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Dürregejammer (Gelesen 1083984 mal)

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Mediterraneus
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Re: Dürregejammer

Mediterraneus » Antwort #8385 am:

Hyla hat geschrieben: 23. Aug 2026, 12:30 Guckt man sich die Karte seit Jahresbeginn an, dann ist das Verhältnis sehr ausgeglichen.
Die Karte über Abweichung gegenüber des Normalfalls zeigt aber, daß viele Bereiche dieses Jahr weniger Wasser als sonst hatten.
Soll heißen die anderen haben dieses Jahr genauso viel Regen wie wir hier, jedoch weniger im Vergleich zum Mittel.
Manche jammern deswegen über Dürre, wenn sie 60 mm im Monat abbekommen haben, wo doch 120 normal sind.
Jammern, dass die Seerose an Land vertrocknet ::)
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus

Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #8386 am:

Mediterraneus hat geschrieben: 23. Aug 2026, 11:16 ....
DAS sind die letzten 3 Monate bei uns
Rund 70 mm um Marktheidenfeld, etwas südlich bei Wertheim noch weniger.
Und in greifbarer Nähe viel mehr (aber auch nicht viel)
https://kachelmannwetter.com/de/regensu ... 0550z.html
Du bist wenigstens noch aktiv und beschwerst Dich, ich habe schon resigniert:
Seit Mitte Juni kein Regen mehr, ausser Getröpfel, das sofort verdunstet:
Juli: 3,2 mm
August: 2,2 mm

Ich kriege bestimmt einen schweren Anschiss, wenn sie den Zähler ablesen. Stewartia, Blütenhartriegel, Magnolien werden notbewässert in der Hoffnung, dass die hängenden oder braunen Blätter soweit aktiv bleiben, dass der Baum Knospen für's nächste Jahr bilden kann. Von Stauden will ich gernicht erst reden. Ich fange schon Wasser im Ausguss auf, um weniger Trinkwasser zu verbrauchen.

Ich habe nicht mal mehr Lust, Blumenzwiebeln zu bestellen.

Mich beschleicht das Gefühl, dass die Wasserknappheit von gewissen politischen Parteien begrüsst wird, um den Leuten den Klimawandel möglichst eindrücklich klarzumachen. Und dass genau diese Leute aus genau diesen Gründen sich insgeheim über die Dürre freuen. So kann man weitere Restriktionen durchdrücken und ein vorausschauendes Management verhindern.

Ausser dem Giessen von Gemüse ist nichts mehr erlaubt von 20h bis 8h morgens. Die Gemeinden kompostieren ihre Blumenkästen, die an den Geländern der Brücken über Flüsschen in Quimper und Pont-Aven aufgehängt sind. Als ob Blumenkästen und Gemüse wichtig seien, die sind innerhalb eines Jahres ersetzt. Der Verlust an Gehölzen nicht.
Bin mal gespannt, was die Schadensbilanz an öffentlichem Grün sein wird.

Aber Golfplätze und Fussballplätze dürfen noch bewässert werden.
Wieso erinnert mich das an Covid ?

Und ich hoffe insgeheim, dass ihnen mitten in der Feriensaison das Wasser ausgeht. Am Tourismus hängt viel Wirtschaft, Arbeitsplätze und Einnahmen. Die Bevölkerung verdreifacht sich hier im Sommer, aber Investitionen ? Fehlanzeige.
Statt dessen möchte man neue Wasserzähler einbauen, die registrieren können, wann wieviel Wasser entnommen wurde. Sodass man besser sanktionnieren kann.

Es gab schon Agressionen gegen Feriengäste aus dem pariser Raum im südlichen Finistère. Was wirklich schlimm ist, denn oftmals sind das Landsleute, die Arbeit in der Grossstadt gefunden haben und in den Ferien ihre Familien besuchen.
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Tempel-Hof-Gärtner
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Re: Dürregejammer

Tempel-Hof-Gärtner » Antwort #8387 am:

Nox hat geschrieben: 23. Aug 2026, 13:13 ... ich habe schon resigniert:
Seit Mitte Juni kein Regen mehr, ausser Getröpfel, das sofort verdunstet:
Juli: 3,2 mm
August: 2,2 mm
(...)

Mich beschleicht das Gefühl, dass die Wasserknappheit von gewissen politischen Parteien begrüsst wird, um den Leuten den Klimawandel möglichst eindrücklich klarzumachen. Und dass genau diese Leute aus genau diesen Gründen sich insgeheim über die Dürre freuen. So kann man weitere Restriktionen durchdrücken und ein vorausschauendes Management verhindern.
(...)

Aber Golfplätze und Fussballplätze dürfen noch bewässert werden.
DAS sind ja Zahlen, dagegen ist unser germanischen Jammern wahrlich Jammern auf hohem Niveau... :o - und dann wird Resignieren tatsächlich wohl zu einer realen Option...

Mit den Ausführungen zur politischen Theorie habe ich - auch aus Unkenntnis über die französischen Verhältnisse - ein Verständnisproblem: Die einschlägig für Kontrolle & Restriktion in DIESEM Kontext in Frage kommende Partei wäre ja nach hiesigen Parametern was grüneres. Aber was wäre das alternativ angedeutete "vorausschauend(er)e Management" dabei und wer steht im politischen Spektrum dann dafür...?

