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Was tun bei Pseudogley? (Gelesen 1550 mal)

Lebendiger Boden, natürliche Düngemittel und fruchtbare Mulchwirtschaft
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hobab
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Re: Was tun bei Pseudogley?

hobab » Antwort #30 am:

Die Grundwasserhöhe kann man doch genauso beim Amt erfragen, wie die Bodenart. Dürfte allerdings regional sehr unterschiedlich genau und detailliert sein. Hier haut es sehr gut hin. Und man ist natürlich nie vor Überraschungen sicher…
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Miss.Willmott
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Miss.Willmott » Antwort #31 am:

thuja thujon hat geschrieben: 12. Aug 2026, 14:24 Du verdienst doch nicht dran, oder? Außerdem reden wir ja darüber.

Gibts hier übrigens für 22€ statt 46.
https://www.amazon.de/Nexbrill-Bew%C3%A ... 85&sr=1-19
Nein, ich verdiene nichts für die Empfehlung.

Ja, stimmt! Das andere Teil ist billiger, aber die Lieferung ist sehr teuer und dauert länger. Ich habe Amazon Prime. Bei mir ging es um die Rettung meiner Platane mit dem Cupping. Und du hattest damals sehr wahrscheinlich Recht mit dem Herbizidschaden, das Pflanzenschutzamt meinte das auch und überlegte, ob es vom Nachbargrundstück kommen könnte. Daher war mir eine schnelle Lieferung wichtig, der Baum bildet allmählich glatte, große Blätter nach.
Auch ein kleiner Garten ist eine endlose Aufgabe.

Karl Foerster
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Suse » Antwort #32 am:

Nach meiner Anfangsbefürchtung bezüglich Pseudogley gab die Bodenkarte Niedersachsen mittlerer Gley Parabraunerde an. Das ändert aber nichts an meiner Sperrschichtbeobachtung.
Letztlich ändern diese Erkenntnisse sowieso nichts. Entweder mit großem Gerät kommen oder den vorhandenen Boden in Richtung Fruchtbarkeit fördern, soweit es geht.
Liebe Grüße von Susanne
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hobab
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Re: Was tun bei Pseudogley?

hobab » Antwort #33 am:

So wie ich das verstehe hast du einen sehr guten Boden, bist aber sehr nahe am Grundwasser. Klingt erst mal nach einer beneidenswerten Lage in Zeiten des Klimawandels.
Wozu brauchst du schweres Gerät?
Ich würde das machen, was Thuja empfiehlt, Gemüse höher legen, mein Tipp wäre nässeempfindliche Pflanzen in erhöhten Beeten mit Splittuntergrund zu pflanzen. Ansonsten wird bei dir alles wachsen, was bei allen anderen gerade kaputt geht. Was vielleicht schwierig sein könnte sind manche Bäume, die zuwenig Wurzelraum haben, oder Dauernässe nicht abkönnen.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Gartenplaner » Antwort #34 am:

Suse hat geschrieben: 13. Aug 2026, 20:52 …Entweder mit großem Gerät kommen ….
Es muss nicht sooooo großes Gerät sein.
Es gibt inzwischen viele Garten- und Landschaftsbaufirmen, die eine Art Luftdrucklanze zur Behebung von Bodenverdichtungen
- so oder ähnlich:
https://www.vogt-tec.de/belueftungslanze

- in ihrem Gerätepark haben, wie z.B.:

https://www.bodenbelüftung.net

https://www.dellwig-luenen.de/terralift/

Wenn’s eine Sperrschicht ist, die das Versickern von Wasser in die Tiefe stört.
(Allerdings, wenn die Druckluftmethode die durchbricht, könnte die andere Seite der Medaille dann Probleme mit Trockenheit in zukünftigen Sommern wie diesem sein)
Zuletzt geändert von Gartenplaner am 13. Aug 2026, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

hobab » Antwort #35 am:

Moment mal, Gley bedeutet das es Dauervernässung gab, nach meiner Erinnerung auch wahrscheinlich sehr hohes Grundwasser. Was soll es da bringen die Sperrschicht zu durchbrechen, wenn darunter Wasser liegt?
Schau doch mal in den öffentlich einsehbaren Dokumenten wie hoch der Grundwasserspiegel bei dir ist. Wenn er so hoch ist, wie der Name mittlerer Gley andeutet: ich habe da sehr gute Erfahrung gemacht mit höher gelegten Beeten und Splittschichten, durch die das Wasser nicht hochziehen kann.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Querkopf » Antwort #36 am:

