Du bist wenigstens noch aktiv und beschwerst Dich, ich habe schon resigniert:
Seit Mitte Juni kein Regen mehr, ausser Getröpfel, das sofort verdunstet:
Juli: 3,2 mm
August: 2,2 mm
Ich kriege bestimmt einen schweren Anschiss, wenn sie den Zähler ablesen. Stewartia, Blütenhartriegel, Magnolien werden notbewässert in der Hoffnung, dass die hängenden oder braunen Blätter soweit aktiv bleiben, dass der Baum Knospen für's nächste Jahr bilden kann. Von Stauden will ich gernicht erst reden. Ich fange schon Wasser im Ausguss auf, um weniger Trinkwasser zu verbrauchen.
Ich habe nicht mal mehr Lust, Blumenzwiebeln zu bestellen.
Mich beschleicht das Gefühl, dass die Wasserknappheit von gewissen politischen Parteien begrüsst wird, um den Leuten den Klimawandel möglichst eindrücklich klarzumachen. Und dass genau diese Leute aus genau diesen Gründen sich insgeheim über die Dürre freuen. So kann man weitere Restriktionen durchdrücken und ein vorausschauendes Management verhindern.
Ausser dem Giessen von Gemüse ist nichts mehr erlaubt von 20h bis 8h morgens. Die Gemeinden kompostieren ihre Blumenkästen, die an den Geländern der Brücken über Flüsschen in Quimper und Pont-Aven aufgehängt sind. Als ob Blumenkästen und Gemüse wichtig seien, die sind innerhalb eines Jahres ersetzt. Der Verlust an Gehölzen nicht.
Bin mal gespannt, was die Schadensbilanz an öffentlichem Grün sein wird.
Aber Golfplätze und Fussballplätze dürfen noch bewässert werden.
Wieso erinnert mich das an Covid ?
Und ich hoffe insgeheim, dass ihnen mitten in der Feriensaison das Wasser ausgeht. Am Tourismus hängt viel Wirtschaft, Arbeitsplätze und Einnahmen. Die Bevölkerung verdreifacht sich hier im Sommer, aber Investitionen ? Fehlanzeige.
Statt dessen möchte man neue Wasserzähler einbauen, die registrieren können, wann wieviel Wasser entnommen wurde. Sodass man besser sanktionnieren kann.
Es gab schon Agressionen gegen Feriengäste aus dem pariser Raum im südlichen Finistère. Was wirklich schlimm ist, denn oftmals sind das Landsleute, die Arbeit in der Grossstadt gefunden haben und in den Ferien ihre Familien besuchen.