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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 14307 mal)
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- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ja, Rhodotypos verwende ich auch viel, ist aber oft schwer die Kunden zu überzeugen: so robust wie der, ja, soll aber mehr blühen (so wie Gerbera oder Rose..). Und Lonicera sind zäh, aber selbst in meinen Augen zu wenig dekorativ. Purpussii nur wegen der Winterblüte? Naja, nicht wirklich.
Osmanthus probiere ich noch mal, die gefallen mir gut, sind mir halt immer erfroren. Aber das dürfte ja immer seltener passieren.
Das beste Klimagehölz ist Buchs…tja, die Kundschaft will aber nicht.
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- Nox
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Danke für diese Empfehlungen, werde ich mir mal anschauen !semicolon hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 19:15 ....
Bei mir performt 'Dr. Ragionieri' extrem gut, gilt zwar nicht als extrem winterhart, steht aber seit Jahren bei Wind und Wetter unter freiem Himmel und hat auch sehr regenfeste Blüte in sensationeller Farbe. Mit 'Villa Romaine' machst Du definitiv nichts falsch - ist so der goldene Standard für Mitteleuropa. Ebenso 'Italia'. 'Provence'/'Souvenir de Michel' sind extrem wüchsig und robust, aber durch die gefüllte Blüte etwas regenempfindlicher. Bei Gelben wäre ich vorsichtig, hier ist m.M. am ehesten 'Luteum Plenum' geeignet - hat gefüllte aber ziemlich robuste Blüten und sogar leichten Duft. 'Atlas' und 'Atlas Nain de Tidili' haben in Mitteleuropa die beste Winterhärte überhaupt - letzterer gilt zwar als eine zwergige Mutation, ich empfinde die Pflanze aber noch als "luftig genug" und vor allem hat sie sehr festes Gewebe. Bei Weißblütigen kann ich leider nichts sagen - persönliche Antipathien ;-). Ebenso wäre ich mit den wunderschönen Gotsis-Sorten vorsichtig - griechische Herkunft und oft übertrieben riesige Blüten sprechen nicht für Robustheit.
.....
Die Alstonia yunnanensis kenne ich überhauptnicht. Ich habe ja immer mal mit einem Frangipani für meinen Wintergarten geliebäugelt .... Wie duftet die Kreuzung denn ?
- semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Finde Epimedien auch unschlagbar. Was mich sehr nervt ist aber das Herbstlaub von Bäumen, welches sich auf cellularer Ebene mit Epimedien verbindet und über den Winter oberflächenkompostiert. Inzwischen schneide ich einjähriges Laub aus diesem Grund frühjährlich weg - wird vertragenGartenplaner hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 21:51Nicht unbedingt![]()
Für Schatten kann ich noch Epimedium ‚Amber Queen‘
Und Epimedium ‚Pink Constellation‘
empfehlen.
Begonia grandis finde ich absonnig und im Schatten extrem robust - wächst in Hitzesommern eher bodendeckend.
Rohdea japonica sind absolut unkaputtbar im trockenen Schatten aber leider auch sehr langsam.
Über Trachystemon gabs jüngst einen Thread - muss aber jeder selbst wissen
Luzula sylvatica hatte sich hier bei Herbstpflanzung auch bewährt.
Hakonechloa-Wildart klappt auch, muss aber aus meiner Sicht ebenfalls im Herbst gepflanzt und unbedingt vom Kultursubstrat befreit werden. Und zur Zeit gelegentlich mit etwas Wasser wiederbelebt werden. Irgendwo gabs mal eine zottelige Gigantea-Form, die deutlich schneller startet und besser wurzelt. Die 'Aureola' geht auch sonnig, braucht dann aber definitiv Zusatzbewässerung.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Also ich liebe meine L. purpusii.
Tolle Blüte, dieser Duft dazu, immergrün, die Vögel mögen die Besten und ich mag den überhängenden Wuchs.
Gut, es sterben Ästchen ab, aber da putze ich April rum aus und gut ist bisschen aufgeastet, und darunter Farne und Zwiebelgewächse.
Tolle Blüte, dieser Duft dazu, immergrün, die Vögel mögen die Besten und ich mag den überhängenden Wuchs.
Gut, es sterben Ästchen ab, aber da putze ich April rum aus und gut ist bisschen aufgeastet, und darunter Farne und Zwiebelgewächse.
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Rumi
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- semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Das ist keine Kreuzung. Ist nur meine Assoziation. Bisher ist mir kein Blütenduft aufgefallen, muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nie darauf geachtet hatte. Hat halt typische Apocynaceae-Blüten im Miniaturformat und schöne kreuz-gegenständige Blätter und grafisches aber graziles Holzgerüst. Sie bleibt bei mir bis ca. -5° immergrün, überlebt aber mindestens bis -10° (und vermutlich noch etwas darunter).Nox hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 22:38Danke für diese Empfehlungen, werde ich mir mal anschauen !semicolon hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 19:15 ....
Bei mir performt 'Dr. Ragionieri' extrem gut, gilt zwar nicht als extrem winterhart, steht aber seit Jahren bei Wind und Wetter unter freiem Himmel und hat auch sehr regenfeste Blüte in sensationeller Farbe. Mit 'Villa Romaine' machst Du definitiv nichts falsch - ist so der goldene Standard für Mitteleuropa. Ebenso 'Italia'. 'Provence'/'Souvenir de Michel' sind extrem wüchsig und robust, aber durch die gefüllte Blüte etwas regenempfindlicher. Bei Gelben wäre ich vorsichtig, hier ist m.M. am ehesten 'Luteum Plenum' geeignet - hat gefüllte aber ziemlich robuste Blüten und sogar leichten Duft. 'Atlas' und 'Atlas Nain de Tidili' haben in Mitteleuropa die beste Winterhärte überhaupt - letzterer gilt zwar als eine zwergige Mutation, ich empfinde die Pflanze aber noch als "luftig genug" und vor allem hat sie sehr festes Gewebe. Bei Weißblütigen kann ich leider nichts sagen - persönliche Antipathien ;-). Ebenso wäre ich mit den wunderschönen Gotsis-Sorten vorsichtig - griechische Herkunft und oft übertrieben riesige Blüten sprechen nicht für Robustheit.
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Die Alstonia yunnanensis kenne ich überhauptnicht. Ich habe ja immer mal mit einem Frangipani für meinen Wintergarten geliebäugelt .... Wie duftet die Kreuzung denn ?
- Nox
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ach so, hatte ich mist-verstanden.
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Querkopf
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Naja, an "Hier-wächst-nichts"-Plätzen isses halt nix mit spektakulärem Dauergeblühe, das musst du deinen Kunden halt klarmachen, hobab
Wg. Stauden für trockenen Schatten - hier bewähren sich so einige.
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Epimedium ist hier auch top. 'Frohnleiten' ist Zähestes-von Welt, Wuchertendenz, ich muss es regelmäßig eingrenzen. Freunde haben's jüngst ausprobiert im Sandboden, mit starkem Baum-Wurzeldruck, und meine Beobachtungen bestätigt.
Auch E. pubigerum blüht und wächst sehr gut. Weniger ausbreitungsfreudig, etwas weniger wurzelfilzig, was ein Vorteil ist. Der frühjährliche Laubaustrieb ist dafür weniger dekorativ als bei 'Frohnleiten' (ich hab' nur diese beiden wintergrünen Arten gepflanzt und schneide beide im Frühjahr bodeneben zurück - wenn ich's nicht vergesse
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Geraniümmer, schon von Mufflon genannt. G. macrorrhizum z. B. geht gut. G. nodosum auch, ist aber eine fürchterliche Samenschleuder (deshalb schnell wieder rausgeflogen).
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Ausläufertreibende Astilben, A. chinensis var. pumila. Ein ordentliches Maß Trockenheit vertragen sie (wie viel genau, wäre auszutesten). Starke Sonneneinstrahlung hingegen geht nicht, da verbrutzeln sie oberirdisch, sieht doof aus. Eroberer, muss man höllisch drauf aufpassen.
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Gewächse aus der Liriope-Ophiopogon-Verwandtschaft. Bei mir macht sich im trockenen Schatten v.a. ein Gewächs sehr gut, das ich mal als Liriope kansuense bei Sarastro erworben, später aber nirgends mehr unter diesem Namen gefunden habe. Macht langsam, aber sicher Fläche.
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Carex morrowii var. temnolepis, apartes, elegantes, horstig wachsendes Gras.
Wie weit das alles noch zu tun hat mit dem "Klimawandel-Pflanzen"-Thema, ist für mich freilich eine offene Frage - es ist erstmal die viel schlichtere Überlegung, was im trockenen Schatten denn so gehen könnte
"Eine Gruppe von ökologischen Hühnern beschloss, jenes Huhn zu verbannen, das goldene Eier legte, weil Gold nicht biologisch abbaubar sei." Aus: Luigi Malerba, "Die nachdenklichen Hühner", Nr. 137
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein." (NICHT von Kurt Tucholsky)
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- oile
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Ich werfe mal noch Asperula taurina ein. Dieser Meister deckt den Boden sehr gut, ist aber nur etwas für Leute, die Platz haben und schnell eine Teppich brauchen. Er überrollt bzw. unterwandert alles.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
Don't feed the troll!
