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Yuccas für das Freiland (Gelesen 31886 mal)

Bäume und Sträucher, Duftgehölze, Blütengehölze, Blattschmuckgehölze, Wildobst, Koniferen, Moorbeetpflanzen

Moderator: AndreasR

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Drainagefan
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #90 am:

Wie, jetzt noch eine neue Variante, der Seitentrieb ist 15cm in die Höhe gewachsen? Da biete ich 1m Höhe beim Seitentrieb,

Interessant wäre, wenn die Yucca einen dicken Stamm hätte, Durchmesser 15-20cm. Das habe ich schon gesehen, allerdings in Kroatien. Ich muss mal schauen, welchen Durchmesser meine Arkansana hat. Wer in D so einen dicken Stamm hat, soll sich melden. Ich glaube ich erinnre mich da an ein Foto aus der Rhein-Gegend.
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klara kümmel
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Re: Yuccas für das Freiland

klara kümmel » Antwort #91 am:

Hallo
Wie tief gehen die Wurzeln? Ich habe Lehmboden, wie tief/breit sollte ich der Pflanze einen Drainageboden bereiten?
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thuja thujon
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Re: Yuccas für das Freiland

thuja thujon » Antwort #92 am:

Geschätzt bis zum Erdmittelpunkt.

Ich sehe aber die Notwendigkeit einer Drainage nicht, winterharte Yuccas sind unkaputtbar. Wenn es um nur frostfeste Arten geht, ist ein Regendach über Winter ebenso wichtig wie die Drainage. Da bietet sich die kompakte Pflanzung im Steingarten an, wie hier im Bild zu sehen:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... ld_1_A.jpg
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Drainagefan
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #93 am:

klara kümmel hat geschrieben: 21. Aug 2026, 11:37 Hallo
Wie tief gehen die Wurzeln? Ich habe Lehmboden, wie tief/breit sollte ich der Pflanze einen Drainageboden bereiten?
Mittlerweile schwierig zu beantworten. Ich habe auch Lehmboden. Ich habe gesetzt als 1 Monat Regen nichts besonderes war, eher mehr. Mittlerweile ist es umgekehrt, es regnet fast gar nicht mehr und dann fällt einem die Drainage auf den Kopf, aber trotzdem besser Drainage haben, als keine, wenn es doch mal Wochen Dauerregen gibt.

Ich hatte damals ein Loch von 50-60cm in allen 3 Richtungen gemacht. Ja das ist eine Menge Aushub. Erdmischung dann mit Blähton. Direkt um die Pflanze nur Blähton, also seitlich und unten wieder ca. 20-30cm. Den Rest Erde mit deutlich Blähton gemischt. Aber das war eben der viele Regen damals. Die Pflanzen sind gut angewachsen, würden sie heuer eher nicht tun. Blähton ist teuer, isoliert im Winter aber die Kälte. Ich denke Kies ist auch ok.

Primär ist die Frage wie groß die Yuccas sind, die gepflanzt werden. Versuche so große wie möglich zu setzen. Um welche Yuccas geht es? Bei Flaccida / Filamentosa würde ich mir nicht viel Gedanken machen. Die 1. Jahre können schwierig sein.

Feuchtigkeitsschutz macht in den ersten Jahren wirklich Sinn, Wichtig ist, nur Dach und seitlich offen, damit der Luftzug die Blätter trocknen kann. Das hilft sehr gegen Pilz. Ich hatte alles mögliche probiert, auch große Stapelboxen und Dämmplatten, war alles keine gute Idee. Der Luftzug ist wichtig. Ich hatte im 2. Jahr bei den neuesten Yuccas keinen Schutz mehr verwendet und wurde bestraft, aber die Yuccas haben überlebt. Heuer kriegen sie wieder Schutz. Bei kleinen Yuccas kämpft man Jahre bis sich die etablieren. Eine Glauca hat es immer gerade geschafft den Frühling zu überleben. Ich kaufe nun so groß wie irgendwie möglich, will aber auch immer besondere. 2l-Topf ist absolutes Minimum, wenn man nicht Jahre kämpfen will. (zumindest in meinem Garten).
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Re: Yuccas für das Freiland

thuja thujon » Antwort #94 am:

Ob Kies oder Blähton benutzt wird ist ziemlich egal, bei einer Drainage kommt es darauf an, wie das Wasser abgeführt wird. Da es nicht frei nach unten versickern kann, muss ein Rohr gelegt werden, dass es abführt oder es muss hochgepumpt werden.

