück so gut verkaufen kannst, dass Du Dir ein anderes tolles Grundstück für einen neuen wertvollen Natugarten mit Haus in gutem Zustand drauf leisten kannst.
Da hast (und die Natur) letztlich mehr davon.

Es gäbe natürlich auch noch andere Möglichkeiten, zB. mit Deinem jetzigen Haus: hast Du mal an einen Generalunternehmer gedacht, der die offenstehenden Sanierungsarbeiten übernehmen könnte? Vielleicht nicht alles, sondern so dass Dein Mann deutlich weniger Arbeit hätte?
Vielleicht gibt es ja einen, der eine kostengünstige Lösung vorschlägt an Die Du möglicherweise noch gar nicht gedacht hast.
Irgendwie habe ich nämlich dass Gefühl, dass Du Dein Haus gar nicht hergeben möchtest - sondern nur die Sanierungsprobleme die Du damit hast.

LG
monili
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Secret Garden
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Secret Garden » Antwort #22 am:

Dann will ich auch eine Geschichte beitragen: Mein Mann und ich hatten eine heruntergekommene Doppelhaushälfte mit Hanggarten gekauft und mit viel Geld und Eigenleistung in ein Schmuckstückchen verwandelt. Es war so gut wie fertig saniert, der Garten neu angelegt und wir recht glücklich damit.
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Zur anderen Haushälfte gehörte kaum eigenes Grundstück, sie stand quasi in unserem Garten und war ebenfalls in keinem guten Zustand. Dort wohnte eine alleinstehende, ruhige Frau, soweit alles gut. Dann erkrankte diese Dame und entschloss sich von einem Tag zum anderen ihr Häuschen zu verkaufen. Wir bekamen es mit der Angst zu tun, wer sollte solch eine Bruchbude kaufen? Eine Proll-Großfamilie? Also haben wir gekauft. Zuviel bezahlt und der Zustand entpuppte sich als noch schlechter, als es den Anschein hatte. Die Renovierung ging weiter, inzwischen zehn Jahre, und irgendwann war es zuviel. Der Gatte hat ohne Vorankündigung seine Koffer gepackt und ich saß allein in der Großbaustelle. :-X
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Mir war schnell klar, dass ich das alleine nicht halten kann und ein Verkauf unausweichlich war. Der Makler riet dazu, nicht weiter zu renovieren. Es sei unsinnig weiteres Geld und Arbeit hinein zu stecken und potentielle Käufer würden es dann anders haben wollen.
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Ich bin in eine kleine Mietwohnung umgezogen, habe das Haus ausgeräumt, die Baustelle entrümpelt. Um meinen Garten habe ich bitter geweint.
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Es hat gedauert, aber schließlich haben sich geeignete Käufer gefunden. Wir haben uns dann alle im Haus getroffen, um die Modalitäten zu besprechen und dieses Ehepaar fragte, warum wir verkaufen würden. Dass wir uns getrennt hatten, wollten sie kaum glauben, das würde man uns so gar nicht anmerken. Ja, wir hatten uns wieder angenähert. Zwei Jahre haben wir in getrennten Wohnungen gewohnt und dann den Start mit einem neuen gemeinsamen Haus gewagt. Das Drama ist fast zwanzig Jahre her, bis jetzt geht es uns gut. :)
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Der größte Fehler war damals, dass wir nicht früher darüber gesprochen haben. Deswegen möchte ich Dir raten, mit Deinem Mann zu reden. Mit Männern ist das oft schwer, viele machen alles mit sich selbst aus, möchten Probleme nicht aussprechen. Ich wusste nicht, dass meiner seine Belastbarkeitsgrenze schon überschritten hatte.
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Ich wünsche Euch, dass Ihr einen Weg aus dem Dilemma findet. Auch wenn das heißt, sich vom Traumprojekt zu verabschieden. Man kann immer einen neuen Anfang wagen — zusammen oder jeder für sich.
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Apfelbaeuerin
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Re: Garten-, bzw. Hausverkauf, schwere Entscheidung, Tipps?

Apfelbaeuerin » Antwort #23 am:

Deine Geschichte, Secret, berührt mich sehr, ebenso wie ein paar andere auch. Ich hätte nie gedacht, dass sich unter den Forumsteilnehnern so viele Schicksale verbergen...

Meine Geschichte geht anders, es ist eine Geschichte von Verzicht. Ich habe einen Mann geheiratet, der Journalist von Beruf ist und absolut keine handwerklichen Fähigkeiten besitzt. Auch war immer klar, dass er zentral wohnen wollte, um zwecks Berichterstattung schnell dort sein zu können, wo gerade der Bär steppt🤷‍♂️.

Ich hingegen träumte von einem Haus auf dem Land, mit Riesengrundstück und möglichst in Alleinlage. Weit draußen, weg von der Stadt.

Eineinhalb Jahre hab ich (alleine) im ganzen Landkreis nach einem entsprechenden Objekt gesucht und meinte dann irgendwann, es gefunden zu haben: eine alte, total baufällige Mühle in einem 20-Seelen-Ort abseits jeglicher Zivilisation🫠. Erst als mein Mann meinte, er würde sich scheiden lassen, wenn ich den Gedanken an dieses Gemäuer nicht aufgebe, bin ich aufgewacht.

Wir haben dann ein halbes Jahr später ein Haus gefunden, das hintendran den Ludwigskanal und einen weitläufigen Landschaftspark hat und vorne direkt in 5 min. Entfernung die Altstadt.
Mein Garten ist nur 660 qm groß, aber ich bin glücklich damit. Ich will damit sagen: Manchmal darf man nicht zu viel wollen. Ich hab mich für meinen Mann entschieden. Und das war gut so.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
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