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thuja thujon hat geschrieben: ↑18. Mär 2026, 00:42
Ich säge gerne lieber mal 2 Jahre voraus, hier in dem Fall Schattendach oben weg, damit unten nichts geschnitten werden muss.
Ich sehe die Schnittwunden unten, wo man leicht rankommt zum schneiden, oben ist aber zu viel. Perspektive kann täuschen.
Ich bin bisher mit der Regel, Schattendach wegschneiden, egal wie dick das Holz ist, nicht schlecht gefahren. Hat manchem vergreistem Baum noch mal 20 oder mehr Jahre gegeben. Wenn unten wieder Licht hinkommt, vergreist da auch weniger, dann kann man auch da mehr schneiden wenn man möchte.
Bzgl. der Schnittwunden: Unten sind viele, weil viel Totholz, abgestorben weil abgehängt, schattiert, überwachsen. In der Krone stand ich oben drin, da wo die Stammverlängerung aufhört.
Danke auch Willi, für die Erklärung zu deinem gezeigten Baum.
Zwei Apfelbäume stehen im neuen Garten, die mehrere Jahre nicht geschnitten wurden. Gepflanzt kurz nach dem Hausbau, Ende der 60er/ Anfang der 70er Jahre. Sorten unbekannt, scheinen aber stark zu Alternanz zu neigen, da letztes Jahr quasi nichts dran war und dieses Jahr Massen an Früchten. Sie stehen direkt nebeneinander und werden im unteren Bereich stark von der nachbarlichen Hecke beschattet.
Ich habe keine Ahnung vom Obstbaumschnitt, möchte aber entweder durch eigene Arbeit oder durch Fachleute folgendes erreichen: Die Bäume vital halten, bessere, größere, gern weniger Äpfel ernten, kein starkes Wachstum und tausende Wasserschosse hervorrufen.
Nun lese ich hier im Forum, im Sommer schneiden sei gut, wenn nicht soviel Wachstum gewünscht sei. Dann wiederum, dass Wunden jetzt nicht mehr gut überwallt werden können. Das Prinzip besser weniger Wunden zuzufügen verstehe ich, kommt als erstes aber mal nur das Totholz raus ( könnte ich selbst erledigen) sind es schon viele. Zudem kenne ich die Baumpfleger hier in der Region nicht und weiß nicht, wie die vorgehen, welcher Schule sie anhängen usw. Mir ist klar, dass geschnitten werden sollte, ich bin aber komplett unsicher. Ruft ein moderater Schnitt im Winter starkes Wachstum hervor? Sollte ich die Schnittmaßnahmen von vornherein auf mehrere Jahre planen, also jeweils nur sehr moderat auslichten? Fragen über Fragen...
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster
Willst du vielleicht zwei Bilder von den Bäumen einstellen? Dann kann man sich leichter vorstellen, um was es geht und du kriegst vermutlich sinnvollere Kommentare.
Mir wäre es jetzt zum Schneiden zu spät (wegen der Wunden). Dann eher im Spätfrühling/Frühsommer. Schnitt auf ein paar Jahre aufteilen hört sich sinnvoll an, wenn viel raus soll. Wenn du jedes Jahr ein Viertel schneidest, könnte sich so vielleicht sogar eine unterschiedliche Alternanz der verschiedenen Viertel ergeben und du hättest (wenn es gut läuft) jedes Jahr Äpfel. Das Totholz würde ich am Ende vom Winter bei trockenem Wetter rausschneiden. Aber so richtig erfahren bin ich nicht.
Was heisst erfahren?
Die Menge an Bäumen, von denen immer Thuja schreibt, habe ich nicht, aber einige Bäume, auch alte, geschnitten. Hilfreich war dabei auch ein Vortrag zu Obstbaumschnitt in einer Gärtnerei und ein Buch dazu, um immer wieder mal nachzulesen.
Ich würde auch die Bäume im Frühsommer schneiden, sie sollen ja nicht mehr stark wachsen, also nicht im Winter.
Größere und weniger Äpfel kann man durch das Entfernen eines Teils der Äpfel erreichen, sofern das bei der Größe der Bäume geht.
Ohne Fotos kann man schlecht Tipps geben.
Das mit den Entfernen der Äpfel hilft auf jeden Fall, sommerlicher Schnitt verheilt deutlich besser als Winterschnitt, mit ein Grund im Sommer zu schneiden. Wie stark die Reaktion auf den Schnitt ist hängt vob vielen Faktoren ab, Sorte, Alter und Gesundheit des Baumes, Schnittzeitpunkt und Art des Schnittes etc.. Die genaue Reaktion kann dir also keiner sagen - am besten man plant Schnitte über mehrere Jahre hinaus, schneidet lieber weniger und möglichst keine größeren Äste, vor allem aber vorausschauend. Sommerschnitt wenn man den Wuchs eher eindämmen will und Pilzinfektionen vermeiden möchte.
HIer kommen Bilder, die ich Ende April gemacht hatte, um sie dann schon hier zu zeigen und zu fragen. Wie man sieht, steht jede Mende Umzugszeugs davor, mit dem ich dann erstmal beschäftigt war.
