Mag sein, bitte beachten, dass wir hier im Wendland eine noch spätere "Zeitzone" haben. Im Mai sind die Pflanzen hier noch ziemlich nackig und holen dann auf.philippus hat geschrieben: ↑26. Aug 2026, 21:18Wenn die Feigen erst im Herbst oder sogar bis zum Frost am Baum bleiben, spricht das eher für eine (Smyrna-)Feige ohne Bestäubung als für eine Bocksfeige.
Bocksfeigen dienen der Reproduktion der Gallwespe und werden je nach Generation bereits ab Frühjahr/Sommer bis Spätsommer bzw. Frühherbst abgeworfen. Smyrna-Feigen, die keine Bestäubung erhalten haben, entwickeln sich dagegen zunächst so wie parthenokarpe Herbstfeigen. Sie beginnen sich im Frühsommer zu entwickeln und können bis in den Spätherbst hinein am Baum hängen, bevor sie als nicht ausgereifte Früchte mit watte- bzw. schwammartiger Konsistenz abfallen.
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Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte (Gelesen 5195811 mal)
Moderator: cydorian
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Isi d'Oro, Brown Turkey, Ronde de Bordeaux, "LdA/Peretta", Petrovača (Kempf), Sultane,Twotimer Early Blue, Gustis Hellas, Unbekannte aus Ungarn, Faruks Turca, Gota de Miel, "All Years Hector/BT",Amacord, Desert King, La Favière
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
"Ross the fig boss" sagt in einem Video bzgl. Feigenreifung, dass es vier Stadien der Feige gäbe.
Nach den ersten drei Wachstumsphasen würde die Feige jeweils ausruhen, um dann im nächsten in Größe nachzusetzen. Die Feige würde also nicht kontinuierlich wachsen. Phase vier ist das Anschwellen zur Reife innerhalb weniger Tage. Hier ist natürlich kein lineares Wachstum mehr, es geht rasant schnell.
Sind die ersten Phasen tatsächlich abgrenzbar oder ist es doch eine subjektive Täuschung, die auf Erreichen bestimmter gängiger Größen beruht ( Haselnuss- , Walnussgröße, Endgröße vor Reifung ) ?! Vermutete Stilltände habe ich bisher eher auf das Wetter, Düngung und die Wasserversorgung geschoben.
Nach den ersten drei Wachstumsphasen würde die Feige jeweils ausruhen, um dann im nächsten in Größe nachzusetzen. Die Feige würde also nicht kontinuierlich wachsen. Phase vier ist das Anschwellen zur Reife innerhalb weniger Tage. Hier ist natürlich kein lineares Wachstum mehr, es geht rasant schnell.
Sind die ersten Phasen tatsächlich abgrenzbar oder ist es doch eine subjektive Täuschung, die auf Erreichen bestimmter gängiger Größen beruht ( Haselnuss- , Walnussgröße, Endgröße vor Reifung ) ?! Vermutete Stilltände habe ich bisher eher auf das Wetter, Düngung und die Wasserversorgung geschoben.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Mir ist nur eine sichtbare Phase bekannt und das ist, wenn die Feige reif wird, macht sie einen Wachstumssprung. Sehr schön, denn das ist das Zeichen für: es kann bald gepflückt werden. Für mich ist es die wichtigste Phase.
Alle Feigen wachsen sehr unterschiedlich. Die einen kommen schnell aus der Blattachsel raus und bilden die Minifeige und andere zögern es sehr heraus, was für uns gut ist, wenn es die Sommerfeige sein soll.
Mir ist es nicht so wichtig, denn es gibt einfach zu viele Feigensorten, die sich zu viel Zeit dabei lassen ;-) .
Vielmehr würde mich mal interessieren, ob es jemanden ab Mitteldeutschland nach Norden gibt, bei dem die Negronne sicher öfter ausreift?
Ich habe vor vielen Jahren, als die Winter noch etwas kälter waren, es mit der Negronne versucht, doch leider waren die ersten Früchte dann fast reif, wenn es gefroren hat. Es wurde nichts draus.