"Flach", "mittel", "tief" etc.: In Bodenbeschreibungen bezeichnet das meines Wissens die so genannte Gründigkeit, beschreibt also, in welcher Tiefe die entsprechende Bodenart in etwa anzutreffen ist. Suse hat für ihren Boden "mittel" gefunden, das wäre ein Bereich von 30-70cm Tiefe.
Für Gemüseanbau braucht man da vermutlich keine Verrenkungen :).
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Querkopf » Antwort #37 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 13. Aug 2026, 21:34... Es gibt inzwischen viele Garten- und Landschaftsbaufirmen, die eine Art Luftdrucklanze zur Behebung von Bodenverdichtungen ... in ihrem Gerätepark haben...
Über diese Teile habe ich in den vergangenen paar Jahren eine Menge Gutes gehört. Die Loblieder-Sänger waren kommunale Grünprofis, die öffentliche Parks betreuen und die dortigen ehrwürdigen alten Bäume - teilweise Raritäten - vital halten wollen, so lange es nur geht. Bodenbelüftung im (weiteren) Wurzelbereich der Bäume nütze enorm, hieß es. Zum Beispiel da, wo Grünflächen z. B. jahrelang als Liegewiesen ge- bzw. übernutzt worden waren (merke: Nicht nur Baufahrzeuge verdichten Böden, Hinz & Kunz schaffen das auch ;)...)
.
Schnäppchen sind Tech-Aktionen in solchem Kontext aber wohl nicht; ok, geht da ja auch um recht große Flächen.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

hobab » Antwort #38 am:

Hab jetzt mal nachgeschlagen wegen der ganzen Boden aufbrechen Argumente: „Ein mittlerer Gley ist ein grundwassergeprägter Boden, bei dem der mittlere Grundwasserspiegel in einer Tiefe von etwa 40 bis 80 Zentimetern unter der Oberfläche liegt (Grundwasserstufe 3). Typisch sind rostbraune und graue Flecken im Untergrund, die durch den Wechsel von nassem und trockenem Grundwasser entstehen“
Was bitte soll da eine Lanze bringen? Und von wegen für den Gemüseanbau braucht man da keine Verrenkungen: ich kenne Gärten mit ähnlich hohem Grundwasser: da steht dann manchmal auch das Wasser im Garten und steht und steht….da helfen Lanzen wenig. Durchbrechen wohin? Zum Grundwasser?
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Gartenplaner » Antwort #39 am:

Das ist eben erstmal die grundsätzliche Frage - Sperrschicht und als Problem, dass Wasser nicht von oben versickern kann, oder Grundwasserspiegel, der für Staunässe von unten sorgt…oder beides? 🤷‍♂️
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Querkopf » Antwort #40 am:

Die Teufelchen stecken da wirklich im Detail, Gartenplaner hat's schon angesprochen.
Ich versuch's mal in Vereinfachung (Bodenkunde ist 'ne komplizierte Wissenschaft, mit bestimmten Teilen hab' ich mich mal beschäftigt; aber das betraf Spezialfälle, darüber hinausgehende Feinheiten hatte ich nie drauf, und manches Spezielle hab' ich auch wieder vergessen ;) ).
.
Gley=potenzieller Wasserstau von unten, Grundwasser. Pseudogley=potenzieller Wasserstau von oben, Oberflächenwasser.
.
Sperrschicht: Gibt es nicht zwingend im Kontext von Gley oder Pseudogley. Kann aber im Zusammenhang damit existieren (und Suse schrieb ja was davon), ist nicht selten. Kann aber auch unabhängig von Gley/ Pseudogley existieren/ entstehen, insbesondere bei Ton/ Schluff/ Lehm, also bei Böden mit hohem Anteil an Feinpartikeln. Unter anderem durch mechanische Verdichtung. Oder auch durch extreme Austrocknung, die in die Tiefe reicht. Dadurch wird das Porenvolumen reduziert; und bei Ton/ Schluff/ Lehm ist dieser Vorgang nicht reversibel, wenn's wieder regnet, der zusammengesackte Boden bleibt zusammengesackt (ist bei Sandböden anders). Dann mangelt es in der Tiefe an Luft. Und das behindert die vertikale Bewegung des Bodenwassers (=diverse Kapillar-Prozesse).
.
Bodenlüftung hilft, solche Verdichtungen aufzubrechen, egal, wodurch sie verursacht sind. Bäume haben dann mehr Wasser, Nährstoffe etc.pp. zur Verfügung.
.
Fragt sich, inwieweit das alles Suses Ausgangsfrage betrifft. "Keine Verrenkungen", damit meinte ich: Wenn bei echtem "mittlerem Gley" Grundwasser in 40-80cm Tiefe anstehen kann, dürfte das Gemüsewurzeln kaum tangieren. Denn die gehen nicht so tief. Oder irre ich da? Dann bitte ich um Korrektur :)
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Re: Was tun bei Pseudogley?