Die Gleichsetzung von Golf- & Fußballplätzen finde ich etwas grob: "Friede den Hütten, Krieg den Palästen" war da imho differenzierungs-technisch schonmal weiter... 8)
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Apfelbaeuerin
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Nordbayern, Winterhärtezone 7a

Re: Dürregejammer

Apfelbaeuerin » Antwort #8388 am:

Stimmt ;) . However, ich habe 30 mm im Regenmesser, damit kann man erst mal zufrieden sein.
Liebe Grüße von der Apfelbäuerin


Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergangenheit.
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Hobelia
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Re: Dürregejammer

Hobelia » Antwort #8389 am:

Nox, so eine extreme, lang anhaltende Trockenheit :o und ausgerechnet während unseres dreitägigen Aufenthalts in der Bretagne Anfang Juni war es kühl und regnerisch und wir haben so manchen Garten mit Regenschirm besichtigt. Vor allem im Jardin Exotique de Roscoff hätte ich mir Sonne und Trockenheit gewünscht.
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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8390 am:

Wenn man die Regenmenge für Juni-August 26 mit denen von Berlin im letzten recht trockenem Sommer (22) vergleicht, sind die eigentlich recht ähnlich. Jedenfalls von den offiziellen Zahlen.
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Re: Dürregejammer

thuja thujon » Antwort #8391 am:

Der Juni ging ja noch, da hat es 2 mal geregnet. Danach kam hier etwa das doppelte runter wie bei Nox. Das reicht für Portulak, für Sedum und Hauswurz ist es zuwenig.
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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #8392 am:

Hobelia hat geschrieben: 23. Aug 2026, 15:31 Nox, so eine extreme, lang anhaltende Trockenheit :o und ausgerechnet während unseres dreitägigen Aufenthalts in der Bretagne Anfang Juni war es kühl und regnerisch und wir haben so manchen Garten mit Regenschirm besichtigt. Vor allem im Jardin Exotique de Roscoff hätte ich mir Sonne und Trockenheit gewünscht.
Im gesamten Juni hatten wir 26,6 mm, der letzte nennenswerte Regen fiel am 8. Juni.
Davor im Mai schon eine erste Hitzewelle mit bis zu 33°C.
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Hobelia
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Re: Dürregejammer

Hobelia » Antwort #8393 am:

Nox, wir haben uns damals auch gesagt, lieber kühl und regnerisch als Besichtigungen bei über 30 Grad. Aber bei der exotischen Bepflanzung im genannten Garten hat halt der Regen schon gestört.
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Nox
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Re: Dürregejammer

Nox » Antwort #8394 am:

Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 23. Aug 2026, 14:48 ....
Mit den Ausführungen zur politischen Theorie habe ich - auch aus Unkenntnis über die französischen Verhältnisse - ein Verständnisproblem: Die einschlägig für Kontrolle & Restriktion in DIESEM Kontext in Frage kommende Partei wäre ja nach hiesigen Parametern was grüneres. Aber was wäre das alternativ angedeutete "vorausschauend(er)e Management" dabei und wer steht im politischen Spektrum dann dafür...?
....
Vorausschauendes Management wären: Stauseen und Wasser-Rückhaltebecken bauen. Die Stauseen, die heute die Hälfte des Wassers im Sommer liefern, wurden vor 60 Jahren gebaut. Damals war die Bevölkerung noch ca. 23 % geringer und der Tourismus steckte in den Kinderschuhen. Aber die hiesigen Grünen sind gegen jedweden Eingriff. Wasserreservoire werden politisch bekämpft, vielleicht ändert sich ja langsam etwas im Bewusstsein.
Selbst Privatleute, die Teiche angelegt haben müssen befürchten, dass sie sie wieder zuschütten müssen. Habitat für Amphibien ? Wurscht.

Regen im Januar: 196,2 mm
Regen im Februar: 218,9 mm

Schaut mal unter "Trégunc" hier: https://www.meteociel.fr/climatologie/c ... annee=2026

In Deutschland sind die politischen Grabenkämpfe aber ähnlich: Hier ein Spiegel-Artikel über die Gefährdung der Wasserversorgung in Berlin nach Ende des Tagebaus, leider nur für Abonnenten:
"Geht den Berlinern das Trinkwasser aus?"

Zwei Statements aus obigem langen Artikel:
Um die berliner Wasserversorgung nach Ende des Tagebaus zu garantieren gäbe es folgende Lösung:
"Im Winter müssten dafür »etwa ein bis zwei Prozent« des Elbe-Durchflusses abgezweigt werden"

Das Kontra kommt von dieser Seite:
"Doch die Schar der Kritiker ist groß: Umweltverbände verweisen unter anderem auf das derzeitige Niedrigwasser in der Elbe. Der Fluss habe nichts abzugeben, argumentiert der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland.
Das sieht auch der ehemalige sächsische Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) so...."
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Hyla
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Re: Dürregejammer

Hyla » Antwort #8395 am:

Angesichts klammer Kassen wird sich daran in absehbarer Zeit nichts ändern. Das sind Projekte, mit denen sich die heutige Jugend eines Tages auseinandersetzen muß.
Liebe Grüße!


Wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.

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hobab
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Re: Dürregejammer

hobab » Antwort #8396 am:

Für prestigeträchtige Großprojekte ist immer Geld da (s. Atomkraftwerke und Schwebebahn), auch wenn sie ökonomisch unsinnig sind. Aber das ist bei dem Elbeprojekt keineswegs gesagt: Speichermöglichkeiten für Wasser gibt es hier genug und man wird das Wasser ja auch nicht unbedingt bei Niedrigstand abzapfen. Und irgendwas wird man sich überlegen müssen für die Wasserversorgung von Berlin…
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