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Schrebergarten mit Aussicht (Gelesen 5908 mal)
- Rosenfee
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Genau! Nicht spoilern
Deine Erzählung ist soooo schön und weckt Erinnerungen an die ehemaligen Schrebergärten.
LG Rosenfee
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Erwähnt hatte ich ja das schön blühende Staudenbeet und die Blumenmischung, die zwischen der Birne und Khaki ausgesät war.
Der Jüngste (damals 9) ist mit einem hervorragendem Auge, unerschrockenen Geschmack und ziemlicher Stilsicherheit gesegnet*- er versorgte uns den ganzen Sommer mit wunderschönen Blumensträußen. Ich lernte schnell, mir auf die Zunge zu beißen, wenn er meiner Meinung nach ganz und gar nicht passende Blumen, zuviel weiß oder viel zu bunt und durcheinander auswählte, denn das Ergebnis war immer phänomenal. * (Das hat er ganz sicher nicht von mir. Für mich ist das sehr harte Arbeit!)
Der Jüngste (damals 9) ist mit einem hervorragendem Auge, unerschrockenen Geschmack und ziemlicher Stilsicherheit gesegnet*- er versorgte uns den ganzen Sommer mit wunderschönen Blumensträußen. Ich lernte schnell, mir auf die Zunge zu beißen, wenn er meiner Meinung nach ganz und gar nicht passende Blumen, zuviel weiß oder viel zu bunt und durcheinander auswählte, denn das Ergebnis war immer phänomenal. * (Das hat er ganz sicher nicht von mir. Für mich ist das sehr harte Arbeit!)
- Kranich
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
der 2. Strauß ist super, ich staune wieviele Blumen da schon im 1. Gartenjahr da waren.
Liebe Grüße Kranich
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Es muss nicht nur was für den Magen, sondern auch was fürs Herz geben.
- Frau P
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Re: Schrebergarten mit Aussicht
Im Staudenbeet gab es natürlich wunderschöne Blumen, ein wunderschöner Salbei in rot/weiß, der Wiesenknopf und Bergknöterich, aber auch Wilde Möhre, Natternkopf und Rainfarn. Etwas Färberkamille hatte sich ausgesät und die wunderschönen Pompomdahlien mittendrin, von den luftigen Cosmeen umgeben. Ein echter Traum.
Im Herbst mussten dann die Dahlien ausgegraben werden, da ich den richtigen Zeitpunkt erwischen wollte, beobachtete ich das Wetter ganz genau. Mal war es zu trocken, dann zu nass- den perfekten Zeitpunkt gibt es also entweder nicht oder ich hatte ihn verpasst.
Es waren Regen und danach sehr kalte Temperaturen angesagt. Also stand ich folgerichtig in strömendem Regen da und grub die zentnerschweren Dahlien aus. Ich befreite sie im Regenfass etwas von Erde und brachte sie in die trockene Laube. Erde kann man ja schließlich auch ganz gut entfernen, wenn sie trocken ist. Einfach abklopfen und so. Das wird schon gehen. Der Perfektionismus hatte mir einen Grabenachmittag in strömendem Regen eingebracht, jetzt war also er Zeitpunkt für Pfusch angesagt.
Die Dahlien trockneten also vor sich hin. Nach einer Woche (oder so) wollte ich sie dann abklopfen und von Erde befreien, das muss so, hatten mich das Internet und das Gartenbuch gelehrt. Das geht natürlich nicht, für die, die es nicht schon ahnten. Man bekommt vielleicht die Erde ab, aber dann sind die Dahlienknollen auch entzwei. Das Regenfass hatte ich inzwischen natürlich gelehrt, das Wasser war längst abgestellt.
Also musste es so gehen- luftig lagern, dass die Restfeuchte entweichen kann und dann einfach hoffen. So empfindlich werden sie schon nicht sein, dachte ich mir.
Stimmt natürlich nicht, die Knollen, die im März nicht krümelig vertrocknet waren, hatten überall Schimmel. Goodbye wunderschöne Eveline, Mystery Fox und die Dahlie, die ich nur wegen des wunderbaren Namens gekauft hatte: Wine Eyed Jill. Zum Bestellen war es längst zu spät bzw. waren meine Favoriten ausverkauft.
Im Baumarkt ergatterte ich Reste von Bumble Rumble oder so ähnlich. Dann würden es eben diese werden. Ein bisschen Schwund ist ja immer.
Im Herbst mussten dann die Dahlien ausgegraben werden, da ich den richtigen Zeitpunkt erwischen wollte, beobachtete ich das Wetter ganz genau. Mal war es zu trocken, dann zu nass- den perfekten Zeitpunkt gibt es also entweder nicht oder ich hatte ihn verpasst.
Es waren Regen und danach sehr kalte Temperaturen angesagt. Also stand ich folgerichtig in strömendem Regen da und grub die zentnerschweren Dahlien aus. Ich befreite sie im Regenfass etwas von Erde und brachte sie in die trockene Laube. Erde kann man ja schließlich auch ganz gut entfernen, wenn sie trocken ist. Einfach abklopfen und so. Das wird schon gehen. Der Perfektionismus hatte mir einen Grabenachmittag in strömendem Regen eingebracht, jetzt war also er Zeitpunkt für Pfusch angesagt.
Die Dahlien trockneten also vor sich hin. Nach einer Woche (oder so) wollte ich sie dann abklopfen und von Erde befreien, das muss so, hatten mich das Internet und das Gartenbuch gelehrt. Das geht natürlich nicht, für die, die es nicht schon ahnten. Man bekommt vielleicht die Erde ab, aber dann sind die Dahlienknollen auch entzwei. Das Regenfass hatte ich inzwischen natürlich gelehrt, das Wasser war längst abgestellt.
Also musste es so gehen- luftig lagern, dass die Restfeuchte entweichen kann und dann einfach hoffen. So empfindlich werden sie schon nicht sein, dachte ich mir.
Im Baumarkt ergatterte ich Reste von Bumble Rumble oder so ähnlich. Dann würden es eben diese werden. Ein bisschen Schwund ist ja immer.