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Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt? (Gelesen 24237 mal)

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Drainagefan
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #630 am:

Nox hat geschrieben: 2. Sep 2026, 21:12 Und komme dann wieder mit Deinen Fragen und Klagen, wenn Du Deinen Beetaufbau korrekt hinbekommen hast.
Ich glaube, so daneben liege ich nicht, weil:

Man kann hier auch nicht 1 Monat Dauerregen ausschließen. Deswegen bleibt die Drainage, auch wenn sie in den ersteh Jahren sicher sehr kontraproduktiv ist. Das war früher ganz normal hier, 1-2 Monate Dauerregen. Sonst hätte ich nie die viele Drainage gemacht. Letztes Jahr hat es nach langer Trockenzeit fast den ganzen Juli geregnet. Ich denke, es ist leichter Trockenheit zu bekämpfen als Nässe.

Es gab Zeiten, da bin ich im Garten an manchen Stellen im Schlamm versunken.

Kennzeichen des Klimawandels sind statische Wetterlagen. Ich würde nicht ausschließen, dass es nicht irgendwann auch Wochen lang regnet. 3 Wochen sind bei mir kein Problem, bei 2 Monaten, könnte es ein Problem sein. April und Mai verregnet, war früher keine Seltenheit.

Du bestätigst meinen Verdacht mit Pfahlwurzel.

POTENTILLA NEPALENSIS MISS WILLMOTT.jpg
POTENTILLA NEPALENSIS MISS WILLMOTT


Willmott hat bei der Hitzewelle auch gekämpft, aber nicht so schlimm wie Ciel


POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL.jpg
POTENTILLA X CULTORUM ARC-EN-CIEL


Ich habe 5 davon, alle 5 Ciel leiden, manche sehr- Potentilla Fruticosa 1m daneben kommen mir der Dürre sehr gut zurecht. Der große Fruticosa daneben wurde heuer bei Dürre nie gegossen und blüht noch immer schön. Der neue kleine Fruticosa auf der anderen Seite hat es nach Anfangsschwierigkeiten auch gepackt. Meine Hoffnung war, dass die Potentilla sich nicht so unterschiedlich verhalten. Es könnte durchaus am Anwachsen in den ersten Jahren liegen. Geranium Dragon Heart hat es heuer das 1. Mal ganz akzeptabel mit wenig gießen geschafft, auch ein Pfahlwurzler. Mein Eindruck, die Pfahlwurzler brauchen einfach ihre Zeit und müssen die ersten Jahre gegossen werden. Dann braucht man sich nicht mehr um sie kümmern, auch bei Drainage- Meine eingesessenen Pflanzen mit Drainage kamen mit der Dürre alle gut zurecht.
Zuletzt geändert von Drainagefan am 2. Sep 2026, 22:00, insgesamt 2-mal geändert.
LG Horst
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semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #631 am:

Drainagefan hat geschrieben: 2. Sep 2026, 19:19 Es wurde ja viel genannt, aber ich glaube ein "mediterraner Bodendecker" in praller Sonne für einen Hang war nicht dabei. Wasser rinnt jedenfalls weg. Fällt da jemandem außer Lavendel was ein? Ich hätte eine Fläche von 2x1m zu bepflanzen. Dahinter sind dann Choisya.
Stachys byzanthina kann das schaffen und wächst gut in die Breite.
Teucrium chamaedrys wächst sehr dicht und bodendeckend und bildet richtige Teppiche (treibt kurze Ausläufer).
Teucrium marum wird hier auch happy und sieht super aus, manche Katzen werden aber zu Dauerbesuchern. Bei mir wird der in Ruhe gelassen und kriegt wirklich niemals Wasser. Blüht schön, duftet intensiv seifig und ist immergrün.

Hypericum balearicum finde ich toll. Ist aber relativ schwer zu kriegen und wächst anfangs sehr langsam, wird dafür aber ein wunderschöner kompakter und immergrüner Strauch und der harzige Duft ist einmalig.

Mein ultimativer Tipp ist Euphorbia cyparissias. Einfach unzerstörbar. Breitet sich teppichartig mit Ausläufern aus.

Generell würden hier schon die meisten mediterranen Halbsträucher klarkommen, aber ich würde bei dem Standort definitiv jetzt oder im Herbst pflanzen und im ersten Jahr wässern.
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Drainagefan
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #632 am:

semicolon hat geschrieben: 2. Sep 2026, 21:38 aber ich würde bei dem Standort definitiv jetzt oder im Herbst pflanzen und im ersten Jahr wässern.
Ich pflanze nur mehr im Herbst, auch nicht in Notsituationen im Frühjahr. Ausgenommen Yuccas und Mittagsblumen. 3 Tage nach Setzen im Frühjahr Hitzewelle ist Horror.

Danke, ich arbeite die Pflanzen durch.
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hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #633 am:

Die Potentillen vertrocknen hier regelmäßig, hab ich schon lange aufgegeben. Ich glaub kaum das Salbei lavandulifolia, Santolina und Co. Probleme mit Splitt haben, auch Ruta hält fast alles aus, auch monatelange Dürre im puren Sand. Aber bei so unwirtlichen Bedingungen noch tolle Blüte? Vergiss es.
Bei Teucrium wär ich dabei, auch bei cyparissas - der hat aber Grenzen, wenn es länger trocken ist, stirbt er zwar nicht, wächst aber kaum noch und längere Zeit sieht der nicht gut aus, am schönsten in den ersten Jahren.
Caccinia könntest du probieren, Lehm
mag die und bodendeckend isse.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #634 am:

semicolon hat geschrieben: 2. Sep 2026, 21:38 Hypericum balearicum finde ich toll. Ist aber relativ schwer zu kriegen
Wie kalt und feucht hält es der im Winter aus?

Hast du eine Bezugsquelle oder muss ich auf die Balearen fliegen? Für 2x1m brauche ich eine Menge.

Edit:

Hypericum polyphyllum
https://www.naturadb.de/pflanzen/hypericum-polyphyllum/

Liest sich gar nicht so schlecht, vielleicht eine Spur zu niedrig.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #635 am:

Also Hypericum war ein heißer Tip. Ich flieg besser nach Griechenland, der iberische wird viel zu hoch.

Hypericum atomarium
https://www.naturadb.de/pflanzen/hypericum-atomarium/

Da scheint viel zu passen
20-30cm, dh geht im Unkraut daneben nicht so leicht unter
Blüte Juni - August, deutliche Blütenfarbe
trocken, Sonne
Schnecken kein Problem
hat nicht jeder im Programm, aber es gibt ihn online

Hypericum balearicum
https://www.naturadb.de/pflanzen/hypericum-balearicum/
100-120cm
LG Horst
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semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #636 am:

So hoch wie angegeben wird balearicum meines Wissens nicht ansatzweise. Die wachsen im Tramuntana überall bis in die Höchstlagen, die größten Exemplare, die ich gesehen habe (in tieferen geschützteren Lagen) waren vielleicht kniehoch aber locker doppelt so breit und fast schon moosartig kompakt (check mal google Bilder). Und diese Größe geht sicher nicht in 3 Jahren - das waren knorrig verholzte ehrwürdige Sträucher. Sie bilden ja sehr dünne leicht sukkulente Triebe, die sich ganz natürlich zu der Seite neigen und überhaupt erst diesen breiten und dichten Habitus ermöglichen. Das wirkt bei jungen Pflanzen zunächst unförmig und ich habe sie regelmäßig beschnitten (bei belaubten Trieben bis ins Altholz problemlos möglich), inzwischen lasse ich sie einfach wachsen und die Pflanze regelt das ganz automatisch, bleibt niedrig und verdichtet sich langsam.

