News: Problem bei der Anmeldung? Bitte Mail über das Kontaktformular ganz unten! | garten-pur unterstützen mit einer Spende oder über das Partnerprogramm!
Dürregejammer (Gelesen 1096868 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, cydorian, partisanengärtner, AndreasR
- Gersemi
- Beiträge: 3919
- Registriert: 26. Okt 2020, 14:37
- Wohnort: Krs. Düren/NRW
- Region: Flachland
- Bodenart: Schwerer Lehm
- Winterhärtezone: 8a: -12,2 °C bis -9,5 °C
Re: Dürregejammer
Medi, Danke fürs ausführliche antworten.
Du schreibst :" Raus kamen Chrysanthemum, Coreopsis verticillata, Fuchsia und Heleborus" - zum umpflanzen oder kaputt und Kompost ?
Hier kam alles kaputt-verdorrte raus und ab auf den Kompost, einiges erholt sich nach dem Regen, und einige Umpflanzungen muß/will ich noch machen.
Du schreibst :" Raus kamen Chrysanthemum, Coreopsis verticillata, Fuchsia und Heleborus" - zum umpflanzen oder kaputt und Kompost ?
Hier kam alles kaputt-verdorrte raus und ab auf den Kompost, einiges erholt sich nach dem Regen, und einige Umpflanzungen muß/will ich noch machen.
LG
Gersemi
Gersemi
- Nox
- Beiträge: 5595
- Registriert: 28. Mai 2018, 23:38
- Wohnort: Süd-Bretagne
- Bodenart: sauer, stellenweise lehmig bis Heideboden
- Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C
Re: Dürregejammer
Tüchtig, tüchtig !
Heute morgen hab' ich kaum meinen Augen getraut: ca. 10mm kamen über Nacht und dann noch ein wenig am Vormittag.
Bis unter die Rhododendron ist es nicht nass geworden, da habe ich mit der Giesskanne geholfen.
Jedenfalls geht es schonmal in die richtige Richtung.
Heute morgen hab' ich kaum meinen Augen getraut: ca. 10mm kamen über Nacht und dann noch ein wenig am Vormittag.
Bis unter die Rhododendron ist es nicht nass geworden, da habe ich mit der Giesskanne geholfen.
Jedenfalls geht es schonmal in die richtige Richtung.
- Mediterraneus
- Beiträge: 30326
- Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
- Region: Südspessart
- Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
- Bodenart: Roter Buntsandstein, sandiger Lehm, sommertrocken
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Dürregejammer
Fuchsia war ziemlich tot, ins Wasser gestellt, bekommen Freunde. Coreopsis kam auf Kompost, Helleborus war oberirdisch braun, war noch Leben drin, kam in den Schatten,war mal ne teure. Andere kamen weg.Gersemi hat geschrieben: ↑29. Aug 2026, 18:45 Medi, Danke fürs ausführliche antworten.
Du schreibst :" Raus kamen Chrysanthemum, Coreopsis verticillata, Fuchsia und Heleborus" - zum umpflanzen oder kaputt und Kompost ?
Hier kam alles kaputt-verdorrte raus und ab auf den Kompost, einiges erholt sich nach dem Regen, und einige Umpflanzungen muß/will ich noch machen.
In dem Beet sind jetzt noch 7 Rosen, die muss ich halt gießen, bzw. sie blühen halt nicht nach bei Trockenheit.
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
- hobab
- Beiträge: 6140
- Registriert: 20. Apr 2008, 17:05
- Wohnort: Berlin
- Bodenart: Sand
- Winterhärtezone: 7b: -14,9 °C bis -12,3 °C
Re: Dürregejammer
Sieht immer noch ziemlich gut aus Medi, trotz der Verluste. Einiges, wie Fuchsia war erwartbar, die geht hier nur im Schatten. Andere, wie Helleborus, verblüffen mich immer wieder mit ihrer Zähigkeit. Spreche hier von foetidus und argutifolius, orientalis hat es im Sand schwer. Und die Asteraceae müssen ja nicht im Trockengarten stehen, bestimmt fällt dir was interessantes stattdessen ein…
Noch mal zu den Bäumen: es gibt einheimische die einigermaßen mit dem Klimawandel klar kommen, aber leider sind sie unwirtschaftlich wie Acer campestre, zu anspruchsvoll wie Tilia oder Prunus, um als Wirtschaftsbaum Fichte und Buche zu ersetzen. Fichte ist vorbei, außer da wo sie herstammen, Buche schwächelt sehr. Aber auch fremdländische sind nicht einfach zu finden, Robinie ist wegen Ausläufern und Stickstoffeintrag kritisch und Douglasie geht auch nicht überall. Ohne fremdländische Bäume wird es aber in nicht allzuferner Zukunft (in Baumdimensionen) keinen Wald mehr geben in Deutschland.
Noch mal zu den Bäumen: es gibt einheimische die einigermaßen mit dem Klimawandel klar kommen, aber leider sind sie unwirtschaftlich wie Acer campestre, zu anspruchsvoll wie Tilia oder Prunus, um als Wirtschaftsbaum Fichte und Buche zu ersetzen. Fichte ist vorbei, außer da wo sie herstammen, Buche schwächelt sehr. Aber auch fremdländische sind nicht einfach zu finden, Robinie ist wegen Ausläufern und Stickstoffeintrag kritisch und Douglasie geht auch nicht überall. Ohne fremdländische Bäume wird es aber in nicht allzuferner Zukunft (in Baumdimensionen) keinen Wald mehr geben in Deutschland.