Das Auslesen der Äpfel ginge im unteren Bereich, die Kronen sind so hoch und so dicht, dass es mir oben kaum möglich erscheint. Erstmal danke für Eure Antworten! hobab, bitte konkretisiere, was Du mit Sommerschnitt meinst? Schließt Du Dich Mainsand an, dass es jetzt bereits zu spät ist?
Dieser Baum lichtet sich etwas in der Krone, sieht man vor allem jetzt sehr deutlich:
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster
Ich habe dieses Jahr eine Aprikose im Sommer geschnitten, es gab keine Bakteriellen Infektionen an den Schnittwunden. Das war vor Wochen, jetzt würde ich nichts mehr schneiden, weil Neuaustrieb die Folge wäre, und die Augen möchte ich noch fürs Frühjahr haben.
Sommerschnitt hält auch keine Bäume klein. Schon gar nicht, wenn man gefühlt die halbe Krone wegschneidet, wie es oft der Fall ist bei Jahrelang nicht geschnittenen Bäumen. Man schwächt so die Bäume nur noch mehr, weil sie keine Winterreserven einlagern können, zudem wachsen sie durch den heftigen Schnitt erst recht kräftig.
Ganze Äste/Kronenteile könnte man jetzt vielleicht rausnehmen, das hat aber unweigerlich schlecht heilende Wunden zur Folge. Die Wundabschottung jetzt so spät im Jahr ist ähnlich schlecht wie im Winter. Ich habe nur den Verdacht, es ist bei den Bäumchen nicht mit einfach mal 2 4m Äste raussägen getan. Gute Wundheilung gibts im Mai, vorausgesetzt die Schnittführung passt.
Das sieht doch nicht ganz so übel aus, wie es zunächst klang
Die Kronen sind oben zu dicht, anscheinend hat da mal jemand gekappt und dann kamen viele Triebe.
Ich bin eher ein Freund von nur Auslichten, deshalb warte lieber auf die Profis.
Nach den Fotos bleibe ich bei Schnitt im Frühsommer, damit das schnell verheilt, und schließe mich dem Schnitt auf mehrere Jahre verteilt an.
Damit man nicht immer auf die Leiter muß, gibt es auch Baumscheren auf lange Stielen.
Schnitt auf mehrere Jahre verteilen unterschreibe ich, möchte aber nicht unerwähnt lassen, dass im Normalfall wie im Staudenbeet jedes Jahr geschnitten werden sollte.
Also Totholz rausschneiden geht doch jetzt viel besser als nach dem Laubfall. Unbelaubt sieht es man es nicht direkt auf den ersten Blick.
Da es Totholz ist, sollten auch keine echten Wunden entstehen, der lebende Baum hat doch zum Totholz schon längst abgewallt.
Vorteil auch: bei einem Winterschnitt ist es ohne Totholz viel leichter, einen Überblick zu gewinnen.
Was den weiteren Schnitt betrifft kann man ja auch etappenweise vorgehen. Erstmal (Winter) nicht zu viel raus, dann Austrieb im Frühjahr betrachten und bei zu starkem Wuchs mit Sommerschnitt gegensteuern. (nur so als Idee...)
Zum Thema Alternanz: ich glaube am meisten hilft ein starker Schnitt im Winter vor dem Jahr, in dem der Baum stark tragen würde. Ein Grund für Alternanz ist ja das schwache Triebwachstum im tragenden Jahr, woraufhin weniger Blütenknospen angelegt werden.
Wenn ich von den zu viel angelegten Blütenknospen einiges wegnehme, setzt der Baum weniger Frucht an und zugleich hat er durch den Schnitt stärkere Triebkraft.
Ob das an Hochstämmen funktioniert, da bin ich aber überfragt.
Vielen Dank für Euren Input! Freut mich ebenfalls, dass Ihr den Zustand gar nicht so schlecht einschätzt. Auf 1000 Quadratmeter sind die beiden die einzigen Laubbäume, denen will ich Gutes. Es ist klar, dass jedes Jahr Schnitt anfällt, auch wenn ich das vielleicht doch nicht schaffe.
Was die Abwallung von Totholz angeht: woran erkenne ich das, wenn doch der tote Ast noch verbunden ist? Einer hat deutlich mehr Totholz, das Blatt ist jetzt auch nicht gesund wirkend. Deine Idee zum Schnitt bei Alternanz klingt erstmal einleuchtend, ringelnatz .
Mit Stangensägen klein und groß hab ich schon gearbeitet und schaffe damit keine Schnitte, die meinem Anspruch genügen. Zu nah am Stamm, Astring verletzt oder doch ein bisschen stummelig. Wenn ich selbst schneide, muss ich in den Baum.
Noch mehr Fragen: die Äste der unteren Etage schleppen sehr tief. Sicher heben sie sich nach dem Auslichten etwas, sie sollen aber gekürzt werden. Schneide ich auf ein oben- oder untenliegendes Auge?
Die Fähigkeit zum Überwallen von Wunden nimmt doch.mit dem Alter der Bäume ab, oder? Gute Wundheilung ist mir wichtig, also finde ich die Idee im Frühsommer zu schneiden gut. Jetzt schon mal Totholz rauszunehmen auch.
"Der andere könnte recht haben." Frei nach Frank Elster