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Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 14:49
Endlich mal geschafft, dem ganzen Faden hinterherzulesen...
Hier und da "gestolpert": Daher Nachfragen:
Chica hat geschrieben: ↑9. Aug 2026, 17:10
Ich gehe da ganz brutal mit dem Laserschwertam Zaun entlang.
*grübel, grübel*
What's that...? Kosewort für Heckenschere oder tatsächlich nen "modernes" Gartentool für Insider...?
Da ist das Laserschwert . Es geht darum ein Wiesen-Mähgerät zu verwenden, das ökologisch vertretbar ist, eins außer der Sense, da ich die nicht mehr nehmen will. Ein modernes Gartentool für Insider, inside naturnahe Gartengestaltung .
thuja thujon hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 17:26
Du kannst von mir aus auch pflügen. Hirse, Gänsefuß und Amaranth werden dann auch grün. Ich verstehe Kräuterrasen nicht, muss ständig gemäht werden und wird trotzdem nicht genutzt. Deshalb ja Weinbergbegrünung, einmal mulchen, fertig.
Was ist "Weinbergbegrünung"?
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Mediterraneus hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 18:15
…
Das Grün kommt von alleine.
Für viele Menschen ist das aber zu pflegeleicht.
Weise Worte
Wer meinen Lern-Garten sehen will - unterm Goldfrosch-Bild den Globus klicken!
Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 14:49
Welchem Erfahrungsraum darf der geneigte Leser das zuordnen...?
Knapp 20 Jahre, davon 8 Jahre als aktiver Gärtner.
Drainagefan hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 17:34
Mit manchen Yuccas, könnte es klappen. Ich habe viele Yuccas im Halbschatten. Sonne ab Mittag bis später Nachmittag, Rest Schatten.
Yucca filamentosa blüht bei mir im 3/4-Schatten. Pallida und Thompsoniana könnte man probieren. Pallida blüht schön und hat eher wenig Licht. Thompsoniana gefällt mir sehr gut nach dem sie nach der Blüte eingegangen ist und Kinder bekommen hat. Nur 1 Kind, keine extreme Ausbreitung.
Yuccas sind leider gar nicht mein Fall und würden hier auch wenig Spaß haben im Lehm und Bauschutt. Ich habe eine auf der Grundstücksgrenze geerbt, Nordseite und Vollschatten. Dafür Premium-Drainage aus städtischer Straßenschüttung. Wir beide hassen uns vom ganzen Herzen aber weil sie dort einfach seit Jahrzehnten wie aus Kunststoff verharrt und ich mich nie in dieses Gestrüpp bewege, dulde ich sie.
Mediterraneus hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 18:15
Das Grün kommt von alleine.
Gräserwurzeln sterben ab einer Bodentemperatur von 30 Grad ab. Das ergibt hier nach trockenen Sommern immer wieder Lücken, dort breiten sich dann ausgesamte Pflanzen aus. Das kann man steuern, indem man da Saatgut von gewünschten Arten ausstreut oder im Herbst Initialpflanzen setzt (die aus den Möhrenschalen), eigentlich recht praktisch, in geschlossener Grasnarbe keimt schließlich nichts. Es gibt Tagfalterarten wie z. B. das Kleine Ochsenauge, das auf offene, unbewachsene Bodenstellen in trocken-warmen Lebensräumen angewiesen ist. Solche sind aufgrund des Stickstoffeintrags in die Landschaft selten geworden, was auch diese seltenen Arten beeinträchtigt.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Und wenn man die Wiese hochwachsen lässt, beschattet sie sich selbst und verhindert, dass anderes keimen kann. Das beobachte ich gerade. Ich habe früher mehr gemäht, dann alles reduziert wegen "No mow may". Dort, wo ich immer noch häufiger mähe, ist der Boden schön lückig (gut für Grabwespenn und bodennistende Bienen) und eben blütenreicher.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 14:49
Welchem Erfahrungsraum darf der geneigte Leser das zuordnen...?
Knapp 20 Jahre, davon 8 Jahre als aktiver Gärtner.
Falsche Richtung, semicolon, der Erfahrungsraum war schon räumlich und nicht zeitlich gemeint...
So in diesem Sinne:
Hyla hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 00:05
Da müßte man erstmal wissen, um welche Gegend und welchen Boden es geht.
Das geben ja viele unter ihrem Avatar gar nicht an und meinen, das müsse man für jedes Forenmitglied im Kopf haben.
oile hat geschrieben: ↑14. Aug 2026, 09:27
Und wenn man die Wiese hochwachsen lässt, beschattet sie sich selbst und verhindert, dass anderes keimen kann. Das beobachte ich gerade. Ich habe früher mehr gemäht, dann alles reduziert wegen "No mow may". Dort, wo ich immer noch häufiger mähe, ist der Boden schön lückig (gut für Grabwespenn und bodennistende Bienen) und eben blütenreicher.
Für mich ist es ein sehr schwieriger Spagat zwischen der Schädigung von Falterstadien und dem Erhalt und der Förderung der pflanzlichen Artenvielfalt der Wiese. Ich bin da immer noch im Versuchsstadium. Im Moment reiße ich in der Pachtwiese täglich Calamagrostis epigejos als Schweinchenfutter von Hand aus, um es zwischenzeitlich so zu reduzieren. Manchmal trifft man Pflegeentscheidungen einfach aus dem Gefühl heraus, weil man es mit einem lebendigen "Wesen" zu tun hat, also einem dynamischen Biotop, das jedes Jahr anders ist. Und jede Gartenteilfläche ist anders.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht. Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
thuja thujon hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 17:26...Ich verstehe Kräuterrasen nicht...
Bildet sich selbsttätig, wenn man Rasen sich selbst überlässt, ohne in England-/Golfkurs-Manier mit Unkrautstecher & Nagelschere zu werkeln . Nutzbar wie Rasen (ok, zum Golfspielen vermutlich weniger). Dabei ungleich pflegeleichter . Wässern? Nö, wieso?
Gartenplaner hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 17:13 Kräuterrasen braucht überhaupt keine “Bewässerung” - der wird ganz schnell ganz von selbst wieder grün, falls es wieder regnet….
Eben.
Gartenplaner hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 17:13...Bzw. ist zu meinem eigenen Erstaunen immer noch verstreut etwas grün...
Jep, sieht hier ähnlich aus. Im Schatten sind sogar einige Quadratmeter flächig grün. An manchen Stellen kann man morgens genau sehen, wo mittags/ nachmittags Schatten fällt, mit richtig scharfen Rändern...
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Kräuterrasen, im Schatten von Bäumen, dort wo er genutzt wird, ist hier jetzt meist nackige Erde, also Staub. Es möchte aktuell nicht mal die Ackerwinde aktiv darin wachsen.
Nutzbar wie Zierrasen, also angucken und übers grün und die Abkühlung durch Verdunstung freuen, kann er in der Form nicht leisten.
Ein Staudenbeet macht doch viel mehr Freude als Spontanvegetation in ungepflegtem, vertrocknetem Rasen (Kräuterrasen).
Wenn ich hier Abends durch die Anlage laufe, ist Kräuterrasen gerade so wertvoll wie der Splitweg oder Parkplatz. 4 Grad höhere Temperatur, Staubbelastung, sieht doof aus. Da freut man sich schon über eine grüne Zucchinipflanze daneben.
semicolon hat geschrieben: ↑13. Aug 2026, 21:43
Knapp 20 Jahre, davon 8 Jahre als aktiver Gärtner.
Falsche Richtung, semicolon, der Erfahrungsraum war schon räumlich und nicht zeitlich gemeint...
So in diesem Sinne:
Hyla hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 00:05
Da müßte man erstmal wissen, um welche Gegend und welchen Boden es geht.
Das geben ja viele unter ihrem Avatar gar nicht an und meinen, das müsse man für jedes Forenmitglied im Kopf haben.
thuja thujon hat geschrieben: ↑14. Aug 2026, 11:10 Kräuterrasen, im Schatten von Bäumen, dort wo er genutzt wird, ist hier jetzt meist nackige Erde, also Staub. Es möchte aktuell nicht mal die Ackerwinde aktiv darin wachsen. ...
Wenn ich hier Abends durch die Anlage laufe, ist Kräuterrasen gerade so wertvoll wie der Splitweg oder Parkplatz. ...
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Einspruch .
3 Bilder von gerade eben, quick & dirty (die Kamera kriegt die extremen Helldunkel-Kontraste nur schlecht in den Griff):
Kräuterrasen1: in voller Sonne, den ganzen Tag.
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Kräuterrasen2: direkt daneben, fast ganztags beschattet (oben sieht man ein bisschen von der Sonnenfläche).
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Kräuterrasen3: benachbart, im Tagesverlauf teils beschattet, teils besonnt.
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Überall gibt's exakt die gleiche Menge Wasser - nämlich nix, kein Tropfen. Der Knackepunkt ist ganz offensichtlich, wie lange & wie stark die Sonne jeweils draufknallt.
Ok, die Schönheit hält sich derzeit in Grenzen, das stimmt natürlich. Aber das wird rasch wieder .
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
Querkopf hat geschrieben: ↑14. Aug 2026, 12:21
Einspruch .
3 Bilder von gerade eben...
Überall gibt's exakt die gleiche Menge Wasser - nämlich nix, kein Tropfen. Der Knackepunkt ist ganz offensichtlich, wie lange & wie stark die Sonne jeweils draufknallt.