Berlin, 7b, Sand
- Nox
- Beiträge: 5595
- Registriert: 28. Mai 2018, 23:38
- Wohnort: Süd-Bretagne
- Bodenart: sauer, stellenweise lehmig bis Heideboden
- Winterhärtezone: 9a: -6,6 °C bis -3,9 °C
Re: Dürregejammer
Bei mir gehen überall Sämlinge von immergrünen Eichen auf. Vermutlich Quercus ilex, obwohl weder bei mir noch bei den Nachbarn welche stehen. Selber habe ich Quercus phillyreoides, aber Eicheln habe ich noch keine daran bemerkt. Muss mal genauer schauen. Es gibt extrem schwierige Standorte, z.B. ein steiler trockener Wall, auf dem Eichen oben stehen. Dort lasse ich sie gerne kommen, pflanzen wäre an dieser Stelle reichlich aussichtslos.
Ausser Eichen dörren jetzt sogar Lorbeerkirschen und Prunus lusitanicus, wenn sie ungünstig und in der Sonne stehen. Sowas hatte ich noch nie gesehen. Aber wie gesagt, ab und an ein Schauer - aber mehr als 1 cm Oberboden wurde bisher nicht feucht.
Ausser Eichen dörren jetzt sogar Lorbeerkirschen und Prunus lusitanicus, wenn sie ungünstig und in der Sonne stehen. Sowas hatte ich noch nie gesehen. Aber wie gesagt, ab und an ein Schauer - aber mehr als 1 cm Oberboden wurde bisher nicht feucht.
- thuja thujon
- Beiträge: 24889
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Dürregejammer
Was schlägt Witt denn vor, um die Zusammensetzung der Samenbank zu verändern? Hier keimt im Kräuterrasen unten links im Bild schon wieder Poa annua als erstes, darauf ist es spezialisiert, mit flachem Wurzelsystem erste Niederschläge zu nutzen. Blühende Wildpflanzen inklusive angepasster Neophyten haben höhere Ansprüche.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
Re: Dürregejammer
Ich habe die Fläche auf der sich Bromus sterilis ausgesamt hatte gerodet, dann zweimal von Hand durchgepickert und danach mit Wildblumensaatgut: Stauden, Zweijährige, Einjährige eingesät. Und dann schau‘n mer mal
.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
- thuja thujon
- Beiträge: 24889
- Registriert: 28. Apr 2016, 21:50
- Region: Gemüsegarten Vorderpfalz
- Höhe über NHN: 90
- Winterhärtezone: 8b: -9,4 °C bis -6,7 °C
Re: Dürregejammer
Ok, also doch sowas wie Weinbergbegrünung (ohne Ölrettich). Ich würde ergänzend noch Geophyten wie Milchstern in den Raum werfen.
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
- Mediterraneus
- Beiträge: 30326
- Registriert: 7. Feb 2011, 11:41
- Region: Südspessart
- Höhe über NHN: Ort: 195-450m, Garten: 310-315m
- Bodenart: Roter Buntsandstein, sandiger Lehm, sommertrocken
- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: Dürregejammer
Wir haben uns die letzte Woche auf ein leicht unterdurchschnittliches Monatssoll hochgearbeitet. Von Null auf 47 mm.
Somit stimmt zumindest für den August offiziell die Statistik einigermaßen und die Dürre fällt nicht mehr so auf.
Ich hab gestern mal geschaut, auf freien Beeten mit offener Erde sieht die Erde jetzt feucht aus. Sobald ein Gehölz oder eine dichtere Staude nebendransteht, oder unter einem Baum ist es trocken. Das liegt an den vielen kleinen Niederschlagsmengen, die dort nie richtig hinkamen.
Aber immehin besser als nichts, gestern kamen innerhalb 24 h 13 mm zusammen, das ist mit Abstand das meiste in diesem August. Auf einmal wären die wohl besser gewesen, hätten vielleicht auch mal das Laub durchdrungen, aber besser als nichts, Die Niederschläge haben sich auf 4+4+2+3mm aufgeteilt, also jedesmal mit Pfützen und Regenrinnenlaufen. Das ist schon mal was
Somit stimmt zumindest für den August offiziell die Statistik einigermaßen und die Dürre fällt nicht mehr so auf.
Ich hab gestern mal geschaut, auf freien Beeten mit offener Erde sieht die Erde jetzt feucht aus. Sobald ein Gehölz oder eine dichtere Staude nebendransteht, oder unter einem Baum ist es trocken. Das liegt an den vielen kleinen Niederschlagsmengen, die dort nie richtig hinkamen.
Aber immehin besser als nichts, gestern kamen innerhalb 24 h 13 mm zusammen, das ist mit Abstand das meiste in diesem August. Auf einmal wären die wohl besser gewesen, hätten vielleicht auch mal das Laub durchdrungen, aber besser als nichts, Die Niederschläge haben sich auf 4+4+2+3mm aufgeteilt, also jedesmal mit Pfützen und Regenrinnenlaufen. Das ist schon mal was
LG aus dem südlichen Main-Viereck
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung
Mediterraneus
Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung