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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 10889 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Wie schon geschrieben Oile, laurifolius geht, wenn auch mühsam. Und wie auch schon ein paarmal geschrieben, kenne ich Standorte in Berlin, wo auch andere Cistus gehen: die haben Lehm und ringsherum Schutz. Allerdings sind diesen Winter dort auch fast alle außer laurifolis und lensis? wieder erfroren.
Berlin, 7b, Sand
- oile
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Lehm habe ich nicht, aber Schutz: nach Osten das Haus, nach Westen die Kiefer und mittlerweile ziemlich hohe und dichte Gehölze, nach Norden die Einfahrt und wieder Gehölze, darunter eine Eiche. Nur nach Süden bzwm Südwesten ist es offener, aber da steht dann die Kastanie. Azf dem Präsentierteller hinterm Haus wurde C.laurifolius sicher nicht gedeihen. Er ist übrigens ein Sämling von RosaRot.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
Don't feed the troll!
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- Blush
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Auf der Geest, aber mit wenig Sand auf dem Lehm.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Im Mecklenburger Garten wuchsen mit dem Haus im Rücken, vollsonnig auf schuttigem Sand Cistus x zyprius und salicifolius zu stattlichen Büschen heran. C. salviifolis krepelte etwas. Phlomis fruticosa, ein Sämling von RosaRot, gedieh prächtig, ebenso Salvia microphylla ( glaube ich, der Johannisbeersalbei) sowie verschiedene Sorten 'Hot Lips', 'Amethyst Lips', und noch eine cremefarbene.
"Der andere könnte recht haben."
Frei nach Frank Elster
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- Krokosmian
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Cistus laurifolius wird hier am heimatlichen Weinbergsfuß im mittleren Neckartal regelmäßig alle paar Jahre lethal verblasen, wenns nach einem warmen Frühling imitierenden Januar auf Ende Februar/Anfang März nochmal knackig kalt wird. Auch ohne Arctic Outbreak, nur mit herrkömmlichem Spätfrost, allgemein eine zunehmende Problematik. Auf Arbeit, wo es insgesamt etwas rauer ist als zuhause, wurden jüngst mehrere C.l. in eine Garrigue-Pflanzung zwischen zwei Gebäude an winterschattiger Stelle gepflanzt. Da sie dort sicherlich länger in Ruhe bleiben, traue ich denen mehr zu.
Zuletzt geändert von Krokosmian am 16. Aug 2026, 23:14, insgesamt 1-mal geändert.
- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Wir sind halt nicht Korsika und werden es auch nicht werden. Trotzdem gedeiht hier Phlomis fruticosa ganz wunderbar, nur gelegentlich verliere ich einen im Winter. Ist aber nicht so dramatisch, da der erheblich fixer wächst als Cistus. Der ist bei mir geschützt, warm, sonnig nach vier Jahren eintriebig vielleicht 35cm groß...allerdings sehe ich den woanders schon stattlicher in Berlin, die sind dann aber auch Jahrzehnte alt.
Berlin, 7b, Sand
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich habe hier im Fläming geschätzte 21 Sorten&Arten Cistus ausgepflanzt. Einer ist diesen Winter eingegangen. Mehrere Phlomis und Santolinas. Cistus fühlt sich absolut wohl im Sand, braucht auf etwas Zeit zum wurzeln und loslegen.
Phlomis braucht bei mir anscheinend etwas mehr Nahrung und ebenso Zeit zum Wurzeln. Ein paar Phlomis sind oberirdisch eingegangen aber aus dem Bodenbereich wieder gekommen.
Phlomis braucht bei mir anscheinend etwas mehr Nahrung und ebenso Zeit zum Wurzeln. Ein paar Phlomis sind oberirdisch eingegangen aber aus dem Bodenbereich wieder gekommen.
- Krokosmian
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich glaube durchaus, dass deine Gegend für "solche Sachen" besser geeignet ist als viele Ecken der hiesigen südwestdeutschen Gunstlagen. Durch die immer wärmeren Winter geht hier vieles verfrüht in den Austrieb und wird dadurch selbst für kleinere nachfolgende Frostereignisse äußerst anfällig. Bis hin zum kompletten Erfrieren. Während dieselben Pflanzen im kontinentaler geprägten Osten länger in Ruhe bleiben dürften und so auch einem ggf. nochmal kalten Spät-/Nachwinter weniger ins Messer laufen.