Findet letzteres nicht statt, hat man nur Skelettreichen Boden geschaffen, der im Winter trotzdem bzw erst recht absäuft. Das hat mit Drainage nichts zu tun, ist wie mit Tonscherben unten im Blumentopf mit Untersetzer, das macht rein technisch keinen Sinn.
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #95 am:

thuja thujon hat geschrieben: 21. Aug 2026, 13:35 Ob Kies oder Blähton benutzt wird ist ziemlich egal, bei einer Drainage
Da hast du recht, aber damals hatte ich noch die Temperaturen im Winter im Kopf und -20° waren nicht unvorstellbar. Deswegen die pure Blähtonschicht um den Wurzelballen.

Die ersten Yuccas wurden bei mir in einer Gegend mit bestem Humus gesetzt. Die letzten in einem von Haus aus steinigen Bereich.

Nach 10 Jahren Yucca-Erfahrung würde ich sagen, mach dir keine Gedanken über Minustemperaturen, sondern um die Feuchtigkeit im Februar. Meine haben alle durchgehend -17° Tag und Nacht über 3 Wochen ausgehalten. Das viel größere Problem sind warme Winter wegen der Feuchtigkeit als kalte.

Hier ein Beispiel für eine Größe beim Setzen. Kleine Yuccas müssen Jahre gehätschelt werden, wenn die Winter zu warm sind. Da zahle ich gern mehr, brauche mich nicht viel kümmern und habe früher was schön großes im Garten.


YUCCA GLORIOSA X CONSTRICTA.jpg
YUCCA GLORIOSA X CONSTRICTA
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Re: Yuccas für das Freiland

thuja thujon » Antwort #96 am:

So ein Planschbecken mit Steinen ist aber keine Drainage.

Hier macht Feuchtigkeit schon im Dezember Probleme, die Blattfleckenpilze. Feuchtigkeit im Boden wird dagegen problemlos ertragen, wie gesagt, teilweise unausrottbar. Es gibt hier Exemplare, die wurden vor 10 Jahren 1m tief ausgegraben, man hat sie danach 5 Jahre nicht gesehen, bis wieder neue Ausläufer die Bodenoberfläche durchstoßen hatten.
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #97 am:

thuja thujon hat geschrieben: 21. Aug 2026, 16:28 So ein Planschbecken mit Steinen ist aber keine Drainage.
Habe ich nie behauptet. Das ist dafür gedacht, Unkraut zurückzuhalten. Lies mal davor 50-60cm tief.
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #98 am:

Heuer im Mai (nach 2 Jahren) sah das so aus:


YUCCA GLORIOSA X CONSTRICTA.jpg
YUCCA GLORIOSA X CONSTRICTA


Man sieht die Yucca hat einige Blätter verloren, weil es im Winter keinen Regenschutz gab. Die Storchschnäbel kamen ein halbes Jahr nach dem Setzen im Frühjahr dazu.
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Re: Yuccas für das Freiland

thuja thujon » Antwort #99 am:

Dann ists doch nicht egal ob Blähton oder (Lava)Splitt. Auf einer Grube mit 60cm Blähton muss schon nach deutlich unter einem Jahr Unkraut gejätet werden, auf Split kann es in trockenen Jahren auch bis zum Herbst dauern.
Beides bringt der Yucca aber keine Vorteile, sondern Nachteile. Die mag es lehmig, wegen der Nährstoffe und gleichmäßiger Feuchtigkeit in Trockenperioden.
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #100 am:

thuja thujon hat geschrieben: 21. Aug 2026, 22:22 Dann ists doch nicht egal ob Blähton oder (Lava)Splitt.
Sag mal liest du was ich schreibe? Blähton kann bei Kälte helfen. Ich habe aber auch geschrieben, dass ich die Kälte im Alpenvorland am Übergang zu den Alpen nicht als Problem sehe.