Hier kannst Du sie bestellen:
https://www.senteursduquercy.com/hyperi ... eares.html
Der Shop gibt übrigens 30x40cm an (realistisch, im Alter noch etwas höher und breiter).

Zur Winterhärte: Jajaja, ich kanns ja gar nicht beurteilen. Aber am Naturstandort in den höheren Lagen kann es durchaus zweistelligen Frost geben, die Winter sind feucht, es regnet und schneit richtig eklig. Bei mir haben kleine Pflanzen in Töpfen mehrere Winter unter freiem Himmel verbracht. Also völliges Durchfrieren und auch Regen. Sehe sie mindestens bis in Z7b bei einem sonnigen Standort. Wenn Du erfolgreich Choisya kultivierst, wird H.b. problemlos funktionieren.

Aber auch hier wirst Du mindestens im ersten Jahr gießen müssen.

Die anderen Arten kenne ich nicht. Größere Blätter und staudiger Wuchs sind aber üblicherweise keine Kriterien für extreme Trockenresistenz.
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hobab
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

hobab » Antwort #637 am:

Ich hatte gewartet, ob du sie vorschlägst, aber dann mach ich es:
Genista sagittalis, schöne Pflanze, wenn auch nicht sonderlich konkurrenzfähig. Wächst hier auch gut auf lehmigen Böden, wenn es am Hang steht. Pilosa wäre vermutlich noch deckender, mit der hab ich keine Erfahrung.
Neulich tauchte auch Prunus pumila var. depressa hier auf, schöne Pflanze - wieviel Trockenheit sie wirklich verträgt kannst du dann gerne berichten…😁

Deinen letzten Satz kann ich nur beipflichten, stimmt vielleicht nicht immer - aber nah dran.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Chica » Antwort #638 am:

hobab hat geschrieben: 2. Sep 2026, 19:30 Bodendeckerrosen, Salvia officinalis, Santolina, Ysop, Currykraut, Ruta: such dir was aus…
Hier im Sand funktionieren Santolina und Ruta anstandslos ungegossen.
hobab hat geschrieben: 3. Sep 2026, 06:05 Genista sagittalis, schöne Pflanze, wenn auch nicht sonderlich konkurrenzfähig. Wächst hier auch gut auf lehmigen Böden, wenn es am Hang steht. Pilosa wäre vermutlich noch deckender, mit der hab ich keine Erfahrung.
Beide versucht, da Futter für den Grünen Zipfelfalter, beide verloren.
Der schönste Garten ist der, der kurz vor dem Verwildern steht.
Dr. med. Daniel Gottlob Moritz Schreber (1808-1861)
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semicolon
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #639 am:

hobab hat geschrieben: 3. Sep 2026, 06:05 Ich hatte gewartet, ob du sie vorschlägst, aber dann mach ich es:
Genista sagittalis, schöne Pflanze, wenn auch nicht sonderlich konkurrenzfähig. Wächst hier auch gut auf lehmigen Böden, wenn es am Hang steht. Pilosa wäre vermutlich noch deckender, mit der hab ich keine Erfahrung.
Neulich tauchte auch Prunus pumila var. depressa hier auf, schöne Pflanze - wieviel Trockenheit sie wirklich verträgt kannst du dann gerne berichten…😁

Deinen letzten Satz kann ich nur beipflichten, stimmt vielleicht nicht immer - aber nah dran.
Habe die Genista noch nicht so lange und kann daher nicht so viel sagen. Meine steht im Topf weil ich auch Bedenken wegen Konkurrenz hatte. Ich würde sie mir etwas größer und höher wünschen. Momentan kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sie die angegebenen 30-40cm erreicht. Nach der Blüte legt sich jeder Trieb nieder. Scheint so eine Ableger-Vermehrungsstrategie zu sein.