hobab » Antwort #41 am:

Würde ich nicht ausschließen, aber das hängt bestimmt wieder von der Pflanze und den Boden ab. Spielt in der Regel vermutlich aber keine große Rolle.
Die Dämme, die Thuja vorgeschlagen hat, machen aber in dem von mir geschilderten Fall Sinn: bei hohen Grundwasserstand und zumal bei einer Sperrschicht, steht das Wasser bei länger anhaltenden Regen durchaus auch mal länger auf der Oberfläche, beziehungsweise der Boden ist dauernd nass. Da ist es durchaus sinnvoll die Pflanzen aus dem dauerfeuchten Bereich rauszuholen.
Das Ganze ist aber Spekulation, ich denke, es ist das Beste, entweder mal zu bohren, oder auf den Websites der Ämter sich Sicherheit zu verschaffen.


Bitte um Korrektur, falls es nicht stimmt, ich habe aber in Erinnerung, dass bei Gley eher ein Dauerzustand oder zumindest ist eine längerer Vernässung die typische Farbe verursacht, während Pseudogley einfach nur anzeigt, dass mal von oben vernässt wurde, das kann auch eine einmalige Überschwemmung gewesen sein.
Bin da aber überhaupt nicht sicher, ob es stimmt.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

Querkopf » Antwort #42 am:

hobab hat geschrieben: 14. Aug 2026, 11:53...Bitte um Korrektur, falls es nicht stimmt, ich habe aber in Erinnerung, dass bei Gley eher ein Dauerzustand oder zumindest ist eine längerer Vernässung die typische Farbe verursacht, während Pseudogley einfach nur anzeigt, dass mal von oben vernässt wurde, das kann auch eine einmalige Überschwemmung gewesen sein.
Bin da aber überhaupt nicht sicher, ob es stimmt.
Dazu weiß ich auch nix Genaues. Aber grundsätzlich ist Bodenbildung ja eine Sache von Jahrtausenden, auch bei Gley/ Pseudogley. Wenn du Recht hast mit der "einmaligen" Überschwemmung, müsste die seeehr lange gedauert haben ;D ...
Und: Die typische Farbe ist ja die Folge von Auswaschungen. Und sowas geht nicht binnen Jahren, sondern eher in Jahrzehnten oder Jahrhunderten.
.
Für Sperrschichten können durchaus schon Jahre oder Jahrzehnte reichen.
Zuletzt geändert von Querkopf am 14. Aug 2026, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

thuja thujon » Antwort #43 am:

Die Überschwemmung sollte aber auch eine Weile anhalten, damit es der Boden merkt. Vielleicht nicht gleich ein halbes Jahr, aber ein paar Monate wären schon gut. Flussaue etwa.

ich möchte da also ein bisschen was bezweifeln. Für mich sieht es nach einem guten Boden aus, die Rostflecken unten sind auch mal normal. Die Krume oben gabs bisher noch nicht auf Bildern. Die ersten 30cm entscheiden viel mehr als der Untergrund.
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Re: Was tun bei Pseudogley?

hobab » Antwort #44 am:

Da schließe ich mich an, Parabraunerde ist ja per se einer der besten Böden Deutschlands. Und für Gemüse sind die ersten 30 cm entscheidend, selbst für viele Gehölze. Aber da gibt es eben auch viele die gerne tiefer wurzeln und auch einige die es nicht gerne dauernass haben. Für mich scheint das einizige mögliche Problem eben die Staunässe bei Dauerregen zu sein.
Ach ja, eine einmalige Überschwemmung dauert in der Regel ja auch Wochen bis wieder Luft im Boden ist, aber ich dachte Pseudogley zeigt einfach nur an, dass mal überschwemmt war - mehr nicht.
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