Alle Feigen wachsen sehr unterschiedlich. Die einen kommen schnell aus der Blattachsel raus und bilden die Minifeige und andere zögern es sehr heraus, was für uns gut ist, wenn es die Sommerfeige sein soll.
Mir ist es nicht so wichtig, denn es gibt einfach zu viele Feigensorten, die sich zu viel Zeit dabei lassen ;-) .
Vielmehr würde mich mal interessieren, ob es jemanden ab Mitteldeutschland nach Norden gibt, bei dem die Negronne sicher öfter ausreift?
Ich habe vor vielen Jahren, als die Winter noch etwas kälter waren, es mit der Negronne versucht, doch leider waren die ersten Früchte dann fast reif, wenn es gefroren hat. Es wurde nichts draus.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Faszinierenderweise konnte ich heute tatsächlich schon die erste Negronne Herbstfeige ernten. Das ging jetzt schnell, die letzte Breba ist erst drei Wochen her.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
In Wien-West nehme ich an?
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Letzter Frost: 21.2.2026
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Sicher. Steht aber im Kübel :-) Habe meine ausgegraben und dorthin verschenkt. Fruchtet, wird reif. Kübel bei Bedarf im abgedeckten Kelleraufgang. Hier wurde die nie wirklich reif. Witzlos also. Es gibt so derart viele reif werdende Sorten und auch stilistisch ähnliche, dass Negronne kein "Muss" ist, sondern ein unreifer Platzblockierer.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Hier auch gestern die erste, jedoch nur eine. Die nächste wird noch etwas Zeit brauchen.
Das ist früh, aber vor 2 Jahren war es noch früher. Da hatte Ende August die Ernte schon richtig begonnen.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Für mich gibt es 3 Reifephasen. Besonders Phase 2 ist der Grund für Frust bei vielen, weil ewig nichts sichtbar vorran geht. Dabei sind die "Früchte" vorher so schön gewachsen - jeden Tag größer. Aber die Feige ist eben kein Apfel, dem man beim Wachsen zuschauen kann. Viel passiert im verborgenen.
Phase 1: Sichtbare Knubbel, von stecknadelgroß bis sortenspezifische Vorerst-Endgröße. Ca. 4 Wochen. Von Knospe bis Blüte.
Phase 2: Optische Stagnation. Nichts tut sich scheinbar. 6 - 8 Wochen. Blüte, Befruchtung, inneres Fruchtwachstum.
Phase 3: Anschwellen, Umfärbung, weich werden bis zur Essreife. 5 - 10 Tage.
Phase 1: Sichtbare Knubbel, von stecknadelgroß bis sortenspezifische Vorerst-Endgröße. Ca. 4 Wochen. Von Knospe bis Blüte.
Phase 2: Optische Stagnation. Nichts tut sich scheinbar. 6 - 8 Wochen. Blüte, Befruchtung, inneres Fruchtwachstum.
Phase 3: Anschwellen, Umfärbung, weich werden bis zur Essreife. 5 - 10 Tage.
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Nochmal zu Negronne:
ich habe zwei, die fruchten, aber die Früchte sind echt noch klein, zu klein fürs Ausreifen meiner Meinung nach. Bei LdA hat man deutlich gesehen, dass sie gewachsen sind (der Geschmack war aber am Ende kaum aromatisch). Die Früchte der beiden Negronne lassen sich echt viel Zeit. Ich denke nicht, dass es was wird, vor allen, wenn die Temp. runter gehen. Ich denke, die Feige braucht sehr viele Sonnenstunden oder bessere Wärmesumme. Hortensis (Herr. Kruchem), der bei Göttingen ist, ist von der Sorte draußen auch nicht so begeistert. Im Gewächshaus hat sie bei ihm gut funktioniert. Ich lasse sie noch bis 2027 im Beet. Sie steckt bei beiden Pflanzen in der ersten Phase.
Übrigens: in Wien ist es merklich wärmer, als bei uns. Die Temp. geht in der Nacht nicht ganz so runter und die Sonneneinstahlung ist auch merklich stärker. Wenn ich aus Italien nach Norddeutschland fahre, merkt man es selbst am Lichtintensität.
ich habe zwei, die fruchten, aber die Früchte sind echt noch klein, zu klein fürs Ausreifen meiner Meinung nach. Bei LdA hat man deutlich gesehen, dass sie gewachsen sind (der Geschmack war aber am Ende kaum aromatisch). Die Früchte der beiden Negronne lassen sich echt viel Zeit. Ich denke nicht, dass es was wird, vor allen, wenn die Temp. runter gehen. Ich denke, die Feige braucht sehr viele Sonnenstunden oder bessere Wärmesumme. Hortensis (Herr. Kruchem), der bei Göttingen ist, ist von der Sorte draußen auch nicht so begeistert. Im Gewächshaus hat sie bei ihm gut funktioniert. Ich lasse sie noch bis 2027 im Beet. Sie steckt bei beiden Pflanzen in der ersten Phase.
Übrigens: in Wien ist es merklich wärmer, als bei uns. Die Temp. geht in der Nacht nicht ganz so runter und die Sonneneinstahlung ist auch merklich stärker. Wenn ich aus Italien nach Norddeutschland fahre, merkt man es selbst am Lichtintensität.
Zuletzt geändert von plantboy am 28. Aug 2026, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
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bully1964
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Meine Negronne Früchte ohne Ende ,aber ob die noch reifen bleibt abzuwarten.
Meine Feigen , M10 , Hardy Chicago ,
Nero Fumo , Negronne ,
Und ein paar hundert Hostas 😊
Nero Fumo , Negronne ,
Und ein paar hundert Hostas 😊
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Falls Ihr es noch nicht gemacht habt, solltet Ihr Negronne jetzt unbedingt entspitzen, sprich die äußersten Triebspitzen ausbrechen. Das fördert eine frühere Fruchtreife.
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bully1964
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Habe ich tatsächlich gemacht.
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husar2003
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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
In Summe sind das auch ca. 90 Tage. Das passt. Phase 1 denke ich , dauert hier oben länger. Vielleicht oder sicher auch wieder so eine klimatisch- oder sortenspezifische Sache. Die Verteilung würde ich hier sicherheitshalber auf 6+6 für die ersten beiden Phasen setzen. Für die Herbstfeigen könnte es noch länger sein. Da fehlt hier am Ende für die zweimal tragenden Sorten die Wärme.Elias hat geschrieben: ↑28. Aug 2026, 13:17 Für mich gibt es 3 Reifephasen. Besonders Phase 2 ist der Grund für Frust bei vielen, weil ewig nichts sichtbar vorran geht. Dabei sind die "Früchte" vorher so schön gewachsen - jeden Tag größer. Aber die Feige ist eben kein Apfel, dem man beim Wachsen zuschauen kann. Viel passiert im verborgenen.
Phase 1: Sichtbare Knubbel, von stecknadelgroß bis sortenspezifische Vorerst-Endgröße. Ca. 4 Wochen. Von Knospe bis Blüte.
Phase 2: Optische Stagnation. Nichts tut sich scheinbar. 6 - 8 Wochen. Blüte, Befruchtung, inneres Fruchtwachstum.
Phase 3: Anschwellen, Umfärbung, weich werden bis zur Essreife. 5 - 10 Tage.
Isi d'Oro, Brown Turkey, Ronde de Bordeaux, "LdA/Peretta", Petrovača (Kempf), Sultane,Twotimer Early Blue, Gustis Hellas, Unbekannte aus Ungarn, Faruks Turca, Gota de Miel, "All Years Hector/BT",Amacord, Desert King, La Favière
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
@Bully:
meine sind fast genauso weit...manche Früchte kleiner, aber meine Negronne haben späten Nachmittag keine Sonne mehr.
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