Erigeron karvinskianus funktioniert hier ebenfalls gut. Hat aber Nachteile: für einen schönen Wuchs braucht er einen Terrassenaufbau und idealerweise Steine, wo sich eine minimale Restfeuchte hält. Und das Biest samt sich irre aus. Feiere ich persönlich aber, weil der aufgrund der geringen Größe nichts überwuchert und die letzten Ritzen besiedelt. Er blüht an halbschattigen Orten mit etwas mehr Wasser aber deutlich besser.

Und in dem Zuge auch Centranthus. An sehr trockenen Standorten sind die sehr langlebig und explodieren im Frühjahr förmlich. Danach schbeide ich sie immer zurück und sie blühen gleich nochmal, bevor die Sommerdürre kommt, danach sehen sie zwar nicht mehr so üppig aus, nach dem radikalen Schnitt im Spätsommer kommen sie aber mit voller Wucht zurück und schaffen es manchmal sogar bis zur dritten Blüte. Nachteil auch hier: extreme Versamung. Lässt sich aber gut jäten.
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Nox
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Nox » Antwort #640 am:

Drainagefan hat geschrieben: 2. Sep 2026, 20:15 ...
Danke, Ich habe 2 Dinge vergessen. Dort ist 1/2m tief Kies. Der muss durch Erde ersetzt werden, ich möchte möglichst viel Kies lassen. Ursprünglich waren Mittagsblumen dort geplant, aber denen ist es dort zu trocken. Bei den Mittagsblumen habe ich mich total verspekuliert, die wollen gegossen werden und das will ich nicht. Vielleicht könnte die Halda dort überleben, aber keine Lust dort nochmals welche zu testen. Andere sind eingegangen.

Dann hätte ich noch gerne Dauerblüher, also mindestens den ganzen Sommer.
...
Könnte hinkommen, nur wie tief braucht die Erde bzw. was passiert wenn die auf Kies stößt? Die Wurzeln werden wohl nicht 60cm tief graben.
Ich stelle mir das Anwachsen für jeden Kandidaten auf 60 cm Kies schwierig vor. Normalerweise hat man die Steinschicht oben, es dürfen auch mal 20cm sein. Darin geht nichts wegen Boden-Nässe ein und die Wurzeln kommen im Sommer noch an Feuchtigkeit heran. Was für eine Körnung hast Du denn ? Feiner Kies ist anders zu bewerten als Schotter.
Hast Du darüber Erde - und wenn ja, wie verhinderst Du, dass sie in den Kies eingespült wird ?
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #641 am:

Aber Kies auf so einer kleinen Fläche zu veredeln sollte doch eigentlich kein großes Problem sein? Gerade feiner scharfer Sand, Zeolith, feinen Bims, Vermiculite, Bentonit , Humus, you name it - ordentlich tief eingearbeitet - sollte hier schon Wunder bewirken. Habe letztes Jahr ca. 20qm extrem verdichteter Rasenfäche auf diese Weise richtig gut revitalisieren können. Das geht doch andersrum genauso. Würde nur den ph-Wert in die Wahl der Zuschläge mit einbeziehen.
Was ich zum Anwachsen auf so schwierigen Flächen auch schonmal erfolgreich eingesetzt habe ist ein spezielles Biopolymer (Handelsnamen vergessen). Das Zeug quillt auf das 400-fache an und zerfällt über 2-3 Jahre langsam. Erfahrungsgemäß hat es mindestens eine Saison gehalten und gute Starthilfe unter einem Baum geleistet. Das Zeug verklumpt zwar nicht so schnell, ich würds aber trotzdem sehr vorsichtig dosieren und sehr gründlich einarbeiten.
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Gartenplaner » Antwort #642 am:

semicolon hat geschrieben: 3. Sep 2026, 12:15
Was ich zum Anwachsen auf so schwierigen Flächen auch schonmal erfolgreich eingesetzt habe ist ein spezielles Biopolymer (Handelsnamen vergessen). Das Zeug quillt auf das 400-fache an und zerfällt über 2-3 Jahre langsam. Erfahrungsgemäß hat es mindestens eine Saison gehalten und gute Starthilfe unter einem Baum geleistet. Das Zeug verklumpt zwar nicht so schnell, ich würds aber trotzdem sehr vorsichtig dosieren und sehr gründlich einarbeiten.
Stockosorb?
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Drainagefan » Antwort #643 am:

semicolon hat geschrieben: 3. Sep 2026, 02:47 So hoch wie angegeben wird balearicum meines Wissens nicht ansatzweise
Das hat mich auch überrascht, naturadb ist manchmal einfach falsch.
semicolon hat geschrieben: 3. Sep 2026, 02:47 Der Shop gibt übrigens 30x40cm an (realistisch, im Alter noch etwas höher und breiter).üblicherweise keine Kriterien für extreme Trockenresistenz.
Ich hatte noch einen anderen franzöischen gefunden, franz. Telnr, aber Sitz in Kanada. Da muss man wegen Zoll und Import aufpassen.

Die Blüten des balearischen gefallen mir am besten, aber es gibt Gründe für den griechischen (atomarium). Ich muss da mal bei den Händlern anrufen, ob die wirklich liefern können. 2 Wochen Lieferzeit ist kein Problem.
semicolon hat geschrieben: 3. Sep 2026, 02:47 Wenn Du erfolgreich Choisya kultivierst, wird H.b. problemlos funktionieren.
Es ist der Platz vor den Choisyas und die sollen nicht verdeckt werden. Die Choisya haben viel mitgemacht, weil sie an der Grundgrenze sind und der Nachbar eine Grenzmauer gebaut hat. Das hat jetzt auch Vorteile. Die Sonne, die auf die Mauer strahlt, speichert Wärme. Hypericum wird davon aber nicht mehr profitieren. Eine kleine Choisya blüht gerade. Die Choisyas wurden bei den Hitzewellen kaum gegossen, vielleicht 1x im Monat ein wenig. Die Choisyas haben aber keine bewusste Drainage. Der Boden ist dort ziemlich steinig.

Ich experimentiere öfters mit Pflanzen, die es grenzwertig schaffen könnten. Eigentlich waren da mal Agaven und Opuntien. Die sind vertrocknet (behaupte ich, wurde schon diskutiert). Wurzelballen etwas mit Erde vergrößert und dann rundherum Wintersplit ohne Salz, also seitlich und nach unten Streusplit. Diese Methode funktioniert in der Ebene gut, am Hang ist das aber bei Kahlfrösten zu extrem. Der Split wird einige Tage in Wasser eingelegt bevor er verwendet wird.
semicolon hat geschrieben: 3. Sep 2026, 02:47 Aber auch hier wirst Du mindestens im ersten Jahr gießen müssen.
Darauf stelle ich mich sowieso ein. Der Platz ist sehr schwer abzuschätzen. Höher am Hang ist es halbschattig bis schattig, hätte nie gedacht, dass es den Mittagsblumen dort zu trocken ist. Mit Gießen hatten sie sich erholt, ich hätte da ber viel gießen müssen. Jetzt kommen dort in den (Halb-)Schatten Pfahlwurzler-
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

semicolon » Antwort #644 am:

Gartenplaner hat geschrieben: 3. Sep 2026, 13:25
semicolon hat geschrieben: 3. Sep 2026, 12:15
Was ich zum Anwachsen auf so schwierigen Flächen auch schonmal erfolgreich eingesetzt habe ist ein spezielles Biopolymer (Handelsnamen vergessen). Das Zeug quillt auf das 400-fache an und zerfällt über 2-3 Jahre langsam. Erfahrungsgemäß hat es mindestens eine Saison gehalten und gute Starthilfe unter einem Baum geleistet. Das Zeug verklumpt zwar nicht so schnell, ich würds aber trotzdem sehr vorsichtig dosieren und sehr gründlich einarbeiten.
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Das nutz ich seit ein paar Jahren bei Neupflanzungen.
Ja, genau das! Find's echt nützlich, nur höllenschwer in der Dosierung.
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