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Dieser Aspekt des Wandels findet hier noch wenig Beachtung, daher für mich ideal: Chimonanthus praecox! Nicht nur weil es eine Lieblingspflanze ist, sondern auch weil sie ab Weihnachten blüht (und vor allem duftet), wenn es dann auf Februar frostet, ist sie eh durch. Dürreheld ist es halt keiner, aber ein bisschen was wird ausgehalten.
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Dieser Aspekt des Wandels findet hier noch wenig Beachtung, daher für mich ideal: Chimonanthus praecox! Nicht nur weil es eine Lieblingspflanze ist, sondern auch weil sie ab Weihnachten blüht (und vor allem duftet), wenn es dann auf Februar frostet, ist sie eh durch. Dürreheld ist es halt keiner, aber ein bisschen was wird ausgehalten.
- thuja thujon
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- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Herbstaster steht hier auf Lehm auch noch relativ gut da. Fuchsie dahinter auch, alles zwar nicht üppig, aber passabel.
Auf sandigem Lehm und morgens Schatten überrascht dieses Jahr Sida positiv.
Wenig überraschend vital, dabei aber meist erst im Mai austreibend ist Amorphophallus. Steht auch Halbschattig.
Auf sandigem Lehm und morgens Schatten überrascht dieses Jahr Sida positiv.
Wenig überraschend vital, dabei aber meist erst im Mai austreibend ist Amorphophallus. Steht auch Halbschattig.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- thuja thujon
- Beiträge: 24758
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Die Disteln können aber mehr.
Feldmannstreu überzeugt immer, auch in der Sonne. Hier auf sandigem Lehm unter den Trauben, Geht im Eisenbahnschotter aber genauso.
Kugeldistel, keine Ahnung wie die heißt, steht halbschattig, damit kommt sie klar, sonnig aber auch kein Problem.
Artischocke dagegen, die steht halbschattig, das heißt verschwenderischer Austrieb, große Blätter, schlecht gehaushaltet, deshalb vertrocknet. Vollsonnig hat sie bei Trockenheit mehr Chancen, wenn sie von Spätfrösten nicht erwischt wird.
Feldmannstreu überzeugt immer, auch in der Sonne. Hier auf sandigem Lehm unter den Trauben, Geht im Eisenbahnschotter aber genauso.
Kugeldistel, keine Ahnung wie die heißt, steht halbschattig, damit kommt sie klar, sonnig aber auch kein Problem.
Artischocke dagegen, die steht halbschattig, das heißt verschwenderischer Austrieb, große Blätter, schlecht gehaushaltet, deshalb vertrocknet. Vollsonnig hat sie bei Trockenheit mehr Chancen, wenn sie von Spätfrösten nicht erwischt wird.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- Starking007
- Beiträge: 12411
- Registriert: 24. Jan 2005, 19:10
- Wohnort: 92237
- Region: Mittelgebirge
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Im Nordosten Bayerns - kalt und Kalk.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Cistus laurifolius ist hier Unkraut, in Nordost-Bayern. Samt aus,
Kälte sehe ich gar nicht als Problem, sondern die Holzausreife.
Hier steht er auf Stein-Schotter mit wenig Erde, teils unter Dach!
In der Natur kenne ich Cistus in rotem Lehm, oberflächlich furztrocken, unten irgendwo Feuchte.
Lavendel kann bei uns verdursten, auf Malle besiedelt er blanken Fels in praller Sonne, aber mit Spalten und Rissen.
Kälte sehe ich gar nicht als Problem, sondern die Holzausreife.
Hier steht er auf Stein-Schotter mit wenig Erde, teils unter Dach!
In der Natur kenne ich Cistus in rotem Lehm, oberflächlich furztrocken, unten irgendwo Feuchte.
Lavendel kann bei uns verdursten, auf Malle besiedelt er blanken Fels in praller Sonne, aber mit Spalten und Rissen.
Gruß Arthur