Ich habe das Foto wegen der Größe der jungen Pflanze gezeigt. Ein paar Euro lohnen nicht, wenn man dafür Jahre braucht bis die Pflanze größer und widerstandsfähiger wird.
thuja thujon hat geschrieben: 21. Aug 2026, 22:22 Auf einer Grube mit 60cm Blähton muss schon nach deutlich unter einem Jahr Unkraut gejätet werden, auf Split kann es in trockenen Jahren auch bis zum Herbst dauern.
Was schreibst du schon wieder, ich habe nie was von 60cm Blähton geschrieben, etwas Erde braucht die Yucca schon.

Das 1. Foto mit Kies zeigt die Yucca beim Setzen im Frühling. Das sind vielleicht 2-3cm reiner Kies ganz oben, damit nicht zu viel Unkraut bis zum Herbst wächst. Im Herbst wurden dann die Storchschnäbel gesetzt.

Viel entscheidender ist, dass im 1. Jahr mit Dach so gut wie nichts verpilzt war, im 2. Jahr ohne Dach, dann relativ viel. Großes Problem ist das nicht, weil die Yucca jedes Jahr größer und widerstandsfähiger wird, aber es dauert einfach länger bis die Yucca schön aussieht.
thuja thujon hat geschrieben: 21. Aug 2026, 22:22 Beides bringt der Yucca aber keine Vorteile, sondern Nachteile. Die mag es lehmig, wegen der Nährstoffe und gleichmäßiger Feuchtigkeit in Trockenperioden.
Sehe ich anders. So trocken kann es gar nicht sein, dass man da Zeichen sieht, dass sie leidet. Bei mir wurden die in 10 Jahren nie gedüngt und blühen.

Übrigens 1 Argument für Drainage.

Ich habe 1 Yucca (Elata-Hybride) wie beschrieben gesetzt, da enstanden über die Jahre 8 Kinder, das mir dann vzu viel wurde, sodass ich beschloss sie zu entfernen. 1 Glauca daneben wurde stark bedrängt. Die Kinder haben sich in Humus-Erde ohne Drainage ausgebreitet und 1 war faulig. Ich war verwundet, ist es doch dort sehr heiß. Ich habe bis auf 2 Kinder alles stark gekürzt und kam bei der Hitze nicht dazu, sie auszugraben. Es haben sich alle wieder erholt und sehen gar nicht so schlecht aus.
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Re: Yuccas für das Freiland

hobab » Antwort #101 am:

Die Yucca hält Trockenheit aus, das heißt aber noch lange nicht, das sie die braucht. Solange es keine Staunässe gibt, wächst die auch ohne Drainage. Im Sand manchmal etwas kläglicher als im Lehm, entscheidend sind aber auch die Temperaturen denke ich - die ganzen Exoten die im eher nassen Rheinland wachsen, hätte hier im trockenen Brandenburg großteils keine Chance. Allerdings gibt es inzwischen schon ein paar mehr als filamentosa, die gehen - die Winter sind selten unter -15°…
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Re: Yuccas für das Freiland

Drainagefan » Antwort #102 am:

hobab hat geschrieben: 22. Aug 2026, 17:31 Die Yucca hält Trockenheit aus, das heißt aber noch lange nicht, das sie die braucht. Solange es keine Staunässe gibt, wächst die auch ohne Drainage.
Welche Pflanze braucht Trockenheit?

Ich frage mich warum die 1 Yucca faulig war. Ein Platz mit Sonne von morgends bis abends. Vielleicht waren es die vielen Yucca-Blätter im Horst, die Schatten machten und es half alle Blätter zu entfernen und danach kam die Dürre und das Verfaulte vertrocknete. Bei über 30° mag ich nicht in der prallen Sonne Yuccas ausgraben. Ich hätte nicht gedacht, dass die wieder schön wachsen. Das tolle an dieser Yucca ist, Blüten von an die 2.5m

Könnte sein, dass es im gewollten Yucca-Horst (Gloriosa) auch faulige gibt. Schwer zu sagen, ob es Äste ganz unten sind, oder eigene Pflanzen als Kindel. Da hat man keine Chance zu sehen, was unten ist. Ich schätze mal, da sind über 20 Yucca-Triebe ineinander verwachsen. Keine Ahnung, ob da was verfault ist. Jedenfalls Drainage nur für die 1. Pflanze.
hobab hat geschrieben: 22. Aug 2026, 17:31 die ganzen Exoten die im eher nassen Rheinland wachsen, hätte hier im trockenen Brandenburg großteils keine Chance.
Hmmh, ich sehe das Problem bei Nässe. Ich kann mir nicht vorstellen, welcher Yucca es in Deutschland zu trocken ist. In Süditalien kämpfen die bei Yuccas auch mit Luftfeuchtigkeit und nicht mit Trockenheit. Alle von mir gesetzten Yuccas habe eine extrem starke Drainage. Allerdings sind die nach 10 Jahren gut etabliert. Bei den neueren merke ich aber auch keine Trockenheitsprobleme, maximal, dass sie sehr langsam wachsen.
hobab hat geschrieben: 22. Aug 2026, 17:31 Allerdings gibt es inzwischen schon ein paar mehr als filamentosa, die gehen - die Winter sind selten unter -15°…
Als ich mit Yuccas begonnen habe, war für mich gefühlsmäßig das Problem die Kälte und das war total falsch. Ich erinnere mich an Winter mit kurzfristig -20° bis -25°. Das ist schon extrem. Die Glauca soll in Alaska bis -30° aushalten.

Ich denke notfalls kann man eine Yucca auch mit Jutesack schützen.

Mir ist bis jetzt nur 1 Yucca eingegangen und da war ich selber schuld. Eine Baccata habe ich aus Dummheit entfernt. Ein halbschattiger Platz wo fast alles einging und ich hatte keine Lust bzw. Platz sie wo anders hinzusetzen. Kleine Yucca ohne Dach im Winter ist eben unerfahren. Man kann auch sagen dumm.

Ich habe noch einen Platz im Schatten einer Mauer (im Foto rechts nicht sichtbar), wo es nur im Sommer etwas Sonne gibt. Da ist auch schon was aus Unerfahrenheit eingegangen. Die Yucca muss es nur schaffen groß zu werden, jeder cm mehr, bedeutet mehr Sonne, weil weniger Schatten durch die Mauer. Die Filamentosa daneben ist völlig problemlos, aber die ist eben schon außerhalb des Schattens der Mauer. Jetzt versuche ich mich damit, wenn die es auch nicht schafft, gebe ich auf. Die Aloifolia soll 8m und höher werden. In 1m Höhe ist pralle Sonne. So was findet man natürlich schwer und dazu auch nicht mehr ganz klein.


YUCCA ALOIFOLIA X ANGUSTISSIMA.jpg
YUCCA ALOIFOLIA X ANGUSTISSIMA

hobab hat geschrieben: 22. Aug 2026, 17:31 gibt es inzwischen schon ein paar mehr als filamentosa, die gehen
Die wären? Weil es mir gerade einfällt, meiner Neomexicana geht es super seit 10 Jahren. Ich brauche noch eine die riesig wird, Äste bildet und keinen Horst.

PS: Ich habe an die 20 verschiedene Yuccas, bin also nicht ganz unerfahren was möglich ist. Eine Rostrata traue ich mich nicht, der ist es hier wahrscheinlich zu feucht.
LG Horst
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