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- semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Den A. taurina hatte ich aus genannten Gründen in einen Rosenkübel verbannt. Es sieht dort so friedlich aus und kaschiert die Rosen-Leiche, die der Hitze erlegen ist. Ein richtiges Vanitas-Ensemble.
Achso: Rosen sind raus!
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Du meinst die machen Ausläufer
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Das ist jetzt eine Aufzählung der bekannten Garten -Landschaftsbodendecker Querkopf, die hatte ich eigentlich eher nicht im Sinn bei der Frage nach Hitzespezialisten. Wobei, ganz uninteressant ist es auch nicht, denn die letzten Sommer haben auch die Grenzen von beispielsweise Epimedium gezeigt. Den Hinweis auf Carex morrowii var temnolepis finde ich aber gut, den benutze ich auch viel, aber weniger häufig als die Hakos. Aber auch die wachsen häufig an trockenen Standorten fast gar nicht mehr. Da würde ich den morrowii etwas mehr zutrauen.
Astilben gehen gar nicht mehr, die kann man hier komplett vergessen und Liriiope ist schlicht zu langsam, für unregelmäßige Pflegeintervalle genauso ungeeignet wie Vinca. Da sind in der Regel schnell die Unkräuter drin und kaum noch herauszuholen.
Asperula wuchert im Schatten und Wurzeldruck bei mir kaum, aber das kennt man ja auch auch bei Waldmeister - kann wuchern und kümmern, oft am selben Standort.
Im Grunde sind es aber eben alles die altbekannten Bodendecker, und nicht jeder Garten besteht ausschließlich aus diesen. Da hätte ich die Frage wohl präziser stellen müssen: was wächst in Zeiten des Klimawandels in den extremen, trockenen Sommer noch im tiefen Baumschatten außer den Bodendeckern? Also entweder Stauden, die man solitär, oder in kleinen Gruppen verwendet, oder kleinere Sträucher?
Astilben gehen gar nicht mehr, die kann man hier komplett vergessen und Liriiope ist schlicht zu langsam, für unregelmäßige Pflegeintervalle genauso ungeeignet wie Vinca. Da sind in der Regel schnell die Unkräuter drin und kaum noch herauszuholen.
Asperula wuchert im Schatten und Wurzeldruck bei mir kaum, aber das kennt man ja auch auch bei Waldmeister - kann wuchern und kümmern, oft am selben Standort.
Im Grunde sind es aber eben alles die altbekannten Bodendecker, und nicht jeder Garten besteht ausschließlich aus diesen. Da hätte ich die Frage wohl präziser stellen müssen: was wächst in Zeiten des Klimawandels in den extremen, trockenen Sommer noch im tiefen Baumschatten außer den Bodendeckern? Also entweder Stauden, die man solitär, oder in kleinen Gruppen verwendet, oder kleinere Sträucher?
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- hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Und wie die Ausläufer machen Chica! Vielleicht gibt es ja Sorten, die dies nicht tun, aber ich habe inzwischen eine solche Abneigung gegen die Gattung entwickelt, dass ich das nie probiert habe….
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Welche der unzähligen gelben Königskerzen war es denn? Da hast Du aber schon ein paar heimische Pflanzen genanntsemicolon hat geschrieben: ↑18. Aug 2026, 22:03 Gelbe Königskerzen haben mich dieses Jahr echt glücklich gemacht. Hatte sie in der Vergangenheit als lästig empfunden aber nachdem sie einfach aus jeder Ritze sprießen, lasse ich sie wieder aussamen. Vermutlich gibt es hier keine Art, die Unkraut und Kulturstaude, Unkaputtbarkeit, Bauerngarten und mediterranen Stil so perfekt miteinander vereint![]()
@Buddelkönigin
Ich will auch keine Bananen im Garten
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Bananen vertragen aber keine Trockenheit. Unser Kleingartennachbar hatte welche. Er hat sie im Sommer viel gegossen. Im Winter sind sie regelmäßig bis zum Boden zurückgefroren. Früchte hatten sie nie.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Das ist eine andere Art als die Wildform. Ich gehe nachher ein Foto machen. Hier stehen rundherum Gehölze, ich begucke die nicht jeden Tag.
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